{"id":23311,"date":"2023-07-13T15:23:07","date_gmt":"2023-07-13T13:23:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/21130-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:23:07","modified_gmt":"2023-07-13T13:23:07","slug":"21130-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/21130-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung und Unterst\u00fctzung von effizienten Strukturen zur wirtschaftlichen Verwaltung von Schutzgebietsfl\u00e4chen im Eigentum von Naturschutzstiftungen und -verb\u00e4nden"},"content":{"rendered":"
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n
Das Projekt baut auf den bisherigen Vorarbeiten der Steuerungsgruppe Fl\u00e4chenmanagement des Deutschen Naturschutz Rings (DNR) im Rahmen der DBU-Projekte Fl\u00e4chenmanagement in Schutzgebieten (2001) und Konzept zur eigentumsrechtlichen Sicherung von Naturschutzfl\u00e4chen (2002) sowie den Aktivit\u00e4ten der Naturstiftung David und des Bundesverbands Deutscher Stiftungen im Rahmen des Erfahrungsaustauschs der am Fl\u00e4chenerwerb interessierten Stiftungen auf. Im Rahmen des Projekts Entwicklung von Strukturen zur Liegenschaftsverwaltung f\u00fcr Naturschutzvorrangfl\u00e4chen sollen f\u00fcr die momentan im Raum stehenden Problemfelder Rechts- und Haftungsfragen, Liegenschaftsdatenbank und Kostencontrolling spezifische L\u00f6sungen f\u00fcr Naturschutzfl\u00e4chenerwer-ber entwickelt, gepr\u00fcft und abschlie\u00dfend allgemein aufgearbeitet werden.
\nIm Einzelnen sollen Empfehlungsleitlinien f\u00fcr wichtige juristische Fragestellungen (insbesondere Kl\u00e4rung wesentlicher Haftungs- und Versicherungsfragen), eine modellhafte Liegenschaftsdatenbank und wirtschaftliche Hilfsinstrumentarien zur Erfassung der Kostensituation erstellt werden.
\nAls zentrale Komponente ist die Entwicklung eines Liegenschaftsdatenspeichers anzusehen, der flurst\u00fccksgenau die administrative Handhabung des Grundeigentums einer Stiftung oder eines Verbandes erm\u00f6glichen soll. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Schaffung kompatibler Strukturen, die f\u00fcr die Zukunft die vergleichende Erhebung verschiedener Grundparameter gew\u00e4hrleisten. Ferner soll die Entwicklung dieser Instrumente auf Basis allgemein zug\u00e4nglicher Standardsoftware erfolgen, so dass die interessierten Organisationen auch nach Abschluss des Projekts die gewonnenen Instrumentarien problemlos weiterentwickeln und auf ihre individuellen Bed\u00fcrfnisse abstimmen k\u00f6nnen.
\nBez\u00fcglich der Struktur der Kostenerfassung soll zun\u00e4chst auf den aus artverwandten Bereichen bereits bekannten Kostenstellenpl\u00e4nen aufgebaut werden (so etwa auf jenen der Forstwirtschaft). Diese sind jedoch nach den besonderen Bed\u00fcrfnissen einer gemeinn\u00fctzig arbeitenden Organisation auszurichten. Dazu ist zun\u00e4chst der genaue Bedarf der beteiligten Organisationen zu ermitteln, um diesen in einem Musterkostenstellenplan zusammenzufassen. Dieser ist schlie\u00dflich in verschiedene Zuordnungskreise und -hierarchien so zu strukturieren, dass die einzelnen Kostentr\u00e4ger je nach ben\u00f6tigter Genauigkeit vom Flurst\u00fcck bis zum Schutzgebiet zugeordnet werden k\u00f6nnen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf jene Kosten zu richten sein, die den Stiftungen im Rahmen ihrer Gemeinwohlaufgaben erwachsen werden.
\nZiel ist es, den interessierten Organisationen ein Grundinstrumentarium an die Hand zu geben, mit dem die zun\u00e4chst rein administrativ-wirtschaftlichen Herausforderungen der eigentumsrechtlichen Sicherung von Naturschutzvorrangfl\u00e4chen gemeistert werden k\u00f6nnen, ohne dass es in der besonders schwierigen Startphase einer eigenen Liegenschaftsverwaltung zu unn\u00f6tigen Verlusten kommt.<\/p>\n
Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden1.\tStartworkshop
\nZur Bedarfsspezialisierung und Konkretisierung des Vorhabens sowie Abstimmung zum Projektverlauf.
\n2.\tAnalysephase
\nErmittlung vorhandener Arbeitsmittel sowie der ben\u00f6tigten Teilkomponenten der Projektstiftungen.
\n3.\tEntwicklungsphase
\nAufbau eines Informationssystems und Ausarbeitung der Handlungsempfehlungen durch Umfrage bei Stiftungen und Verb\u00e4nden. Aufbau einer Datenbank zur Flurst\u00fcckserfassung und Kostenanalyse. Entwicklungsbegleitende Erprobung der eingerichteten Instrumente und Korrektur evtl. auftretender Fehler.
\n4.\tEinf\u00fchrungsphase
\nEinrichtung und Erprobung der Liegenschaftsdatenbank bei den Projektstiftungen anhand von Daten der Projektstiftungen sowie die Beseitigung evtl. auftretender Fehler.
\n5.\tZusammenfassung und Aufarbeitung der Ergebnisse in einem Handbuch.
\n6.\tAbschlussworkshop \tVorstellung der Ergebnisse und des erstellten Handbuchs.
\n7.\tVer\u00f6ffentlichung des Handbuchs nach Einarbeitung der Ergebnisse des Abschlussworkshops.
\n8.\tEinf\u00fchrungsphase
\nBereisung weiterer interessierter Organisationen und Supportunterst\u00fctzung.<\/p>\n
Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n
Mit dem Projekt wurden drei Aufgabenbereiche erfolgreich bearbeitet. Bei den Themenkomplexen handelt es sich um Problemfelder, die in Bezug auf das effiziente Management von Naturschutzfl\u00e4chen im Vorfeld der Projektbeantragung in verschiedenen Workshops herausgearbeitet worden waren.
\n1.\tRechts- und Haftungsfragen im Bezug auf die Verkehrssicherungspflicht und sich daraus ergebende Risiken.
\n2.\tEntwicklung einer Liegenschaftsdatenbank zur langfristigen Verwendbarkeit bei m\u00f6glichst vielen Nutzern.
\n3.\tKostencontrolling durch die Erarbeitung eines einheitlichen Musterkostenstellenplans. Schaffung der M\u00f6glichkeit zur differenzierten Kostenerfassung bei individuellen Kontenrahmen.
\nW\u00e4hrend in der Anfangsphase des Projekts der Kontakt mit den Projektorganisatoren entscheidend war, wurde LieMaS in der Mittelphase insbesondere durch die im w\u00f6chentlichen Rhythmus stattfindenden Entwicklungsteamberatungen vorangetrieben. In der Endphase kamen dann die umfangreichen Erprobungen und deren Auswertung durch die Projektstiftungen hinzu. Durch diese Arbeitsweise wurde mit der vorliegenden Version eine umfangreiche Anwendung zur Verf\u00fcgung gestellt, die von ihrer Funktionsvielfalt mit professionell programmierten Einzell\u00f6sungen vergleichbar ist.<\/p>\n
\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n
In Abstimmung mit dem Bundesverband Deutscher Stiftungen wurden die Ergebnisse durch die NATURstiftung David in Form eines Handbuches aufgearbeitet und damit f\u00fcr alle an Fl\u00e4chenerwerb und Fl\u00e4chenverwaltung interessierten Naturschutzorganisationen zug\u00e4nglich gemacht. LieMaS steht zum kostenfreien Download f\u00fcr jeden Interessierten im Internet zur Verf\u00fcgung. In Eigenverantwortung der Nutzer und unter Koordination eines LieMaS-Teams wird das Datenbanksystem auch \u00fcber das Projektende hinaus weiter gepflegt.<\/p>\n
Fazit<\/p>\n
Mit LieMaS in der Version 1.3 ist ein Grundger\u00fcst geschaffen, das bereits jetzt sehr effiziente M\u00f6glichkeiten zur flurst\u00fccksgenauen Kostenbetrachtung, aber auch das Potenzial f\u00fcr weitere Vertiefungen bietet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"
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