  {"id":27973,"date":"2024-11-27T10:52:26","date_gmt":"2024-11-27T09:52:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/38469-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:52:30","modified_gmt":"2024-11-27T09:52:30","slug":"38469-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/38469-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines Betriebsassistenten f\u00fcr mobile Arbeit, Ausbildung und Training zur Vermeidung von umweltbelastenden Betriebsst\u00f6rungen auf Kl\u00e4ranlagen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Eine effiziente Abwasserbehandlung ist ein wichtiger Teil des in Deutschland realisierten nachhaltigen Wassermanagements. Im Bereich der Abwasserbehandlung kommt es immer wieder zu intern oder extern verursachten Betriebsst\u00f6rungen, die negativem Einfluss auf die Umwelt haben k\u00f6nnen.<br \/>\nDie Digitalisierung der Prozesse, die Nutzung mobiler Endger\u00e4te (Tablets, Smartphones, Datenbrillen) nimmt auch in der Abwassertechnik zu. Die Neuordnung des Berufes \u0084Fachkraft f\u00fcr Abwassertechnik\u0093 ist in 2024 erfolgt. Ein wesentlicher Anlass ist die Digitalisierung dieser Arbeitswelt.<br \/>\nGef\u00f6rdert wird dies auch durch den stark ansteigenden Fachkr\u00e4ftemangel, der den Anlagenbetreiber*innen zunehmend Sorgen bereitet. Die Babyboomer Generation geht in Rente, damit auch viel Erfahrungswissen. Die Wasserwirtschaftsbranche ist nach dem Bergbau die Branche mit den \u00e4ltesten Besch\u00e4ftigten. (Insgesamt verlieren die Unternehmen der Energie- und Wasserversorgungsbranche zwischen 2019 und 2025 rund 57.000 Fachkr\u00e4fte. Es werden in Zukunft mehr Quereinsteiger*innen in die Branche kommen, wodurch mehr Anpassungsschulungen erforderlich werden. Auch ausl\u00e4ndische Kolleg*innen werden zunehmend auf den Anlagen besch\u00e4ftigt werden.<br \/>\nDie Arbeits- und Lernwelt von Morgen wird eine andere sein. Die Pandemie hat dazu einen wichtigen Impuls gegeben. Mobile Arbeit, mobiles Lernen und lebenslanges Lernen wird die neue Realit\u00e4t. Die \u0084Deutsche Weiterbildungsstrategie\u0093 (2018) und der \u0084Entwurf der neuen Wasserstrategie\u0093 (2021) zeigen diese Ver\u00e4nderung anschaulich auf. Lern- und Arbeitsmedien ver\u00e4ndern sich rasant. B\u00fccher beginnen zu \u0084Fliegen\u0093. Was nicht in ein Smartphone passt wird von der Generation Z kaum noch wahrgenommen. Datenbrillen werden getestet und digitale Lernr\u00e4ume (LMS-Learning Management Systeme) entstehen. Die Entwicklung des Betriebsassistenten soll ein digitales Unterst\u00fctzungsmodul werden. In ihm werden umweltrelevante St\u00f6rungen transparent mit einer L\u00f6sungsmatrix dargestellt. Eine Hilfe, um m\u00f6gliche Betriebsst\u00f6rungen fr\u00fcher, gezielter und somit effektiver zu lokalisieren und letztendlich abzuarbeiten und zu beheben.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDerzeit liegen keine Informationen vor, dass ein digitaler Betriebsassistent im Abwasserbereich im geplanten Umfang eingesetzt wird. Der Betriebsassistent in Verbindung mit Smartphone oder Tablet soll die Fehlerbehebung in den Anlagen erleichtern bzw. verbessern. Die unterschiedlichen M\u00f6glichkeiten einer Betriebsst\u00f6rung werden aus mehreren verschiedenen Quellen im Betriebsassistenten vorgehalten und je nach Auswahlverfahren von Nutzer*innen abgerufen. Die vorherige Eingabe der Stammdaten des Anlagentyps erm\u00f6glicht es, nur die spezifischen Ursachen mit den Auswirkungen und L\u00f6sungen aufzuf\u00fchren. Der Assistent erm\u00f6glicht eine neue Art der Informationsbeschaffung und Wissensaneignung w\u00e4hrend der Arbeit.<br \/>\nDas Projekt wird in 15 Arbeitspaketen erarbeitet. TRAINTECH, webdesign-Birk, PPL, Heidebrecht stehen als Kooperationspartner und Berater unterst\u00fctzend zur Verf\u00fcgung. Das Projekt l\u00e4uft \u00fcber 21 Monate.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Ziel des Projektes war es, eine digitale Anwendung basierend auf umweltbelastenden Betriebsst\u00f6rungen zu entwickeln.<br \/>\nMit der Abbildung und Programmierung vielf\u00e4ltiger L\u00f6sungsans\u00e4tze im Assistenten ist es gelungen, die aufgef\u00fchrten Ziele abzubilden:<\/p>\n<p>\u0095 Fehlerquellen f\u00fcr die betrachteten Betriebsst\u00f6rungen wurden nahezu vollst\u00e4ndig abgebildet.<br \/>\n\u0095 Abarbeitung von Betriebsst\u00f6rungen sollen effizienter und schneller durchf\u00fchrbar sein<br \/>\n\u0095 Durch die schnellere Einleitung der richtigen Ma\u00dfnahmen die Anzahl an Betriebsst\u00f6rungen mit Auswirkungen auf die Umwelt deutlich zu reduzieren bzw. gar nicht aufkommen zu lassen<br \/>\n\u0095 Geringf\u00fcgige Betriebsst\u00f6rungen durch schnelle L\u00f6sungsans\u00e4tze von vornherein zu verhindern.<\/p>\n<p>Der Assistent wird somit einen deutlichen Beitrag zur Verbesserung der Nachhaltigkeit in Zukunft im Wassermanagement leisten. Er wird dazu dienen, dem Anlagenpersonal schnellstm\u00f6glich eine fundierte und zugleich \u0084systemgef\u00fchrte\u0093 Entscheidungs- und Probleml\u00f6sungsfindung zu bieten. Dar\u00fcber hinaus tr\u00e4gt diese Art der Wissensvermittlung zu einem Wissenstransfer bei, der insbesondere in der heutigen angespannten Lage des Fachkr\u00e4ftemangels unverzichtbar ist.<br \/>\nDurch die Verkn\u00fcpfung von verfahrenstechnischem Expertenwissen mit einer standardisierten Abfolge von Abfragen wird eine bestm\u00f6gliche Reaktion auf die spezifischen Betriebsst\u00f6rungen gew\u00e4hrleistet. Durch den Einsatz des Betriebsassistenten wird dies gew\u00e4hrleistet. Die Realisierung des Betriebsassistenten f\u00fcr Betriebsst\u00f6rungen erfolgt \u00fcber die aktuelle Literatur (DWA-Regelwerke, Merkbl\u00e4tter usw.) sowie \u00fcber die Integration von jahrelang erworbenem praktischem Fachwissen. Die Qualit\u00e4t des Betriebsassistenten wird regelm\u00e4\u00dfig mit der eing\u00e4ngigen Fachliteratur abgeglichen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der Betriebsassistent wird den\/die Anlagenbetreiber*in bei der Behebung von Betriebsst\u00f6rungen unterst\u00fctzen k\u00f6nnen. Dem Fachpersonal werden zeitnah zielgerichtete Hinweise gegeben um eine vorliegende Betriebsst\u00f6rung einzugrenzen und abzuarbeiten, ohne aufwendiges nachlesen in einer der vielf\u00e4ltigen Betriebsanweisungen. Im ersten Entwicklungsprozess wurde sich auf rechtlich relevante und umweltbelastende N\u00e4hrstoffparameter im Ablauf einer kommunalen Kl\u00e4ranlage konzentriert. Bei \u00dcberschreitung der gesetzlichen Vorgaben droht dem\/der Anlagenverantwortlichen ein m\u00f6glicher Straftatbestand bis hin zu empfindlichen monet\u00e4ren Strafen in Bezug auf die Abwasserabgabe. Demnach ist eine Erweiterung um weitere Betriebssituationen denkbar und sicherlich eine k\u00fcnftig sinnvolle Erg\u00e4nzung. Somit ist eine Vielf\u00e4ltigkeit an Einsatzgebieten gegeben. Auch eine Weiterentwicklung zu einem Chatbot ist m\u00f6glich. Dann erfolgt die Abfrage der L\u00f6sungsmatrix in Form einer schriftlichen Abfrage mit den dazugeh\u00f6rigen Antworten, so wie es bereits bei einigen generativer vortrainierter Transformern schon m\u00f6glich ist (z. B. ChatGPT, T5, Bert.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Eine effiziente Abwasserbehandlung ist ein wichtiger Teil des in Deutschland realisierten nachhaltigen Wassermanagements. Im Bereich der Abwasserbehandlung kommt es immer wieder zu intern oder extern verursachten Betriebsst\u00f6rungen, die negativem Einfluss auf die Umwelt haben k\u00f6nnen. 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