{"id":23166,"date":"2023-07-13T15:22:38","date_gmt":"2023-07-13T13:22:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20606-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:40","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:40","slug":"20606-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20606-01\/","title":{"rendered":"Pro EMAS – Wege zur Konsolidierung und Kommunikation von Umweltmanagementsystemen in KMU"},"content":{"rendered":"

Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n

Das Pilotprojekt Pro EMAS aus dem Jahre 2002 (AZ 17839) hatte als ein wesentliches Ergebnis, dass die Bereitschaft von KMU, sich an EMAS zu beteiligen bzw. im System zu bleiben, entscheidend von einem EMAS-aufgeschlossenen lokalen Umfeld und konkreten regionalen EMAS-Vorbildern abh\u00e4ngt.
\nZudem steigt auch f\u00fcr KMU die Notwendigkeit, in Zeiten wachsender Eigenverantwortung (siehe Betriebssicherheitsverordnung) zuverl\u00e4ssige und handhabbare Organisationssysteme dauerhaft im Betrieb zu implementieren, um u.a. negative Umweltauswirkungen oder Haftungsrisiken zu minimieren.
\nIn Saarbr\u00fccken\/Eppelborn wird versucht, in einer EMAS-zertifizierten Kommune ortans\u00e4ssige KMU im kommunalen Netzwerk zur EMAS-Teilnahme zu motivieren.
\nIn Trier ist das Bestreben, m\u00f6glichst viele bereits registrierte KMU zur Aufrechterhaltung ihres EMAS-Systems zu motivieren (Revalidierung).<\/p>\n

Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Umweltzentrum Trier wird ein EMAS-Identifikationsmodell f\u00fcr alle registrierten Handwerksbetriebe entwickeln, mit dessen Hilfe gemeinschaftliche Aktivit\u00e4ten in Form einer Werbegemeinschaft initiiert und koordiniert werden k\u00f6nnen. Methodisch werden die Projektschritte realisiert durch das Konzept eines Mit-telkataloges, diversen Workshops und die Entwicklung von \u00d6ffentlichkeitsauftritten.
\nIm Umweltzentrum Saarbr\u00fccken werden die intrakommunalen Aktivit\u00e4ten der Gemeinde Eppelborn koordiniert. Das bedeutet einerseits den dauerhaften Aufbau eines EMAS-Netzwerkes aus Betrieben, Gemeinde und Umweltzentrum. Andererseits nehmen diese Betriebe an einer \u00fcberbetrieblichen Ausbildung zum Umweltbetriebspr\u00fcfer teil, um sich selbst und gegenseitig in der erforderlichen Zeitr\u00e4umen intern nach EMAS-Vorgaben zu pr\u00fcfen.
\nEin Leitfaden wird die wesentlichen Ergebnisse zusammenfassen und zur bundesweiten Verbreitung ge-nutzt werden. Begleitet wird dieses Vorhaben durch einen EMAS-Newsletter f\u00fcr EMAS-Anwender (insbesondere KMU); der Newsletter wird weiter in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden erscheinen.
\nDie beteiligten Betriebe stammen aus den Branchen Bauhandwerk, Geb\u00e4udereinigung, Kfz und Ingenieurwesen. Die Mitarbeiterzahl lag zwischen 3 und 25 Mitarbeitern.<\/p>\n

Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n

Umweltzentrum Saarbr\u00fccken\/Gemeinde Eppelborn
\nMit der fachlichen Unterst\u00fctzung durch das Umweltzentrum Saarbr\u00fccken wurden in der Gemeinde Ep-pelborn vier Unternehmen zum Umweltsiegel gef\u00fchrt. Aufgrund der identischen Aufnahmekriterien konnten diese Betriebe ohne Zusatzaufwand dem Saarl\u00e4ndischen Umweltpakt beitreten. Ein weiterer Hand-werksbetrieb aus der Nachbargemeinde Schmelz ist ebenfalls dem Umweltpakt beigetreten:
\nDrei dieser Betriebe haben innerhalb der Projektzeit zudem erreicht, nach EMAS validiert zu werden.Alle Betriebe sind aufgrund der durchgef\u00fchrten Pr\u00fcfungen in der Lage, den betrieblichen Umweltschutz eigenverantwortlich durchzuf\u00fchren. Hierbei ist ihnen eine kurze und \u00fcbersichtliche Dokumentation hilfreich. Diese Dokumentation wurde in den drei EMAS-Verfahren zu einem Handbuch entwickelt, dessen Musterversion auf den Homepage des Umweltzentrums verf\u00fcgbar ist.
\nDie betreuten Betriebe haben festgestellt, dass sie den Prozess ohne die Unterst\u00fctzung durch das pra-xisorientierte Umweltzentrum nicht ohne weiteres h\u00e4tten durchf\u00fchren k\u00f6nnen. Es ist ihr Wunsch, auch weiterhin unterst\u00fctzt zu werden. Dies betrifft insbesondere die erforderlichen internen \u00dcberpr\u00fcfungen (Audits) sowie die Aktualisierung der Umweltvorschriften und deren konkrete Auswirkungen auf den jeweiligen Betrieb.
\nAls weitere Projektergebnisse sind aufzuf\u00fchren:
\n\u00b7\tInformationsbrosch\u00fcre Betrieblicher Umweltschutz – Modelle zur Umsetzung
\n\u00b7\tNewsletter EMAS aktuell in enger Zusammenarbeit mit dem Umweltgutachterausschuss, Berlin
\n\u00b7\tAufnahme der Siegel-Betriebe in den saarl\u00e4ndischen Umweltpakt
\nUmweltzentrum Trier
\nGestartet wurde mit einer Informationskampagne (Presse, Aktionstag), mit deren Hilfe die Betriebe in das Bewusstsein der \u00d6ffentlichkeit ger\u00fcckt wurden. Nach einem Workshop und einer Fragebogenaktion konnten drei Betrieben (Fleischer, B\u00e4cker, Schreiner) f\u00fcr eine Werbeaktion mit Presseaktionen und Infoflyer gewonnen werden. Im Rahmen des Projektes starteten 3 Betriebe mit der Revalidierung und 11 erkl\u00e4rten ihre Absicht zur Revalidierung. Ein Betrieb konnte zur Neuvalidierung gewonnen werden.
\nWeitere Aktivit\u00e4ten zur Revalidierung
\n\u00b7\tDurchf\u00fchrung von Werbechecks (incl. Auswertung und Ma\u00dfnahmenvorschl\u00e4ge)
\n\u00b7\tNewsletter<\/p>\n

\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n

Saarbr\u00fccken:
\nEMAS-Newsletter; Presseberichte Deutsches Handwerksblatt, DBU aktuell (5\/2005) Lokalpresse; Musterhandbuch; Brosch\u00fcre;
\nWorkshops, Info-Veranstaltungen in der Gemeinde
\nTrier:
\nImage-Flyer; Aktionstage in den EMAS-Betrieben; Presseberichte Deutsches Handwerksblatt; lokale Werbekampagne; Expertentelefon mit lokaler Presse, Workshops; EMAS-Newsletter, Kooperation IHK und HWK Trier zur EMAS-Imagewerbung.<\/p>\n

Fazit<\/p>\n

Das betriebsinterne Engagement hin zu einem systematischen Umweltschutz bzw. zur Erhaltung einer bereits vorhandenen EMAS-Zertifizierung reicht nicht aus, um die Vorteile dieser Systeme dauerhaft zu sichern. Es ist insbesondere f\u00fcr KMU von unsch\u00e4tzbarem Wert, wenn das lokale Umfeld, sprich die Kommune, und die Handwerkskammern (mit ihren Umweltzentren) eine kontinuierliche Unterst\u00fctzung vorhalten. Dies betrifft sowohl die fachliche Beratung vor Ort als auch die \u00f6ffentlichkeitswirksame Begleitung der Betriebe.
\nwichtige Links
\nwww.saar-lor-lux-umweltzentrum.de\t\t\t\t\twww.umweltzentrum-trier.de
\nwww.uga.de\t\t\t\t\t\t\t \twww.eppelborn.de
\nwww.umweltpakt.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"

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