  {"id":24618,"date":"2023-09-30T10:32:24","date_gmt":"2023-09-30T08:32:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25506-01\/"},"modified":"2023-09-30T10:32:25","modified_gmt":"2023-09-30T08:32:25","slug":"25506-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25506-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung von Verfahren f\u00fcr eine naturschutzgerechte und \u00f6konomisch tragf\u00e4hige Heidenutzung als Beitrag zur Regionalentwicklung am Beispiel der Heidefl\u00e4che NSG Forsthaus Pr\u00f6sa"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>F\u00fcr die Erhaltung der mageren Offenlandschaften auf ehemaligen Truppen\u00fcbungspl\u00e4tzen in Brandenburg bestehen bisher keine hinreichenden Konzepte. Dies liegt zum einen an der Munitionsbelastung, zum anderen an den begrenzten finanziellen Ressourcen f\u00fcr Landschaftspflegema\u00dfnahmen. Im Rahmen des Projektes sollten deshalb innovative Strategien f\u00fcr den Umgang mit der Munitionsbelastung entwickelt werden, die auf der Erprobung des Verfahrens der Aerosondierung, der Weiterentwicklung munitionsgesch\u00fctzter Technik und der Ber\u00fccksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen beruhen. Die notwendige Landschaftspflege sollte mit Verfahren wirtschaftlicher Nutzung praktiziert werden. Dazu sollte eine neuartige Kombination von Beweidung, Mahd und Energieholzgewinnung unter Praxisbedingungen erprobt und weiterentwickelt werden. Das Projekt m\u00f6chte Naturschutzziele mit wirtschaftlicher Entwicklung und Mehrwerterzeugung in Zusammenhang bringen. Dabei sollten kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen und umweltschonende Technologien speziell gef\u00f6rdert werden. Das Projekt sollte aufzeigen, dass sich bei dem Schutz und der Erhaltung von Heidelandschaften Naturschutzziele und regionale Wertsch\u00f6pfung nicht behindern, sondern erg\u00e4nzen und gegenseitig st\u00fctzen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Erprobung und Entwicklung erfolgt auf der Heidefl\u00e4che Forsthaus Pr\u00f6sa in S\u00fcdbrandenburg, die \u00fcber hohe Naturschutzwerte verf\u00fcgt und Bestandteil des Nationalen Naturerbes ist. Hier werden beispielhaft f\u00fcr eine Heidefl\u00e4che im ostdeutschen Tiefland Stofffl\u00fcsse untersucht. Dabei wurden die essenziellen Pflanzenn\u00e4hrstoffe Stickstoff (Nitrat, Ammonium), Phosphor, Kalium und Magnesium analysiert und quantifiziert. Untersucht werden die Stoffeintr\u00e4ge mit dem Niederschlag, die N\u00e4hrstoffakkumulation in der Biomasse, der N\u00e4hrelementspeicher in den durchwurzelten Bodenhorizonten und die N\u00e4hrstoffaustr\u00e4ge in Abh\u00e4ngigkeit von unterschiedlichen Bewirtschaftungsverfahren. Auf der Grundlage der Er-gebnisse k\u00f6nnen Managementma\u00dfnahmen optimiert und Fehler im Management vermieden werden.<br \/>\nF\u00fcr die Anpassung der Ma\u00dfnahmen wirtschaftlicher Nutzung an die Naturschutzziele werden naturschutzfachliche Daten zur Vegetation und zu den Tiergruppen der V\u00f6gel und der Schmetterlinge erhoben, um die Entwicklung des Erhaltungszustands zu beurteilen.<br \/>\nDer Erprobung von Ma\u00dfnahmen der Heidepflege geht eine Aerosondierung zur Einsch\u00e4tzung des Gefahrenpotenzials durch Munition voraus. Die Ergebnisse werden mit einem konventionellen Verfahren der Munitionssondierung verglichen. F\u00fcr Geh\u00f6lze, die spontan in die Heidefl\u00e4chen einwandern, ist eine energetische Nutzung vorgesehen. F\u00fcr diese Nutzung werden die nachhaltig verf\u00fcgbaren Mengen abgesch\u00e4tzt und optimale Aufarbeitungsverfahren entwickelt. Technik, die bereits in der Landschaftspflege eingesetzt wird, sollte weiterentwickelt und vor Munitionseinwirkungen gesch\u00fctzt werden.<br \/>\nHeidemahdgut besitzt bereits heute einen guten Markt. F\u00fcr diese Nutzung werden die Mindestkriterien f\u00fcr die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens unter den konkreten Bedingungen der Fl\u00e4che ermittelt.<br \/>\nDie Beweidung sollte sinnvoll mit den anderen Verfahren der Heidenutzung kombiniert werden, sodass sich insgesamt ein wirtschaftliches Modell ergibt. Dazu sind eine Analyse der f\u00fcr die Beweidung nutzbaren Futterressourcen und eine Beurteilung des Leistungsverm\u00f6gens der Tiere unter den Bedingungen der Heide erforderlich. Au\u00dferdem muss eine Bewertung der Pflegeleistung erfolgen. Im Einzelnen werden folgende Faktoren untersucht: Lebendmasseentwicklung und Fruchtbarkeitsleistung der Mutterschafe, Mast- und Schlachtleistung der L\u00e4mmer, Abgangsursachen und Tiergesundheit, Biomasseentzug durch die Beweidung und Verdr\u00e4ngungswirkung auf Geh\u00f6lze, Verwertbarkeit der Aufw\u00fcchse f\u00fcr die Schafe, M\u00f6glichkeiten zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit.<br \/>\nAuf der Grundlage der Projektergebnisse sollten Empfehlungen f\u00fcr die 38 anderen offenzuhaltenden ehemaligen Milit\u00e4rfl\u00e4chen Brandenburgs entwickelt werden.<br \/>\nDurch eine geeignete \u00d6ffentlichkeitsarbeit sollten die Ziele und Ergebnisse des Projektes bekannt gemacht und das Bewusstsein f\u00fcr den Naturschutzwert magerer Offenlandschaften gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Untersuchungen zur Dynamik essenzieller Pflanzenn\u00e4hrstoffe haben ergeben, dass die Stoffeintr\u00e4ge mit dem Niederschlag weniger als die H\u00e4lfte der in der L\u00fcneburger Heide gemessenen Werte betragen. Eine N-Eutrophierung der Heide\u00f6kosysteme ist damit aufgrund der sehr geringen Depositionseintr\u00e4ge nicht zu bef\u00fcrchten. Das ist ein wesentlicher Unterschied ostdeutscher Heiden zu den mehr atlantisch gepr\u00e4gten Heide\u00f6kosystemen und er\u00f6ffnet Gestaltungsspielr\u00e4ume beim Management, insbesondere bei der Beweidung. Die Calluna-Biomasse in der Pr\u00f6sa ist aufgrund gr\u00f6\u00dferer L\u00fcckigkeit mit 3,5 &#8211; 5 t\/ha um mehr als ein Drittel geringer als in der L\u00fcneburger Heide. Betrachtet man die Auswirkungen des Mana-gements auf das N-P-Verh\u00e4ltnis, so kommt es bei Mahd, Energieholznutzung und auch bei Beweidung zu einem leichten Phosphor-Export, da die N-P-Verh\u00e4ltnisse der entzogenen Biomasse kleiner als 15 sind. Mittelfristig muss also auch in Lausitzer Heiden mit einer Phosphor-Limitierung gerechnet werden, wie es bereits in der L\u00fcneburger Heide festgestellt wurde. Lediglich mit den R\u00fcckeintr\u00e4gen durch Schafkot wird vermehrt Phosphor in das System importiert. Eine Hinzurechnung des analytisch nicht erfassten Urins der Schafe k\u00f6nnte jedoch diesen Effekt etwas relativieren. <\/p>\n<p>F\u00fcr die Munitionssondierung wurde zun\u00e4chst das Verfahren der Aerosondierung erprobt. Beim Vergleich mit konventionell sondierten und ger\u00e4umten Testfeldern zeigte sich jedoch eine zu geringe \u00dcbereinstimmung. Deshalb wurde ein Verfahren der nutzungsorientierten Sondierung und R\u00e4umung entwickelt: Auf Hauptwegen erfolgt eine komplette R\u00e4umung aller St\u00f6rk\u00f6rper bis 1 m Bodentiefe. Dies erm\u00f6glicht ein Betreten und Befahren ohne Splitterschutz. Die Nebenwege  und Pflegegassen werden von St\u00f6rk\u00f6rpern ab 5 kg Masse bzw. 0,7 l Volumen aufw\u00e4rts bis 1 m Bodentiefe ger\u00e4umt. Sie k\u00f6nnen mit Fahrzeugen be-fahren werden, die gegen Splitter gesch\u00fctzt sind. Pflegegassen haben 4 m Breite und werden je nach gew\u00fcnschter Holzerntetechnik im Abstand von 20 &#8211; 25 m angelegt. Diese Art der Erschlie\u00dfung erm\u00f6glicht die Entnahme von Geh\u00f6lzen und stellt die Kontrollf\u00e4higkeit f\u00fcr die Schafbeweidung her. Sie hat unter den Verh\u00e4ltnissen des Projektgebiets Kosten von 360 \u0080\/ha verursacht. Dabei war das Spektrum gefundener Munition vermutlich nicht repr\u00e4sentativ, wohl aber die Anzahl der St\u00f6rpunkte.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Energieholzernte wurde ein munitionsgesch\u00fctztes Schwachholzerntesystem aus einem splittergesch\u00fctzten Harvester, einem R\u00fcckezug und einem Antriebschlepper f\u00fcr einen Hacker entwickelt. Dabei erfolgte eine Aufpanzerung der Kabinenunterseite auf 11 mm Stahldicke, ein Ersatz der dem Arbeitseinsatz zugewandten Scheibe durch Makrolon Hygard 20 mm Scheiben und die Abdeckung der beweglichen Teile der Kabine mit Textilgummimatten. Nach Begutachtung der Schutzeinrichtungen durch die Bundesan-stalt f\u00fcr Materialpr\u00fcfung wurde ein hohes Ma\u00df an Schutz bei gleichzeitiger Wirtschaftlichkeit und Praktikabilit\u00e4t bescheinigt.<\/p>\n<p>Die Erprobung der Energieholzgewinnung bei Landschaftspflegema\u00dfnahmen f\u00fcr Ausgangslagen mit unterschiedlicher St\u00e4rke und Dichte der Geh\u00f6lz hat ergeben, dass die folgenden Voraussetzungen beachtet werden m\u00fcssen, um die Ma\u00dfnahmen kostendeckend oder ann\u00e4hernd kostendeckend zu gestalten: Die zu bearbeitende Fl\u00e4che muss einen Massenanfall von mindestens 1000 Sch\u00fcttraummetern bieten und einen mittleren Brusth\u00f6hendurchmesser von gr\u00f6\u00dfer als 10 cm gew\u00e4hrleisten. Bei der Massenermittlung ist zu ber\u00fccksichtigen, dass die tats\u00e4chlich anfallenden Mengen i. d. R. deutlich \u00fcber denjenigen liegen, die mit forstlichen Sch\u00e4tzverfahren ermittelt wurden.<\/p>\n<p>Die Beweidung mit Schafen f\u00fchrte zu einer Verj\u00fcngung der Calluna-Heide. Nach 4 Jahren lag der Anteil gr\u00fcner Triebe an Dauerbeobachtungsfl\u00e4chen bei 54,2 % im beweideten gegen\u00fcber 42,2 % im unbeweideten Bereich. Scharfe Beweidung auf Stockausschl\u00e4ge f\u00fchrte zur nachhaltigen Sch\u00e4digung von Birke und Espe. \u00dcber die Wahl des Beweidungsverfahrens (Koppeln oder H\u00fcten), des Beweidungszeitpunkts und der Besatzdichte konnte die Intensit\u00e4t des Verbisses sehr variabel gesteuert und so an unterschiedliche Erfordernisse im Rahmen der Heidepflege angepasste werden. Die N\u00e4hrstoffgehalte der Calluna-Heiden reichten aus, um den Erhaltungsbedarf und den Bedarf von hochtragenden Tieren abzudecken, waren f\u00fcr s\u00e4ugende Muttertiere jedoch unzureichend. F\u00fcr die gesamte Herde war die Zuf\u00fctterung von Mineralstoffmischungen unumg\u00e4nglich. M\u00f6glichkeiten zur Erh\u00f6hung der Erl\u00f6se ergaben sich durch die Direktvermarktung des Schaffleisches an \u00f6rtliche Gastst\u00e4tten. Dennoch wird die Heidepflege erst durch die Einnahmen aus dem EU-kofinanzierten Kulturlandschaftspflegeprogramm des Landes Brandenburg wirtschaftlich tragf\u00e4hig. Entscheidend f\u00fcr die Fortf\u00fchrung der Heidepflege mit Schafen wird die finanzielle Ausstattung entsprechender Agrar-Umweltprogramme nach der kommenden GAP-Reform sein.<\/p>\n<p>Mahd kann erg\u00e4nzend zur Beweidung eingesetzt werden. Eine Kostendeckung ist m\u00f6glich, wenn sich das Mahdgut f\u00fcr die Verwertung in der Biofilterindustrie eignet. Das Mahdgut muss daf\u00fcr l\u00e4nger als 40 cm und gut verholzt sein. Au\u00dferdem ist eine relativ homogene Struktur der Mahdfl\u00e4che erforderlich, mit hohen Holz- und geringen Gr\u00fcnanteilen. Mahd ist auf Fl\u00e4chen, die an der Oberfl\u00e4che von Munition und Metallteilen ber\u00e4umt sind, unter Einsatz munitionsgesch\u00fctzter Technik m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Auf der Grundlage der Ergebnisse naturkundlicher Untersuchungen wurde ein Konzept f\u00fcr ein Monitoring entwickelt. Es basiert auf einer um spezielle Parameter erweiterten Biotoptypenkartierung und der regelm\u00e4\u00dfigen Erfassung ausgew\u00e4hlter V\u00f6gel und Schmetterlinge. Abh\u00e4ngig vom Artenspektrum einzelner Heidefl\u00e4chen k\u00f6nnen zus\u00e4tzliche Gruppen einbezogen werden. \u00dcber die erweiterte Biotoptypenkartierung lassen sich Aussagen zum Erhaltungszustand der FFH-Lebensraumtypen treffen. Die Bestandsentwicklung ausgew\u00e4hlter Vogelarten erm\u00f6glicht R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Entwicklung verschiedener naturschutzrelevanter Strukturen. Die Schmetterlinge liefern Informationen \u00fcber die Entwicklung kleinr\u00e4umiger Habitate. Der Erfassungszyklus sollte an den Zyklus der Berichtspflicht nach der FFH-Richtlinie ange-passt werden.<\/p>\n<p>Aus den Projektergebnissen werden grunds\u00e4tzliche Handlungsempfehlungen f\u00fcr die kampfmittelbelasteten Heidegebiete in Ostdeutschland abgeleitet. F\u00fcr die in das Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 inte-grierten Heidegebiete Brandenburgs wurden konkrete Empfehlungen entwickelt. Insgesamt handelt es sich um 39 Gebiete mit einem Potenzial von 18.287 ha. 12.830 ha davon sind munitionsbelastet. Die Kosten f\u00fcr die Sondierung und Ber\u00e4umung dieser Fl\u00e4chen mit den im Projekt entwickelten Verfahren w\u00fcrden zwischen 3, 5 und 10,7 Mio. \u0080 liegen und sind damit im Vergleich zu Komplettr\u00e4umungen wesentlich g\u00fcnstiger. Die Empfehlungen f\u00fcr ein Gesamtkonzept f\u00fcr die Heiden Brandenburgs basieren auf einem System Kerngebieten, Trittsteinen und Verbundsystemen. Es werden insgesamt 12 Kerngebiete definiert, die jedoch nur teilweise \u00fcber Trittsteine sinnvoll miteinander verbunden werden k\u00f6nnen. Eine landes\u00fcbergreifende Vernetzung mit Gebieten in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Polen bietet sich an mehreren Stellen an.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Durch die Beteiligung an Veranstaltungen des Ostdeutschen Heidenetzwerks, den Austausch mit zwei parallel laufenden DBU-Projekten zur Offenlandpflege, einer im Rahmen des Projektes ausgerichteten Fachtagung und mehreren Publikationen in Fachzeitschriften konnte ein breites Fachpublikum erreicht werden. Die \u00d6ffentlichkeit in der Region wurde \u00fcber Veranstaltungen des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, durch insgesamt 18 Zeitungsartikel und einen Film im Regionalfernsehen informiert. Als besonders publikumswirksam erwiesen sich ein Heidebier, das auf Anregung des Projekts gebraut wurde, sowie eine im Rahmen einer Vermarktungskampagne f\u00fcr Heidschnuckenprodukte mit dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft entwickelte Schnuckenfibel.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die aufw\u00e4ndigen Untersuchungen zur N\u00e4hrstoffanalytik haben sich gelohnt, weil dadurch erhebliche Un-terschiede zu den weiter westlich gelegenen Heiden herausgearbeitet werden konnten, die hohe Relevanz f\u00fcr das Management von Heidegebieten besitzen. Die Gefahr der Eutrophierung ist im Vergleich zu nordwestdeutschen Heiden deutlich geringer und es wird deutlich weniger Biomasse produziert. Auf  kampfmittelbelasteten Fl\u00e4chen bieten nutzungsorientierte Verfahren der Sondierung und R\u00e4umung und der Einsatz munitionsgesch\u00fctzter Technik gro\u00dfe Einsparpotenziale. Ein munitionsgesch\u00fctztes Holzerntesystem wurde im Rahmen des Projektes entwickelt. F\u00fcr die Pflege und Bewirtschaftung der trockenen ostdeutschen Heiden bietet sich ein System aufeinander abgestimmter Ma\u00dfnahmen der Energieholznutzung, Beweidung mit Schafen und Mahd an. Es konnte gezeigt werden, unter welchen Rahmenbedingungen Energieholznutzung und Mahd kostendeckend oder ann\u00e4hernd kostendeckend sind. Die Nahrung, die trockene Heiden in Ostdeutschland bieten, reicht nicht aus, um eine Heidschnuckenherde in allen Lebensphasen zu ern\u00e4hren. Erh\u00f6hte Kostendeckungsbeitr\u00e4ge lassen sich durch regionale Vermarktung des Schaffleisches an Gastst\u00e4tten erzielen. Eine darauf abzielende Vermarktungskampagne war erfolgreich. Dennoch ist die Beweidung auf eine Bezuschussung aus Agrar-Umweltprogrammen angewiesen.<br \/>\nEs konnte gezeigt werden, dass sich Heidegebiete zu Extensivnutzungslandschaften entwickeln lassen, deren Produkte regionale Wirtschaftskreisl\u00e4ufe f\u00f6rdern. Um die Bewirtschaftung m\u00f6glichst gut auf Naturschutzziele abzustimmen, wurde ein naturkundliches Monitoring entwickelt, das die \u00dcberwachung eines guten Erhaltungszustands sicherstellen soll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens F\u00fcr die Erhaltung der mageren Offenlandschaften auf ehemaligen Truppen\u00fcbungspl\u00e4tzen in Brandenburg bestehen bisher keine hinreichenden Konzepte. Dies liegt zum einen an der Munitionsbelastung, zum anderen an den begrenzten finanziellen Ressourcen f\u00fcr Landschaftspflegema\u00dfnahmen. 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