  {"id":23448,"date":"2024-11-27T10:36:43","date_gmt":"2024-11-27T09:36:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/21507-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:43","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:43","slug":"21507-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/21507-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung und Erprobung einer Anlage auf Basis der Diaphragmalyse-Technologie zur Erzeugung einer hochwirksamen L\u00f6sung zur Desinfektion von Trinkwasser im Hochwasserschutzmanagement f\u00fcr den station\u00e4ren und mobilen Einsatzfall"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Diaphragmalyse-Technologie ist eine neuartige und eigenst\u00e4ndige Technologie zur Herstellung einer hoch wirksamen Desinfektionsl\u00f6sung f\u00fcr die Desinfektion von Trinkwasser. Die elektrochemische Aktivierung erfolgt in einem speziellen Elektrolysereaktor mit einem Keramikdiaphragma durch Dia-phragmalyse einer w\u00e4ssrigen Natriumchlorid-L\u00f6sung.<br \/>\nZiel des Projektes war der technische und praktische gesicherte Nachweis f\u00fcr den vorteilhaften Einsatz der Diaphragmalyse-Technologie bei der Trinkwasserversorgung in Einsatzf\u00e4llen des Technischen Hilfs-werks (THW) mit mobilen Trinkwasseranlagen (TWA).<br \/>\nDie Nutzung der f\u00fcr die Anwendung in mobilen Trinkwasseranlagen entwickelten Diaphragmalyse-Anlage war die Trinkwasserversorgung im Katastrophenfall vorgesehen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden-\tErarbeitung der anlagentechnischen L\u00f6sung f\u00fcr die Erzeugung einer hochwirksamen Desinfektionsl\u00f6sung geringer Konzentration f\u00fcr die mobilen Trinkwasseranlagen des THW.<br \/>\n&#8211;\tPraktische Erprobung der Anlage und analytische Vorort-Untersuchungen beim Einsatz der Trinkwasseranlagen des THW f\u00fcr die Herstellung von Trinkwasser aus Oberfl\u00e4chenwasser unterschiedlicher Qualit\u00e4t.<br \/>\n&#8211;\tAnalytische Untersuchungen relevanter physikalischer, chemischer und mikrobiologischer Parameter, insbesondere schwer abzut\u00f6tender Keime.<br \/>\n&#8211;\tTechnische und \u00f6konomische Bewertung der Diaphragmalysetechnologie im Vergleich zu den nach Trinkwasserverordnung zugelassenen Desinfektionsverfahren.<br \/>\nBesondere Schwerpunkte waren:<br \/>\n\tIntegration der Diaphragmalyse-Anlage in die mobile THW-Aufbereitungsanlage,<br \/>\n\tTesteinsatz der Anlagentechnik unter Praxisbedingungen,<br \/>\n\tVergleichende Untersuchung konventioneller Behandlungen mit der OXY-sys-Behandlung von zwei Rohw\u00e4ssern Flussrohwasser und Kl\u00e4ranlagenablauf,<br \/>\n\tUntersuchungen zum Nachweis von AOX beim Produkteinsatz.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Ziel des technischen und praktisch gesicherten Nachweises f\u00fcr den vorteilhaften Einsatz der Diaphragmalyse-Technologie bei der Trinkwasserversorgung in Einsatzf\u00e4llen des THW mit mobilen Trinkwasseranlagen (TWA) wurde erreicht.<br \/>\nDem THW steht die entwickelte Diaphragmalyse-Anlage f\u00fcr die Trinkwasserversorgung im Katastrophenfall und Anwendung in mobilen Trinkwasseranlagen als gepr\u00fcfte Desinfektionstechnologie einschlie\u00dflich einer integrativ entwickelten technischen Peripherie zur Verf\u00fcgung.<br \/>\nDie anlagentechnische L\u00f6sung f\u00fcr die Erzeugung einer hochwirksamen Desinfektionsl\u00f6sung optimaler Konzentration f\u00fcr die mobilen Trinkwasseranlagen des THW ist durch folgende Entwicklungsergebnisse gekennzeichnet:<br \/>\nDie Diaphragmalyse-Technologie wurde durch Erprobung und Einsatz von neuentwickelten hochverg\u00fcteten Elektrodenwerkstoffen verbessert.<br \/>\nDie Anlage DESINFEKTOR pro gew\u00e4hrleistet im Feldeinsatz eine stabile Produktion von 40 -50 l\/h OXI-sys als Desinfektionsmittel bei Nutzung der peripheren Wasserenth\u00e4rtung. OXI-sys wurde unter dem Aktenzeichen Nr. 6282 0001 nach WRMG beim Umweltbundesamt registriert. Die Steuertechnik wurde soweit m\u00f6glich minimiert. Durch die von Siemens neu entwickelte Modulsteuerung Siemens logo mit neuen Programmabl\u00e4ufen konnte die Anlage fortentwickelt und eine verbesserte Arbeitssicherheit und Qualit\u00e4tssicherung des Produktes OXI-sys erreicht werden. Das gesamte hydraulische System der Anlage wurde einer vollkommenen Revision unterzogen, um eine stabilen Produktion im Feldeinsatz zu erreichen. Insgesamt wurden dabei eine Gewichtsreduzierung auf 15 kg\/Anlage, eine hohe Transportstabilit\u00e4t, eine Energieverbrauchsreduzierung um 40 % auf 150 &#8211; max. 200 W elektrische Leistung erzielt. Mit der anlagentechnischen Optimierung wurde eine hohe Zuverl\u00e4ssigkeit bei gleichzeitiger Kostenreduzierung erreicht. Die periphere Ionenaustauschanlage f\u00fcr die Wasserenth\u00e4rtung wird stromlos betrieben. Das Umweltentlastungspotenzial im Bereich der Anlagenentwicklung wurde systematisch umgesetzt. Die Anlagenentwicklung wurde mit der Erteilung eines Gebrauchsmuster-schutzes Nr. 20 2005 015 370.2 durch das Patentamt abgeschlossen.<br \/>\nF\u00fcr die OXI-sys Dosierung wurde zus\u00e4tzlich der robuste Statikmischer Typ ITA-FLUIDMIX mono w entwickelt, der im Einsatz bei der vorangehenden Flockung eine Chemikalieneinsparung von 20 -30 % unter Feldeinsatzbedingungen erm\u00f6glichte.<br \/>\nDie mehrfache praktische Erprobung der Anlage \u0082DESINFEKTOR pro \u00fcber den Zeitraum von mehr als einem Jahr unter den unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen und THW-Einsatzbedingungen an unterschiedlichen Standorten bewies die hohe Zuverl\u00e4ssigkeit und geforderte notwendige Robustheit der entwickelten Technik und Technologie. Es gab keine Anlagenausf\u00e4lle oder Reparaturen.<br \/>\nDer Einsatz von OXI-sys als vorort-produziertes Desinfektionsmittel erf\u00fcllte die mikrobiologischen Anforderungen nach der Trinkwasserverordnung bei Einhaltung des erforderlichen Redoxpotentials  mit ei-nem Verd\u00fcnnungsfaktor zwischen 1:200 bis 1:300 beim bestimmungsgem\u00e4\u00dfen Einsatz der Trinkwas-seranlagen des THW f\u00fcr die Herstellung von Trinkwasser aus Oberfl\u00e4chenwasser unterschiedlicher Qualit\u00e4t. Umwelttechnisch und \u00f6konomisch bringt die Diaphragmalyse-Technologie im Vergleich zu den nach Trinkwasserverordnung anderen zugelassenen Desinfektionsverfahren den Vorteil von geringeren Gesamtkosten und einem h\u00f6heren Umweltentlastungspotenzial durch die energetischen, arbeitstechni-schen, transporttechnischen Vorteile im nationalen und internationalen Einsatz des THW bei Katastro-phenf\u00e4llen. Teure Gefahrguttransporte, besonders im Luftfrachtbereich f\u00fcr herk\u00f6mmliche Desinfektionsmittel werden nicht notwendig, da Kochsalz zum Einsatz kommt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die  Foschungsergebnisse des Projektes wurden mit Unterst\u00fctzung durch die ZUK gemeinsam mit dem Praxispartner THW zur Messe Wasser Berlin 2006 pr\u00e4sentiert. Dauerhaft werden die entwickelte Anlagentechnik und -technologie \u00fcber das Internet auf der ITA &#8211; site: www.ita-koethen.de und dem Virtuellen Messemarktplatz der Wasser-Messe Berlin www.virtualmarket.wasser-berlin.de pr\u00e4sentiert. Weiterhin wird auf die Internetpr\u00e4sentation der DBU www.dbu.de hingewiesen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Ergebnis des Projektes ist durch die praktische Zusammenarbeit mit dem THW eine industriereife, praxiserprobte und vermarktungsf\u00e4hige Anlage des DESINFEKTOR pro vorhanden. Das Projekt konnte damit einen wesentlichen Beitrag zur weltweiten Verbreitung von umweltentlastenden Technologien und zur Trinkwasserversorgung im Katastrophenschutz leisten. Das THW konnte einen eigenen Entwicklungsmeilenstein in dem  Gesamtkonzept der Weiterentwicklung einzelner Trinkwasseraufbereitungsschritte erfolgreich bearbeiten. Der erfolgreiche Weg des Technologietransfers sollte nach Ansicht der ITA GmbH intensiviert werden und in anderen Branchen beispielgebend sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Diaphragmalyse-Technologie ist eine neuartige und eigenst\u00e4ndige Technologie zur Herstellung einer hoch wirksamen Desinfektionsl\u00f6sung f\u00fcr die Desinfektion von Trinkwasser. Die elektrochemische Aktivierung erfolgt in einem speziellen Elektrolysereaktor mit einem Keramikdiaphragma durch Dia-phragmalyse einer w\u00e4ssrigen Natriumchlorid-L\u00f6sung. 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