  {"id":26019,"date":"2023-07-14T10:36:21","date_gmt":"2023-07-14T08:36:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/30490-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:36:22","modified_gmt":"2023-07-14T08:36:22","slug":"30490-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/30490-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines sehr umweltvertr\u00e4glichen Fugensystems auf Basis von Tonerdenzement (Aluminatzement) zur Substitution umweltsch\u00e4dlicher Epoxydharz-gebundener Fugensysteme"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Vorhabens ist es, ein umweltvertr\u00e4gliches Fugensystem auf der Basis von Tonerdenzement (Aluminatzement) zu entwickeln. Mit Hilfe des neuen Systems k\u00f6nnen die umweltsch\u00e4dlichen Epoxydharzsysteme gebundener Fugensysteme substituiert werden. Ein weiterer Effekt der Substitution ist die signifikante Senkung des Energieverbrauchs sowie die Schonung nat\u00fcrlicher Ressourcen in der Bau-stoffindustrie.<br \/>\nDas Umweltproblem liegt bei der noch hohen Verwendung von Epoxydharzen als Bindemittel bei Fugenarbeiten. Die Synthese von Epoxydharzen ist sehr rohstoff- und energieintensiv. Fugen-EP-Systeme sind nicht dauerhaft umweltsch\u00e4dlich, sondern Belasten bei ihrer Herstellung und Verarbeitung die Umwelt. Die Gefahrenstoffkennzeichnung von Epoxydharzsystemen bewegt sich von \u00e4tzend, gesundheitssch\u00e4dlich, bis zu R-S\u00e4tzen, die ein Selbstbedienungsverbot im Verkauf zur Folge haben. Diese Deklarierung der Stoffe geht einher mit einer aufwendigen Entsorgung der Epoxydharze. Bei einer Gesamtbetrachtung ist der gesamte Komplex Epoxydharze sehr Umwelt belastend.<br \/>\nDie neue CAC-Flexfuge wird an diesen Problemen ansetzen und eine umweltvertr\u00e4gliche Alternative aufzeigen. Der Herstellungsprozess des neuen Produktes ist weniger rohstoff- und energieintensiv. Die Gefahrenstoffkennzeichnung bei der Flexfuge beschr\u00e4nkt sich auf die Einstufung reizend. Das ist eine weitaus weniger umweltsch\u00e4dliche Einstufung als bei den Epoxydharzen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenFolgende Arbeitsschritte werden durchgef\u00fchrt:<br \/>\nAP 1: Abstimmung der Verarbeitbarkeit<br \/>\nAP 2: Volumenf\u00fcllung der Fugen + Viskosit\u00e4tsprofil<br \/>\nAP 3: Chemikalienbest\u00e4ndigkeit<br \/>\nAP 4: Besiedlungspr\u00fcfung<br \/>\nAP 5: Pr\u00fcfung Reinigungsfreundlichkeit und Praxisrobustheit<br \/>\nAP 6: Redesign und Dokumentation<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die neue royal Fuge kann auf den Eigenschaften der Vorl\u00e4uferfuge HBF aufbauen. Die Praxisrobustheit ist erf\u00fcllt. Dar\u00fcber hinaus erschlie\u00dft sie den bisher nicht erreichten Flexfugenbereich. In Kombination mit einer Biofilmresistenz ist sie mit diesem Eigenschaftsprofil \u00fcblichen Epoxydharzfugen \u00fcberlegen. Hier m\u00fcsste man, um gleich zu ziehen, auf problematische organische Biozide zur\u00fcckgreifen.<br \/>\nDie Grenzen der Best\u00e4ndigkeit sind starke Minerals\u00e4uren. Dieser Bereich bleibt bis auf Weiteres den EP-Systemen vorbehalten. Im \u00fcblichen Bereich mit Standard-Kalkreiniger ist die Best\u00e4ndigkeit gegeben. Hier ist die neue CAC-Flexfuge (royal) mit der Resistenz gegen Biofilme sogar noch besser als \u00fcbliche Epoxydharzfugen.<br \/>\nZum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt kann davon ausgegangen werden, dass zwischen 65 bis 75% der bisherigen Expoxydharzfuge durch die neuartige CAC-Flexfuge ersetzt werden k\u00f6nnen. Auf Basis der Produktionsmenge der Fa. Kiesel Bauchemie f\u00fcr das Jahr 2011 in H\u00f6he von 63 t w\u00fcrden dadurch zwischen 40.95 t und 47,35 t der Epoxydharzfuge durch die umweltvertr\u00e4glichere CAC-Flexfuge substituiert. Als Anwendungsbereiche kommen Brauereien, Molkereien oder auch Schwimmb\u00e4der in Frage, wo die Anforderungen hinsichtlich der Chemikalienbest\u00e4ndigkeit nicht so hoch sind. Dadurch ist der Einsatz der Epoxydharzfuge aufgrund der dort auftretenden geringeren Chemikalienbelastung nicht zwingend erforderlich.<br \/>\nWas die Reduktion des CO2-Aussto\u00dfes durch die neuartige CAC-Flexfuge angeht, so kann auf Basis der oben genannten Substitutionsmengen der CO2-Aussto\u00df um Werte zwischen 1.016.827,8 kg und 1.173.262,86 kg pro Jahr verringert werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Wir haben die royal Fuge inzwischen der Presse und der \u00d6ffentlichkeit in Fachzeitschriften vorgestellt. Es wurde eine S\u00e4uretestbox erarbeitet. An gefertigten Normprismen einer Standardfuge im Vergleich zur royal Fuge kann mit einem (sauren) Kalkreiniger das sogenannte Carbonataufsch\u00e4umen im Versuch den Kunden demonstriert werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projektziel konnte erreicht werden. Auch wirtschaftlich wollen wir die royal Fuge vom Start einen hohen Stellenwert geben. Wir haben mit sofortiger Wirkung alle Servoperl Normal-Flex-Fugen aus der Produktion genommen, welche alle ein Carbonataufsch\u00e4umen zeigen. Der Nachfolger ist ausschlie\u00dflich die CAC-Flexfuge royal. Wir versprechen uns damit eine gesteigerte Nachhaltigkeit und eine geringere Reklamationsrate in der Praxis. Das Konzept, dass bei einem gewissen Mehrpreis im Vergleich zu einem Standfugenm\u00f6rtel ein ann\u00e4hernd vergleichbares Leistungsspektrum wie bei einer Epoxydharzfuge gegen\u00fcber steht, wird offensichtlich von den Kunden sehr gut angenommen. Dabei ist die Biofilmresistenz ein in der Praxis immer wichtigeres Thema und wird zus\u00e4tzlich gerne angenommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Vorhabens ist es, ein umweltvertr\u00e4gliches Fugensystem auf der Basis von Tonerdenzement (Aluminatzement) zu entwickeln. Mit Hilfe des neuen Systems k\u00f6nnen die umweltsch\u00e4dlichen Epoxydharzsysteme gebundener Fugensysteme substituiert werden. Ein weiterer Effekt der Substitution ist die signifikante Senkung des Energieverbrauchs sowie die Schonung nat\u00fcrlicher Ressourcen in der Bau-stoffindustrie. 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