  {"id":25239,"date":"2024-11-27T10:38:48","date_gmt":"2024-11-27T09:38:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/27448-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:38:50","modified_gmt":"2024-11-27T09:38:50","slug":"27448-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/27448-01\/","title":{"rendered":"Planung eines Ausbildungsstandortes Technikhaus Energie &#8211; Integrierte Berufsbildungs- und Technikplanung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das ehemalige Hausmeisterhaus der Radko-St\u00f6ckl-Schule (RSS) soll als Gesamtsystem nach dem<br \/>\nneusten Stand der Technik energetisch zu einem energieautarken Ausbildungs-, Schulungs- und<br \/>\nWeiterbildungszentrum f\u00fcr die Bereiche Bauen &#8211; Wohnen &#8211; Energie saniert werden. Nach der<br \/>\nFertigstellung sollen die wichtigen und sensiblen Schnittstellen zwischen den einzelnen Gewerken<br \/>\nsichtbar und erfahrbar bleiben, sodass f\u00fcr verschiedene Bildungseinrichtungen, die Handwerkerschaft<br \/>\nund die Bev\u00f6lkerung in der Region ein praxisnaher und integrierter Lernort f\u00fcr Energieeffizienz und<br \/>\nregenerative Energien entsteht. Die Erprobung und Etablierung von hocheffizienten<br \/>\nSanierungsstandards, die Beschleunigung der Markteinf\u00fchrung von energiesparenden Technologien<br \/>\nsowie deren inhaltliche Integration in die Gestaltung von allgemeinen und beruflichen Lernprozessen<br \/>\nsoll modellhaft aufgezeigt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZum Erreichen der Zielsetzung soll die gesamte Geb\u00e4ude- und D\u00e4mmtechnik an wichtigen und<br \/>\nsensiblen Schnittstellen transparent und insgesamt weitestgehend modular installiert werden.<br \/>\nZuk\u00fcnftige und modernere Technologien k\u00f6nnen so einfacher in das Geb\u00e4ude integriert und veraltete<br \/>\nleichter ausgetauscht werden. Die Planung erfolgt im Team mit Berufsschullehrern, Architekten und<br \/>\nGeb\u00e4udetechnik-Ingenieuren. Nachfolgende Arbeitsschritte sollen erfolgen:<br \/>\n1.\tFestlegung der Geb\u00e4udeh\u00fclle mit einem Treppenhausanbau (neu) und integriertem gro\u00dfen Heizungspufferspeicher. Ein Pultdach soll die M\u00f6glichkeiten zur Installation von Solaranlagen verbessern.<br \/>\n2.\tDer Energiebedarf aller R\u00e4ume und des Gesamtgeb\u00e4udes werden berechnet.<br \/>\n3.\tAusarbeitung eines geb\u00e4udetechnischen Gesamtkonzeptes und Festlegung aller innovativen Techniken sowie deren didaktisch sinnvoll angepasste Installation.<br \/>\n4.\tAuswahl von Produkten und Kontaktaufnahme mit Herstellern in Bezug auf Sponsoring und\/oder anderen Wegen der Unterst\u00fctzung.<br \/>\n5.\tEinbeziehung der lokalen Innungen (insbesondere ASHK u. Elektro), der Solarkampagne des Schwalm-Eder-Kreises, der Stadt Melsungen, der Organisatoren der Bioenergieregion Kn\u00fcll (eine von 25 gef\u00f6rderten Regionen in Deutschland) durch separate Informationsveranstaltungen. Weiterhin werden die Kooperationen zwischen der RSS und dem Kindergarten Bachfeld in Melsungen und der Christian-Bitter-Grundschule in Melsungen mitbedacht.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Geb\u00e4udeh\u00fclle:<br \/>\nEin Pultdach wird mit Neigung nach S\u00fcden auf das Flachdach aufgesetzt. Es werden ca. 50 m\u00b2<br \/>\nKollektorfl\u00e4che durch f\u00fcnf vergleichbare Produkte auf dem oberen Teil des Pultdaches montiert. Ein<br \/>\nbegehbarer Metallsteg erm\u00f6glicht die Montage, Demontage, Besichtigung und Erkundung der<br \/>\nSolaranlagen, die \u00fcber W\u00e4rmemengenz\u00e4hler mit ihren Ertr\u00e4gen verglichen werden und gleichzeitig in<br \/>\neinen gro\u00dfen Pufferspeicher einspeisen k\u00f6nnen.<br \/>\nEin Treppenhaus wird als neuer Anbau im Norden des Geb\u00e4udes so gebaut, dass auf beiden Etagen<br \/>\nein barrierefreier Zugang entsteht. Die Treppenf\u00fchrung wird um den gro\u00dfen Pufferspeicher<br \/>\n(6000 Liter) \u00fcber die zwei Etagen gef\u00fchrt. Es entstehen zwei gro\u00dfe Seminarr\u00e4ume, die eine<br \/>\nunabh\u00e4ngige Nutzung von zwei Lerngruppen von bis zu 16 Personen erm\u00f6glicht. Eine Teek\u00fcche sowie<br \/>\nein Damen- und Herren-WC vervollst\u00e4ndigen die Ausstattung des Bildungshauses. Es sollen<br \/>\nverschiedene Systeme vergleichbar werden. So werden drei L\u00fcftungssysteme geplant, vier<br \/>\nverschiedene Wandd\u00e4mmsysteme, f\u00fcnf verschiedene Sonnenkollektorsysteme, zwei verschiedene<br \/>\nW\u00e4rmespeichersysteme, zwei verschiedene Elektroinstallationssysteme und zwei verschiedene<br \/>\nDacheindeckungssysteme zum Einsatz kommen. Die Idee des sich selbst weiterentwickelnden<br \/>\nBildungshauses wird durch m\u00f6glichst flexible technische Schnittstellen realisiert.<br \/>\nAlle Energiestr\u00f6me, die durch W\u00e4rmemengenmessger\u00e4te quantifizierbar sind, werden erfasst und<br \/>\ndokumentiert, damit sie f\u00fcr die Lernenden nachvollziehbar werden. Das Technikhaus Energie Plus<br \/>\nwird in der Summenrechung Energieautarkie erreichen. \u00dcbersch\u00fcssige W\u00e4rmeertr\u00e4ge der<br \/>\nSolaranlagen und\/ oder der Demonstrationsanlagen k\u00f6nnen in den gro\u00dfen Pufferspeicher oder in das<br \/>\nHeizsystem Schulen mit seinen angeschlossenen drei Schulgeb\u00e4uden und drei Turnhallen<br \/>\neingespeist werden. Von der Geb\u00e4udeh\u00fclle wird nahezu Passivhausstandard erreicht. Ob das Geb\u00e4ude<br \/>\nwirklich \u00fcber das Jahr in der Summe ein Technikhaus Energie Plus mit mehr erzeugter Energie als<br \/>\nben\u00f6tigter Energie sein wird, kann erst der Praxistest zeigen.<\/p>\n<p>P\u00e4dagogisches Konzept:<br \/>\nNahezu alle handwerklichen Kooperationspartner bilden in ihrem Gewerk aus, sodass bei der<br \/>\nbaulichen Umsetzung auch ihre Auszubildenden aktiv in den Sanierungsprozess eingebunden werden.<br \/>\nDie Auszubildenden k\u00f6nnen somit bereits w\u00e4hrend ihrer Erstausbildung authentische Erfahrungen und<br \/>\ndie notwendige Sensibilit\u00e4t \u00fcber ihren Einsatz an der realen Lehrbaustelle erlangen. Dar\u00fcber hinaus<br \/>\nsind durch die fr\u00fche Einbindung regionaler Handwerksbetriebe viele praktische Fragen mit in die<br \/>\nSanierungsplanung eingeflossen. Damit ist ein hoher Identifikationsgrad des regionalen Handwerks<br \/>\nmit dem Bildungsprojekt erreicht worden. Die didaktischen Ideen, die in der Konzeptphase durch das<br \/>\nLehrerteam eingeflossen sind, k\u00f6nnten in einem ersten Schritt auf die beiden Berufe<br \/>\nAnlagenmechaniker\/in f\u00fcr Sanit\u00e4r-, Heizungs- und Klimatechnik und Elektroniker\/in f\u00fcr Energie- und<br \/>\nGeb\u00e4udetechnik bezogen f\u00fcr den Unterricht ausgearbeitet werden. Die Ausbildungsberufe der<br \/>\nanderen Gewerke (z.B. Dachdecker u. Maurer) sind an drei in der Region ans\u00e4ssigen Berufsschulen<br \/>\netabliert. Die bereits vorhandenen Kooperationen mit diesen drei beruflichen Schulen k\u00f6nnen durch<br \/>\ndie Umsetzung des Bildungsprojektes intensiviert und gefestigt werden. Die Unterrichtskonzepte f\u00fcr<br \/>\ndiese Ausbildungsberufe k\u00f6nnen so in der Umsetzungsphase nicht nur gesammelt, sondern von den<br \/>\ndortigen Bildungsexperten nach M\u00f6glichkeit auch zeitnah erstellt werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Planungsphase werden u.a. durch Arbeitsprotokolle dokumentiert.<br \/>\nVer\u00f6ffentlichungen auf der Homepage der RSS und in Fachzeitschriften sowie die Durchf\u00fchrung einer<br \/>\nLehrerfortbildung sind gegen Ende der Planungsphase vorgesehen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Technikhaus Energie Plus als Bildungshaus f\u00fcr regenerative Energien und Nachhaltigkeit kann<br \/>\n\u00fcber die Nutzung im Rahmen der beruflichen Aus- und Weiterbildung von Fachkr\u00e4ften, allen<br \/>\nLernenden und einem erweiterten Nutzerkreis &#8211; vom Kindergarten bis zu VHS-Kursen &#8211; zur<br \/>\nVerbreitung von gesicherten und sich zuk\u00fcnftig ergebenden neuen Wissen und Erkenntnissen in den<br \/>\nBereichen regenerative Energien und Nachhaltigkeit zur Verf\u00fcgung stehen. Die Vernetzung aller in<br \/>\ndiesem Bereich t\u00e4tigen Bildungseinrichtungen unterst\u00fctzt nicht nur eine breite Nutzung des<br \/>\nBildungshauses, sondern bildet das Fundament f\u00fcr eine Verfestigung des gesamten<br \/>\nBildungskonzeptes \u00fcber die Region hinaus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das ehemalige Hausmeisterhaus der Radko-St\u00f6ckl-Schule (RSS) soll als Gesamtsystem nach dem neusten Stand der Technik energetisch zu einem energieautarken Ausbildungs-, Schulungs- und Weiterbildungszentrum f\u00fcr die Bereiche Bauen &#8211; Wohnen &#8211; Energie saniert werden. 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