  {"id":23864,"date":"2026-03-13T10:32:05","date_gmt":"2026-03-13T09:32:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22842-01\/"},"modified":"2026-03-13T10:32:10","modified_gmt":"2026-03-13T09:32:10","slug":"22842-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22842-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung und Umsetzung von Schulungsma\u00dfnahmen f\u00fcr Energieberater und Facharbeiter sowie allgemeine Informationsvermittlung an Interessierte zum Aufbau eines Schulungs- und Informationszentrums in Estland"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der Stand der energieeffizienten Bausanierung ist in Deutschland vergleichsweise hoch. Kenntnisse \u00fcber Bau- und Sanierungstechniken, \u00d6kologische Baustoffe und energieeffiziente Nutzungsmuster sind im gro\u00dfen Masse vorhanden. Es muss das Ziel sein, dieses Wissen auch in andere Staaten der EU zu kommunizieren. Ziel des Projektes war es urspr\u00fcnglich, diesen Informationstransfer in die Baltische Republik Estland einzuleiten. Hierf\u00fcr sollte ein altes Schulgeb\u00e4ude unter Anleitung von regionalen Akteuren nach westeurop\u00e4ischem Standard saniert werden. Diese Sanierung wird von weiteren Personen vor Ort begleitet. Die Erfahrungen flie\u00dfen in ein Lehrgangskonzept ein, das sp\u00e4ter regelm\u00e4\u00dfig in dem neu sanierten Geb\u00e4ude umgesetzt werden soll. Das urspr\u00fcngliche Konzept des Projektes konnte aus verschie-denen Gr\u00fcnden jedoch nicht wie geplant umgesetzt werden. Dies hatte verschiedene Ursachen. Haupt-grund war, dass die Beschaffung der Baustoffe f\u00fcr die Musterhafte Bausanierung der alten Schule war nicht Teil des F\u00f6rderantrages an die DBU, sondern von vorn herein geplante Aufgabe f\u00fcr die Projektakteure in Estland. Es war im Rahmen des Projektes jedoch nicht m\u00f6glich, wie urspr\u00fcnglich geplant, kurz-fristig eine Finanzierung der Baustoffe f\u00fcr die Sanierung der alten Schule \u00dclenurme sicher zu stellen. Dennoch bestand die deutliche Einsch\u00e4tzung, dass der geplante Ansatz und das gesetzte Thema zur modellhaften Geb\u00e4udeenergiesanierung energiepolitisch notwendig und nutzbringend f\u00fcr die Gesamtsituation in Estland sind. Die bisher durchgef\u00fchrten Arbeiten waren in jedem Falle sehr sinnvoll und es sollten langfristig, m\u00f6glicherweise in einem Folgeprojekt mit anderen estnischen Partnern in starkem Ma\u00dfe in Estland kommuniziert werden. Aus diesem Grunde wurde ein ge\u00e4ndertes Konzept eingeschlagen, bei dem die Ergebnisse der geb\u00e4udeenergetischen Analyse und die daraus aufgeleiteten Sanierungsvorschl\u00e4ge in form eines Leitfadens aufgearbeitet und in deutscher und estnischer Sprache allen Interessierten zug\u00e4nglich gemacht wird.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenBasis der energetischen Bausanierung ist die Erstellung eines Energiepasses nach Bundesdeutschen Vorbild. Im Februar 2006 erfolgte eine erste Vor-Ort-Woche des Projektteams in Tartu\/Estland. In dieser Zeit wurden Kontakte zu einer Vielzahl Estnischer Akteure aufgenommen und die Datenerhebung zur Er-stellung des Energiepasses durchgef\u00fchrt. Der Energiepass wurde in den folgende Wochen in Hamburg erstellt und in einer zweiten Vor-Ort-Woche im M\u00e4rz 2006 mit den \u00f6rtlichen Fachleuten diskutiert. Insbesondere wurde auf Grundlage des Energiepasses gemeinsam mit den beteiligten estnischen Architekten ein Sanierungskonzept entwickelt und auf Grundlage estnischer Preise mit einer Kostensch\u00e4tzung hinterlegt. Um den estnischen Experten die M\u00f6glichkeit zu geben, sich \u00fcber den Stand der energetischen Geb\u00e4udesanierung in Deutschland zu informieren wurde im Mai 2006 eine einw\u00f6chige Exkursion  durchgef\u00fchrt, bei der, neben vielen anderen einschl\u00e4gigen Standorten auch die Geb\u00e4ude der DBU in Osnabr\u00fcck besichtigt wurden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der Zustand der Geb\u00e4ude im Bestand in Estland bietet hohe Optimierungspotentiale zur energetischen Sanierung.<br \/>\nDas im Rahmen des Projektes untersuchte Geb\u00e4ude (Alte Schule \u00dclenurme) ist landestypisch. Insofern k\u00f6nnen die hier gesammelten Erfahrungen auf andere Geb\u00e4ude \u00fcbertragen werden.<br \/>\nEs besteht bei den betroffenen Akteuren in Estland ein hohes Interesse an dem Thema sowie eine gro\u00dfe Bereitschaft, sich in neue Techniken und Methoden einzuarbeiten. Das vorhandene know how f\u00fcr die moderne energetische Geb\u00e4udesanierung ist jedoch derzeit noch vergleichsweise gering.<br \/>\nBei einer modellhaften Geb\u00e4udesanierung k\u00f6nnte der Heizenergiebedarf des Schulgeb\u00e4udes um 79% reduziert werden. Die derzeitigen Schwachstellen sind insbesondere die schlechte D\u00e4mmung der Dach-schr\u00e4gen, die fehlende D\u00e4mmung des Fussbodens gegen das Erdreich sowie die Luftundichtigkeit der Geb\u00e4ude-Au\u00dfenh\u00fclle.<br \/>\nEine Minimalsanierung des Geb\u00e4udes w\u00fcrde nach Kostensch\u00e4tzung etwa 170.000 \u20ac kosten<br \/>\nEs gibt eine Vielzahl von Institutionen in Estland (z. B. Hochschulen), die an einer Zusammenarbeit im Projekt interessiert sind.<br \/>\nAus den Ergebnissen der geb\u00e4udeenergetischen Analyse der Schule in \u00dclenurme und den daraus abge-leiteten Ergebnissen und Planungen wurde ein Leitfaden entwickelt. Da es sich bei der Schule um ein Geb\u00e4ude landestypischer Bauart handelt, kann der Leitfaden als Handlungshilfe f\u00fcr die energetische Sanierung von Geb\u00e4uden in Estland dienen. Er ist insbesondere f\u00fcr Architekten, Planer und die ausf\u00fchrenden Gewerke gedacht.<br \/>\nDer Leitfaden wurde als EDV-Version erstellt und allen estnischen Akteuren und Multiplikation zur Anwendung bzw. zur Weiterverbreitung zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt wurde am 23. M\u00e4rz 2006 einer interessierten \u00d6ffentlichkeit in der Gemeinde Tartu vorgestellt.<br \/>\nDer Leitfaden des wurde allen am Projekt beteiligten Akteuren und Multiplikatoren in Estland in der Landessprache zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit dem vorliegenden Projekt konnte gezeigt werden, dass ein Wissenstransfer bez\u00fcglich der Kompeten-zen zur energetischen Geb\u00e4udesanierung innerhalb der Europ\u00e4ischen Union wichtig, sinnvoll und mach-bar ist. Mit dem Instrument des Deutschen Energiepasses konnte in Estland eine umfangreiche Be-standsanalyse an einem landestypischen Geb\u00e4ude durchgef\u00fchrt werden und daraus ein, den Landesverh\u00e4ltnissen angepasstes, Sanierungskonzept entwickelt werden.<br \/>\nZwar konnte das urspr\u00fcnglich gesteckte Ziel der Mustersanierung und die Entwicklung von Schulungskonzepten nicht vollst\u00e4ndig umgesetzt werden. Jedoch konnte mit dem entwickelten Leitfaden ein wertvolles Instrument geliefert werden, mit dem es zuk\u00fcnftig in Estland m\u00f6glich sein wird, energetische Ge-b\u00e4udesanierungen, mehr als bisher, nach dem Stand der Technik auszuf\u00fchren.<br \/>\nAuf Grund dieser Ergebnisse ist es nicht ausgeschlossen, dass die urspr\u00fcnglich geplante Mustersanie-rung der alten Schule \u00dclenurme zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt realisiert wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Stand der energieeffizienten Bausanierung ist in Deutschland vergleichsweise hoch. Kenntnisse \u00fcber Bau- und Sanierungstechniken, \u00d6kologische Baustoffe und energieeffiziente Nutzungsmuster sind im gro\u00dfen Masse vorhanden. Es muss das Ziel sein, dieses Wissen auch in andere Staaten der EU zu kommunizieren. Ziel des Projektes war es urspr\u00fcnglich, diesen Informationstransfer in die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[1266,47,2422,51,52,2423,53],"class_list":["post-23864","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-grenzueberschreitend","tag-klimaschutz","tag-landnutzung","tag-ressourcenschonung","tag-umweltforschung","tag-umweltkommunikation","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"22842\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-22842.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"125.000,00","dbu_projektdatenbank_firma":"\u00d6kopol\nInstitut f\u00fcr \u00d6kologie und Politik GmbH","dbu_projektdatenbank_strasse":"Nernstweg 32 - 34","dbu_projektdatenbank_plz_str":"22765","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Hamburg","dbu_projektdatenbank_p_von":"2006-01-30 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2008-10-31 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"2 Jahre und 9 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"040\/391002-0","dbu_projektdatenbank_inet":"www.oekopol.de","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Grenz\u00fcberschreitend","dbu_projektdatenbank_foerderber":"130","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/23864","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/23864\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":43004,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/23864\/revisions\/43004"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23864"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23864"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23864"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}