  {"id":24989,"date":"2023-09-24T10:32:34","date_gmt":"2023-09-24T08:32:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/26699-01\/"},"modified":"2023-09-24T10:32:34","modified_gmt":"2023-09-24T08:32:34","slug":"26699-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/26699-01\/","title":{"rendered":"Planung der innovativen geb\u00e4udetechnischen Weiterentwicklung des Meereswissenschafts- und Klimafolgenzentrums der BAH-AWI"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Gesamtziel des Vorhabens ist die energetische Sanierung und eine bauliche Erg\u00e4nzung der Biologischen Anstalt Helgoland (BAH) als Modell f\u00fcr eine m\u00f6glichst CO2-neutrale Forschungseinrichtung mit klimapolitisch ganzheitlicher Betrachtung. Das Leitbild der Sanierung folgt dem energietechnischen Dreisprung: Energiebedarf einsparen, Energieeffizienz optimieren, erneuerbare Energien nutzen<\/p>\n<p>Das Labor- und Forschungsgeb\u00e4ude ist ein typischer Bau der 50-er Jahre. Es gibt massive Bauprobleme, verbunden mit hohem Energieverbrauch, gro\u00dfem Sanierungsstau und bereits verbrauchten Bauteilen, wie z. B. L\u00fcftungsanlagen, Fenstern, und Haustechnikanlagen. Ein Gro\u00dfteil der Stahlbeton-Fertigteile ist nicht mit W\u00e4rmed\u00e4mmung versehen; dementsprechend hoch ist der Heizbedarf und ebenso die \u00dcberhitzung im Sommer. Das Ziel dieses Projekts ist die Erarbeitung einer Konzeption zur modellhaften, energetischen Sanierung des Geb\u00e4udes C und des Aquariums aus den 50er Jahren unter Ber\u00fccksichtigung der besonderen Anforderungen einer internationalen Forschungseinrichtung auf dem Gebiet der Klimafolgenforschung. Hier sind entsprechende Sanierungsmethoden zu entwickeln und besondere Planungswerkzeuge einzusetzen. In allem ist die Denkmalvertr\u00e4glichkeit der zu entwickelnden Ma\u00dfnahmen zu pr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenProjektablauf<br \/>\nF\u00fcr die Sanierung des Geb\u00e4udekomplexes in Passivhaus-Qualit\u00e4t ist vorgesehen, das Vorhaben sukzessive in \u00fcberschaubaren Teilschritten zu bearbeiten.<br \/>\nGrundlagenermittlung<br \/>\n&#8211; Sichtung der Baupl\u00e4ne, pr\u00e4zise Aufnahme des Bauzustands, Digitalisierung des Bestands, energietechnische Zustandsbeschreibung, Ermittlung der jetzigen Nutzung, Ermittlung der st\u00e4dtebaulichen und denkmalpflegerischen Rahmenbedingungen<br \/>\nErmittlung der Nutzungsziele<br \/>\n&#8211; Definition der Ziele der Forschung und der touristischen Nutzung, Ableitung bautechnischer Ziele<br \/>\nSanierungsplanung<br \/>\n&#8211; Entwurf, energietechnische, monet\u00e4re, denkmalpflegerische Bewertung von Sanierungskonzepten<br \/>\n&#8211; Diskussion und Festlegung der Bau- und Sanierungsziele mit den zust\u00e4ndigen Stellen und Genehmigungsbeh\u00f6rden<br \/>\n&#8211; Detaillierte architektonische, bauphysikalische und energietechnische Ausarbeitung, sowie Umweltbezogene und monet\u00e4re Bewertung der Sanierungsvarianten. Entscheidungsfindung.<br \/>\nDokumentation des Planungsprozesses<br \/>\n&#8211; Abschlussbericht mit \u00f6kologischer und \u00f6konomischer Bewertung der geplanten Ma\u00dfnahmen<br \/>\n&#8211; Dokumentation der Vorgehensweise<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Durch eine gezielte Kombination aus innovativer Technik und baulichen Ma\u00dfnahmen erscheint es m\u00f6glich, das ambitionierte Unterfangen der Transformation eines 50er Jahre Bestandsbaus in ein modernes wissenschaftliches Institut mit h\u00f6chsten Anspr\u00fcchen an die CO2 Neutralit\u00e4t zu verwirklichen, unter gleichzeitiger Ber\u00fccksichtigung denkmalschutzrechtlich vorgegebener Rahmenbedingungen.<\/p>\n<p>Neben einer energetischen Sanierung der Geb\u00e4udeh\u00fclle ist die Neukonzeption der kompletten Haustechnik Voraussetzung f\u00fcr das Erreichen des gesetzten Ziels. Mit dem Werkzeug der Geb\u00e4udesimulation wurden Innen- und Au\u00dfend\u00e4mmung, sowie L\u00fcftungs- und Belichtungskonzepte in Abh\u00e4ngigkeit zum exponierten Standort untersucht und optimiert. Freiwerdende Fl\u00e4chen wie die gro\u00dfen Seewassertanks werden f\u00fcr Technikzentralen genutzt, sodass erstmalig L\u00fcftungsanlagen mit W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung (Laborl\u00fcftung) zum Einsatz kommen k\u00f6nnen. Sowohl energetische als auch denkmalpflegerische Zielsetzungen k\u00f6nnen mit einer Innend\u00e4mmung und hochwertigen Fenstern erreicht werden, die W\u00e4rmeschutz und thermischen Komfort verbessern.<\/p>\n<p>Gleichzeitig werden ungewollte L\u00fcftungsverluste durch eine dichte Geb\u00e4udeh\u00fclle auf ein Mindestma\u00df reduziert. Mit einer effizienten L\u00fcftungstechnik mit hocheffizienter W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung wird dann der Heizw\u00e4rmebedarf um 50% gesenkt. Durch die Innend\u00e4mmung kann auch der Denkmalschutz gewahrt werden.<\/p>\n<p>Die f\u00fcr die Beheizung des Geb\u00e4udes ben\u00f6tigte W\u00e4rme wird neben der intern anfallenden Abw\u00e4rme (K\u00e4lteerzeugung, Kompressoren, etc.) \u00fcber eine W\u00e4rmepumpe und das Seewassernetz, das auch weiterhin f\u00fcr Forschungszwecke vorgehalten wird, aus dem Meer gewonnen. Die f\u00fcr die W\u00e4rmepumpentechnik ben\u00f6tigte elektrische Energie zur Erw\u00e4rmung des Geb\u00e4udes wird \u00fcber eine Fotovoltaikanlage und eine Windkraftanlage bereitgestellt. Damit ist das Ziel eines weitgehenden CO2 neutralen Geb\u00e4udeheizbetriebs erreicht.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Es wurden in etwa 20 \u00f6ffentliche Veranstaltungen organisiert, um das Projekt in der \u00d6ffentlichkeit zu pr\u00e4sentieren. Diese Veranstaltungen beinhalteten Workshops zu der Entwickelung eines Regionalen Entwicklungskonzeptes f\u00fcr die Insel Helgoland, einen Parlamentarischen Abend, offizielle wie informelle Gedankenaustausche mit Politikern, sowie lokale und \u00fcberregionale Infoveranstaltungen f\u00fcr eine breitere \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Gesamtziel des Vorhabens war die Untersuchung der Transformation der denkmalgesch\u00fctzten Geb\u00e4ude der Biologischen Anstalt Helgoland in ein CO2 neutrales Institut f\u00fcr Klimafolgenforschung. Das Leitbild der Sanierung folgt dem energietechnischen Dreisprung: Energiebedarf einsparen, Energieeffizienz optimieren, erneuerbare Energien nutzen.<\/p>\n<p>Angesichts des Energieverbrauchs und der daraus resultierenden CO2 -Emissionen, ist derzeit die Glaubw\u00fcrdigkeit der klimarelevanten Forschung und der bildungspolitische Anspruch nicht aufrecht zu halten. Neben hohen Energiekosten entstehen auch gleichzeitig hohe CO2 Emissionen die zur Klimaerw\u00e4rmung beitragen.<\/p>\n<p>In einem Wettbewerbsverfahren wurden Architekten und Energie-Experten f\u00fcr dieses Projekt eruiert. Zuerst wurde der Charakter des Institutes und seiner Forschung erl\u00e4utert, sowie die denkmalgesch\u00fctzte Architektur zusammen mit den Beh\u00f6rden erfasst.<\/p>\n<p>Das Institut wurde anhand von mehreren Szenarien, dem Denkmalschutz entsprechend, bautechnisch, anlagentechnisch und energetisch untersucht. Es wurde z.B. mit und ohne kompletter Au\u00dfend\u00e4mmung sowie neuen Dachparzellen und verschiedenen L\u00fcftungssystemen gerechnet und konzipiert. Die Studien zeigen, dass das Einsparungspotenzial f\u00fcr W\u00e4rme und Energie sehr hoch ist. Vor allem durch konsequente D\u00e4mmung, W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung und eine effizientere Raumnutzung wird es m\u00f6glich sein, den W\u00e4rmebedarf des Hauses auf fast Null zu reduzieren. Gleichzeitig kann der Stromverbrauch ebenfalls erheblich gesenkt werden, allerdings nicht bis auf Null, da ein Forschungsinstitut mit seiner Infrastruktur einen relativ hohen Strombedarf hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Gesamtziel des Vorhabens ist die energetische Sanierung und eine bauliche Erg\u00e4nzung der Biologischen Anstalt Helgoland (BAH) als Modell f\u00fcr eine m\u00f6glichst CO2-neutrale Forschungseinrichtung mit klimapolitisch ganzheitlicher Betrachtung. 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