  {"id":24534,"date":"2023-08-13T10:32:08","date_gmt":"2023-08-13T08:32:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25248-01\/"},"modified":"2023-08-13T10:32:08","modified_gmt":"2023-08-13T08:32:08","slug":"25248-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25248-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung nachhaltiger und strategischer Konzepte f\u00fcr innovative und energieeffiziente Bauweisen neuer Geb\u00e4ude in den Baltischen Staaten"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das \u00fcbergeordnete Ziel des Projektes ist es, einen wesentlichen Beitrag zu einer systematischen Einf\u00fchrung integrierten Planens zu leisten, dessen Ans\u00e4tze in den drei Baltischen Staaten noch unterentwickelt sind und es daher zun\u00e4chst einer Grundlage bedarf, die mit diesem Vorhaben geschaffen werden soll. Das Projekt hat im einzelnen folgende Ziele: 1. Die strukturelle und inhaltliche Anpassung von Best-Practice Beispielen an den Bedarf der Zielregion; 2. das Projektteam in die Lage zu versetzen, ein genaues Bild von den Ausbildungsdefiziten und dem Wissensstand aller Baubeteiligter in der Region zu erhalten; 3. Das Konsumverhalten der Bev\u00f6lkerung zu verstehen und einen Wandel im Sinne des Energiesparens zu f\u00f6rdern; 4. Die Kompetenz lokaler NROs in der Region zu st\u00e4rken und zu erweitern; und 5. eine Nachhaltigkeit des Projektes herzustellen in dem die Ergebnisse des Projektes zu Folgeaktivit\u00e4ten f\u00fchren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt beinhaltet 5 Arbeitspakete: AP1: Bef\u00f6rderung von Anpassungskonzepten von Best-practice. Dieses Arbeitspaket beinhaltet die Informationssammlung und Auswertung von Internetquellen, Interviews, Literatur. Durch Festlegung von Best-practice Kriterien f\u00fcr die Baltischen Staaten sollen geeignete Beispiele gefunden und evaluiert werden. Die Ergebnisse werden in einer Dokumentation einem weiteren Publikum zug\u00e4nglich gemacht. AP2: Erfassen der Wissensl\u00fccken in der Ausbildung: Nach der Erfassung der Zielgruppe und der Lehrenden sollen die wesentlichen L\u00fccken in den Curricula mit Beratung durch Experten identifiziert werden. AP3: Entwicklung einer Strategie, um Verhaltensmuster der Konsumenten zu steuern: Nach einer Analyse des  Verbraucherverhaltens sollen Ansatzpunkte identifiziert werden, um dieses zu steuern. Die Entwicklung von nationalen Strategien f\u00fcr eine Steuerung b\u00fcndeln die Ergebnisse und werden unter Beratung mit nationalen Experten\/Akteuren, potenziellen Institutionen f\u00fcr die Umsetzung entwickelt. AP4: St\u00e4rkung des Fachwissens der lokalen NROs: Durch eigene Recherche und Beratung mit Experten wird das Fachwissen gest\u00e4rkt. Die Entwicklung und Unterhaltung einer Best-practice Datenbank ist vorgesehen. AP5: Projektmanagement und Au\u00dfendarstellung: Gew\u00e4hrleistung des reibungslosen Projektablaufs und der Au\u00dfendarstellung.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das in diesem Abschlussbericht beschriebene Projekt hat sich zum Zeil gesetzt, erste Aktivit\u00e4ten zur systematischen Einf\u00fchrung integrierten Planens in den Baltischen Staaten zu leisten. Steigende Energiekosten, ein wachsender Speckg\u00fcrtel um die Hauptst\u00e4dte, Diskussionen um eine langfristig stabile Energieversorgung, neue EU-Richtlinien und schlie\u00dflich die Finanzkrise seit dem Herbst 2008 sind die Rahmenbedingungen unter denen das Thema Energieverbrauch und Energieeffizienz diskutiert und betrachtet werden muss. Das Interesse w\u00e4chst sowohl unter Verbrauchern als auch unter H\u00e4uslebauern, Fachleuten und Politikern, oft mit einem finanziellen Interesse &#8211; der Kostensenkung. Das Projekt kam insofern zum richtigen Zeitpunkt, dies wurde immer wieder von Gespr\u00e4chspartner best\u00e4tigt und auch auf den Veranstaltungen von den Teilnehmern erw\u00e4hnt. Das Projekt hat es geschafft, die Debatte um Energieeffizienz in den Baltischen Staaten voranzutreiben und weitere Stakeholder auf das Thema aufmerksam zu machen.<br \/>\nBez\u00fcglich Best-practice im Hausbau l\u00e4sst sich abschlie\u00dfend feststellen, dass insbesondere die Qualifizierung, das Achten auf Details und das saubere Arbeiten eine wesentliche Voraussetzung f\u00fcr den Bau energieeffizienter H\u00e4user ist. Eine Qualit\u00e4tskontrolle zur Sicherung der Qualit\u00e4t am Bau ist dringend gebeten. Die Besch\u00e4ftigung mit dem Passivhaus wird in Zukunft verst\u00e4rkt eine Rolle spielen, auch angesichts der Forderung des Europ\u00e4ischen Parlamentes nach dem Passivstandard f\u00fcr neue Wohngeb\u00e4ude.<br \/>\nExistierende Ausbildungsprogramme f\u00fcr Architekten und Ingenieure sollten konsequent um das Thema Energieeffizienz erweitert werden. Zus\u00e4tzlich sollten Qualifizierungsma\u00dfnehmen entwickelt werden, die gezielt die existierenden L\u00fccken aufzeigen und auch noch einmal deutlich machen welchen Stellenwert die Genauigkeit beim Bauablauf hat. Handwerker, oft unqualifiziert, sollten zus\u00e4tzlich auch am Bau geschult werden und die Probleme direkt an Ort und Stelle aufzuzeigen. Entscheidungstr\u00e4ger aus Politik und Verwaltung sollten st\u00e4rker als bisher \u00fcber Energieeffizienzaspekte aufgekl\u00e4rt und informiert werden, einerseits um zu demonstrieren dass anf\u00e4ngliche Mehrinvestitionen zu win-win-L\u00f6sungen f\u00fcr die Umwelt und den Geldbeutel der Gemeinde f\u00fchren k\u00f6nnen, andererseits weil auch in Zukunft strengere Effizienzkriterien von der EU zu erwarten sind.<br \/>\nMit Blick auf die Verbraucher muss attestiert werden, dass in den n\u00e4chsten Jahren noch einiges an Aufkl\u00e4rungsarbeit zu leisten ist. Hier gilt es, eine weite Palette an Themen \u00fcberhaupt erst einmal ansprechend f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung aufzubereiten und anschlie\u00dfend bereitzustellen und anhand einfacher Berechnungen, Einsparpotentiale aufzuzeigen. Multiplikatoren, die f\u00fcr den Verbraucherschutz eintreten, sollten st\u00e4rker zu Energieeffizienzaspekten und auch zum Umgang mit der Bev\u00f6lkerung geschult werden.<br \/>\nLetztlich w\u00e4ren f\u00fcr alle Zielgruppen Anschauungsobjekte dringend notwendig, denn wer erst einmal in einem Passivhaus gewesen ist und sieht, dass es genauso aussieht wie alle anderen H\u00e4user und dass sich auch die Fenster \u00f6ffnen lassen, ist weitaus einfacher von dieser Idee zu \u00fcberzeugen. Auch f\u00fcr Architekten, Ingenieure und Handwerker w\u00e4re der Besuch eines Passivhauses empfehlenswert um zu zeigen, dass es sich hier nicht um eine unerreichbare Utopie handelt, sondern um eine besonderes energieeffiziente M\u00f6glichkeit, ein Haus zu konstruieren &#8211; und das auch in den Baltischen Staaten.<br \/>\nWas die St\u00e4rkung des NGO-Netzwerks der Baltic Environmental Forum Group betrifft, so wurden mittels Exkursionen, Trainings und Teilnahme an Veranstaltung die Mitarbeiter zu verschiedensten Aspekten geschult und werden aufbauend auf den gewonnenen Erkenntnissen weitere Projekten zu Energieeffizienz in den Baltischen Staaten entwickeln und durchf\u00fchren.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt wurde auf zwei im Rahmen des Projektes durchgef\u00fchrten Veranstaltungen pr\u00e4sentiert. Informationen zum Projekt sowie die Projektergebnisse sind auf der Homepage des BEF abzurufen, die erstellten Reporte wurden an Stakeholder in den Baltischen Staaten versandt. Die Rigaer Energieagentur ver\u00f6ffentlichte zudem eine Pressemitteilung auf ihrer Homepage. Dar\u00fcber hinaus wurden einige Ergebnisse des Projektes auf der Veranstaltung Zusammenarbeit mit Mittel- und Osteuropa &#8211; Klimaschutz durch Energieeffizienz in Altgeb\u00e4uden (19. bis 20. Mai 2009, Zittau) vorgestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das durchgef\u00fchrte Projekt hat es geschafft, \u00fcberhaupt erst einmal ein Fundament zum Thema Energieeffizienz und integrierte Planung in den Baltischen Staaten zu schaffen. Die ermittelten Wissensl\u00fccken und die festgestellten Probleme weisen den Weg zum Handeln. Es besteht ein gro\u00dfer Bedarf, die L\u00fccken zu f\u00fcllen, angefangen von der ausreichenden Qualifizierung aller Beteiligten \u00fcber die Bewusstseinsbildung der Bev\u00f6lkerung im Allgemeinen als auch der H\u00e4uslebauer im Besonderen. Multiplikatoren sollte dabei eine tragen Rolle zu kommen, sie sind in der Lage viele gesellschaftliche Stakeholder einzubinden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das \u00fcbergeordnete Ziel des Projektes ist es, einen wesentlichen Beitrag zu einer systematischen Einf\u00fchrung integrierten Planens zu leisten, dessen Ans\u00e4tze in den drei Baltischen Staaten noch unterentwickelt sind und es daher zun\u00e4chst einer Grundlage bedarf, die mit diesem Vorhaben geschaffen werden soll. Das Projekt hat im einzelnen folgende Ziele: 1. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[1266,47,51,52,53],"class_list":["post-24534","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-grenzueberschreitend","tag-klimaschutz","tag-ressourcenschonung","tag-umweltforschung","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"25248\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"","dbu_projektdatenbank_bsumme":"120.000,00","dbu_projektdatenbank_firma":"Baltic Environmental Forum Deutschland e. V.","dbu_projektdatenbank_strasse":"Osterstr. 58","dbu_projektdatenbank_plz_str":"20259","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Hamburg","dbu_projektdatenbank_p_von":"2007-07-25 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2009-01-25 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"1 Jahr und 6 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"040\/53 30 70 75","dbu_projektdatenbank_inet":"www.bef-de.org","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Grenz\u00fcberschreitend","dbu_projektdatenbank_foerderber":"115","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"DBU-Abschlussbericht-AZ-25248.pdf","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24534","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24534\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37537,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24534\/revisions\/37537"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24534"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24534"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24534"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}