Osnabrück. Wie sie Stadt und Landkreis Osnabrück für ein besseres regionales Bildungswesen fordern und fördern können, dazu diskutierten gestern und heute Vertreter des in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück. Als Partner des gleichnamigen bundesweiten Programms des (BMBF) wollen sie „lebensbegleitendes Lernen der Bürgerinnen und Bürger systematisch auf den Weg bringen und Bildungsübergänge, -beratung, -monitoring und -planung entscheidend verbessern“, so DBU-³Ò±ð²Ô±ð°ù²¹±ô²õ±ð°ì°ù±ð³Ùä°ù Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde. Anliegen der 2009 gestarteten Initiative „Lernen vor Ort“ sei, Anreize zu schaffen, um ein kommunales Bildungsmanagement zu entwickeln. Brickwedde: „Bildungsverantwortliche sollen zukünftig besser zusammenarbeiten. Wichtige Bildungsfragen sollen koordiniert und gemeinsam gestaltet werden.“ Co-Gastgeber war das .
Bildung für jeden Einzelnen und in allen Lebensphasen ermöglichen
Ziel der Initiative ist laut DBU-³Ò±ð²Ô±ð°ù²¹±ô²õ±ð°ì°ù±ð³Ùä°ù, Bildung für jeden Einzelnen und in allen Lebensphasen zu ermöglichen. „Das beginnt in der Familie und setzt sich über die Ausbildung und das Studium fort.“ Lebensbegleitendes Lernen beinhalte stärker denn je auch die Fort- und Weiterbildung bis ins hohe Alter. Brickwedde: „Es macht fit für die Herausforderungen einer globalisierten und schnelllebigen Welt.“ Im Blick seien vor allem Bildungsübergänge, zum Beispiel von der Grund- zur weiterführenden Schule. Sie seien für Bildungsbiografien von entscheidender Bedeutung. Wie diese Übergänge gelingen könnten, solle an ausgewählten „Aktionsfeldern“ in Landkreisen und kreisfreien Städten modellhaft erprobt und umgesetzt werden. Dazu engagiere sich die DBU zusammen mit der und der im Aktionsfeld „Wirtschaft, Technik, Umwelt und Wissenschaft“.
Langzeitarbeitslose lernen Altmaterialien fachgerecht aufzuarbeiten
In Osnabrück fördere die DBU die gemeinnützige mit einem Projekt, das sich an Langzeitarbeitslose und – ergänzend – an Schulklassen sowie Kinder und Jugendliche wende, so Brickwedde. Dabei gehe es um ein umfassendes Qualifizierungs- und Kommunikationsangebot zum fachgerechten Aufarbeiten von Altmaterialien aus Haushaltsauflösungen oder den geregelten Rückbau ehemaliger Kasernen der englischen Armee. Ziel sei es die anfallenden Altmaterialien möglichst zerstörungsfrei auszubauen, um sie weiter- und wiederzuverwenden statt zu entsorgen. Brickwedde: „Zum Beispiel Holz oder Fenster, aber auch Beschläge, Schrauben und Scharniere können nach fachgerechtem Ausbau erneut genutzt werden: Abfall wird vermindert, Rohstoffe geschont.“ Für Langzeitarbeitslose und Jugendliche werde außerdem eine Berufsorientierung geschaffen, die verschiedene Nachhaltigkeitsthemen miteinander verknüpfe. Darüber hinaus biete die DBU Arbeitskreise zu speziellen Themen an, in denen Konzepte der Umweltbildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, beruflichen Umweltbildung und des Übergangsmanagements vorgestellt würden. „Aus der Zusammenarbeit resultierende Projektideen konnten auf Basis der Förderleitlinien an die DBU herangetragen werden“, so der DBU-³Ò±ð²Ô±ð°ù²¹±ô²õ±ð°ì°ù±ð³Ùä°ù. Daraus hätten sich drei bundesweite Förderprojekte mit über 370.000 Euro Fördermitteln ergeben.
50 Stiftungen im nationalen Stiftungsverbund „Lernen vor Ort“
Seit Beginn des Programms „Lernen vor Ort“ im Jahr 2009 arbeiteten Bildungsverantwortliche von 40 Kommunen an der Gestaltung und Verbesserung des kommunalen Bildungswesens mit, so der DBU-Chef. Partner des BMBF seien mehr als 180 im Bildungsbereich erfahrene Stiftungen, von denen etwa 50 im nationalen Stiftungsverbund „Lernen vor Ort“ organisiert seien. Brickwedde: „Damit ist die BMBF-Initiative die größte Bildungsallianz im Bundesgebiet.“ In der Region Osnabrück werde sie präsentiert durch das „Netzwerk Bildung. Stiftungen für die Region Osnabrück“. Dazu gehörten die , die , die , die , die , die gemeinnützige Stiftung vom ehemaligen Verband der Metall- und Elektroindustrie Osnabrück-Emsland (VME)/ und die . In der Stadt Osnabrück werde ein „Netzwerk Bildungslandschaft Osnabrück“ entwickelt, in dem die DBU Themenpate im Aktionsfeld „Wirtschaft, Technik, Umwelt und Wissenschaft“ sei.
