  {"id":26844,"date":"2026-02-26T10:32:04","date_gmt":"2026-02-26T09:32:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/33278-02\/"},"modified":"2026-02-26T10:32:05","modified_gmt":"2026-02-26T09:32:05","slug":"33278-02","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/33278-02\/","title":{"rendered":"Realisierung eines Nearly Zero Energy Standards f\u00fcr die freie Waldorfschule Uhlandsh\u00f6he in Stuttgart"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Forschungsprojektes ist es, die im interdisziplin\u00e4ren Forschungsprojekt \u201eZukunftsf\u00e4hige Schulen\u201c entwickelten L\u00f6sungsans\u00e4tze, die an der Waldorfschule Uhlandsh\u00f6he angewendet wurden, in der Umsetzung zu begleiten und zu dokumentieren. So soll aufgezeigt werden, dass eine freie architektonische Sprache auch ohne eine sehr hohe technische Geb\u00e4udeausr\u00fcstung gezielt Herausforderungen klimatischer und technischer Art l\u00f6sen kann und dennoch \u2013 auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten &#8211; ein Nearly Zero Energy Standard erreicht werden kann.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas zentrale Thema des neuen Schulgeb\u00e4udes ist es den Spagat zu bew\u00e4ltigen, eine gute Luftqualit\u00e4t bei gleichzeitig gro\u00dfer Nutzerzufriedenheit sowie geringen Investitions- und Instandhaltungskosten zu erreichen. Aus diesem Grund entscheidet man sich gegen eine mechanische L\u00fcftungsanlage, stattdessen sind aktive \u00dcberstr\u00f6melemente im Bereich zwischen dem zentralen Atrium und den angrenzenden Klassenzimmern installiert.<br \/>\nDas Arbeitspaket 1 beinhaltet zun\u00e4chst ein Mockup aufzubauen, an dem die Anforderungen an das Element bzgl. notwendiger Luftmenge, architektonischer Integration und Schalltransmission \u00fcberpr\u00fcft werden.<br \/>\nIn einem folgenden Schritt (Arbeitspaket 2) werden Untersuchungen zur Raumluft und Raumakustik nach Fertigstellung des Geb\u00e4udes vor Ort durchgef\u00fchrt. Betrachtungen hinsichtlich Lebenszykluskosten sowie grundlegende \u00f6kobilanzielle Aspekte beschlie\u00dfen dieses Arbeitspaket.<br \/>\nDas Arbeitspaket 3 umfasst eine etwa einj\u00e4hrige Monitoringphase (angepasste, verk\u00fcrzte Zeitspanne, bedingt durch Bauzeitverz\u00f6gerungen).<br \/>\nEin Baustein im p\u00e4dagogischen Konzept der Waldorfschule ist es, dass die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr ihre umgebende Lebenswelt entwickeln. Die TUM konzipiert gemeinsam mit Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern sowie den P\u00e4dagogen der Waldorfschule Leitgedanken, welche geeignet sind die Grundprinzipien von Aufenthalts-qualit\u00e4ten und Ressourcenverbrauch anhand des neuen Schulgeb\u00e4udes n\u00e4herzubringen. (Arbeitspaket 4).<br \/>\nArbeitspaket 5 beinhaltet die Dokumentation des Projekts als Werksmonografie in der DBU Baubandreihe (die Ver\u00f6ffentlichung der Inhalte wird nach R\u00fccksprache mit der DBU in abgewandelter Weise stattfinden).<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>F\u00fcr die Klassen und Aufenthaltsr\u00e4ume wird eine mechanisch unterst\u00fctzte, nat\u00fcrliche L\u00fcftung vorgeschlagen. F\u00fcr das daf\u00fcr entwickelte L\u00fcftungskonzept wird anschlie\u00dfend ein Mockup im Ma\u00dfstab 1:1 aufgebaut. Nach erfolgreichen Testl\u00e4ufen ist abzuleiten, dass eine dezentrale und bedarfsgerechte L\u00fcftung f\u00fcr Klassenzimmer eine effiziente, platzsparende und ger\u00e4uscharme L\u00f6sung darstellt, die Schulr\u00e4ume ausreichend bel\u00fcftet sowie im Sommer zus\u00e4tzlich zur K\u00fchlung der R\u00e4ume beitragen kann. Das L\u00fcftungskonzept wird realisiert.<br \/>\nNach Fertigstellung des Geb\u00e4udes werden Untersuchungen zur Raumluft durchgef\u00fchrt und hierbei speziell auf Emissionen (VOCs) und Schadstoffe eingegangen. Die Messungen erfolgen in drei Klassenr\u00e4umen. Die Messergebnisse sind im Neubau als vorbildlich zu betrachten. Hinsichtlich der Raumakustik kann gezeigt werden, dass f\u00fcr die untersuchten Klassenzimmer die Nachhallzeiten insgesamt innerhalb des empfohlenen Normbereichs liegen.<br \/>\nBez\u00fcglich der Lebenszykluskosten \u00fcber 50 Jahre weist der Barwert im Vergleich zu Geb\u00e4uden \u00e4hnlicher Nutzungsart einen niedrigen Wert auf. Angesichts des untersuchten Treibhausgaspotenzials ist der Neubau der Waldorfschule Uhlandsh\u00f6he mit anderen Schulneubauten, welche eine F\u00f6rderung zu QNG (Qualit\u00e4tssiegel Nachhaltige Geb\u00e4ude) erhalten vergleichbar.<br \/>\nDie \u00f6kobilanzielle Betrachtung zeigt aber auch, dass das Ziel eines Nearly Zero Energy Geb\u00e4udes deutlich verfehlt wird. Dabei muss allerdings ber\u00fccksichtigt werden, dass sich in der \u00f6kobilanziellen Betrachtung die Energieverbr\u00e4uche auf den Energieausweis beziehen. Da dieser nach dem Berechnungsverfahren der DIN 18599 erfolgt, ist zu erwarten, dass der tats\u00e4chliche Energieverbrauch erheblich geringer sein wird. Das zeigen auch die durchgef\u00fchrten thermischen Simulationen. Zur\u00fcckzuf\u00fchren ist dies auf den hybriden, dezentralen und bedarfsgerechten L\u00fcftungsansatz, welcher so nach DIN 18599 nicht abbildbar ist. Es zeigt sich jedoch, dass ein Optimierungsbedarf vorhanden ist und die Zielwerte der Simulation grunds\u00e4tzlich erreichbar sind.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Herangehensweise des vorliegenden Forschungsprojekts kann als zielf\u00fchrend betrachtet werden. Das Projekt kann erfolgreich abgeschlossen werden. In der Gesamtheit des Forschungsprojekts werden wichtige Erkenntnisse zum erfolgreichen Einsatz eines L\u00fcftungskonzepts mit geringem Technisierungsgrad in Kombination mit einer hohen Aufenthaltsqualit\u00e4t im Schulbau gewonnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Forschungsprojektes ist es, die im interdisziplin\u00e4ren Forschungsprojekt \u201eZukunftsf\u00e4hige Schulen\u201c entwickelten L\u00f6sungsans\u00e4tze, die an der Waldorfschule Uhlandsh\u00f6he angewendet wurden, in der Umsetzung zu begleiten und zu dokumentieren. 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