Wie können Städte trotz knapper Wasserressourcen grüne Oasen erhalten? Ein Forschungsteam, koordiniert von derÌýBauhaus-Universität-Weimar, hat mit finanzieller Unterstützung der DBU eine innovative Nutzung von Regen- und Grauwasser entwickelt. Das Ergebnis: Aufbereitetes Grauwasser aus Waschbecken, Duschen, Badewannen und Küchen kann einen erheblichen Beitrag zur nachhaltigen Bewässerung von Grün- und Freiflächen in urbanen Gebieten leisten. Der Klimawandel ist eine zentrale Herausforderung, auch im Gesundheitsbereich: Dem Umweltbundesamt zufolge gab es in den Sommern 2023 und 2024 jeweils etwa 3.000 hitzebedingte Todesfälle in Deutschland – mit höherer Sterblichkeit in Städten als auf dem Land.Ìý „Wir brauchen mehr städtische Begrünungen, um die Auswirkungen solcher Hitzeinseln zu minimieren“, sagt DBU-³Ò±ð²Ô±ð°ù²¹±ô²õ±ð°ì°ù±ð³Ùä°ù Alexander Bonde. Doch die urbane Vegetation ist immer häufiger auf eine Bewässerung angewiesen. Das Projekt zeigt, dass Grauwasser eine Lösung sein könnte: Gebrauchtes Wasser wurde zunächst in einem Zwischenspeicher gesammelt, gereinigt und mit Regenwasser gemischt. ÌýKünftig könnte es in einem Modellquartier in Dortmund für die effiziente Bewässerung von Grünflächen verwendet werden.
Entwicklung von anpassungsfähigem, KI-gestützten Systemen Wassermanagement
In Kooperation mit dem Institut für Digitales und Autonomes BauenÌýder Technischen Universität Hamburg, derÌýHochschule Hamm-Lippstadt, dem UnternehmenÌýHVG GrünflächenmanagementÌýsowie demÌýIngenieurbüro JENA GEOS wurde ein Wassermanagement mit anpassungsfähigen, KI-gestützten Systemen entwickelt. „Die Steuerzentrale ermöglicht eine bedarfsgerechte Bewässerung: Sie misst kontinuierlich die Bodenfeuchte und steuert die Wasserzufuhr präzise nach Bedarf“, sagt Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Silvio Beier von der Bauhaus-Universität Weimar. Als Versuchsfläche diente das Modellquartier „Bergmannsgrün“Ìýder Firma Vivawest WohnenÌýin Dortmund-Huckarde, das im Kontext der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 entsteht. Bewohner*innensollen aktiv in den Prozess eingebunden und die Forschungsergebnisse öffentlich zugänglich gemacht werden. Ein Leitfaden liefert konkrete Handlungsempfehlungen für Bauwillige und die Stadtplanung.
Mehr zum Projekt unter: /news/duschwasser-zum-giessen-gruener-stadtoasen-senkt-hitzegefahr/
ÌýHier geht es zum Leitfaden:ÌýÌý