  {"id":23938,"date":"2026-03-19T10:32:06","date_gmt":"2026-03-19T09:32:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/23175-01\/"},"modified":"2026-03-19T10:32:07","modified_gmt":"2026-03-19T09:32:07","slug":"23175-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/23175-01\/","title":{"rendered":"Erarbeitung und Umsetzung eines Ausstellungskomplexes Nat\u00fcrliche Ressourcen im Rahmen der Dauerausstellung Asien &#8211; Kontinent der Gegens\u00e4tze"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zielsetzung des Ausstellungsvorhabens Der fragile Reichtum der Natur war es, aus Anla? der Neukonzeption der Dauerausstellung Asien &#8211; Kontinent der Gegens\u00e4tze den Besuchern das Spannungsverh\u00e4ltnis von noch unber\u00fchrter und kultivierter Natur aufzuzeigen. Als Beispiele unber\u00fchrter Natur dienten Mangroven, als Beispiel kultivierter Natur der Reisanbau und der Anbau der Cash Crops. Gleichzeitig sollten die Interdependenzen zwischen indigener, nachhaltiger Nutzung und intensiver, zerst\u00f6rerischer Nutzung klar werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Ausstellungskonzept wurde von den wissenschaftlichen Disziplinen im Hause in einer interdisziplin\u00e4r besetzten Projektgruppe erarbeitet und anschie\u00dfend mit Fachkollegen diverser wissenschaftlicher Einrichtungen diskutiert. Der n\u00e4chste Schritt bestand in der Erstellung einer auf das Konzept abgestimmten Exponatliste, um die in unseren Sammlungen befindlichen und noch zu beschaffenden Exponate herausarbeiten zu k\u00f6nnen. Parallel haben wir \u00fcber Interaktionsm\u00f6glichkeiten zwischen den Besuchern und den Pr\u00e4sentationsformen diskutiert.<br \/>\nAuf Basis des Konzeptes wurde das Gestalterb\u00fcro beauftragt, das auch die unmittelbar angrenzende Dauerausstellung Ozeanien-Lebenswelten in der S\u00fcdsee realisiert hat.<br \/>\nNach Abgleich von Ausstellungs- und Gestaltungskonzept hat ein Mitarbeiter Exponatbeschaffungen unter anderem in den Mangrovens\u00fcmpfen Vietnams vorgenommen. Ebenfalls haben wir rechtzeitig Modellerstellungen in Auftrag gegeben. Pr\u00e4parations- und Restaurierungsarbeiten haben Fachkollegen des Hauses erledigt.<br \/>\nDie Ausstellungsrealisierung wurde \u00f6ffentlich ausgeschrieben. Das Projekt selbst wurde durch moderne Projektsteuerungsmethoden begleitet.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die ausgef\u00fchrten Teilprojekte innerhalb des Ausstellungsmoduls Nat\u00fcrliche Ressourcen machen ein-zeln und gesamt den Besuchern transparent, warum wir das Modul in der Gobo-Projektion nun Der fra-gile Reichtum der Natur nennen: Sie erfahren in hoher Qualit\u00e4t und Dichte den Reichtum an Lebens-r\u00e4umen, Tier- und Pflanzenarten sowie Adaptationen. Gleichzeitig erkennen sie aber auch die Fragilit\u00e4t dieses Reichtums, denn die Strukturen, die ihn erm\u00f6glichen, sind in ihrer Verwundbarkeit offengelegt. Vielleicht sch\u00fctzen wir das, was wir kennen, aber sicher sch\u00fctzen wir das, was wir als verletzlich erkannt haben.<br \/>\nIm Mittelpunkt des Ausstellungsbereiches Mangroven stehen die asiatischen K\u00fcstenzonen mit ihrer speziellen Flora und Fauna. Weitere inhaltliche Schwerpunkte bilden die Aquakultur (Krabbenzucht, fish farming) und die indigene Nutzung der Mangroven. Thematisiert werden aber auch die Mangrovenpflan-zen selbst und die Rolle der Mangroven als Kinderstube vieler Fischarten. Eine kleine Attraktion ist si-cher das Aquarium mit lebenden Sch\u00fctzenfischen. Sie schie\u00dfen mit einem Wasserstrahl Insekten von Landpflanzen, um an ihre Beutetiere zu gelangen.<br \/>\nKaleidoskopartig werden Fragen zur Landwirtschaft thematisiert. Hier wird die Vernetzung der drei Sparten des Hauses, Natur, Kultur und Handel, besonders deutlich: Beispielhaft werden zun\u00e4chst die Nutz-pflanzen Reis, Tee, Tabak und Gew\u00fcrze pr\u00e4sentiert: Eine Reis-Parzelle besch\u00e4ftigt sich mit der spirituellen Bedeutung von Reis, eine andere visualisiert mit Hilfe von bedruckten Reiss\u00e4cken die Handelsstr\u00f6me der Ware Reis, dem Hauptnahrungsmittel f\u00fcr mehr als 70% der asiatischen Bev\u00f6lkerung. Ein Sumpfb\u00fcffel steht f\u00fcr die Verkn\u00fcpfung von v\u00f6lker- und naturkundlichen Aspekten. Das Teehaus verbindet naturkundliche und ethnologische Fragestellungen und leitet hin\u00fcber zur Tradition Bremens als Teehandelsstadt. Auch bei Tabak und Gew\u00fcrzen Asiens gibt es einen direkten Regionalbezug, denn beides ist \u00fcber die internationalen Handelsstr\u00f6me eng mit der Hansestadt verbunden.<br \/>\nnsgesamt ist der Themenkomplex Der fragile Reichtum der Natur in einen gr\u00f6\u00dferen Rahmen eingebunden. Es handelt sich also um einen Teil der Gesamtausstellung, der repr\u00e4sentativ und gleichberechtigt neben den anderen steht.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Zur Ausstellung erscheint der Katalog Asien &#8211; Kontinent der Gegens\u00e4tze im Verlag Philipp von Zabern. Die Ausstellung wird von der deutschen Medienlandschaft intensiv begleitet. Mehrere Vortragsreihen im Museum bilden ein attraktives Rahmenprogramm zur neuen Dauerausstellung.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Es ist festzustellen, dass das Projekt in der beantragten Form sowohl inhaltlich als auch finanziell und zeitlich sachgerecht realisiert werden konnte. Das auch hier zur Anwendung gekommene interdisziplin\u00e4re Konzept unterstreicht die Alleinstellung des \u00dcberseemuseums Bremen in Europa.<br \/>\nDie interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit hat sich bew\u00e4hrt und zu einer Ausstellung gef\u00fchrt, die naturwissen-schaftliche, kulturwissenschaftliche und wirtschaftswissenschaftliche Aspekte zusammentr\u00e4gt.<br \/>\nNach rund f\u00fcnf Wochen Ausstellungslaufzeit ist festzustellen, dass die Publikumsresonanz sowohl bezogen auf die reinen Besucherzahlen als auch auf das bisher vorliegende Feedback ausgesprochen positiv ist. Genauere Angaben k\u00f6nnen erst in den n\u00e4chsten Monaten gemacht werden, wenn entsprechende Besucherbefragungen vorliegen. Gemeinsam mit der ZEIT Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, die das Gesamtausstellungsvorhaben unterst\u00fctzt hat, planen wir eine Evaluation des Projektes.<br \/>\nBeobachtungen des bisherigen Besucherverhaltens lassen eine lange Aufenthaltsdauer im Ausstellungsbereich erkennen. Die Inanspruchnahme der vielschichtigen Informationsmedien ist intensiv. Die interak-tiven Elemente werden sehr gut angenommen. Die museumsspezifisch gestalterische und inhaltliche Dichte, die sich auch in einer hohen Artendichte widerspiegelt, \u00fcberrascht einige Besucher, wird aber grunds\u00e4tzlich positiv rezipiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zielsetzung des Ausstellungsvorhabens Der fragile Reichtum der Natur war es, aus Anla? der Neukonzeption der Dauerausstellung Asien &#8211; Kontinent der Gegens\u00e4tze den Besuchern das Spannungsverh\u00e4ltnis von noch unber\u00fchrter und kultivierter Natur aufzuzeigen. 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