  {"id":23198,"date":"2023-07-13T15:22:46","date_gmt":"2023-07-13T13:22:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20752-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:47","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:47","slug":"20752-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20752-01\/","title":{"rendered":"Richtlinien zur technischen Auslegung von Heizsystemen und zum Betrieb tempor\u00e4r genutzter Geb\u00e4ude mit dem Ziel der Energieeinsparung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ein Gro\u00dfteil unseres kulturellen Erbes besteht aus historischen Geb\u00e4uden (Kirchen, Schl\u00f6sser, Palais, Gartenh\u00e4user) und deren Ausgestaltung. Die Geb\u00e4ude werden in j\u00fcngerer Zeit immer h\u00e4ufiger mit technischen Anlagen (HLK) ausgestattet um sie h\u00e4ufiger, auch w\u00e4hrend der kalten Jahreszeit zu nutzen oder die sommerliche Nutzungszeit zu verl\u00e4ngern.<br \/>\nDurch die wissenschaftliche Untersuchung eines tempor\u00e4r genutzten Geb\u00e4ude, dem Palais im Gro\u00dfen Garten zu Dresden, werden aus den klimatischen und konstruktiven Randbedingungen Hinweise f\u00fcr die Planung und Grenzen der Nutzung aufgezeigt. Die aus den Ergebnissen abgeleiteten Merks\u00e4tze sind geeignet in einen Leitfaden f\u00fcr die Planung und Nutzung von tempor\u00e4r genutzten Geb\u00e4uden einzuflie\u00dfen.<br \/>\nDie vorliegenden Untersuchungen zum Raumklima des Palais im Gro\u00dfen Garten in Dresden hatten zwei Zielstellungen. Die erste sollte unmittelbar dem Palais nutzen. D. h., es sollten Aussagen gemacht werden, wie das Palais k\u00fcnftig geheizt und gel\u00fcftet, be- oder entfeuchtet, klimatisiert oder nicht klimatisiert werden soll oder muss. Die zweite Zielstellung sollte dar\u00fcber hinaus f\u00fcr viele gleichartige oder \u00e4hnliche Geb\u00e4ude aus dem historischen Bestand allgemeine Richtlinien formulieren, die eine Hilfestellung ebenfalls f\u00fcr den energetisch sparsamen und schadensfreien Betrieb dieser Geb\u00e4ude geben.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZum Erreichen dieses Zieles sollen zwei Wege parallel beschritten werden: Der erste Weg ist die messtechnische Untersuchung eines historischen Geb\u00e4udes (Demonstrationsgeb\u00e4ude), das derzeit nur sporadisch genutzt und in naher Zukunft saniert wird. Der zweite Weg nutzt die thermisch &#8211; hygrische Ge-b\u00e4udesimulation zur Analyse zuk\u00fcnftiger Nutzungsszenarien.<br \/>\nAusdr\u00fccklich muss an dieser Stelle auf die besondere und im Prinzip neue Art von Geb\u00e4udesimulation, die wir bauklimatische Geb\u00e4udesimulation nennen, hingewiesen werden. Sie ist immer dort sinnvoll und erfolgreich anzuwenden, wo bestehende Geb\u00e4ude mit einer neuen oder ge\u00e4nderten Nutzung versehen werden, oder wo das bestehende Raumklima auf seine Ver\u00e4nderbarkeit untersucht werden muss. Dies kann aus energetischen, bautenschutztechnischen oder sonstigen Gr\u00fcnden (z. B. besondere Anforderungen an das Innenklima) notwendig sein.<br \/>\nDie Methode besteht darin, Raumklimaparameter Temperatur und Feuchte, zusammen mit dem Au\u00dfenklima \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitpunkt (m\u00f6glichst 1 Jahr) zu messen um die reale Reaktionsf\u00e4higkeit des Geb\u00e4udes auf Klimaeinfl\u00fcsse und die Wechselwirkung zwischen Geb\u00e4udestruktur und Raumklima zu \u00fcberpr\u00fcfen. Parallel dazu kann eine theoretische Berechnung des Geb\u00e4udeverhaltens vorgenommen werden, wobei diese Berechnungen durch die Messungen kontrolliert und angepasst werden.<br \/>\nAuf diese Weise entsteht eine sehr genaue M\u00f6glichkeit das vorhandene Raumklima abzubilden und m\u00f6gliche \u00c4nderungen durch Heizung, L\u00fcftung, Feuchtebelastung usw. auf ihre Auswirkung zu pr\u00fcfen. Das ganze Verfahren ist nicht sehr aufwendig, also auch nicht teuer, nur braucht es eben einige Zeit, da der Messumfang von einem Jahresverlauf m\u00f6glichst eingehalten werden sollte. Je l\u00e4nger man messen kann, umso sicherer wird die Aussage. Manchmal reicht allerdings auch nur die Messung in einer Jah-reszeit (Sommer oder Winter), wenn die Fragestellung sich speziell auf Probleme in dieser Zeit bezieht.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>F\u00fcr das untersuchte Geb\u00e4ude konnten die Raumklimaparameter bestimmt und Aussagen zur aktuellen und zuk\u00fcnftigen Nutzung und zur Fahrweise der Heizung getroffen werden. Dar\u00fcber hinaus ist darge-stellt, wie die Untersuchungsmethode angewendet und somit auf andere Geb\u00e4ude \u00fcbertragen werden kann.<br \/>\nGerade f\u00fcr Geb\u00e4ude im Denkmalschutzbereich, die unter Umst\u00e4nden auf Nutzungs\u00e4nderungen sehr kritisch reagieren k\u00f6nnen, bzw. wo eine aufwendige technische Klimabeeinflussung (Klimatisierung) nicht angebracht oder nicht bezahlbar ist, bringt die bauklimatische Simulation des Geb\u00e4udes f\u00fcr Nutzer und Denkmalpfleger eine vertretbare Chance zwischen Anspr\u00fcchen, W\u00fcnschen und M\u00f6glichkeiten eine sinn-volle L\u00f6sung zu finden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse wurden auf dem Kolloquium Zukunftsmarkt Energiesparender Denkmalsschutz am 10. September 2005 in Dresden der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt (Vortrag + Posterdiskussion). Im Tagungsband zum Kolloquium ist der Beitrag enthalten.<br \/>\nWeiterhin sind die Ergebnisse dem Eigent\u00fcmer, dem Nutzer und Vertretern des Denkmalschutzes des Landes Sachsen in einer internen Fachveranstaltung pr\u00e4sentiert worden. (MS PowerPoint &#8211; Pr\u00e4sentation)<br \/>\nEine Ver\u00f6ffentlichung des Abschussberichtes in der institutseigenen Schriftenreihe Dresdner Bauklimatische Hefte ist vorgesehen. Anfragen an die Verlage von Fachzeitschriften zur Ver\u00f6ffentlichung eines wiss. Beitrages wurden gestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die dargestellte Methode, zuk\u00fcnftige Nutzungsszenarien f\u00fcr historische Geb\u00e4ude mit Hilfe der anhand von Messungen validierten Geb\u00e4udesimulation wurde erfolgreich dargestellt und wird sich in Zukunft eine breitere Anwendung finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ein Gro\u00dfteil unseres kulturellen Erbes besteht aus historischen Geb\u00e4uden (Kirchen, Schl\u00f6sser, Palais, Gartenh\u00e4user) und deren Ausgestaltung. Die Geb\u00e4ude werden in j\u00fcngerer Zeit immer h\u00e4ufiger mit technischen Anlagen (HLK) ausgestattet um sie h\u00e4ufiger, auch w\u00e4hrend der kalten Jahreszeit zu nutzen oder die sommerliche Nutzungszeit zu verl\u00e4ngern. 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