  {"id":23272,"date":"2023-07-13T15:22:59","date_gmt":"2023-07-13T13:22:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/21022-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:23:01","modified_gmt":"2023-07-13T13:23:01","slug":"21022-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/21022-01\/","title":{"rendered":"Erarbeitung eines Energiekonzeptes f\u00fcr das Kloster der Missions-Dominikanerinnen in Schlehdorf\/Bayern"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Energiekonzept soll eine schrittweise Entscheidungshilfe sein, im Kloster Schlehdorf nachhaltige Ma\u00dfnahmen im Bereich Wasser und Energie durchzuf\u00fchren.<br \/>\nAnlass des Vorhabens ist, die bereits erfassten Erkenntnisse in einen gr\u00f6\u00dferen, nachhaltigen Energieplan einzuarbeiten und nicht mehr punktuell Anlagen zu erneuern, sondern eben konzeptuell zu erarbeiten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenUm das Kloster Schlehdorf in all seinen energetischen Aspekten zu erfassen, wurde das Architekturb\u00fcro H-B-P aus Schongau beauftragt, Basisunterlagen zusammenzutragen und die Ergebnisse darzustellen, um unter anderem einen Wettbewerb verschiedener Ingenieurb\u00fcros zu initiieren, zu begleiten und auszuwerten.<br \/>\nDas Architekturb\u00fcro HBP &#8211; Baldauf-Prill wurde vom Provinzleitungsteam (PLT) aufgefordert, verschiedene Fachplaner im Rahmen eines Fachplanerwettbewerbs mit einer Energie- und Bestandsanalyse zu beauftragen. Ziel war es, verschiedene Konzepte miteinander zu vergleichen und einen Weg f\u00fcr eine neue Energieversorgung f\u00fcr das Kloster zu finden.<br \/>\nAm 27. Mai 2003 wurden verschiedene Ans\u00e4tze vorgestellt. Das PLT entscheidet sich in einer eigenen Sitzung, das Ingenieurb\u00fcro Knecht, Wilpoldsried, mit dem speziellen Auftrag des Einbaus einer Pelletheizung zu betrauen. Der Bau ist nicht Gegenstand der DBU-F\u00f6rderung.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Pelletsheizung<br \/>\nNach der Sommerpause fand von Oktober 2003 bis Dezember 2003 die Erneuerung der gesamten Heizanlage sowie der Bau der Fernw\u00e4rmetrasse und der \u00dcbergabestation statt. Es wurden folgende Pelletsbrenner eingebaut:<br \/>\n540 kW K\u00d6B Pyrot Pelletsofen<br \/>\n400 kW K\u00d6B Pyrot Pelletsofen<br \/>\nUm die Heizung und die Warmwasserbereitung des Klosters zu optimieren, wurden die beiden bisher verwendeten Heizzentralen mit insgesamt 5 \u00d6lbrennern aufgel\u00f6st und durch eine zentrale Heizzentrale abgel\u00f6st. In einer der beiden alten Heizzentralen wurde eine \u00dcbergabestation installiert, die durch ein neu installiertes Fernw\u00e4rme-Verteilungsnetz gespeist wird. Das nun ben\u00f6tigte Pelletlager mit einem Platzbedarf von 85 m\u00b3 wurde in einem der beiden alten Heiz\u00f6llager eingerichtet, in dem sich vor den Ma\u00dfnahmen ein kellergeschwei\u00dfter 50.000 l Heiz\u00f6ltank befand.<br \/>\nSolarthermie bzw. Photovoltaik auf dem Dach des Klosters bzw. der Nebengeb\u00e4ude<br \/>\nDa das Kloster unter Denkmalschutz steht, wurden am 22.05.2003 dem Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege Verschattungsdiagramme per Overhead-Folie vorgestellt und eine Ortsbegehung durchgef\u00fchrt, um die M\u00f6glichkeit von Photovoltaik- oder Solarthermiepannelen auf dem Dach des Klosters abzufragen.<br \/>\nDer Argumentation des Architekten wird von Seiten des Landesamtes kaum Geh\u00f6r geschenkt. Die D\u00e4cher des Klosters werden unter keinen Umst\u00e4nden zur Nutzung regenerativer Energien freigegeben.<br \/>\nPr\u00fcfung aller W\u00e4rmemengenz\u00e4hler<br \/>\nDie gerade noch im Jahr 2003 fertig installierte Pelletsheizung mit den neuen und funktionierenden W\u00e4rmemengenz\u00e4hlern macht es jetzt m\u00f6glich, genauer den W\u00e4rmeverbrauch zu messen und so zu gezielteren Einsparungen beizutragen. In Zukunft werden wir so nun auch in einzelnen Bereichen wie Schule, K\u00fcche, Kloster den Verbrauch kennen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Erstellung eines Flyers<br \/>\nDer Flyer, der f\u00fcr eine Bekanntmachung der Umstellung von Heiz\u00f6l auf Pellets in einer breiteren \u00d6ffentlichkeit sorgt, wurde so konzipiert, dass die an Realisation der der Pelletsheizung beteiligten Firmen ihn auch f\u00fcr eigene Werbezwecke verwenden k\u00f6nnen. Auflage insgesamt 2.000 St\u00fcck.<br \/>\nPresse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit<br \/>\nAm 10.02.04 fand ein Pressetermin statt, zu dem die lokalen und \u00fcberregionalen Zeitungen, wie S\u00fcddeutsche Zeitung, M\u00fcnchner Merkur, Gelbes Blatt Penzberg sowie die K N A Radio Alpenwelle kamen. Nach einer Power Point Pr\u00e4sentation des Ingenieurb\u00fcros Knecht wurden die Heizungsr\u00e4ume besichtigt. Auch die Allg\u00e4uer Zeitung berichtet von der Ma\u00dfnahme. Ferner wird von der Umstellung auf eine monovalente Pelletsheizung im Kloster Schlehdorf in der Fachzeitschrift Holzpellets ausf\u00fchrlich berichtet.<br \/>\nDie Auftaktveranstaltung Sustainable Churches findet in Schlehdorf statt. Der Architekt Herr Prill und die durchf\u00fchrenden Ingenieure informieren die Teilnehmer ausf\u00fchrlich \u00fcber Sinn und Nutzen der Pelletsheizung. Weitere Informationsveranstaltungen dieser Art sind geplant. Auch hier stehen die Architekten und Ingenieure f\u00fcr Infoveranstaltungen zur Verf\u00fcgung. Unsere Teilnahme am EU Programm Sustainable Churches wird uns immer wieder die M\u00f6glichkeit geben, weite Kreise \u00fcber unser Energieprogramm zu informieren und auch konsequent dazu zu lernen und weitere nachhaltige Entscheidungen in diesem Bereich zu treffen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Durch die zuvor geschilderten Ma\u00dfnahmen werden zur Heizung und Warmwasserbereitung des Klosters Schlehdorf anstelle von j\u00e4hrlich 200.000 l Heiz\u00f6l nun 400 t Pellets verfeuert.<br \/>\nDies f\u00fchrt zu einer CO2-Einsparung von 630 Tonnen\/Jahr<br \/>\nBewusst durchgef\u00fchrte Ma\u00dfnahmen mit Informationen \u00fcber Auswirkungen auf die Umwelt und eingesparte Finanzen motivieren Mitarbeiter und Menschen der Umgebung, sich \u00e4hnlich zu verhalten.<br \/>\nEin geplantes Seminar f\u00fcr Dominican Sisters Europe (=Dominikanerinnen Europas) in Schlehdorf im September 2005 wird unsere Erfahrungen auch in die Europ\u00e4ische Landschaft tragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Energiekonzept soll eine schrittweise Entscheidungshilfe sein, im Kloster Schlehdorf nachhaltige Ma\u00dfnahmen im Bereich Wasser und Energie durchzuf\u00fchren. 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