  {"id":23183,"date":"2023-07-13T15:22:42","date_gmt":"2023-07-13T13:22:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20674-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:43","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:43","slug":"20674-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20674-01\/","title":{"rendered":"Naturvertr\u00e4gliches M\u00e4hen durch den Einsatz neuartiger oszillierender Schneidsysteme verbunden mit Kreislaufwirtschaft und Recycling"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zielsetzung ist die Entwicklung eines oszillierenden Messerbalkens als ganzheitliches Systems, unter Beibehaltung der eindeutigen \u00f6kologischen Systemvorteile bei \u00dcberwindung der m\u00f6glichen wirtschaftlichen Nachteile der oszillierenden Schnitttechnik, insbesondere in Bezug auf eine Reduzierung des Wartungsaufwandes und die Erh\u00f6hung der damit verbundenen  Standzeiten des Schneidsystems. Alle Ma\u00dfnahmen dienen der weiteren Systemakzeptanz und dem Ausbau der Einsatzgebiete der \u00f6kologischen M\u00e4htechnik<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer ganzheitliche Systemansatz besteht zum einen aus der kompletten Neuentwicklung eines Messerbalkens, der prim\u00e4r dadurch gekennzeichnet ist, dass besch\u00e4digte Messerklingen und\/oder Messer schnell und einfach, ohne gro\u00dfen Zeit- und Wartungsaufwand, ggf.  sogar vor Ort beim M\u00e4heinsatz, ein-zeln ausgewechselt werden k\u00f6nnen. Zum anderen soll  ein neuartiges, anwenderoptimiertes Klingenkonzept entwickelt werden.<br \/>\nF\u00fcr Anwender mit einem Fl\u00e4chenleistungsbedarf von ca.0.25-0,5 ha  bzw. max. 15-20 Std. im  Jahr soll eine extrem materialarme Einmalklinge zum Einsatz kommen. F\u00fcr den b\u00e4uerlichen Bereich mit gro\u00dfen M\u00e4hfl\u00e4chen, f\u00fcr die Landschaftspflege und den kommunalen Bereich soll eine hochwertige, schnell wechselbare Recyclingklinge entwickelt werden, die zur industriellen Wiederaufarbeitung, zwecks optimaler Schnittqualit\u00e4t, einer Kreislaufwirtschaft zugef\u00fchrt werden soll. Damit verbunden soll, im Rahmen dieses Projektes, ein  Recyclingkonzept mit zugeh\u00f6riger Logistik betrachtet werden, um die Wirtschaftlichkeit und die Machbarkeit sicherzustellen<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>In unserem ganzheitlichen Ansatz, die oszillierende und umweltschonendere M\u00e4htechnik, an die Wirtschaftlichkeit der heute weit verbreiteten rotierenden Technik heranzubringen, wurden nach intensiver Voruntersuchung in der ersten Projektphase, folgende Schwerpunkte gesetzt und bearbeitet:<br \/>\nEntwicklungsschwerpunkt Nr.1<br \/>\nOptimierung des Schneidwerks mit der Zielrichtung h\u00f6herer Schlagkraft und Standzeit durch Anwendung neuartiger Hub- und Klingenteilungsverh\u00e4ltnisse.<br \/>\nHier standen, die Verl\u00e4ngerung der Nutzungszeit zwischen zwei Wartungsintervallen und die dann zur Wartung f\u00e4llig werdende Anzahl an Verschlei\u00dfelementen am Schneidwerk im Fokus. Das erste Ergebnis in Form des ESM- Langhubschneidwerks am Einachsmotorm\u00e4her stellte die Kombination von auf der Schneidenschr\u00e4ge gezahnten und somit wartungsfreien Untermesserklingen sowie schleiff\u00e4higen Obermesserklingen dar. Der Rasterabstand in dem die Klingen zueinander angeordnet sind, war am Obermesser doppelt so hoch als am Untermesser gew\u00e4hlt. Dies f\u00fchrte dazu, dass eine Obermesserklinge im Arbeitstakt mit dem Untermesser zwei Untermesserklingen \u00fcberstrich und unter Anwendung konventioneller Antriebsdrehzahlen somit deutlich h\u00f6here Messergeschwindigkeiten abgebildet wurden.<br \/>\nDer sich daraus ergebende positive Effekt \u00e4u\u00dferte sich in einer h\u00f6heren zul\u00e4ssigen Abstumpfung des Obermessers, welches dennoch durch den Geschwindigkeitsanteil l\u00e4nger schneidf\u00e4hig blieb. Die Massentr\u00e4gheit des Schnittguts wirkte damit den oszillierenden Schneidprozess beg\u00fcnstigend.<br \/>\nDas Bestreben, nun auf vergleichbare Erntefl\u00e4chenleistung zu heutigen, rotierenden M\u00e4hsystemen zu kommen, veranlasste zur Weiterentwicklung zu einer Traktor betriebenen Langhubschneideinheit mit 2,70 m Arbeitsbreite. Hier stellte die Neuentwicklung des zu ihrem Betrieb notwendigen Antriebs eine wesentliche Herausforderung. Erst mehrere Testl\u00e4ufe und Optimierungsschritte f\u00fchrten zu einer funktionst\u00fcchtigen Antriebseinheit.<br \/>\nDie darauf folgende Erprobungsstufe diente im Wesentlichen der Optimierung des Schneidwerks und f\u00fchrte zum Projektabschluss hin zu sehr guten Verbesserungen, deren Evaluierung durch weitere Langzeittests zwecks objektiver Bewertung der Standfestigkeit, sowie der Wirtschaftlichkeit des Systems, im Vergleich zum Stand der Technik, in der Zukunft erfolgen wird.<br \/>\nDie endg\u00fcltige Markteinf\u00fchrung im Segment der Gro\u00dflandwirtschaft wird vom Ausgang dieser finalen Untersuchungen abh\u00e4ngig gemacht.<br \/>\nParallel dazu bestehen im Hause ESM Bestrebungen die mit der ersten H\u00e4lfte des Projektablaufs ge-wonnen Erkenntnisse, auf kleinere Arbeitsbreiten in Einachserapplikationen anzuwenden.<br \/>\nEntwicklungsschwerpunkt Nr.2<br \/>\nErh\u00f6hung der Standzeit an den Messerklingen\/Klingensegmenten durch neuartige W\u00e4rmebehandlungsverfahren und Werkstoffe<br \/>\nMit diesem Schwerpunkt, haben wir uns speziell befasst, um den gr\u00f6\u00dften Kostenfaktor der oszillierenden M\u00e4htechnik, den Verschlei\u00df der Klingen, zu reduzieren. Hier haben wir auf Basis eines neuen Werkstoffes und mittels Plasma gest\u00fctzter Nitriertechnologie, dem so genannten IONIT- OX- Verfahren (Plasmanitrierung mit gleichzeitiger Aufbringung einer Oxidschicht), eine neue Klinge geschaffen.<br \/>\nEine ausbauf\u00e4hige Alternative f\u00fcr unsere zuk\u00fcnftige Klingenproduktion, die aber zun\u00e4chst bei weiteren ausgesuchten Kunden \u00fcber einen m\u00f6glichst weit gef\u00e4cherten Anwendungsraum eingesetzt werden wird um ihre technische Tauglichkeit in der Breite unter Beweis zu stellen. Die instabilen Konditionen in der Beschaffung von Sonderst\u00e4hlen werden zwischenzeitlich weitere Anstrengungen erfordern, die Klinge auch wirtschaftlich wettbewerbsf\u00e4hig zu machen und zu halten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Um das Langhubschneidwerk, mit seinen gro\u00dfen technischen und \u00f6kologischen Vorteilen, schon so fr\u00fch wie m\u00f6glich, in das Blickfeld des zuk\u00fcnftigen Kunden bringen zu k\u00f6nnen, haben wir, zum Schutz unserer eigenen Investition, das Konzept bereits fr\u00fchzeitig zum Patent angemeldet.<br \/>\nEs folgten Messepr\u00e4sentationen, mit einem ersten Versuchsschneidwerk auf der Demo Park-Ausstellung 2005 in Eisenach und folgend mit der 2,70 Meter breiten, Schlepper gef\u00fchrten Einheit auf der Agritechnica 2005 in Hannover<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Um die oszillierende M\u00e4htechnik in ihrer Wirtschaftlichkeit zu optimieren und somit auch die Verbreitung, dieser umweltschonenden M\u00e4htechnik zu f\u00f6rdern, haben wir die richtigen Schwerpunkte gesetzt und bearbeitet. Das Ergebnis des intensiven Entwicklungsweges, ein neuartiger Antrieb zur Abbildung, der vom dem Langhubschneidwerk geforderten H\u00fcbe, sowie der aussichtsreichen Testergebnisse mit Schneidwerk und neuartig gefertigten Klingen, lassen das Gesamtprojekt f\u00fcr uns als Erfolg eingehen.<br \/>\nDer ebenso erfolgreiche Abschluss weiterer Dauerl\u00e4ufe, vorzugsweise auf Anwenderseite, bleibt jedoch Bedingung f\u00fcr die von uns angestrebte Markteinf\u00fchrung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zielsetzung ist die Entwicklung eines oszillierenden Messerbalkens als ganzheitliches Systems, unter Beibehaltung der eindeutigen \u00f6kologischen Systemvorteile bei \u00dcberwindung der m\u00f6glichen wirtschaftlichen Nachteile der oszillierenden Schnitttechnik, insbesondere in Bezug auf eine Reduzierung des Wartungsaufwandes und die Erh\u00f6hung der damit verbundenen Standzeiten des Schneidsystems. 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