  {"id":61219,"date":"2026-04-18T10:32:29","date_gmt":"2026-04-18T08:32:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/38598-01\/"},"modified":"2026-04-18T10:32:31","modified_gmt":"2026-04-18T08:32:31","slug":"38598-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/38598-01\/","title":{"rendered":"Re-use im Ingenieurholzbau durch Standardisierung von Verbindungen mit Konusd\u00fcbeln \u2212 Entwurf und Analyse reversibler Verbindungstechnik (ReStaKo)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Projekts war die Entwicklung kreislauff\u00e4higer Konstruktionen f\u00fcr den mehrgeschossigen Holzskelettbau mit Fokus auf nichttragende, gro\u00dfformatige Au\u00dfenwandelemente. Aufgrund ihres hohen Materialanteils und ihrer funktionalen Bedeutung standen die Austauschbarkeit und Wiederverwendbarkeit dieser Bauteile im Mittelpunkt des Vorhabens. Planende und Ausf\u00fchrende sollen k\u00fcnftig durch einen Konstruktionskatalog demontierbarer Ausfachungsw\u00e4nde unterst\u00fctzt werden, der konstruktive L\u00f6sungen und reversible Verbindungskonzepte systematisch darstellt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Forschungsvorhaben wurde in strukturierten, aufeinander aufbauenden Arbeitsschritten durchgef\u00fchrt. Zu Beginn erfolgte eine Analyse bestehender Anschluss- und Verbindungssysteme f\u00fcr den mehrgeschossigen Holzskelettbau unter konstruktiven und statischen Gesichtspunkten. Auf dieser Grundlage wurden Anforderungen an nichttragende, gro\u00dfformatige Au\u00dfenwandelemente abgeleitet sowie geeignete Anschlussvarianten konzipiert und rechnerisch ausgelegt.<\/p>\n<p>Zur Umsetzung der Konzepte wurden reversible Verbindungsmittel \u2013 der Doppel-Konusverbinder sowie der Konusadapter \u2013 konstruktiv entwickelt und in die Anschlusssysteme integriert. Ziel war eine zerst\u00f6rungsfreie Montage und Demontage bei gleichzeitig ausreichender mechanischer Leistungsf\u00e4higkeit.<br \/>\nZur experimentellen Verifizierung wurden Pr\u00fcfk\u00f6rper hergestellt und Druck- sowie Zugscherversuche durchgef\u00fchrt. Erg\u00e4nzend wurde ein Mock-Up im Ma\u00dfstab 1:1 realisiert, um die praktische Umsetzbarkeit der entwickelten Verbindungskonzepte unter realit\u00e4tsnahen Bedingungen zu \u00fcberpr\u00fcfen. <\/p>\n<p>Die Auswertung der experimentellen Untersuchungen und der Mock-Up-Ergebnisse bildete die Grundlage f\u00fcr die abschlie\u00dfende Bewertung der Verbindungskonzepte.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projekts wurden geschossweise austauschbare Wandelemente f\u00fcr eine reversible Holzskelettbauweise entwickelt und hinsichtlich ihrer technischen, konstruktiven und praktischen Funktionsf\u00e4higkeit untersucht. Der Schwerpunkt lag auf der Entwicklung und Anwendung reversibler Verbindungstechniken, insbesondere der Kombination aus Doppel-Konusverbindern und Konusadaptern, die eine zerst\u00f6rungsfreie Demontage und Wiederverwendung der Bauteile erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Das im Ma\u00dfstab 1:1 realisierte Mock-Up best\u00e4tigte die grunds\u00e4tzliche Machbarkeit des Systems und lieferte Erkenntnisse zu Montageabl\u00e4ufen, Handhabung und Positionierung gro\u00dfformatiger Wandelemente unter praxisnahen Randbedingungen. Potenzielle Montageerschwernisse konnten identifiziert und konstruktiv ber\u00fccksichtigt werden, beispielsweise durch Anpassungen der Verbindungslage oder den Einsatz vormon-tierter Verbindungsmittel.<\/p>\n<p>Die experimentellen Untersuchungen zeigten, dass die entwickelten Verbindungsmittel die vorgesehenen Lasten zuverl\u00e4ssig aufnehmen und nach der Demontage erneut eingesetzt werden k\u00f6nnen, sofern definierte Fertigungstoleranzen eingehalten werden. Die konstruktive Auslegung der Wandelemente erm\u00f6glicht eine modulare Bauweise mit standardisierten Grundrastern und klar definierten Bauteilgeometrien, wodurch ein wiederholter Einsatz der Elemente technisch realisierbar ist.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Der Schlussbericht wird auf der Homepage des t-lab ver\u00f6ffentlicht. Der Ein- und Abbau des Mock-ups wird videodokumentiert und \u00fcber den offiziellen YouTube-Kanal des t-lab sowie \u00fcber soziale Medien zug\u00e4nglich gemacht. Erg\u00e4nzend ist die Ver\u00f6ffentlichung der Projektergebnisse in fachlichen Zeitschriften vorgesehen, um einen gezielten Wissenstransfer in die Baupraxis und die Fach\u00f6ffentlichkeit sicherzustellen. <\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Forschungsvorhaben zeigt, dass reversible Verbindungskonzepte f\u00fcr nichttragende Au\u00dfenwandelemente im mehrgeschossigen Holzskelettbau technisch umsetzbar und praxisrelevant sind. Die entwickel-ten L\u00f6sungen erm\u00f6glichen eine zerst\u00f6rungsfreie Montage und Demontage und wurden sowohl experimentell als auch anhand eines Mock-Ups unter realit\u00e4tsnahen Bedingungen verifiziert. Damit schafft das Projekt eine belastbare Grundlage f\u00fcr die Anwendung reversibler, kreislauff\u00e4higer Konstruktionsl\u00f6sungen in der Baupraxis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Projekts war die Entwicklung kreislauff\u00e4higer Konstruktionen f\u00fcr den mehrgeschossigen Holzskelettbau mit Fokus auf nichttragende, gro\u00dfformatige Au\u00dfenwandelemente. Aufgrund ihres hohen Materialanteils und ihrer funktionalen Bedeutung standen die Austauschbarkeit und Wiederverwendbarkeit dieser Bauteile im Mittelpunkt des Vorhabens. 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