  {"id":24066,"date":"2024-12-01T10:32:43","date_gmt":"2024-12-01T09:32:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/23671-01\/"},"modified":"2024-12-01T10:32:44","modified_gmt":"2024-12-01T09:32:44","slug":"23671-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/23671-01\/","title":{"rendered":"Regionale Entwicklungsstrategie zur Erhaltung der Natur- und Kulturlandschaften zwischen Kokelgebiet und s\u00fcd\u00f6stlichem Karpatenbogen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Dynamik des geplanten EU-Beitritts soll f\u00fcr die nachhaltige Entwicklung des l\u00e4ndlichen Raums genutzt werden. Das Gesamtvorhaben soll dazu dienen, eine nachhaltige Raumentwicklung f\u00fcr die historische Kulturlandschaft von europaweiter Bedeutung zu unterst\u00fctzen. In der Vorstudie sollen zun\u00e4chst die wesentlichen Grundlagen ermittelt und mit den regionalen Akteuren analysiert werden. Dar\u00fcber hinaus soll ein klarer Zielkatalog f\u00fcr die Vertiefungsstudie und der inhaltliche Rahmen f\u00fcr ein strategisches Leitbild erarbeitet werden.<br \/>\n\u00b7\tVerbesserung der Akzeptanz f\u00fcr Naturschutzerfordernisse und zur Entwicklung und Erhalt der historischen Kulturlandschaft im s\u00fcd\u00f6stlichen Karpatenbogen<br \/>\n\u00b7\tF\u00f6rderung der regionalen Wertsch\u00f6pfung durch touristische Aktivit\u00e4ten<br \/>\n\u00b7\tF\u00f6rderung innovativer kulturlandschaftsvertr\u00e4glicher Landbewirtschaftungsmodelle, F\u00f6rderung der Biodiversit\u00e4t in der Landwirtschaft<br \/>\n\u00b7\tzur Entwicklung naturvertr\u00e4glicher Tourismusformen als wirtschaftliches Standbein der \u00f6rtlichen Bev\u00f6lkerung geleistet werden<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden\u00b7\tRecherche, Sichtung und Auswertung vorliegender Daten, Studien, Konzepte und Projekte mit Relevanz f\u00fcr den Schutz und die Entwicklung der Kulturlandschaft sowie f\u00fcr Naturschutz und Tourismus im Bereich der Kirchenburgenlandschaft des s\u00fcd\u00f6stlichen Karpatenbogens zwischen Kokel und Alt. Aufbereitung der Daten in einem Bericht sowie in Karten.<br \/>\n\u00b7\tIdentifikation von Schl\u00fcsselakteuren f\u00fcr das Vorhaben in den jeweiligen lokalen und regionalen landschafts-, naturschutz- und tourismusbezogenen Administrationen und Organisationen in der Region. Durchf\u00fchrung von Gespr\u00e4chen mit den jeweiligen Akteuren im Hinblick auf ihre inhaltliche Position, ihre Interessen und Entwicklungsvorstellungen f\u00fcr die jeweiligen Zust\u00e4ndigkeitsgebiete.<br \/>\n\u00b7\tIdentifikation m\u00f6glicher Schl\u00fcsselprojekte f\u00fcr den Erhalt und die Entwicklung der Kulturlandschaft und eines naturvertr\u00e4glichen Tourismus im Kokelgebiet sowie dem s\u00fcd\u00f6stlichen Karpatenbogen.<br \/>\n\u00b7\tEinholen konkreter Kooperationszusagen und Vorbereitung eines regions\u00fcbergreifenden vorhabens-begleitenden Arbeitskreises bzw. Kooperationsnetzwerkes.<br \/>\n\u00b7\tDurchf\u00fchrung eines Workshops mit den Kooperationspartnern in Rum\u00e4nien als Abschluss der Vorstudie<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>F\u00fcr die v. g. Anforderungen an den l\u00e4ndlichen Raum liegen zur Zeit noch keine ausreichenden Planungsunterlagen vor. Entwicklungspl\u00e4ne auf Kreis- oder Regionalebene werden zwar fortlaufend aktualisiert, aber Fragen der Kulturlandschaftentwicklung im l\u00e4ndlichen Raum S\u00fcdsiebenb\u00fcrgens werden planerisch nur am Rande behandelt.<br \/>\nDie d\u00f6rflichen Gemeinden der Kirchenburgenlandschaft zwischen Kokel und Alt befinden sich nicht nur in einem gesellschaftspolitischen Umbruch. Seit dem 12. Jahrhundert durch die deutschst\u00e4mmige Bev\u00f6lkerungsgruppe der Siebenb\u00fcrger Sachsen bewirtschaftete Kulturlandschaft, wird seit den letzten Jahrzehnten vor allem von Rum\u00e4nen und Roma bewohnt. Die deutschst\u00e4mmige Bev\u00f6lkerungsgruppe stellt mit einem bis zu 5%-igem Anteil eine Minderheit dar. Es wird darum gehen diesen ethnischen Wandel in der Bev\u00f6lkerungsstruktur auch als Chance f\u00fcr ein innovative und nachhaltige Entwicklung des l\u00e4ndlichen Raums zu begreifen. Mit der gesellschaftspolitischen und ethnischen Umbruchsphase ist die Notwendigkeit des Aufbaus einer stabilen Zivilgesellschaft sehr bedeutsam.<br \/>\nDie historische auf d\u00f6rfliche Autonomie ausgerichtete Einheit der d\u00f6rflichen Gemeinschaft, die sich in den ma\u00dfgeblichen Elementen der Kirchenburgenlandschaft wie Kirchenburg, Dorf und Landwirtschaft manifestiert ist weitgehend nicht mehr vorhanden oder befindet sich in Aufl\u00f6sung.<br \/>\nDie reizvolle historische Kulturlandschaft sollte weniger als museal zu sch\u00fctzendes Kulturgut betrachtet werden, sondern als Entwicklungsraum, der auch den zuk\u00fcnftigen \u00f6konomischen Anforderungen an die Landnutzung Rechnung tr\u00e4gt. Neben der Etablierung und Vermarktung regionaler Qualit\u00e4tsprodukte und der F\u00f6rderung einer umweltgerechten Landbewirtschaftung spielt die Entwicklung eines nachhaltigen Kulturtourismus f\u00fcr die Kirchenburgenlandschaft eine besondere Rolle.<br \/>\nHermannstadt wird im Jahr 2007 zusammen mit Luxemburg Kulturhauptstadt Europas sein. Gemeinsam mit dem im gleichen Jahr geplanten EU-Beitritt ist schon jetzt eine dynamische Entwicklung in Gang gesetzt, die es gilt im Rahmen der Entwicklungsstrategie auch in den l\u00e4ndlichen Raum zu tragen.<br \/>\nF\u00fcr eine touristische Entwicklung kommt den St\u00e4dten und insbesondere Hermannstadt als Tor in die Kirchenburgenlandschaft eine besondere Rolle zu.Der Aufbau von Kooperationsnetzwerken und die Nutzung von Synergieeffekten zwischen einzelnen Projekten sollte ein zentrales Element der Entwicklungsstrategie sein.<br \/>\nDeutlich wurde, dass sich schon unterschiedliche Akteure mit verschiedenen Projektans\u00e4tzen um einen Beitrag zur Entwicklung Siebenb\u00fcrgens bem\u00fchen. Vielmehr erscheint es so, als w\u00fcrden viele dieser Projekte ohne Kontakt untereinander und ohne Kooperation und gemeinsames Ziel t\u00e4tig sein.<br \/>\nEs fehlt eine Strategie, die dieses unsch\u00e4tzbare kulturelle Erbe langfristig bewahrt und aufzeigt, wie es nach dem Wegfall der eigentlichen Bestimmung als geistlich-kultureller Mittelpunkt der Siebenb\u00fcrger Sachsen neuen wirtschaftlichen tragf\u00e4higen Nutzungen zugef\u00fchrt werden kann.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Am 28.10.2005 fand eine ganzt\u00e4gige Arbeitstagung in Agnetheln \/ Rum\u00e4nien statt. Erste Ergebnisse wurden mit regionalen Akteuren sowie Entscheidungstr\u00e4ger aus der Administration in einem Open-Space-Verfahren diskutiert. Die Projektergebnisse liegen anhand eines Bericht in rum\u00e4nischer und deutscher Sprache vor.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Zusammenfassend kann man festhalten, dass die Vorstudie den interessierten Kreisen aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Bev\u00f6lkerung einen \u00dcberblick \u00fcber die derzeitige Lage und Situation des l\u00e4ndlichen Raums in S\u00fcdsiebenb\u00fcrgen verschafft. Sie skizziert den Handlungsbedarf und beinhaltet einen Zielkatalog der konzeptionelle Themen und Schl\u00fcsselprojekte umfasst.<br \/>\nEs werden darin wichtige Schl\u00fcsselprojekte dokumentiert, die zur Erhaltung der Kirchenburgen-Landschaft zwischen Kokel und Alt in Siebenb\u00fcrgen dienlich und notwendig sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Dynamik des geplanten EU-Beitritts soll f\u00fcr die nachhaltige Entwicklung des l\u00e4ndlichen Raums genutzt werden. 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