Osnabrück. Das Projekt „Halboffene Weidelandschaft Oranienbaumer Heide“ hat sich bei der Publikumswahl zum „“ durchgesetzt. Insgesamt nahmen mehr als 1.600 Personen an der Online-Abstimmung teil. Rund die Hälfte aller Stimmen entfielen auf das Wiederherstellungsprojekt der und der , , das in Zusammenarbeit mit der Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), der DBU Naturerbe GmbH als Eigentümerin, dem betrieb Mittelelbe und dem umgesetzt wird.
Erfolgreiche Wiederherstellung von Ökosystemen war gefragt
Professorin Sabine Tischew von der Hochschule Anhalt ist vom Ergebnis überwältigt: „Wir sind stolz, dass das Projekt so gut in der Region verankert ist und auch bundesweit Anerkennung findet. Es ist ein hoffnungsvolles Beispiel für die erfolgreiche Wiederherstellung von Ökosystemen in Kooperation von Wissenschaft und Praxis“. Dr. Stefan Reinhard, Geschäftsführer des Projektpartners Primigenius gGmbH betont: „Ohne die Vision einer Offenlandpflege mit Weidetieren zur ¹óö°ù»å±ð°ù³Ü²Ô²µ der natürlichen Vielfalt und den langen Atem bei der Umsetzung der Projektziele mit allen Partnern wäre die Oranienbaumer Heide heute nicht in diesem Zustand.“
Ehemaliger Truppenübungsplatz gehört zum Nationalen Naturerbe
Der ehemalige Truppenübungsplatz Oranienbamer Heide bei Dessau gehört zum Biosphärenreservats Mittelelbe und zum Nationalen Naturerbe. Das Natura-2000-Gebiet gilt als eines der artenreichsten Gebiete in Sachsen-Anhalt. Auf 800 Hektar weiden hier heute ganzjährig Heckrinder und Konikpferde. Durch die extensive Beweidung und umfangreiche Entbuschungsmaßnahmen hat die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten in den Heiden und Magerrasen sichtbar zugenommen. Das Projekt leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung und Wiederherstellung von Ökosystemen auf sandigen Standorten.

Bonde: „Wir brauchen die biologische Vielfalt zum Überleben“
Alexander Bonde, ³Ò±ð²Ô±ð°ù²¹±ô²õ±ð°ì°ù±ð³Ùä°ù von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) sagt: „In der Oranienbaumer Heide schaffen wir es mithilfe der Ganzjahresweide, selten gewordene Lebensräume wiederherzustellen und zu erhalten. Gemeinsam setzen wir uns für die biologische Vielfalt ein in einer Zeit, in der das massenhafte Artensterben lautlos voranschreitet. Bei all den Krisen dieser Zeit dürfen wir nicht vergessen, dass wir Menschen die biologische Vielfalt zum Überleben brauchen.“
Online-Abstimmung zwischen sechs Vorrundensieger-Projekten
Die Online-Abstimmung zum UN-Dekade Jahresprojekt lief vom 17. April bis zum 1. Mai 2023. Zur Wahl standen sechs bundesweit repräsentative Wiederherstellungsprojekte, die in den ersten beiden Wettbewerbsrunden des UN-Dekade-Projektwettbewerbs jeweils die drei Spitzenplätze belegt hatten. Mehr Informationen zum Projekt gibt es unter . Die Hochschule Anhalt und das DBU Naturerbe bedanken sich herzlich im Namen aller Partner bei allen, die für das Projekt gestimmt haben.