  {"id":27551,"date":"2024-11-27T10:42:50","date_gmt":"2024-11-27T09:42:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/33791-02\/"},"modified":"2024-11-27T10:42:50","modified_gmt":"2024-11-27T09:42:50","slug":"33791-02","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/33791-02\/","title":{"rendered":"Presswasserverg\u00e4rung Restabfall &#8211; NACHBEWILLIGUNG"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Sutco Recyclingtechnik hat ein neues Verfahren zur Verg\u00e4rung einer aus Bioabfall abgepressten Fl\u00fcssigphase entwickelt. Dieses f\u00fcr Bioabfall entwickelte Verfahren sollte im Rahmen des im Weiteren beschriebenen Projektes auf einen abfallrechtlich anders eingestuften Input-Stoff, den Restabfall aus der grauen Tonne in Deutschland, auf der MBA in Erbenschwang angepasst werden. In dem FuE-Projekt war zu pr\u00fcfen, wie das Verfahren mit diesem Input-Stoff grunds\u00e4tzlich funktioniert bzw. welche Anpassungsarbeiten im Bereich der Anlagentechnik und der Prozessf\u00fchrung f\u00fcr einen sicheren und wirtschaftlichen Betrieb erforderlich sind.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer Betrieb der Anlage wurde w\u00e4hrend der Projektlaufzeit durch die Universit\u00e4t Rostock wissenschaft-lich begleitet. Es wurden regelm\u00e4\u00dfig Proben gezogen und diese bez\u00fcglich relevanter Parameter analy-siert. Des Weiteren wurden verschiedene Versuchsreihen zu speziellen Fragestellungen durchgef\u00fchrt.<br \/>\nEs erfolgten Untersuchungen zu u. a. optimaler Beschickungsmenge, Einstellung und Betrieb der Presse, Belastbarkeit des Biogasprozesses, Austrag von St\u00f6r- und Schwimmstoffen, Grenzen der Pro-zesswasserkreislauff\u00fchrung. Ebenfalls wurden die Massen- und Energiestr\u00f6me bilanziert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Auf Grundlage der Betriebserfahrungen wurden mehrere anlagentechnische Optimierungen, wie z. B. die Nachr\u00fcstung eines Biofilters, die Installation einer Bandwaage sowie die Nachr\u00fcstung eines weite-ren Vorlagebeh\u00e4lters vorgenommen. Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung konnte nachgewie-sen werden, dass es m\u00f6glich ist, den Prozess abwasserfrei zu betreiben. Es besteht sogar ein Was-serbedarf von ca. 100 l pro Mg Abfall (Input Schneckenpresse). Trotz der zeitweise hohen Ammonium-konzentrationen von bis zu ca. 4.000 mg\/l konnten keine Hemmungen des anaeroben Prozesses fest-gestellt werden. Kritisch muss die geringe Gasausbeute des Prozesses von ca. 25 m\u00b3 pro Mg Abfall (bezogen auf Input Schneckenpresse, d. h. Material < 60 mm) bewertet werden. Die Ursache hierf\u00fcr liegt aber nicht im anaeroben Teilprozess, sondern darin, dass in der Schneckenpresse eine zu geringe organische Fracht \u00fcber das Presswasser ausgetragen und der Anaerobstufe zugef\u00fchrten wird. So ge-langten von der im Abfall enthaltenen anaerob abbaubaren Organik, gemessen als Gaspotenzial (GB21), nur ca. 25 % in das Presswasser. Der \u00fcberwiegende Anteil verl\u00e4sst die Schneckenpresse \u00fcber den Presskuchen und gelangt so zur Rotte. Trotz verschiedener Optimierungsversuche, wie z. B. der Erh\u00f6hung der zugef\u00fchrten Wassermenge, der Variation des Pressdruck sowie der Lochung des Sieb-korbs, war es nicht m\u00f6glich, die Gasausbeute relevant zu verbessern. Die geringe Gasausbeute stellt die wesentliche Schwachstelle des Verfahrens dar.\n\n\n\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation\n\nBisher erfolgten noch keine Ver\u00f6ffentlichungen. Diese sind jedoch kurzfristig geplant.\n\n\nFazit\n\nEs kann festgehalten werden, dass eine Anlage mit dem untersuchten Verfahren stabil und abwasser-frei betrieben werden kann. Wesentlicher Schwachpunkt des Verfahrens ist der geringe Biogasertrag, welcher durch einen zu geringen Austrag von organischer Fracht in das Presswasser verursacht wird. Durch eine Erh\u00f6hung der Kontaktzeit zwischen Abfall und dem zugef\u00fchrten Wasser k\u00f6nnte die \u0084Auswa-schung\u0093 der organischen Stoffe verbessert werden. Dies k\u00f6nnte in Form einer Hydrolysestufe oder eventuell auch durch konstruktive Ver\u00e4nderungen der Schneckenpresse erreicht werden.\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Sutco Recyclingtechnik hat ein neues Verfahren zur Verg\u00e4rung einer aus Bioabfall abgepressten Fl\u00fcssigphase entwickelt. 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