  {"id":27780,"date":"2026-03-19T10:32:42","date_gmt":"2026-03-19T09:32:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/37833-01\/"},"modified":"2026-03-19T10:32:43","modified_gmt":"2026-03-19T09:32:43","slug":"37833-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/37833-01\/","title":{"rendered":"Roadmapping a Circular Society &#8211; Ein Co-Design Projekt zur inhaltlichen und strategischen Entwicklung der Circular Society"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt \u201eRoadmap to a Circular Society\u201c verfolgte die Absicht, neues Transformations- und Zielwissen sowie strategische Anst\u00f6\u00dfe f\u00fcr den Wandel hin zu einer Circular Society zu generieren. Zu den Projektzielen geh\u00f6rte es, das Konzept der Circular Society inhaltlich, programmatisch und strategisch weiterzuentwickeln und m\u00f6gliche Transformationspfade zu identifizieren. Das hei\u00dft, das Projekt betrieb f\u00fcr dieses emergente Transformationsfeld so etwas wie \u201eField Building\u201d und versucht gleichzeitig in einem noch fr\u00fchen Stadium der Feldentwicklung eine \u201eStra\u00dfenkarte\u201c sowie politische Handlungsempfehlungen f\u00fcr die Umsetzung des Circular-Society-Konzepts zu erarbeiten.<br \/>\nDabei sollten: (1) wissenschaftliche Arbeiten an den konzeptionellen Grundlagen und der inhaltlichen Ausgestaltung des Circular Society-Begriffs als Basis f\u00fcr eine Forschungs- und Innovationsagenda Circular Society weitergef\u00fchrt und systematisiert werden; (2) bisherige Netzwerk-Aktivit\u00e4ten in tragf\u00e4hige und nachhaltige Bahnen gelenkt werden, indem die bereits bestehende Circular Society-Plattform zu einer Open-Source-Plattform ausgebaut und das Circular Society Forum als Netzwerkkonferenz f\u00fcr die Circular Society zu einer regelm\u00e4\u00dfigen Veranstaltung entwickelt wird; (3) praktische Umsetzungen von Circular Society-Reallaboren unterst\u00fctzt werden. Dies geschieht einerseits durch eine Bedarfsanalyse und die Sammlung und Bereitstellung von Good Practices, Tools und Wissensbausteinen sowie andererseits durch (4) die Entwicklung von politischen Handlungsempfehlungen zur Unterst\u00fctzung solcher Labore.<br \/>\nKooperationspartner war die Brandenburgische Technische Universit\u00e4t Cottbus.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenF\u00fcr diese explorative Art der Produktion von Zukunfts- und Transformationswissen wurde ein transdisziplin\u00e4rer, auf kollaborative Gestaltung setzender Ansatz gew\u00e4hlt sowie ein daran orientiertes Prozess- und Methodendesign entwickelt. Damit stellt sich das Projekt in den Kontext transformativ orientierter Forschungsformen, die Wissenschaft, Praxis und gesellschaftlich engagierte Agenden verbinden: (1) Akteure aus unterschiedlichen Disziplinen der angewandten Transformationsforschung; (2) Pioniere der Circular Society aus der Zivilgesellschaft, Start-Ups und sozial-\u00f6kologisch orientierten Unternehmen der Kreislaufwirtschaft; (3) politische und administrative Entscheidungstr\u00e4ger*innen auf unterschiedlichen Ebenen. Auf diese Weise sollen heterogene Wissens- und Erfahrungsbest\u00e4nde produktiv zusammengef\u00fchrt und f\u00fcr Transformationsprozesse nutzbar gemacht werden. Dabei wurde auf das Potenzial designorientierter Ans\u00e4tze gesetzt, die mit ihrer Kombination aus forschungsbasiertem und kreativem Arbeiten, der Moderation von Multi-Akteurs-Prozessen, Prototyping-Elementen und ihrer Anwendungsorientierung eine wertvolle Komponente und Erg\u00e4nzung in der transdisziplin\u00e4ren und transformativen Forschung sein k\u00f6nnen.<br \/>\nDer f\u00fcr das Roadmap-Projekt entworfene Co-Design-Prozess sah vor, mit einer Gruppe von etwa 40 Praktiker*innen, Wissenschaftler*innen und Pionier*innen \u00fcber einen Zeitraum von etwa 16 Monaten in einen ko-kreativen und moderierten Prozess zusammen zu kommen. Dabei wurde die wesentliche inhaltliche Arbeit in vier thematischen Gruppen geleistet, w\u00e4hrend sich Momente der gruppen\u00fcbergreifenden Diskussion, Ko-Produktion und Iteration auf gr\u00f6\u00dfere digitale und ko-pr\u00e4sente Formate konzentrierten (\u201eSynthese\u201c), die wiederum mit Momenten der \u00d6ffnung gegen\u00fcber einem interessierten Publikum verbunden wurden (\u201eCircular Society Foren\u201c).<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die erarbeitete Roadmap (Schon die Roadmap to a Circular Society gelesen? (Link)) besteht aus unterschiedlichen Teilen, die in ihrer jeweils spezifischen Form ebenfalls als ein Ergebnis eines kollaborativen und iterativen Prozesses mit allen Beteiligten zu lesen sind. Im Einzelnen sind das: ein Forderungskatalog f\u00fcr politische, administrative und andere Entscheidungstr\u00e4ger*innen (Kapitel I), eine Momentaufnahme des aktuellen Diskurs- und Praxisfeldes der Circular Society mit Blick auf Netzwerkakteure, F\u00f6rderlandschaft, Pionier*innen u. a. m. (Kapitel II) sowie ein tieferer Einblick in den Co-Designprozess des Projekts (Kapitel III). Mit den Fokusthemen vertiefen wir zun\u00e4chst die Voraussetzungen und Eigenschaften von zirkul\u00e4ren R\u00e4umen und Praktiken und warum diese n\u00f6tig sind, um Circular Communities und Circular Citizens zu f\u00f6rdern (Kapitel IV, A). Mit den Open Development Goals (ODGs) und deren \u201eGeschichten\u201c verdeutlichen wir dann das Potenzial von Offenheit f\u00fcr eine Circular Society und zeigen m\u00f6gliche Transformationspfade auf (Kapitel IV, B). Die basierend auf empirischen Fallstudien von vier Pionierprojekten entwickelten Prinzipien f\u00fcr kollaborative Wertsch\u00f6pfung sollen dabei unterst\u00fctzen, zirkul\u00e4re \u00d6kosysteme anzusto\u00dfen, zu entwickeln und aufzubauen (Kapitel IV, C). Der Kompetenzkatalog f\u00fcr Circular Literacy soll diese f\u00fcr das bestehende Bildungssystem anschlussf\u00e4hig machen und deren F\u00f6rderung erleichtern; Good-Practice-Beispiele geben Inspiration f\u00fcr die Umsetzung in der Praxis (Kapitel IV, D).<br \/>\nDie Inhalte wurden bereits in laufende oder neu angesto\u00dfene Prozesse eingebracht, treffen dort auf Zuspruch und werden in den Prozessen mitgedacht und eingebracht. <\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Circular Society Roadmap wurden auf den Kan\u00e4len der Hans Sauer Stiftung und der BTU Cottbus-Senftenberg ver\u00f6ffentlicht. Teilergebnisse werden dar\u00fcber hinaus an \u00f6ffentlichkeitswirksame Medien kommuniziert und in wissenschaftlichen Publikationen ver\u00f6ffentlicht. Alle Teilnehmenden erhielten eine digitale Version, so wie auf Wunsch auch ein Printexemplar und wurden dazu aufgefordert als Multiplikator*innen zu agieren und die Roadmap in Ihren Netzwerken zu teilen. Zudem werden die erarbeiteten Ergebnisse bei Veranstaltungen, bei denen die Projektpartner eingeladen sind, in Diskussionen, Workshops, Pr\u00e4sentationen kommuniziert.<br \/>\nZiel ist es, neben den Teilnehmenden und ihren direkten Netzwerken, mit der Roadmap weitere Akteur*innen, Interessierte aber auch \u201cCS-Newbees\u201d zu erreichen. Neben g\u00e4ngigen Wegen der \u00d6ffentlichkeitsarbeit, wurde ein Verteiler mit interessanten Multiplikator*innen erstellt, zudem wird die Roadmap gezielt an externen Veranstaltungen vorgestellt. Auch AG-spezifisch sollen unterschiedliche Akteursgruppen gezielt adressiert werden, so wird beispielsweise \u00fcber die AG 4 (Circular Literacy) versucht, verst\u00e4rkt Bildungsreinrichtungen und -initiativen zu besuchen und mit diesen ins konkrete Arbeiten mit den AG Ergebnissen zu kommen.<br \/>\nDie Hans Sauer Stiftung wird weiterhin Anwaltschaft f\u00fcr das Thema \u00fcbernehmen und die Ergebnisse der Roadmap auf unterschiedlichen Ebenen weiterf\u00fchren. Daf\u00fcr ist angedacht f\u00fcr spezifische Fokusthemen weitere F\u00f6rderantr\u00e4ge zu stellen, hier bieten insbesondere die AG spezifischen Produkte einige Ankn\u00fcpfungspunkte wie beispielsweise die Entwicklung von Circular Literacy Trainings. Auch sind wir daran interessiert unsere In halte mit Interessierten zu teilen, Workshops dazu abzuhalten oder mit neuen Partnerschaften am und mit dem Thema Circular Society weiterzuarbeiten.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Insgesamt hat sich gezeigt, dass der beschriebene Prozess ein geeignetes Mittel sein kann, um vorhandene, sektoral verteilte und heterogene Wissensbest\u00e4nde zusammenzubringen und diese sowohl f\u00fcr die inhaltlich-konzeptionelle wie auch die strategisch-transformative Arbeit nutzbar zu machen. Die transdisziplin\u00e4re Zusammensetzung der Gruppe von forschenden \u00fcber praktischen bis hin zu gestalterischen, k\u00fcnstlerischen und aktivistischen Perspektiven hat sich als ausgesprochen geeignet f\u00fcr die Exploration in einer fr\u00fchen Phase der Konzeptentwicklung erwiesen. Dies gelang insbesondere durch die konsequente Gleichbehandlung der unterschiedlichen Wissensarten und -formen. Auch die Tatsache, dass die Teilnehmenden (und das ganze Projekt) nicht auf Ergebnisse und Produkte festgelegt waren, wie sie z.B. die klassische wissenschaftliche Praxis \u201eerfordert\u201c (Paper, Monographien u. a. m.), ist als wichtiger Gelingensfaktor zu betrachten, der eine sektor\u00fcbergreifende \u201eField Building\u201c-Arbeit ma\u00dfgeblich bef\u00f6rdert.<br \/>\nHier ist aus Perspektive der F\u00f6rderung bzw. der Projektfinanzierung anzumerken, dass im Projekt versucht wurde, eine vergleichsweise geringf\u00fcgige, finanzielle Aufwandsentsch\u00e4digung f\u00fcr die vielf\u00e4ltigen Partizipationsleistung der Beteiligten, die nicht Teil des Organisationsteams waren, zu organisieren. Dies ist mit einigem Aufwand gelungen, wurde sehr positiv aufgenommen und hat dazu beigetragen, die Motivation \u00fcber den gesamten Projektzeitraum hinweg aufrechterhalten. F\u00fcr k\u00fcnftige Projekte mit transdisziplin\u00e4rem Anspruch und vergleichbarer Projektstruktur ist sehr zu empfehlen, seitens der Projektmittelgeber*innen \u00fcber ein angemessenes Verg\u00fctungsmodell f\u00fcr (Sonstige) Arbeitsleistungen nachzudenken, die nicht im Rahmen von Anstellungsverh\u00e4ltnissen oder auf Honorarbasis erbracht werden.<br \/>\nDas Ziel ist, mit der Arbeit an der Roadmap zahlreiche Stakeholder und Interessierte dazu zu inspirieren, weiter an der Vision und Implementierung einer Circular Society zu arbeiten. Die Arbeit an der Roadmap hat verdeutlicht, dass es zahlreicher Perspektiven und einer m\u00f6glichst breiten und diversen Akteurskonstellation bedarf, um sozial-\u00f6kologische Transformationspfade und Visionen zu entwickeln, die gesamtgesellschaftlich erstrebenswerte Zuk\u00fcnfte in den Blick nehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt \u201eRoadmap to a Circular Society\u201c verfolgte die Absicht, neues Transformations- und Zielwissen sowie strategische Anst\u00f6\u00dfe f\u00fcr den Wandel hin zu einer Circular Society zu generieren. Zu den Projektzielen geh\u00f6rte es, das Konzept der Circular Society inhaltlich, programmatisch und strategisch weiterzuentwickeln und m\u00f6gliche Transformationspfade zu identifizieren. 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