  {"id":23849,"date":"2023-07-13T15:23:24","date_gmt":"2023-07-13T13:23:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/21575-15\/"},"modified":"2023-07-13T15:23:26","modified_gmt":"2023-07-13T13:23:26","slug":"21575-15","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/21575-15\/","title":{"rendered":"Erh\u00f6hung der energetischen Effizienz durch Nutzung von technologischer Abw\u00e4rme und Optimierung von Hilfsprozessen zur Drucklufterzeugung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Vorhabens ist die Reduzierung des Einsatzes an Elektroenergie sowie die Verbesserung der Ressourceneffizienz durch bessere Ausnutzung des Ausgangsstoffes.<br \/>\na)\tDurch Vortrocknung des eingesetzten Rapses kann eine h\u00f6here Ausbeute an \u00d6l erreicht werden. Vorhandene Prozessw\u00e4rme soll durch konstruktive Ver\u00e4nderungen dazu nutzbar gemacht werden.<br \/>\nb)\tWeiterhin erm\u00f6glicht eine technische Ver\u00e4nderung der Drucklufterzeugung eine variable Fahrweise im Sommer- und Winterbetrieb. Dies f\u00fchrt zu erheblichen Umweltentlastungseffekten<br \/>\nBeide Ma\u00dfnahmen sollen kurzfristig umgesetzt werden.<br \/>\nErwartete Umweltentlastungen pro Jahr:<br \/>\n\t105 kg SO2;<br \/>\n\t111 kg Nox;<br \/>\n\t97,8 t CO2;<br \/>\n\t49,5 kg Staub,<br \/>\ndiese Werte ergeben sich als \u00c4quivalent f\u00fcr den Elektroenergiebezug aus einem Gro\u00dfkraftwerk (Braunkohle) aus den erwarteten Effekten f\u00fcr das Unternehmen:<br \/>\n\tEinsparung von Elektroenergie rund 60.000 kWh<br \/>\nund damit eine signifikante Reduzierung der Betriebskosten.<br \/>\nDie Erh\u00f6hung der Ausbeute an \u00d6l durch die Vortrocknung des Ausgangsstoffes wird derzeit mit 1 % prog-nostiziert.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt soll in zwei Phasen umgesetzt werden:<br \/>\nZu a) Es soll eine technologische L\u00f6sung zur Nutzung von Abw\u00e4rme aus dem Pressvorgang zur Vorw\u00e4rmung der eingehenden Rapssaat realisiert werden. Durch die Erw\u00e4rmung des eingehenden Rohstoffes kann eine Erh\u00f6hung des Auspressgrades und damit eine verbesserte Ressourceneffizienz erreicht werden.<br \/>\nZu b) Technologisch bedingt wird eine Kompressoranlage zur Erzeugung der notwendigen Druckluft betrieben. Diese Druckluft muss im Dauerbetrieb getrocknet werden. Durch eine Umsetzung des Kompressors und einfachen Umbau des Rohrnetzes kann auf Sommer- und Winterbetrieb umgestellt werden. Dadurch ergeben sich erhebliche Einspareffekte bei der eingesetzten Elektroenergie.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Umsetzung der geplanten Ziele erfolgte unproblematisch und relativ schnell.<br \/>\nDas Verfahren zur Kuchenbel\u00fcftung wurde umgestaltet, somit kann der L\u00fcfter zur Rapsvorw\u00e4rmung eingesetzt werden. Die vorhandene Prozessw\u00e4rme aus der Presserei (2.OG 35-40\u00b0C) wird \u00fcber ein  Rohrsystem dem Rapstagesbeh\u00e4lter zugef\u00fchrt.<br \/>\nDamit gelingt es ohne zus\u00e4tzliche, energetische Aufwendungen, den in Silos vorgelagerten Raps von etwa 15\u00b0C auf 20\u00b0C bis 25\u00b0C zu erw\u00e4rmen.<br \/>\nDie Auspressergebnisse der letzten beiden Monate lassen nun eine deutliche Steigerung erkennen.<br \/>\nWurden im Durchschnitt des letzten Jahres noch 35,10% \u00d6lausbeute erzielt, so sind es zurzeit schon 35,8%. Die signifikanteste Wirkung dieser Ma\u00dfnahme wird in den Wintermonaten erwartet, wo der gelagerte Raps von ca. 5\u00b0C auf 18-22\u00b0C vorgew\u00e4rmt wird.<br \/>\nEs ist davon auszugehen, dass die prognostizierte Erh\u00f6hung der \u00d6lausbeute und damit die Steigerung der Biodieselproduktion um 0,87% noch \u00fcbertroffen werden. Bei einer aktuellen Kapazit\u00e4t von 4.500.000l\/a entspricht das einer Erh\u00f6hung der Produktionsmenge um 39.150 l\/a. <\/p>\n<p>Die Kompressoranlage wurde demontiert, der Kondensatbeh\u00e4lter in das benachbarte Geb\u00e4ude umgesetzt (k\u00fchlere Umgebungstemperaturen verbessern Kondensatbildung) und ein neues Rohrnetz erstellt. Somit wurde es m\u00f6glich die gesamte Produktionsst\u00e4tte ohne getrocknete Druckluft zu betreiben.<br \/>\nBisher waren durchschnittlich 17,4 Betriebsstunden\/Tag n\u00f6tig, um die Anlage mit Druckluft zu versorgen. Nach dem Umbau reduzierte sich der Bedarf um acht auf 9,5 Betriebsstunden.<br \/>\nDie erreichte Einsparung an Elektroenergie ist wie folgt zu errechnen:<br \/>\n8h x 320 Tage x 15 kW = 38.400 kWh\/a<br \/>\nMit der Reduzierung der Betriebsstunden um 45% verringert sich ebenfalls die Anzahl der Wartungsinterwalle und damit der Wartungskosten um den gleichen Anteil.<br \/>\nDurch den Einbau eines L\u00fcftungsgitters und der Umsetzung des Kompressors, wird diesem Frischluft zugef\u00fchrt, an Stelle einer mit \u00d6l hochgradig ges\u00e4ttigten Luft. Das sollte dessen Verf\u00fcgbarkeit wesentlich erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Unsere Biodieselanlage tr\u00e4gt im Bezug auf verschiedene Neuerungen Pilotcharakter. Regelm\u00e4\u00dfig werden auch in Zusammenarbeit mit dem Umweltzentrum des Handwerks Th\u00fcringen Exkursionen und Seminare gestaltet. Wir dienen als Beispielobjekt f\u00fcr den Landesinnungsverband Kfz, die Th\u00fcringer Lan-desanstalt f\u00fcr Landwirtschaft, der Fachgruppe der dezentralen \u00d6lm\u00fchlen und einigen anderen mehr.<br \/>\nGerade im Rahmen der Fachgruppe treffen wir uns regelm\u00e4\u00dfig, um solche und \u00e4hnliche Ma\u00dfnahmen den Unternehmen zug\u00e4nglich zu machen. Die bei der Errichtung der Anlage und der effizienter gestalteten Verfahrenstechnik beteiligten Handwerker nutzen diese nun als Referenzobjekt. Die Ergebnisse dieses Projektes und die zugrunde liegenden Verfahrens\u00e4nderungen werden auf unserer Internetseite ver\u00f6ffentlicht. In Fachkolloquien\/ Erfahrungsaustauschen mit dem Zentrum f\u00fcr Nachwachsende Rohstoffe Th\u00fcringen in Dornburg sowie den Betreibern weiterer Anlagen zur Herstellung von Biodiesel werden die Erfahrungen mit der Verfahrensoptimierung und der Verbesserung der Ressourceneffizienz \u00f6ffentlich dargestellt und weiter verbreitet. Auf die F\u00f6rderung durch die deutsche Bundesstiftung Umwelt wird durch Kennzeichnung und Beschreibung hingewiesen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die geplanten Ergebnisse des Projektes wurden im vollen Umfang erreicht. Die prognostizierte Verbesserung der Ressourcennutzung, hier der \u00d6lausbeute, wird nach derzeitigem Erkenntnisstand erreicht und \u00fcbertroffen. Die errechnete Einsparung an eingesetzter Elektroenergie hat sich ebenfalls bet\u00e4tigt. Dies zeigen laufende Kontrollen des Verbrauchs in den Monaten nach der Umstellung<br \/>\nDas F\u00f6rderverfahren war \u00fcberschaubar und unkompliziert. Es bietet kleinen mittelst\u00e4ndigen Unternehmen die M\u00f6glichkeit, gute L\u00f6sungsans\u00e4tze, in der Praxis zu realisieren. Besonders hilfreich war uns die Unterst\u00fctzung durch die Kollegen des UZH Th\u00fcringen.<br \/>\nMit dem Verlauf und dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden. Es ist uns gut gelungen, mit geringen technischen Aufwendungen und Ver\u00e4nderungen im Verfahrensverlauf, Elektroenergie und Ressourcen zu sparen und konnten damit einen weiteren kleinen Beitrag zur Entlastung der Umwelt leisten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Vorhabens ist die Reduzierung des Einsatzes an Elektroenergie sowie die Verbesserung der Ressourceneffizienz durch bessere Ausnutzung des Ausgangsstoffes. a) Durch Vortrocknung des eingesetzten Rapses kann eine h\u00f6here Ausbeute an \u00d6l erreicht werden. 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