  {"id":23215,"date":"2023-07-13T15:22:46","date_gmt":"2023-07-13T13:22:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20841-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:49","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:49","slug":"20841-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20841-01\/","title":{"rendered":"rmittlung und Validierung von Planungsparametern zur Optimierung von W\u00e4rmebedarf, thermischer Behaglichkeit und Regelung f\u00fcr einen energiesparenden und bausubstanzerhaltenden Betrieb tempor\u00e4r genutzter Geb\u00e4ude mit Hilfe der dynamischen Geb\u00e4udesimula[&#8230;]"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zielsetzung des Forschungsvorhabens war es, am Beispiel von St. Marien und St. Georgen in Wismar Planungsparameter f\u00fcr tempor\u00e4r genutzte Geb\u00e4ude schwerer Bauart mit Hilfe der dynamischen Geb\u00e4udesimulation und vergleichender Feldmessungen zu ermitteln und zu validieren.<br \/>\nDas Forschungsvorhaben sollte dazu beitragen, vorhandene Grundlagen f\u00fcr die Planung, Dimensionierung und Ausschreibung f\u00fcr die \u00f6kologische und \u00f6konomische Temperierung von tempor\u00e4r genutzten Geb\u00e4uden zu vertiefen und zu allgemein g\u00fcltigen Richtlinien weiter zu entwickeln. Die Erkenntnisse wer-den in einen Leitfaden f\u00fcr den Umgang mit historischer Bausubstanz in Planungsprozess und Nutzung einflie\u00dfen, den der von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt eingesetzte Beirat Erhalt und Nutzung tempor\u00e4r genutzter Geb\u00e4ude herausgeben soll.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenMit Hilfe der dynamischen Geb\u00e4udesimulation wurden W\u00e4rmeleistung, Energieverbrauch und Raumklima bei unterschiedlichen Nutzungsvarianten der beiden Baudenkm\u00e4ler ermittelt. Die Berechnungen f\u00fcr St. Georgen und St. Marien wurden von Prof.-Ing. Zecchin und Dr. De Carli, Universit\u00e4t Padua, geleitet. Prof. Dr.-Ing. Sommer, Fachhochschule K\u00f6ln, betreute drei Diplomarbeiten \u00fcber den W\u00e4rmebedarf von tempor\u00e4r genutzten Geb\u00e4uden schwerer Bauart sowie die dynamische Geb\u00e4udesimulation einer Modellkirche.<br \/>\nParallel zu den theoretischen Berechnungen wurden von Dipl.-Ing. Reinecke, Fa. Theod. Mahr S\u00f6hne GmbH, Aachen, sowie dem Ing.-B\u00fcro Rainer Heimsch, Rastede, Feldversuche zur W\u00e4rmeversorgung und -verteilung unter Ber\u00fccksichtigung von Temperatur, Luftfeuchte und Temperaturschichtung in bei-den Kirchen durchgef\u00fchrt. Prof. Dr.-Ing. Olesen, Fa. Wirsbo-Velta Norderstedt\/Universit\u00e4t Lyngby, f\u00fchrte Versuche und Messungen mit sog. Windabweisern an den Fenstern von St. Marien durch, um deren Wirkung auf Raumklima und Behaglichkeitsempfinden zu ermitteln. Die Ergebnisse flossen in eine von Prof. Dr.-Ing. Olesen betreute Diplomarbeit \u00fcber die Beheizung von Kirchen ein. Zur quantitativen und qualitativen Verifizierung der Simulationen und der Messungen wurden von Prof. Dr.-Ing. Mainka und Dipl.-Ing. Winkler von der Universit\u00e4t Rostock, Au\u00dfenstelle Wismar, Thermografien in der St. Marienkirche im station\u00e4ren und instation\u00e4ren Betrieb durchgef\u00fchrt und dokumentiert.<br \/>\nBei den Versuchsreihen waren das Architekturb\u00fcro Angelis &#038; Partner, Oldenburg\/Wismar, sowie Herr Dipl.-Architekt Ferdinand, Kirchenbauamt der Hansestadt Wismar, beratend t\u00e4tig. Die wissenschaftliche Begleitung unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten erfolgte durch Prof. Dr. Kiesow, Deutsche Stif-tung Denkmalschutz.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der W\u00e4rmebedarf und Energieeinsatz in diesem Geb\u00e4udetypus h\u00e4ngt sehr stark von den gew\u00e4hlten Grund- und Nutzungstemperaturen ab. Der Energieeinsatz ist bei einer Grundtemperatur von 10 \u00b0C und 16 \u00b0C bei der Nutzung am Wochenende um ca. 25% niedriger als bei einer durchgehenden Temperierung bei ca. 14 \u00b0C. Die operative (empfundene) Temperatur liegt jedoch wesentlich niedriger, was zu einem deutlichen Absinken der thermischen Behaglichkeit f\u00fchrt.<br \/>\nDie D\u00e4mmung von Kirchendecken hat bei den durchgef\u00fchrten Simulationen zu Energieeinsparungen von 7-10% gef\u00fchrt. Die Oberfl\u00e4chentemperaturen steigen dabei lokal um ca. 10% an, was zu Sch\u00e4den an empfindlichen Malereien etc. f\u00fchren kann.<br \/>\nDer Einsatz von Windabweisern tr\u00e4gt deutlich zur Reduzierung von Zugerscheinungen, Ansteigen der operativen Temperatur und damit zur Behaglichkeitssteigerung bei. Dadurch kann die Raumlufttemperatur abgesenkt und als Folge der Energieeinsatz reduziert werden.<br \/>\nF\u00fcr die Anordnung von Raumf\u00fchlern m\u00fcssen neue Strategien entwickelt werden, da durch die konven-tionelle Anordnung in der Regel zu hohe Raumlufttemperaturen in der Aufheizphase vorliegen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das wichtigste Mittel zur Verbreitung der Ergebnisse dieses Projekts und der anderen im Rahmen des F\u00f6rderschwerpunktes gef\u00f6rderten Projekte ist der geplante Leitfaden. Das Projekt war Teil des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt unterst\u00fctzten F\u00f6rderschwerpunktes Erhalt tempor\u00e4r genutzter Geb\u00e4ude, der zum Ziel hat, einen Leitfaden f\u00fcr den Umgang mit historischer Bausubstanz in Planungsprozess und Nutzung herauszugeben.<br \/>\nDr. Michele De Carli hat Ergebnisse des Forschungsvorhabens auf einem internationalen Workshop zum Thema Indoor environment quality in museums am 07.05.2005 in Rom vorgestellt. Der Titel seines Vortrags lautete Neuere Entwicklungen bei der Beheizung historischer Kirchen: eine Fallstudie.<br \/>\nProjektleiter Rainer Heimsch hat mehrfach die Forschungsergebnisse des Projekts vorgetragen. U. a auf der XXXIII. Fortbildungsveranstaltung der Evangelischen Akademie Loccum am 20. und 21.03.2006 be-richtete er \u00fcber die Energiesparende Nutzung von Kirchenheizungen unter Ber\u00fccksichtigung von bauphysikalischen Rahmenbedingungen.<br \/>\nDie Ergebnisse sollen in das Kirchliche Bauhandbuch \u00fcber energiesparendes, umweltschonendes Bauen in der Evangelischen Kirche Deutschlands aufgenommen werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Durch die durchgef\u00fchrten theoretischen und experimentellen Arbeiten konnten wesentliche Grundlagen f\u00fcr die Temperierung \/Beheizung tempor\u00e4r genutzter Geb\u00e4ude geschaffen werden. Dies gilt sowohl f\u00fcr die Planung als auch f\u00fcr den Betrieb von Heizungsanlagen in solchen Geb\u00e4uden. <\/p>\n<p>Durch die D\u00e4mmung von Decken kann zwar der Energieeinsatz reduziert werden, jedoch ist im Einzelfall zu pr\u00fcfen, ob durch den Anstieg der Oberfl\u00e4chentemperaturen raumseitig ggf. Sch\u00e4den an Deckenfresken provoziert werden. <\/p>\n<p>Der Einsatz von Windabweisern an einfach verglasten Fenstern f\u00fchrt zu einem Anstieg der operativen Temperatur und damit zu einer Behaglichkeitssteigerung mit der M\u00f6glichkeit zur Senkung der Lufttemperatur. Daraus resultieren eine bauphysikalische Entlastung der Geb\u00e4ude und eine Reduzierung des Energieeinsatzes, was zur Entlastung der Umwelt und zur Senkung der Energiekosten f\u00fchrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zielsetzung des Forschungsvorhabens war es, am Beispiel von St. Marien und St. Georgen in Wismar Planungsparameter f\u00fcr tempor\u00e4r genutzte Geb\u00e4ude schwerer Bauart mit Hilfe der dynamischen Geb\u00e4udesimulation und vergleichender Feldmessungen zu ermitteln und zu validieren. 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