  {"id":24179,"date":"2023-09-30T10:32:07","date_gmt":"2023-09-30T08:32:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/24021-01\/"},"modified":"2023-09-30T10:32:08","modified_gmt":"2023-09-30T08:32:08","slug":"24021-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/24021-01\/","title":{"rendered":"Modellhafte Anwendung des digitalen Kulturlandschaftsinformationssystems KuLaKomm auf kommunaler Ebene"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Kulturlandschaft steht unter gro\u00dfem Ver\u00e4nderungsdruck. Historisch wertvolle Substanz geht bei der gro\u00dfen Entwicklungsdynamik der Ballungszentren und ihrer Einzugsbereiche verloren. Zus\u00e4tzlich liegen Informationen zum Kulturellen Erbe bei verschiedenen, nicht zentral organisierten Fachinstitutionen. Ziel ist es, die kulturlandschaftlichen Informationen in digitalen Kulturlandschaftsinformationssystemen zusammenzustellen, zu erg\u00e4nzen und auszuwerten. Die Anwendungsm\u00f6glichkeiten eines kulturlandschaftlichen Informationssystems sollten auf der kommunalen Ebene ausgelotet und aufgezeigt werden. Die Verkn\u00fcpfung der Daten aus drei Pilotr\u00e4umen mit der kommunalen Entwicklung ergibt eine konkrete \u00dcbersicht \u00fcber die Gef\u00e4hrdung der Kulturlandschaft und der Handlungserfordernisse. Das Ziel des Ku-LaKomm-Projektes ist ein wirkungsvoller Beitrag zur Erhaltung und Schutz des Kulturellen Erbes.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas KuLaKomm-Projekt umfasst zwei S\u00e4ulen. Die erste besteht aus der fl\u00e4chendeckenden und Fach\u00e4mter \u00fcbergreifenden Datenerfassung innerhalb von drei Pilotr\u00e4umen. Dieser Arbeitsschritt wird durch den Abgleich von Datenmenge und -g\u00fcte zu einer Systemoptimierung des Kulturlandschaftsinformationssystems genutzt. Die zweite S\u00e4ule beinhaltet die Entwicklung eines praxisorientierten, f\u00e4cher\u00fcbergreifenden Instrumentariums der Anwendung des Informationssystems. Dazu werden in den drei Pilotr\u00e4umen verschiedene Themenschwerpunkte verfolgt:<br \/>\n1)\tBereitstellung des kulturlandschaftliche Datenbestandes f\u00fcr Politik, Verwaltung und \u00d6ffentlichkeit mit Erl\u00e4uterungen unter dem Aspekt der Wissensvermittlung.<br \/>\n2)\tAufbau einer wissenschaftlichen Basis f\u00fcr den Kulturlandschaftsschutz, die als Wertsch\u00f6pfungsfaktor beispielsweise f\u00fcr den Tourismus eingesetzt werden kann.<br \/>\n3)\tAusarbeitung eines Planungsbeitrages auf der Ebene des Fl\u00e4chennutzungsplanes. Hierbei soll der Schutz des Kulturellen Erbes in Abstimmung mit den Belangen des Naturschutzes oder auch der Stadt- und Landschaftsplanung gebracht werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das l\u00e4nder\u00fcbergreifende Projekt hat sowohl in NRW als auch in Hessen den Nutzen eines digitalen Kul-turlandschaftsinformationssystems gezeigt. W\u00e4hrend der Projektlaufzeit wurde das Vorl\u00e4ufersystem KuLaDigNW weiter entwickelt. Unter der Federf\u00fchrung des LVR wurde die neue Anwendung www.kuladig.de geschaffen, die auch f\u00fcr das hessische Teilprojekt als Portal genutzt wird. Der LWL hat zwischenzeitlich eine eigenst\u00e4ndige Datenhaltung realisiert und ein verbandsbezogenes System www.LWL-GeodatenKultur.de aufgebaut. Mit diesen Systemanpassungen sind die Erfahrungen aus der Arbeitsphase der Datenerfassung aufgegriffen und umgesetzt worden.<br \/>\nDie Ans\u00e4tze zum kommunalen Kulturlandschaftsschutz in den drei Teilprojekten zielen zun\u00e4chst durchg\u00e4ngig auf sogenannte weiche Methoden und Instrumente. Wenn hierbei Zielgruppen f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeitsarbeit identifiziert und planerische Vorschl\u00e4ge zur Kulturlandschaftsentwicklung ausgearbeitet werden, dann m\u00fcssen sich diese Ans\u00e4tze durch weitergehende Sicherungsschritte, die Bildung von Interessengemeinschaften oder durch einzelne Festsetzungen in kommunalen Planungsinstrumenten erh\u00e4rten. W\u00e4hrend der Projektbearbeitung sind daf\u00fcr eine ganze Reihe von Beispielen vorgelegt und dokumentiert worden.<br \/>\nDie Gef\u00e4hrdungsabwehr f\u00fcr das Kulturelle Erbe beginnt mit der Dokumentation des Bestandes. Auf-schlussreich ist in allen drei Projekten die Notwendigkeit der Darstellung des Einzelobjektes in seinem Kontext, das hei\u00dft die Herausarbeitung der landschaftlichen Bez\u00fcge.<br \/>\nInsgesamt wurden unterschiedliche Wege im Kulturlandschaftsschutz auf kommunaler Ebene erforscht &#8211; die drei Teil-Projekte haben dazu jeweils einen Teilprojektbericht vorgelegt.<br \/>\nDer LWL dokumentiert den kulturlandschaftlichen Fachbeitrag zum Fl\u00e4chennutzungsplan der Stadt Castrop-Rauxel als Brosch\u00fcre. Das LfDH hat den Managementplan f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung der Kulturlandschaft des Rheingau-Taunus-Kreis vorgelegt. Schlie\u00dflich fasst der LVR seine Ergebnisse in dem Bericht Vermittlung von Kulturlandschaft zusammen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die \u00d6ffentlichkeitsarbeit fand eigenst\u00e4ndig in den drei Teilprojekten statt. W\u00e4hrend der Projektlaufzeit haben die Projektteams Konzepte f\u00fcr eine Kinderhomepage in KuLaDig und zur Ausbildung von Kulturlandschaftsf\u00fchrern mit der Volkshochschule entwickelt (LVR). Die Netzwerkbildung mit Partnern der Regionalentwicklung im Rheingau-Taunus-Kreis oder die Erarbeitung von Informationstafeln wie im Fall des Leinpfades am Rhein waren Beispiele f\u00fcr die Ans\u00e4tze beim LfDH. Die Pr\u00e4sentation im Umweltausschuss von Castrop-Rauxel und Berichte in der Presse geh\u00f6ren zur \u00d6ffentlichkeitsarbeit beim LWL.<br \/>\nDie Projektabschlussberichte, die Portale und die Instrumente zum Kulturlandschaftsschutz wurden vor rund siebzig Zuh\u00f6rern auf der Abschlusstagung am 31.3.11 in Osnabr\u00fcck pr\u00e4sentiert und diskutiert. Dabei wurden die Projektteams durch kommunale Vertreter und Fachgruppen aus den Regionen unterst\u00fctzt.<br \/>\nAuch nach Ende der Projektlaufzeit setzen die Partner die \u00d6ffentlichkeitsarbeit fort. Dazu geh\u00f6rt nicht nur der dauerhafte Betrieb der Kulturlandschaftsportale, sondern auch die Ver\u00f6ffentlichung der Tagungsergebnisse mit einer erweiterten Fachdiskussion in der Reihe der Fundberichte aus Hessen im Jahr 2012.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Projekt ist deutlich geworden, dass Kulturlandschaftsdaten aufbereitet, zu den Zielgruppen transportiert und weiter verarbeitet werden m\u00fcssen, um einen Beitrag zum Schutz und zur Nutzung der Kulturlandschaft zu leisten. F\u00fcr die Zukunft kommt es darauf an, wie weit es gelingt, die kulturlandschaftlichen Informationsportale mit Daten m\u00f6glichst vieler Kommunen zu f\u00fcllen. Die drei Teilprojekte haben mit ihren Ans\u00e4tzen gezeigt, auf welchem Wege Kulturlandschaftsschutz zu einer routinem\u00e4\u00dfigen Aufgabe der Kommunalentwicklung werden kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Kulturlandschaft steht unter gro\u00dfem Ver\u00e4nderungsdruck. 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