  {"id":24436,"date":"2023-09-24T10:32:18","date_gmt":"2023-09-24T08:32:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24872-01\/"},"modified":"2023-09-24T10:32:20","modified_gmt":"2023-09-24T08:32:20","slug":"24872-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24872-01\/","title":{"rendered":"Qualifizierung und Professionalisierung von Mitarbeitern im Bereich Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt Qualifizierung und Professionalisierung von Mitarbeitern im Bereich Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung war ein in sich abgeschlossener Baustein des Gesamtvorhabens Marketing f\u00fcr die Umweltbildung mit einer Laufzeit von Dezember 2006 bis Dezember 2009. Die Ziele des Projektes waren sehr vielschichtig und umfassten die Bereiche<br \/>\n\tQualifizierung der Akteure in der Umweltbildung\/BNE<br \/>\n\tSt\u00e4rkung der Breitenwirkung und \u00d6ffentlichkeitsarbeit im Bereich Umweltbildung\/BNE<br \/>\n\tAusbau von Netzwerken im Sinne einer Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung<br \/>\n\tEffizienzsteigerung und Steigerung der Eigenwirtschaftlichkeit der Akteure in der<br \/>\n       Umweltbildung\/BNE<br \/>\n\tEvaluation der Marketingergebnisse<br \/>\nWeiterhin war es das Ziel, \u00fcber das Projekt hinaus eine hauptamtliche Koordinationsstelle des Marketingprojektes einzurichten und zu verfestigen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer erste Arbeitsschritt lag in der Einrichtung einer Projektstelle und eines Projektb\u00fcros, von wo aus die Arbeit koordiniert wurde. Die Projektstelle arbeitete in enger Abstimmung mit dem Kernteam Marketing, dem zentralen Steuerungsteam im bayernweiten Marketingprozess. Die Leitung des Kernteams Marketing hat das StMUG inne. Die Tr\u00e4ger der Umweltbildung in Bayern sind \u00fcber partizipative Methoden (z.B. sog. Checkpoints) in das Marketingprojekt eingebunden. Zu den Arbeitsschritten geh\u00f6rte: Konzeptentwicklung, Begleitung und Weiterentwicklung des bayernweiten Marketingprozesses der Umweltbildung, Durchf\u00fchrung mehrer Qualifizierungsworkshops und Checkpoints, Anfertigung von Qualifizierungsmaterialien und Evaluation des Marketingprozesses.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Mit dem Projekt wurde die erste Umsetzungsphase des bayernweiten Marketingprozesses (der bis 2015 angelegt ist), die nach Aussagen aller Beteiligten sehr gut gelaufen ist, abgeschlossen. Die Einrichtung einer hauptamtlichen Stelle zur Koordination und Kommunikation durch die ANU im Rahmen des DBU-Projektes wird durch das Bayerische Staatsministerium f\u00fcr Umwelt und Gesundheit ab Oktober 2009 f\u00fcr 3 Jahre \u00fcbernommen. Somit ist das wichtigste Projektziel erreicht und die Kontinuit\u00e4t des Marketingprozesses gew\u00e4hrleistet. Das ist auch ein eindeutiges Signal f\u00fcr die Bedeutung und Relevanz des Marketingprozesses der au\u00dferschulischen Umweltbildung in Bayern. Die gute und vorbildliche Kooperation der beiden bayerischen Staatsministerien und den bayerischen Nichtregierungsorganisationen im Kernteam Marketing ist beispielhaft, einzigartig und vorbildlich in ganz Deutschland. Diese Zusammenarbeit wird auch zuk\u00fcnftig weitergef\u00fchrt. Ein wichtiger Punkt ist, dass die Motivation der Akteure, ob im Kernteam Marketing als Steuerungsteam des Prozesses oder bei den Markentr\u00e4gern weiterhin hochgehalten wird. Diese Herausforderung kann nur gemeinsam von allen Beteiligten gestemmt werden und bedarf immer neuer Ideen und Entwicklungen, die sich nach dem Bedarf der Akteure richtet.<br \/>\nZur Motivation geh\u00f6rt auch die st\u00e4ndige Kontrolle der zu Beginn gesetzten Ziele. Wenn klar ist, dass diese im Projektzeitraum nicht erreicht werden k\u00f6nnen, m\u00fcssen sie modifiziert werden. Ein Beispiel f\u00fcr die Modifizierung eines Zieles im Marketingprozess ist die Ausrichtung der Umweltbildungskampagnen in einem 2-Jahres-Rhythmus und nicht wie einst vorgesehen in einer j\u00e4hrlichen Regelm\u00e4\u00dfigkeit. Erst die Erfahrungen aus der ersten bayernweiten Kampagne WasSerleben haben gezeigt, dass der Arbeits-, Zeit- und Geldaufwand nicht jedes Jahr von den Akteuren und Ministerien zu stemmen ist.<br \/>\nDie Kommunikation im Rahmen des Marketingprozesses tr\u00e4gt wesentlich zur Motivation und zum Gelingen der einzelnen Ma\u00dfnahmen und des Gesamtprozesses bei. Die Kommunikation zu den Markentr\u00e4gern f\u00f6rdert deren Bereitschaft zur Partizipation am Marketingprozess. Nur wenn die Akteure informiert und \u00fcber Checkpoints und Seminare mit einbezogen werden, haben sie die Motivation an einer aktiven Teilnahme am Prozess bzw. an einzelnen Ma\u00dfnahmen. Darauf fu\u00dft auch die erfolgreiche Evaluation unter Einbeziehung der Akteure.<br \/>\nDas Potenzial der Umweltbildung im Sinne von Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung muss weiterhin f\u00fcr den Marketingprozess und deren Fortf\u00fchrung in Bayern genutzt werden. Die Vernetzung der Akteure und die Weiterqualifizierung sind wichtige Schritte, die verfolgt werden. Der Marketingprozess bietet die Chance, Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung in Bayern weiterzubringen und deren Festschreibung im Nationalen Aktionsplan zu verankern. Auch \u00fcber die Grenzen von Bayern hinaus, kann dieser beispielhafte Prozess mit seinem partizipativen und transparenten Ansatz sowie der Zusammenarbeit von staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen in andere Bundesl\u00e4nder adaptiert werden und somit zu einer Verfestigung und Weiterentwicklung der Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung in der Bev\u00f6lkerung beitragen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Es gibt einen regelm\u00e4\u00dfig erscheinenden Newsletter, eine Website zum Marketingprojekt im StMUG und bei der ANU Bayern e.V., es wurden Verbraucherflyer und Multiplikatorenflyer erstellt, sowie viele Werbematerialien anl\u00e4sslich der Kampagne WasSerleben 2009, die f\u00fcr erhebliche Breitenwirkung und sehr gute \u00d6ffentlichkeitsarbeit sorgte. Im Jahresbericht, in Aufs\u00e4tzen, durch Messeauftritte und durch Vortr\u00e4ge auf bundesweiten Tagungen wurde das Projekt auch im bundesweiten Kontext multipliziert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Zur Qualifizierung der Akteure wurden im Projektzeitraum 7 Seminare mit sehr guten Erfolg durchgef\u00fchrt und zahlreiche Qualifizierungsmaterialien (Arbeitshilfen) dazu erstellt werden. Die erste bayernweite Umweltbildungskampagne WasSerleben zum Thema der UN-Dekade 2009 wurde mit gro\u00dfer Beteiligung der Bildungstr\u00e4ger und gutem Erfolg durchgef\u00fchrt, die zweite Kampagne 2010 vorbereitet. Die Zahl der Markentr\u00e4ger ist auf 114 gestiegen; sichtbar gesteigert hat sich auch Eigenwirtschaftlichkeit bei den Wiederholungsantr\u00e4gen der Markentr\u00e4ger. Durch die Einrichtung einer Stelle wurde die Kommunikation mit den Markentr\u00e4gern durch Newsletter, Flyer, Mailings, Workshops und Checkpoints verstetigt und optimiert. Die Koordinationsstelle wird \u00fcber das Projekt hinaus f\u00fcr drei Jahre beim StMUG weitergef\u00fchrt. Der Marketingprozess ist mit dem DBU-Projekt seinen Zielen ein sehr gutes St\u00fcck n\u00e4her gekommen und verfolgt sie bis 2010 stetig weiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt Qualifizierung und Professionalisierung von Mitarbeitern im Bereich Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung war ein in sich abgeschlossener Baustein des Gesamtvorhabens Marketing f\u00fcr die Umweltbildung mit einer Laufzeit von Dezember 2006 bis Dezember 2009. 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