  {"id":25115,"date":"2023-07-28T10:32:08","date_gmt":"2023-07-28T08:32:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/27082-01\/"},"modified":"2023-07-28T10:32:09","modified_gmt":"2023-07-28T08:32:09","slug":"27082-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/27082-01\/","title":{"rendered":"Realisierung der kombinierten Dauer- und Wanderausstellung StadtWaldWelt zur Thematik Wald und Nachhaltigkeit"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die globalen Aspekte der umweltrelevanten Themen gewinnen stark an Bedeutung, weshalb auch das Thema Wald und Forstwirtschaft im Kontext zur nachhaltigen Entwicklung gesehen werden muss. Die Waldp\u00e4dagogik als Teil der BNE muss daher die Inhalte und Methoden anpassen.<br \/>\nZiel ist es nun, den Besuchern die Nachhaltige Entwicklung am Beispiel Wald und Forstwirtschaft mit ei-ner konkretisierenden Plattform n\u00e4her zu bringen und Fragen aufzuwerfen, die zur Reflexion des eigenen Tuns anregen. Damit sollen Hilfestellungen gegeben werden, die es erleichtern, Aspekte der Nachhalti-gen Entwicklung in den jeweils eigenen Alltag zu transformieren und zum aktiven Mitgestalten motivieren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie grunds\u00e4tzliche Leitidee ist die Verkn\u00fcpfung forstlicher und wald\u00f6kologischer Inhalte mit den f\u00fcnf Leitthemen der nachhaltigen Entwicklung: Integration von \u00d6kologie, \u00d6konomie und Sozialem, Dauerhaf-tigkeit, Gerechtigkeit, Subjektivit\u00e4t und Dependenz. Da diese Themen in dieser Form den Besuchern we-nig attraktiv sind, wurde \u0084StadtWaldWelt\u0093 als zielgruppengerechte \u00dcbersetzung von Nachhaltigkeit ge-w\u00e4hlt. \u0084StadtWaldWelt \u0093 dient sowohl als Ausstellungstitel als auch als \u00fcbergeordnete, in der Ausstellung konkret sichtbare Themenstruktur, die gleichzeitig an den Lebensalltag der Menschen ankn\u00fcpfen. Die Themen orientieren sich an den Leitgedanken der Nachhaltigen Entwicklung, dem Wald und der Forst-wirtschaft. Die Besucher werden spielerisch f\u00fcr einen gerechten Umgang mit Ressourcen und ihren Mit-menschen sensibilisiert.<br \/>\nDer partizipative Planungsprozess wurde vom Team des Haus des Waldes und der Agentur gestaltet und durch den interdisziplin\u00e4r besetzten Fachbeirat begleitet. Das Entwicklungsp\u00e4dagogische Informationszentrum Reutlingen (EPIZ) und die Universit\u00e4t Freiburg waren zentrale Partner.<br \/>\nAusgehend vom Grobkonzept mit der festgelegten Zielsetzung und Leitidee wurde in vielen gemeinsa-men Workshops die Ausstellung entwickelt und von der Agentur geplant und in die Umsetzung gebracht. Die Partizipationsstruktur hat sich bew\u00e4hrt und war ein wichtiger Erfolgsfaktor der Ausstellung Stadt-WaldWelt. Sehr bemerkenswert war die Identifikation mit dem Projekt aller Beteiligten: vom Team \u00fcber den Fachbeirat, die Agentur bis zu den Ausf\u00fchrenden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Ausstellung mit ihren wesentlichen Elementen, den Themenb\u00fchnen Stadt, Wald und Welt, Playfair, der Waldwunderkammer und der Expertenstation bilden in enger Verbindung mit dem Wald, dem Zugang und dem Innenhof, den Gesamtkomplex Haus des Waldes. Die waldp\u00e4dagogischen Programme sind mit den Inhalten der Ausstellung abgestimmt und erg\u00e4nzen das Indoor-Angebot durch Erlebnisse im authentischen Umfeld.<br \/>\nDie Ausstellung bietet ein Umfeld, in dem sich die Besuchenden wohlf\u00fchlen und Spa\u00df haben. Damit wird eine positive Lernatmosph\u00e4re geschaffen, die Erlebnisse mit Inhalten verkn\u00fcpft. Durch die einfache, un-mittelbare und wenig technische reproduzierten Erfahrungen entsteht ein Gegenentwurf zur illusionser-zeugenden und virtuellen Konsum- und Freizeitwelt. Interessant ist, dass dies nicht als langweilig sondern als wohltuend und nicht \u00fcberfordernd wahrgenommen wird.<br \/>\nDie inhaltliche Auseinandersetzung wird durch unterschiedliche Intensit\u00e4ten der Information erm\u00f6glicht: die B\u00fchnen- und Objekttexte informieren oberfl\u00e4chlich, Texte auf den Vesperbrettchen erm\u00f6glichen einen tieferen Einblick, auf der Expertenstation wird detaillierte Information zur Verf\u00fcgung gestellt und durch Links mit anderen Themen verkn\u00fcpft.<br \/>\nAuf den Themenb\u00fchnen werden klassische Themen aus Wald und Forstwirtschaft, wie beispielsweise Artenkenntnisse, Waldfunktionen oder Holzernte im Kontext des Lebensalltages der Besuchenden dar-gestellt. Die globalen Bez\u00fcge spielen dabei eine gro\u00dfe Rolle wie auch erg\u00e4nzende Themen wie Konsum, Mobilit\u00e4t oder Energie.<br \/>\nBei Playfair ist der Fokus auf dem \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck und dem damit eng verbundenen Thema Gerechtigkeit. Mit einem Jump-and-run-PC-Spiel in Skater-Atmosph\u00e4re werden besonders Jugendliche ab 12 Jahren angesprochen. Entsprechend der Zielgruppe spielt hier die soziale Interaktion beim PC-Spiel wie auch den Balancierscheiben eine Rolle. Bei der Darstellung des \u00f6kologischen Fu\u00dfabdrucks ausgew\u00e4hlter L\u00e4nder anhand verschieden gro\u00dfer und beweglicher Skateboards wird die Frage des ge-rechten Ausgleichs der Ressourcen-Nutzung und -Verf\u00fcgbarkeit besonders deutlich.<br \/>\nPlayfair wurde auf Grund des Innovationscharakters als Wanderausstellung konzipiert und an zehn ver-schiedenen Orten bundesweit pr\u00e4sentiert. An jedem Ausstellungsort fand dem Beispiel des Haus des Waldes folgend, ein Workshop mit Jugendlichen zum Thema Gerechtigkeit statt. <\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Seit Beginn des Projektes wurde in der Presse, haupts\u00e4chlich \u0084Blick vom Fernsehturm\u0093 (Lokalteil der Stuttgarter Zeitung), mehrmals \u00fcber die Konzeptentwicklung berichtet. Wichtiger Anlass f\u00fcr weitere Be-richte in diesen Medien, dem \u0084Luftballon\u0093 (Elternzeitschrift) und dem Wochenblatt, war die Er\u00f6ffnung. Zu-s\u00e4tzlich wurden Beitr\u00e4ge in RegioTV und SWR4 gesendet.<br \/>\nAuch in der Pressearbeit zum 20-Jahre-Jubili\u00e4um in 2009 wurde die neue Ausstellung aktiv erw\u00e4hnt und Teil auch n\u00e4her beschrieben (u.a. in der AFZ-Allgemeine Forstzeitschrift).<br \/>\nSeit November 2010 wurden weitere drei Beitr\u00e4ge im Fernsehen (SWR 3 und Regio TV) gesendet.<br \/>\nPr\u00e4sentationen auf Waldp\u00e4dagogiktagungen:<br \/>\n\u0095\tHohenroda September 2010<br \/>\n\u0095\tStadtWaldWelt in Stuttgart September 2010<br \/>\n\u0095\tInternationale Waldp\u00e4dagogik-Tagung in Freising Juli 2011 mit anschlie\u00dfender Exkursion nach Stuttgart<br \/>\n\u0095\tZahlreiche Fachexkursionen zum Haus des Waldes (national und international)<br \/>\nGro\u00dfveranstaltungen:<br \/>\n\u0095\tPressefest der Gr\u00fcnen Landtagsfraktion mit MP Kretschmann<br \/>\n\u0095\tJ\u00e4hrliche Dienstbesprechungen Waldp\u00e4dagogik Baden-W\u00fcrttemberg<br \/>\n\u0095\tJ\u00e4hrliche Foren Umweltbildung Baden-W\u00fcrttemberg<br \/>\n\u0095\t2014: Forum Bildung in Kooperation mit Stuttgarter Nachrichten (ausf\u00fchrliche Vor- und Nachbe-richterstattung, Radio Antenne 1)<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>StadtWaldWelt &#8211; die Ausstellung zu Wald und Nachhaltigkeit wurde am 10.Mai 2010 mit einem Festakt von Minister K\u00f6berle, Ministerium L\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz, er\u00f6ffnet. Die Ausstellung StadtWaldWelt f\u00fchrte zusammen mit den Erg\u00e4nzungen im Au\u00dfenbereich zu einer Aufwertung des Ge-samtkomplexes Haus des Waldes und wie angestrebt zu einer noch st\u00e4rkeren Wahrnehmung als \u0084gr\u00fcne Wohlf\u00fchloase\u0093, was sich in der gesteigerten Besucherzahl von j\u00e4hrlich 46.000 \u00e4u\u00dferte. Das Haus des Waldes konnte sich mit der Ausstellung StadtWaldWelt von einem Waldp\u00e4dagogik- zu einem Umweltbil-dungszentrum entwickeln, das BNE-Kriterien und den Bed\u00fcrfnissen der Zielgruppen entspricht.<br \/>\nDer partizipative Planungsprozess zusammen mit der Agentur, dem Fachbeirat und den Kooperations-partner hat sich bew\u00e4hrt und war ein wichtiger Erfolgsfaktor der Ausstellung. Sehr bemerkenswert war die Identifikation mit dem Projekt aller Beteiligten: vom Team \u00fcber den Fachbeirat, die Agentur bis zu den Ausf\u00fchrenden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die globalen Aspekte der umweltrelevanten Themen gewinnen stark an Bedeutung, weshalb auch das Thema Wald und Forstwirtschaft im Kontext zur nachhaltigen Entwicklung gesehen werden muss. Die Waldp\u00e4dagogik als Teil der BNE muss daher die Inhalte und Methoden anpassen. 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