  {"id":23129,"date":"2023-07-13T15:22:28","date_gmt":"2023-07-13T13:22:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20364-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:29","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:29","slug":"20364-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20364-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines Verfahrens zur Brennwertnutzung und Rauchgasw\u00e4sche in Holzfeuerungen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Rahmen dieses Forschungsprojektes soll auf der Basis bekannter Technologien ein Abgasw\u00e4rmetauscher f\u00fcr Holzfeuerungen entwickelt werden, mit dem die Nutzung der latenten W\u00e4rme (Brennwertnutzung) m\u00f6glich ist. Der zu realisierende Abgasw\u00e4rmetauscher auf Keramikbasis soll neben der Energieausnutzung auch eine Reduktion der Staubkonzentration im Abgas erm\u00f6glichen. Hierzu dient zum einen die Kondensation von Wasserdampf, die zu einer Agglomeration von Staubpartikeln f\u00fchren kann, die schlie\u00dflich aus dem Gasstrom ausgewaschen werden. Auf der anderen Seite soll eine M\u00f6glichkeit der Einspritzung von zus\u00e4tzlicher Fl\u00fcssigkeit zum Optimieren des Auswaschens der Staubpartikel aber auch zur Rauchgasw\u00e4sche untersucht werden. Durch das neu zu entwickelte Verfahren des Abgasw\u00e4rmetauschers bei Holzfeuerungen soll somit zum einen die Energieausbeute deutlich verbessert und zum anderen die Staubbelastung im Abgas deutlich reduziert werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAP 1:  Definition der Anfangsspezifikationen und Randbedingungen.<br \/>\nAP 2:  Realisierung des Verfahrens in Detailversuchen.<br \/>\nAP 3:  Entwicklung\/Konstruktion + Bau eines Prototypen.<br \/>\nAP 4:  Test und Analyse des Prototypen<br \/>\nAP 5:  Gesamtauswertung und Redesign.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Folgende Ziele konnten im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsvorhaben realisiert werden: Es wurde ein technisch \u00fcberzeugender Abgasw\u00e4rmetauscher entwickelt, der nach bisherigem Kenntnis-stand eine au\u00dferordentlich lange Standzeit (vergleichbar dem des Kessels) haben wird. Die mittlere energetische Anlagenoptimierung betr\u00e4gt ca. 18% und es wird zuk\u00fcnftig m\u00f6glich sein auch feuchte (bis 40%) Hackschnitzel und Pellets effizient einzusetzen. Das Anwendungsspektrum konnte somit ausgeweitet werden. Es ist gelungen, eine anlagenspezifische Staubemissionsreduzierung in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von 20 bis 37% durch die Kondensation des Wasserdampfs im Rauchgas nachzuweisen. Die Rauchgasw\u00e4scherfunktion hat sich als nicht praktikabel und nicht wirkungsvoll erwiesen. Durch eine integrierte W\u00e4schereinrichtung wird eine problemlose und einfache Reinigung des W\u00e4rmetauschers realisiert. Dar\u00fcber hinaus wurde der Nachweis gef\u00fchrt, dass sich eine nicht unerhebliche Menge an kanzerogenen R\u00fcckst\u00e4nden im Kondensat befindet, was wiederum belegt, dass eine deutliche Verbesserung der Emissionen erzielt werden konnte. Somit l\u00e4sst sich festhalten, dass die Zielsetzungen des Forschungsvorhabens erreicht wurden und ein neues Produkt realisiert werden konnte.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Der erste \u00f6ffentliche Auftritt fand auf der intherm in N\u00fcrnberg statt. Eine gro\u00dfe Resonanz sowohl seitens ders Fachhandwerks als auch seitens der Hersteller konnte festgestellt werden.<br \/>\nDie technisch \u00fcberzeugende L\u00f6sung hat inzwischen zwei Hersteller von Holz-Feuerungsanlagen veranlasst, mit dem Modul von Bomat eigene Versuche zu fahren, mit dem Ziel, dieses Konzept als integralen Bestandteil ihrer Pelletsanlagen zu vermarkten. Damit gelingt es zum einen auch im Markt mit hohen St\u00fcckzahlen ein preislich interessantes Produkt zu platzieren, das auch betriebswirtschaftlich sinnvoll ist. Die L\u00f6sung eines separaten W\u00e4rmetauschers f\u00fcr Kesselleistungen ab 40 kW kann systemabh\u00e4ngig au\u00dferordentlich wirtschaftlich sein, insbesondere wenn hohe Laufzeiten zu erwarten sind.<br \/>\nEs wurden Fachartikel ver\u00f6ffentlicht und in Kooperation mit dem Technologie- und F\u00f6rderzentrum im Kompetenzzentrum f\u00fcr Nachwachsende Rohstoffe Vortr\u00e4ge erarbeitet f\u00fcr<br \/>\n\u00b7\t2nd World Conference and Technology Exhibition on Biomass for energy, Industry and Climate Protection in Rome, Italy, 10-14.May 2004<br \/>\n\u00b7\tdie OTTI-Tagung am 25\/26.11.2004<br \/>\n\u00b7\tallg. Schulungen f\u00fcr das Fachhandwerk.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der Einsatz eines Sekund\u00e4rw\u00e4rmetauschers f\u00fcr den Abgaskondensationsbetrieb stellt eine interessante Option zur Verbesserung<br \/>\ndes Systemwirkungsgrades und zur Minderung der Staubemissionen bei Holz-feuerungen dar. Das gilt sowohl bei Holzhackschnitzel mit ihrem vergleichsweise hohen Brennstoffwassergehalt als auch bei Pellets mit relativ hohen Staubemissionen. Bei der Minderung des Staubaus-sto\u00dfes kann davon ausgegangen werden, dass die hier gemessenen Abscheidegrade am unteren Ende der technischen M\u00f6glichkeiten liegen.<br \/>\nDie Zielsetzung, einen Abgasw\u00e4rmetauscher zu entwickeln, der einen zuverl\u00e4ssigen dauerhaften Betrieb gew\u00e4hrleistet, wurde erreicht. Die mittlere energetische Optimierung betr\u00e4gt 18% und die Staubemissionen konnten mit 20% bis 37% deutlich reduziert werden.<br \/>\nF\u00fcr die Anwendung des Sekund\u00e4rw\u00e4rmetauschers in der breiteren Praxis ist eine Verwendung der gewonnenen Niedertemperaturw\u00e4rme erforderlich. Insbesondere bei den Betreibern von Hackschnitzelfeuerungen, die f\u00fcr trockene Ware relativ teure Bezugsquellen haben, kann der W\u00e4rmetauscher &#8211; neben den \u00f6kologischen Vorteilen &#8211; durchaus wirtschaftlich sein. Chancen f\u00fcr einen wirtschaftlichen Einsatz eines Zusatzw\u00e4rmetauschers bestehen auch bei kleinen und  bei gr\u00f6\u00dferen Pelletheizungen, bei denen relativ teurer Brennstoff durch die Wirkungsgradsteigerung eingespart werden kann und bei denen Niedertemperaturanwendungen durch die h\u00e4ufig vorhandene Energiesparbauweise beg\u00fcnstigt wird.<br \/>\nEin praxisnaher Betrieb des Sekund\u00e4rw\u00e4rmetauschers im Langzeitbetrieb unter einer l\u00e4ngeren Holzabgasbelastung konnte erfolgreich demonstriert werden. Die Verschmutzungstoleranz ist hoch, der Reinigungsaufwand sehr gering.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Rahmen dieses Forschungsprojektes soll auf der Basis bekannter Technologien ein Abgasw\u00e4rmetauscher f\u00fcr Holzfeuerungen entwickelt werden, mit dem die Nutzung der latenten W\u00e4rme (Brennwertnutzung) m\u00f6glich ist. Der zu realisierende Abgasw\u00e4rmetauscher auf Keramikbasis soll neben der Energieausnutzung auch eine Reduktion der Staubkonzentration im Abgas erm\u00f6glichen. 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