  {"id":24016,"date":"2023-09-21T10:32:12","date_gmt":"2023-09-21T08:32:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/23477-01\/"},"modified":"2023-09-21T10:32:12","modified_gmt":"2023-09-21T08:32:12","slug":"23477-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/23477-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung und Evaluierung eines ph\u00e4nologischen Indikatorsystems zur Optimierung von Mahdterminen f\u00fcr Mahdgut\u00fcbertragungen und Wiesenpflege am Modell submontaner und montaner Wiesen im Osterzgebirge"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Vorhabens ist die Aufstellung eines ph\u00e4nologischen Indikatorsystems, welches die Ber\u00fccksichtigung der stand\u00f6rtlichen Unterschiede in der Entwicklung der Vegetation erm\u00f6glicht. Das zu entwickelnde Indikatorsystem soll auf diesem Wege die Effektivit\u00e4t von Mahdgut\u00fcbertragungen steigern, aber ebenso helfen die Pflege von naturschutzfachlich wertvollen Wiesen zu optimieren.<br \/>\nDie Untersuchungen zum Indikatorsystem werden modellhaft f\u00fcr die gesch\u00fctzten (sub)-montanen Wiesen des Osterzgebirges durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt gliedert sich in 2 gro\u00dfe Teilbereiche:<br \/>\nZum einen in die ph\u00e4nologische Kartierung von mehreren Bergwiesen unterschiedlicher Standorte \u00fcber den gesamten Projektzeitraum um symph\u00e4nologische Artengruppen zu ermitteln. Neben dieser Kartierung werden aber auch Keimtests durchgef\u00fchrt um Auskunft \u00fcber das Reifeverhalten der Arten zu erhalten. Au\u00dferdem sind Pflanzversuche geplant, um die Variabilit\u00e4t des ph\u00e4nologischen Verhaltens einiger Arten genauer untersuchen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der zweite Projektteil betrifft das Monitoring eines Renaturierungsvorhabens, bei dem Mahdgut-\u00fcbertragungen gem\u00e4\u00df der vorl\u00e4ufigen symph\u00e4nologischen Artengruppen (RICHTER &#038; Z\u00d6PHEL 2006) vorgenommen werden. Innerhalb dieses Monitorings ist, neben den genauen Erfassungen der Spenderfl\u00e4chen (inklusive ihres Diasporenangebots zum Zeitpunkt der Mahd), auch die regelm\u00e4\u00dfige Bonitur der Empf\u00e4ngerfl\u00e4chen vorgesehen. Im Rahmen der Bonitur wird sowohl das Artenspektrum der Gesamtfl\u00e4che betrachtet, als auch die detaillierte Vegetationsentwicklung auf ausgew\u00e4hlten Dauerbeobachtungsfl\u00e4chen beobachtet.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Es wurde eine Methode zur Erhebung ph\u00e4nologischen Daten aufgestellt und angewendet. Mit diesen Daten kann unter Verwendung von abgeleiteten \u00c4hnlichkeits- und Distanzmatrizen per Clusterung eine Aufstellung von ph\u00e4nologischen Artengruppen erfolgen.<br \/>\nDie entwickelte Methodik wurde auf einen selbst erhobenen Datensatz (4Jahre, >70 Arten, 22 Wiesen) angewandt, so dass bl\u00fch-, frucht- und ausstreuph\u00e4nologische Gruppen f\u00fcr die submontanen Wiesen des Osterzgebirge aufgestellt werden konnten.<br \/>\nMit Hilfe der erhobenen Daten und den aufgestellten ph\u00e4nologischen Artengruppen k\u00f6nnen Indikator-arten ermittelt werden. Die Auswahl einer Indikatorart h\u00e4ngt aber sowohl von dem Ziel, was erreicht werden soll, als auch vom Anwender der Indikatorart ab. Wie derartige Indikatorarten einfach anhand der erhobenen Daten ermittelt werden k\u00f6nnen, ist dargestellt.<br \/>\nAuf der Grundlage des jetzigen Wissenstandes sollten f\u00fcr eine Aufstellung von ph\u00e4nologischen Artengruppen vorzugsweise Daten von mehr als 2 Jahre herangezogen werden.<br \/>\nAuf Grundlage der Ergebnisse muss davon ausgegangen werden, dass die beobachtete hohe, ph\u00e4nologische Variabilit\u00e4t der Pflanzenarten vor allem auf einer hohen Plastizit\u00e4t der Arten beruht.<br \/>\nBei den durchgef\u00fchrten Mahdgut\u00fcbertragungen hatte der Mahdtermin keinen nachweisebaren Effekt auf die Vegetationsstruktur oder auf Artenzahl, Deckung sowie Homogenit\u00e4t der Vegetation.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>&#8211; Posterbeitrag bei der Jahrestagung des Gf\u00d6-Arbeitskreises Renaturierungs\u00f6kologie 2008 Bernburg<br \/>\n &#8211; Vortrag bei der Niederlausitzer Botanikertagung 2008 Cottbus<br \/>\n &#8211; Abschlussworkshop am 19.03.2010 an der TU Dresden (60 Teilnehmer aus 8 Bundesl\u00e4ndern)<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Es konnte im Projekt gezeigt werden, wie wichtig es ist, bei der Pflege und Renaturierung von Gr\u00fcnlandbiotopen auch auf die Ph\u00e4nologie der Wiesenarten zu achten. Im Hinblick auf die notwendige generative Vermehrung der Arten kommt der Fruchtph\u00e4nologie eine gro\u00dfe Bedeutung zu.<br \/>\nDie aufgestellten ph\u00e4nologischen Artengruppen k\u00f6nnen sehr hilfreich bei der Ableitung von Mahdterminen sein. Diese Artengruppen sind aber nicht auf alle Naturr\u00e4ume \u00fcbertragbar.<br \/>\nIm Projekt ist aber deutlich geworden, wie wichtig eine r\u00e4umliche und zeitliche Varianz bei der Pflege unserer Gr\u00fcnlandbiotope ist. Denn mit konstanten kalendarischen oder ph\u00e4nologischen Mahdterminen wird sich eine artenreiche Gr\u00fcnlandgesellschaft auf Dauer nicht erhalten lassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Vorhabens ist die Aufstellung eines ph\u00e4nologischen Indikatorsystems, welches die Ber\u00fccksichtigung der stand\u00f6rtlichen Unterschiede in der Entwicklung der Vegetation erm\u00f6glicht. 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