  {"id":26665,"date":"2026-03-19T10:32:17","date_gmt":"2026-03-19T09:32:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/32920-01\/"},"modified":"2026-03-19T10:32:18","modified_gmt":"2026-03-19T09:32:18","slug":"32920-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/32920-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung und Umsetzung neuer, innovativer Bildungsbausteine im Rahmen der virtuellen Akademie Nachhaltigkeit"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mit Abschluss der UN-Dekade \u201eBildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung\u201c (BNE) ist deutlich geworden, dass alle Bildungssysteme dieses Thema nur sehr z\u00f6gerlich \u00fcbernehmen. Im deutschen Hochschulsystem gibt es viele kleine Nachhaltigkeitsprojekte an Hochschulen, die entweder von intrinsischer Motivation Einzelner getragen sind oder aber durch interne oder externe Projektmittel vor\u00fcbergehend finanziert werden. Der ganz gro\u00dfe Schwung einer Sustainabilisierung aller Hochschulen ist nicht zu beobachten.  Gleichwohl betont das der UN-Dekade folgende UN-Weltaktionsprogramm diesen \u201eWhole Institution Approach\u201c noch einmal deutlicher und setzt weiter auf Sustainabilisierung aller Bildungseinrichtungen. <\/p>\n<p>Das Ziel der Virtuellen Akademie Nachhaltigkeit ist es, diese Strategie zu erg\u00e4nzen und den Hochschulen den Start in ein umfassenderes Bildungsprogramm f\u00fcr Nachhaltigkeit zu erleichtern. Nicht alle Hochschulen m\u00fcssen gleicherma\u00dfen ein BNE-Angebot planen, koordinieren und finanzieren. Die neuen Anerkennungsregeln f\u00fcr externe Lehrveranstaltungen, die durch die Bologna-Reform gef\u00f6rdert wurden, die technische Vereinfachung der Produktion von Lernvideos (Massive open online course \u2013 MOOC) wie auch der Schwung in Richtung open educational resources (OER) erm\u00f6glichen es, die Erkenntnisse der dezentral verteilten NachhaltigkeitsexpertInnen zu b\u00fcndeln und online allen Hochschulen raum- und zeitunabh\u00e4ngig so zur Verf\u00fcgung zu stellen, dass sie friktionsfrei in die Curricula integriert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In der Virtualisierung der Hochschullehre wird ein gro\u00dfes Potential gesehen, hochwertige Lernangebote zeit- und ortsunabh\u00e4ngig zu erstellen.  Dem Erwerb von Creditpoints kommt dabei hohe Bedeutung f\u00fcr Studierende zu. Dieses Anliegen unterscheidet die Virtualisierung der Hochschullehre von den prim\u00e4r sendeorientierten MOOCs. Auch f\u00fcr BNE ist die Virtualisierung, d.h. der Einsatz digitaler Medien zur Kommunikation und zum Lernen, eine Chance, eine sehr viel gr\u00f6\u00dfere Zielgruppe und MultiplikatorInnen zu erreichen.<\/p>\n<p>Die Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit greift sowohl die Virtualisierung und als auch Weltaktionsprogramm BNE auf und bietet f\u00fcr eine unbegrenzt gro\u00dfe Ziel-gruppe von Studierenden und anderen Lernenden hochwertige Lernvideos, eine bedarfsorientierte Betreuung und den Erwerb von Creditpoints zu Nachhaltigkeitsinhalten. Die Virtuelle Akademie hat in der Initiierungsphase von 2011\u20132014 mit einer Anschubfinanzierung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ein Programm entwickelt, welches diese Bedingungen nutzt, um BNE in Hochschulen zu tragen. Hochschulen und Studierende haben mit ihrer st\u00e4rker als erwarteten Kooperationsnachfrage an die Akademie signalisiert, dass sie f\u00fcr den Virtualisierungsprozess von BNE offen sind.<\/p>\n<p>Dieser Virtualisierungsprozess l\u00e4uft jedoch noch nicht mit dem Schwung, den die Virtuelle Akademie braucht, um in einem f\u00f6rderativen System als gemeinsame Plattform f\u00fcr BNE von zentraler Stelle finanziert zu werden. Die politische Aner-kennung f\u00fcr das Wirken der Akademie wird zwar zunehmend ge\u00e4u\u00dfert, die F\u00f6r-derprogramme sind f\u00fcr solche bundesweiten Lehraktivit\u00e4ten aber noch nicht ausgelegt. Bis dies so weit ist, ben\u00f6tigt die Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit die finanzielle Unterst\u00fctzung der Bundesstiftung Umwelt, um den Virtualisierungsprozess von BNE weiter vorantreiben und damit vielen tausend Studierenden die M\u00f6glichkeit geben zu k\u00f6nnen, sich Kompetenzen f\u00fcr die Gestaltung einer nachhaltigeren Entwicklung anzueignen.<\/p>\n<p>Innovationsschwerpunkte f\u00fcr die F\u00f6rderphase<br \/>\nIn der anstehenden F\u00f6rderphase baut die Virtuelle Akademie ihren Plattformcharakter aus. Diese Weiterentwicklung wird als VA-BNE 2.0 bezeichnet und umfasst im Einzelnen die folgenden Innovationsschwerpunkte:<\/p>\n<p>Innovationsschwerpunkt 1: Das Lehrprogramm auf die gesellschaftlichen Top-Themen der Nachhaltigkeit fokussieren<br \/>\nIn den letzten Jahren haben sich im Nachhaltigkeitsdiskurs neue Themenschwerpunkte herausgebildet, die eine hohe Relevanz f\u00fcr viele Studierende haben. Es ist geplant mit ausgew\u00e4hlten ExpertInnen und renommierten Forschungsinstituten die gesellschaftlich aktuellen Nachhaltigkeitsthemen in 5\u20138 neue Lehrveranstaltungen umzusetzen (z.B. die Themen der BMBF-Wissenschaftsjahre und Nachhaltige Megacities, Postwachstums\u00f6konomie, Stiftungen als Nachhaltigkeitstreiber).<\/p>\n<p>Innovationsschwerpunkt 2: Lernformate f\u00fcr Vertiefungsbedarfe entwi-ckeln<br \/>\nDerzeit bietet die Akademie deutschlandweit videobasierte Lehrveranstaltungen f\u00fcr Hochschulen an. Das flexible und innovative Lernformat hat sich zur Grundlagenvermittlung f\u00fcr gro\u00dfe Studierendenzahlen bew\u00e4hrt. Eine Vertiefung, bessere Durchdringung der Lerninhalte und der Erwerb weiterf\u00fchrender Gestaltungskompetenzen k\u00f6nnen durch zus\u00e4tzliche Lernformate unterst\u00fctzt werden. Es ist geplant, f\u00fcr Blended-Learning-Seminare, forschungsorientierte BNE-Lehre, kollaborative Lernprozesse und Game-based Learning je ein Konzept zu erstellen und zu erproben.<\/p>\n<p>Innovationsschwerpunkt 3: Das Webportal und die Lernplattform re-launchen<br \/>\nDer Hauptanlaufpunkt ist das Webportal der Akademie (www.va-bne.de). Hier\u00fcber erfolgen die Erstinformation zum Lehrangebot, der Einstieg in den individuellen Lernprozess und die Kontaktaufnahme f\u00fcr Kooperationen. Der Relaunch der Webseite und der Lernplattform optimiert die Nutzerfreundlichkeit, die Websicherheit, passt das Webdesign an die neuen Endger\u00e4te an und bindet neue Nutzerkategorien ein.<\/p>\n<p>Innovationsschwerpunkt 4: Internationale Anfragen aufgreifen und pas-sende Kooperationsformate entwickeln<br \/>\nBNE ist international ein Thema f\u00fcr Hochschulen. Der Austausch von Lernmaterialien \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg ist mit der gestiegenen Digi-talisierung heute schon gelebte Realit\u00e4t. Auch das Lehrangebot der Virtuellen Akademie Nachhaltigkeit wird au\u00dferhalb Deutschlands genutzt, was die Zugriffsstatistiken der Lernvideos und die internationalen Anfragen von Studierenden zeigen. Diesen Entwicklungstrend gilt es aufzugreifen und mit gezielten Kooperationen auszubauen. Die Anerkennung der Leistungen sowie die verbindliche Gestaltung von Pr\u00fcfungsprozessen m\u00fcssen individuell abgestimmt werden. Hierf\u00fcr gilt es ein Konzept zu entwickeln und im Hinblick auf \u00dcbertragbarkeit zu pr\u00fcfen. <\/p>\n<p>Innovationsschwerpunkt 5: Zentrale Plattform f\u00fcr BNE an Hochschulen sein<br \/>\nDer Fokus liegt hierbei vor allem auf konkreten Ma\u00dfnahmen, um die Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit als zentrale Plattform f\u00fcr BNE an Hoch-schulen zu positionieren und sichtbar zu machen. So sollen f\u00fcr die unter-schiedlichen Zielgruppen Informationen rund um das Thema BNE an Hochschulen sowie Lern- und Weiterbildungsangebote bereitgestellt werden. z.B. Welche Studieng\u00e4nge zu BNE werden an welchen Hochschulen angeboten?<\/p>\n<p>Innovationsschwerpunkt 6: Den Diskurs \u00fcber Nachhaltigkeit an Hochschulen sichtbar machen<br \/>\nNeben dem Lehrangebot f\u00fcr Studierende und den erforderlichen Pr\u00fcfungsprozessen besteht ein hoher Bedarf an Online-Weiterbildungs-Veranstaltungen f\u00fcr Nachhaltigkeitsengagierte an Hochschulen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit Abschluss der UN-Dekade \u201eBildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung\u201c (BNE) ist deutlich geworden, dass alle Bildungssysteme dieses Thema nur sehr z\u00f6gerlich \u00fcbernehmen. 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