  {"id":23115,"date":"2023-07-13T15:22:24","date_gmt":"2023-07-13T13:22:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20309-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:27","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:27","slug":"20309-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20309-01\/","title":{"rendered":"Machbarkeitsstudie f\u00fcr das Umweltkommunikationsprojekt Urwald vor den Toren der Stadt"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Erstellung einer Machbarkeitsstudie zum geplanten Projekt Urwald vor den Toren der Stadt vor dem Hintergrund der ungew\u00f6hnlichen N\u00e4he eines geplanten Wildnisgebietes und eines gro\u00dfst\u00e4dtischen Ballungsraumes sowie der damit verbundenen Chancen im Bereich Bildung &#038; KommunikationSchwerpunkte<br \/>\n&#8211;\tKooperativer Ansatz<br \/>\n&#8211;\tInnovatives Kommunikationskonzept<br \/>\n&#8211;\tNaturwissenschaftliche und soziologische Forschung<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Machbarkeitsstudie dient der Vorbereitung eines gr\u00f6\u00dferen Gesamtprojektes, dessen Antrag von der DBU bereits grunds\u00e4tzlich positiv bewertet wurde. Wesentliche Arbeitsschritte waren:<br \/>\n&#8211;\tTreffen einer Urwald-Lenkungsgruppe (ULG &#8211; formale Konstituierung am 27.5.2002, weitere meist halbt\u00e4gige Treffen am 10.6.2002, 15.7.2002, 30.7.2002, 22.8.2002, 11.9.2002, 19.9.2002, 5.11.2002, 26.11.2002, 16.12.2002, 7.1.2003, 20.1.2003) in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden zur Koordination der Machbarkeitsstudie sowie zur Absprache der Teilergebnisse, die durch die Partner selbst sowie durch externe Sachverst\u00e4ndige beigebracht werden.<br \/>\n&#8211;\tDurchf\u00fchrung der ULG-Moderation durch ein beauftragtes Planungsb\u00fcro (AGL)<br \/>\n&#8211;\tErarbeitung einer Partnerschaftsvereinbarung, einer Organisations- und einer Managementstruktur sowie Einbindung weiterer Akteure (Kooperativer Ansatz)<br \/>\n&#8211;\tZwei Workshops mit externen Experten aus \u00d6sterreich, Schweiz und verschiedenen deutschen Bun-desl\u00e4ndern am 16.9.2002 und am 20.10.2002<br \/>\n&#8211;\tBeauftragung externer Wissenschaftler f\u00fcr Rahmenkonzepte in den Bereichen Innovative Kommunikation sowie naturwissenschaftliche und soziologische Forschung inkl. Gel\u00e4ndebegehung am 10.10.2002<br \/>\n&#8211;\tEigene Abstimmung zum zentralen Baustein der Wildnis-Akademie am 23.12.2002<br \/>\n&#8211;\tAbschlu\u00dfbericht in R\u00fcckkopplung aller Verantwortlicher bei MfU, NABU und SaarForst mit Endredak-tion durch B\u00fcro AGL + NABU.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie liegen der DBU sowohl in gedruckter Form als auch als CD vor &#8211; damit ist das formal gesetzte Ziel erreicht. Aus dieser Machbarkeitsstudie soll in weiterer R\u00fcckkopplung mit der DBU der Antrag f\u00fcr das Hauptprojekt erarbeitet werden.<br \/>\nEine, vielleicht die wichtigste Aufgabe des Projektes soll es sein, die Wildnis aus ihrer naturschutzfachlichen Dimension heraus zu heben und durch die Verzahnungen der unterschiedlichsten neuen Aktivit\u00e4ten sowie innovative Kommunikationsmuster den Urwald vor den Toren der Stadt zu einem kulturellen Ereignis von gesellschaftlicher Relevanz werden zu lassen. Dazu ist es unerl\u00e4sslich, die \u00f6kologischen, \u00f6konomischen, kulturellen und sozialen Funktionen des Projektes miteinander zu verbinden. Wildnis wird nicht nur Gegenstand, sondern der andere Ort und die andere Methode interdisziplin\u00e4rer Kommunikation. Die Lage des Projektes in der Stadtlandschaft bietet synergetische M\u00f6glichkeiten, die weit \u00fcber die Summe der einzelnen Funktionen hinausgehen. Das Projekt verfolgt den ambitionierten Anspruch, den Menschen Natur und Wildnis (wieder) n\u00e4her zu bringen und generationen\u00fcbergreifendes Denken zu f\u00f6r-dern. Dies gelingt am einfachsten, wenn Menschen sich in der Landschaft wieder finden, wenn sie an der Entwicklung teilhaben k\u00f6nnen. Die Einbindung der Bev\u00f6lkerung soll die Identifikation mit dem Urwald vor den Toren der Stadt und auch der ganzen Region verbessern &#8211; als notwendige Bedingung f\u00fcr die Bereit-schaft sich aktiv f\u00fcr deren nachhaltige Entwicklung einzusetzen. Die Partizipation muss dabei auf sehr konkreter und dauerhaft sichtbarer Ebene erfolgen. Wildnis wird zum Gemeinschaftsprojekt. Die Platt-form dazu soll die Wildnisakademie bieten. Das Konzept der Wildnisakademie tr\u00e4gt den Leitzielen des Projektes Rechnung: Wildnis als Beitrag zur Biodiversit\u00e4t, als Beitrag zur umweltethischen Diskussion, als der andere Ort in der StadtLandschaft, als kulturelles Experiment und als (Kommunikations)Proze\u00df. Im Rahmen der Wildnisakademie sind innovative Kommunikationsformen zu entwickeln. Dieser Diskurs braucht einen st\u00e4ndigen Rahmen &#8211; die Werkst\u00e4tten &#8211; und eine wachsende Teilnahme von Experten, Menschen und Gruppen. Dies braucht Zeit: Der Wald darf wachsen, das Projekt auch. Die Wildnisakademie hat somit experimentellen Charakter. Die Wildnisakademie wird auf drei Pfaden beschritten Gemeinsam Gestalten, Gemeinsam Erleben und Gemeinsam Forschen. Die Werkst\u00e4tten bilden dabei die eigentliche Wildnisakademie und \u00fcber den gesamten Projektzeitraum hinweg die Basis des Kommunikationskonzeptes. Perspektivenwechsel und Transformationsprozesse bestimmen das Urwaldprojekt. Dies betrifft die Vertikale, um &#8211; auch mit Hilfe eines innovativen Bauwerkes Zwischen Himmel &#038; H\u00f6hle neue Einblicke in die Stratigraphie des Waldes &#8211; von Boden-\u00d6kosystemen bis hin zu Kronenr\u00e4umen &#8211; zu geben und die Horizontale, in der sich Verwilderungsprozesse langsam in den Waldlebensr\u00e4umen und Waldbildern niederschlagen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Nicht nur die beteiligten drei Partner samt ihren unterschiedlichen Institutionen (Ministerium: Minister, Staatssekret\u00e4r, Ministerb\u00fcro + Fachabteilung&#8230;. SaarForst: Betriebsleiter, Abteilungsleiter, Regionalbetrieb S\u00fcd, Urwaldf\u00f6rster&#8230; NABU: Vorstand, Gesch\u00e4ftsstelle, landesweite AGs, betroffener Kreisverband und Ortsgruppen), sondern auch die betroffenen Experten wurden \u00fcber die Ergebnisse der Machbar-keitsstudie informiert. Dazu wurden insgesamt 30 CDs erstellt, die den externe Experten zugesandt und durch die Mitglieder der ULG in die Gremien bzw. Untergliederungen der drei Partner eingebracht wurden. Dar\u00fcber hinaus wurde die Machbarkeitsstudie &#8211; ohne den Finanzteil &#8211; sowohl beim NABU Saarland (www.NABU-Saar.de) als auch bei der gemeinsamen Internet-Adresse www.Saar-Urwald.de ins Internet eingestellt. Da es sich beim gef\u00f6rderten Projekt um eine Machbarkeitsstudie handelt, die erst in weiterer R\u00fcckkopplung mit der DBU selbst zu einem Antrag f\u00fchrt, wurde von einer gezielten \u00d6ffentlichkeitsarbeit abgesehen. Losgel\u00f6st vom DBU-Antrag soll das gesamte Urwald-Projekt noch 2003 in der Zeitschrift Nationalpark als auch im Rahmen verschiedener Exkursionen (z. B. f\u00fcr Dr. Hans Bibelriether, f\u00fcr den Forstverein) als auch im Rahmen verschiedener bundesweiter Tagungen vorgestellt werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Eine kreative Mischung aus F\u00f6rstern, Landschaftsplanern, Biologen, Geographen&#8230; seitens der Partner selbst sowie von Sozial- und Planungswissenschaftlern, Schauspielern und internationalen Wildnis-Experten erarbeitete im Verlauf des Zeitraumes Mai 2002 &#8211; Januar 2003 eine Machbarkeitsstudie f\u00fcr das Projekt Urwald vor den Toren der Stadt. Als zentrale Elemente haben sich das innovative Konzept einer Wildnisakademie sowie eines interdisziplin\u00e4r nutzbaren Bauwerkes Zwischen Himmel und H\u00f6hle her-ausgesch\u00e4lt. Wildnis soll auf den drei Pfaden Gemeinsam Bauen (Praxis, Handwerk, Infrastruktur), Gemeinsam Erleben (Kunst in der Wildnis, Kultur im Urwald, Stille versus L\u00e4rm, der andere Ort f\u00fcr Gro\u00dfstadtbewohner&#8230;) sowie Gemeinsam Forschen (Wie \u00e4ndern sich Waldbilder, auch \u00fcber Generationen hinweg, was ist am Urwald vor der Haust\u00fcre so besonders ? &#8230;) f\u00fcr alle Bev\u00f6lkerungsschichten interessant, soll f\u00fcr sie zu einem gesellschaftlichen Ereignis werden, ohne dabei die M\u00f6glichkeiten des stillen Genusses relativer Wildnisn\u00e4he in Frage zu stellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Erstellung einer Machbarkeitsstudie zum geplanten Projekt Urwald vor den Toren der Stadt vor dem Hintergrund der ungew\u00f6hnlichen N\u00e4he eines geplanten Wildnisgebietes und eines gro\u00dfst\u00e4dtischen Ballungsraumes sowie der damit verbundenen Chancen im Bereich Bildung &#038; KommunikationSchwerpunkte &#8211; Kooperativer Ansatz &#8211; Innovatives Kommunikationskonzept &#8211; Naturwissenschaftliche und soziologische Forschung Darstellung der Arbeitsschritte und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[50,67,2423],"class_list":["post-23115","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-naturschutz","tag-saarland","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"20309\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-20309-ki.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"59.200,00","dbu_projektdatenbank_firma":"Naturschutzbund Deutschland (NABU) e. 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