  {"id":25083,"date":"2023-10-01T10:32:09","date_gmt":"2023-10-01T08:32:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/26936-01\/"},"modified":"2023-10-01T10:32:10","modified_gmt":"2023-10-01T08:32:10","slug":"26936-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/26936-01\/","title":{"rendered":"Planung, Realisierung und Dokumentation von geb\u00e4udespezifischen L\u00f6sungen f\u00fcr den Artenschutz anhand ausgew\u00e4hlter repr\u00e4sentativer Geb\u00e4udetypen und h\u00e4ufiger Standards der W\u00e4rmed\u00e4mmung von Fassaden"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Klimaschutzma\u00dfnahmen an Geb\u00e4uden sind grunds\u00e4tzlich positiv zu bewerten. Doch Geb\u00e4ude bewohnende Vogel- und Fledermausarten sind durch den Verlust von Brutpl\u00e4tzen und Quartieren infolge von W\u00e4rmed\u00e4mmung und Dachausbauten gef\u00e4hrdet, sodass hier Handlungsbedarf besteht. Im Mittelpunkt des Vorhabens steht der durch den R\u00fcckgang nat\u00fcrlicher Brutpl\u00e4tze auf Geb\u00e4ude angewiesene Mauersegler. Die Zielsetzung des Projektes ist, W\u00e4rmesanierung (Klimaschutz) und Artenschutz in der Stadt zu verbinden, indem modellhaft L\u00f6sungen f\u00fcr die h\u00e4ufigsten Geb\u00e4udetypen entwickelt werden. Diese Artenschutzl\u00f6sungen sollen besonders f\u00fcr die Baubranche zug\u00e4nglich gemacht werden, mit denen eine enge Zusammenarbeit gew\u00fcnscht ist. Zudem soll durch eine begleitende \u00d6ffentlichkeitsarbeit das Interesse der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr den Artenschutz allgemein und besonders f\u00fcr Mauersegler und f\u00fcr die streng gesch\u00fctzten Flederm\u00e4use gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZun\u00e4chst muss mit den Kooperationspartner(innen) die Planung erstellt werden. Dann folgt die Auswahl von repr\u00e4sentativen zur Sanierung vorgesehenen Geb\u00e4udetypen, an denen die unterschiedlichen M\u00f6glichkeiten zur Kombination von W\u00e4rmed\u00e4mmung und Artenschutz verglichen und bewertet werden k\u00f6nnen. Vor-Ort-Beratung und Baubegleitung sind wesentliche Arbeitsschritte. Eine enge Zusammenarbeit mit Architekten, Bauherren und dem ausf\u00fchrenden Handwerk ist ein wichtiger Bestandteil des Vorhabens. Eine Evaluation der Ma\u00dfnahmen soll dahingehend stattfinden, ob die Ersatzquartiere angenommen worden sind. Es werden F\u00fchrungen angeboten, an Veranstaltungen und Messen teilgenommen sowie eine Dauerausstellung von Nisthilfen geschaffen. Die Projektergebnisse sollen in das Artenerfassungssystem der Region Hannover aufgenommen sowie in klarer Form so publiziert werden, dass sie Naturschutzverb\u00e4nden und -beh\u00f6rden, Hauseigent\u00fcmern, Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften, Planungsb\u00fcros, Bauverwaltungen und -unternehmen sowie Handwerksbetrieben als handhabbare Arbeitshilfe zur Verf\u00fcgung gestellt werden k\u00f6nnen. Anhand der Arbeitsgrundlage soll auch in Zukunft die Arbeit erleichtern und die Umsetzung mit Ber\u00fccksichtigung des Artenschutzes automatisch ausgef\u00fchrt werden. Auch nach Projektende wird die Beratungst\u00e4tigkeit durch den BUND und durch die Kooperationspartner fortgef\u00fchrt, so dass das Vorhaben nachhaltige wirken wird.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Es wurde ein branchen\u00fcbergreifendes Netzwerk aufgebaut, was sich als besonders wichtig erwies, da es die M\u00f6glichkeit bietet sich auszutauschen und so gemeinsam aus Sicht der Baubranche und des Naturschutzes sowie der Verwaltung L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten zu entwickeln.<br \/>\nAn unterschiedlichen Geb\u00e4udetypen wurden modellhafte L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten &#8211; wie bei Modernisierungen Quartiere erhalten, ersetzt oder geschaffen werden k\u00f6nnen &#8211; erarbeitet und umgesetzt und damit ein erster Schritt zur Planung, Realisierung und Dokumentation geb\u00e4udespezifischer L\u00f6sungen f\u00fcr den Artenschutz erreicht. Neue Einbausteinmodelle wurden gemeinsam mit Nistkastenherstellern entwickelt, in der Praxis erprobt und in die umfangreiche Nistkastenausstellung integriert. Zus\u00e4tzlich wurde umfangreiches Informationsmaterial mit Fotobeispielen aus der Praxis erarbeitet, das bei Beratungen eingesetzt wurde und auf der neu gestalteten Homepage der BUND Kreisgruppe Hannover als Download erh\u00e4ltlich ist.<br \/>\nGemeinsam mit der ehrenamtlich t\u00e4tigen Arbeitsgruppe Mauersegler der BUND Kreisgruppe Region Hannover konnten so im Rahmen des Projektes zahlreiche private Bauherren sowie Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften auch vor Ort beraten und die Bauma\u00dfnahmen betreut werden. Durch die gute Zusammenarbeit wurden an fast 60 Geb\u00e4uden bzw. Sanierungskomplexen Ma\u00dfnahmen umgesetzt und dadurch \u00fcber 800 Nistm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Mauersegler und Haussperlinge erhalten oder neu geschaffen, was einen sehr gro\u00dfen Erfolg darstellt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Auf unterschiedlichste Weise konnten im Rahmen des Projektes zahlreiche B\u00fcrger(innen), Multiplikatoren, Zielgruppen und Kooperationspartner erreicht werden: direkt durch Beratungen vor Ort oder bei Veranstaltungen, durch Vortr\u00e4ge und spezifische Anschreiben sowie indirekt durch z.B. weitergeleitete Informationen und die Homepage des BUND. Hieraus ergaben sich ein branchen\u00fcbergreifendes Netzwerk, viele Kontakte f\u00fcr die weitere Zusammenarbeit sowie konkrete Ma\u00dfnahmen zum Erhalt oder zur Schaffung von Nistm\u00f6glichkeiten.<br \/>\nErfahrungen, Tipps und L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten sind in Brosch\u00fcren, Flyern und Informationsbl\u00e4ttern zusammengefasst. Die Informationsmaterialien wurden sehr gut angenommen und es bestand eine rege Nachfrage. Auch die Informationstafeln (Plakate) konnten bei Veranstaltungen mit Erfolg eingesetzt werden und fanden gro\u00dfes Interesse.<br \/>\nInformationsmaterialien, die Homepage und Informationsst\u00e4nde bei Veranstaltungen dienen besonders Interessierten und privaten Bauherren als Informationsweg. Private Bauherren, Architekten sowie Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften werden \u00fcberwiegend durch das Angebot der Vorortberatungen bei konkreten Sanierungsobjekten angesprochen. \u00dcbergeordnet findet ein Informationsfluss durch Vortr\u00e4ge, Seminare, Fachartikel und Informationsbeitr\u00e4ge auf den f\u00fcr Architekten und Wohnungsbaugesellschaften genutzten Informationsplattformen statt.<br \/>\nAuf der Homepage des BUND werden die Informationen bereitgestellt und k\u00f6nnen als PDF-Datei heruntergeladen werden. Diese sind je nach Zielgruppe ausgelegt und beinhalten verschiedene Schwerpunkte und viele Fotobeispiele.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der komplexe Ansatz, m\u00f6glichst vielseitig und branchen\u00fcbergreifend zu informieren und gemeinsam mit den Kooperationspartnern den Artenschutz an Geb\u00e4uden voranzutreiben, hat sich bew\u00e4hrt. Durch das geschaffene Netzwerk von Architekten, Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften, Bauherren, Energieberatern sowie Beh\u00f6rden, Nisthilfenherstellern und Naturschutzverb\u00e4nden konnten gemeinsame L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten und L\u00f6sungswege gefunden und umgesetzt werden. Die bisherige Akzeptanz bei den Kooperationspartnern und die bisherigen umgesetzten Ma\u00dfnahmen haben eine positive Entwicklung genommen und versprechen eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit.<br \/>\nDabei wurde deutlich, dass nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern auch die kontinuierliche Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeite(innen) \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum mittlerweile eine Atmosph\u00e4re von Vertrauen und Kompetenz geschaffen haben, sodass immer mehr private Bauherren sowie Wohnungsbaugesellschaften und nat\u00fcrlich die \u00d6ffentliche Hand direkt beim BUND um Beratung und Unterst\u00fctzung bei W\u00e4rmesanierung von Geb\u00e4uden anfragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Klimaschutzma\u00dfnahmen an Geb\u00e4uden sind grunds\u00e4tzlich positiv zu bewerten. 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