  {"id":23086,"date":"2023-07-13T15:22:24","date_gmt":"2023-07-13T13:22:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20222-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:25","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:25","slug":"20222-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20222-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung und Erprobung eines umweltfreundlichen und \u00f6konomischen M\u00fclltonnen &#8211; Sp\u00fclmobils mit hermetischer Kapselung des Sp\u00fclsystems"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Stand der Technik bei der Reinigung von M\u00fclltonnen ist der Einsatz von Gro\u00dffahrzeugen (Gewichtsklasse >12 t), welche einen gro\u00dfen Frischwasservorrat mitf\u00fchren m\u00fcssen, einen hohen Frischwasserverbrauch und Energiebedarf aufweisen und somit nicht als ressourcenschonend bezeichnet werden k\u00f6nnen. Zudem sind diese Fahrzeuge aufgrund ihrer Gr\u00f6\u00dfe unflexibel und verursachen hohe Anschaffungs- und Unterhaltungskosten.<\/p>\n<p>Zielsetzung des Projektes war die Entwicklung und Erprobung eines kleinen und wendigen Fahrzeugs mit einem maximalen Gewicht von 4,6 t, welches einen minimalen Frischwasserverbrauch und Energiebedarf aufweisen sollte. Somit sollten wichtige Ressourcen gesch\u00fctzt und Emissionen minimiert werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Entwicklungsarbeit umfasste die Schritte Konzepterarbeitung, Erstellung der Konstruktionsunterlagen, den Bau eines Prototypen und die Erprobung des Prototypen.<\/p>\n<p>In der Konzepterarbeitung wurden in Zusammenarbeit mit einem Ingenieurb\u00fcro die technischen L\u00f6sungen der einzelnen Fahrzeugkomponenten, wie Chassisauswahl, Antriebsstrang, Pumpen, Kippeinrichtung, Hydraulik, Tank und Filtersystem, Rahmenaufbau mit Verkleidungsblechen und Heizungssystem erarbeitet.<\/p>\n<p>Im weiteren Schritt wurden die erarbeiteten L\u00f6sungen in technischen Zeichnungen mittels CAD umgesetzt und zu Fertigungszeichnungen weiter vertieft.<\/p>\n<p>Der Prototypenbau erfolgte laut Zeichnungsvorgaben mit einigen Iterationsschritten. Der Prototyp wurde neben internen Versuchen auch durch die Berufsgenossenschaft f\u00fcr Fahrzeughaltung bei einem Praxistest untersucht und abgenommen<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Fahrzeug wurde auf der Basis eines Mercedes Sprinter Chassis mit CDI Motor und mit einem maximalen Gewicht von 4,6 t aufgebaut. Der maximale Wasservorrat betr\u00e4gt 1.400 Liter und ist ausreichend f\u00fcr eine Tagestour. Das Reinigungswasser wird \u00fcber ein Filtersystem aufbereitet und in einem Kreislauf wiederverwendet. Grobpartikel werden abgeschieden und k\u00f6nnen separat entsorgt werden. Durch die Verwendung von hochwertigen Komponenten und einer optimalen Auslegung des Reinigungsablaufes erzielt das Fahrzeug eine gleiche bzw. h\u00f6here Reinigungsleistung als vorhandene Gro\u00dffahrzeuge. Zur Reduzierung der Keimbildung im Reinigungswasser wird dieses \u00fcber ein Heizungssystem mit separatem Heizkreislauf auf \u00fcber 60\u00b0C erhitzt. Die Emission von Spritzwasser oder Spr\u00fchnebel nach Au\u00dfen wurde durch eine Absaugung mit Filtereinheit, einem dichten Lamellenvorhang, Spritzlappen am Fahrzeugheck sowie durch eine Rotorb\u00fcrste f\u00fcr die Handlanze minimiert. Mit dieser Ausstattung kann das System als quasi geschlossen bezeichnet werden.<\/p>\n<p>Im Rahmen einer Baumusterpr\u00fcfung dieses Fahrzeuges durch die Berufsgenossenschaft f\u00fcr Fahrzeughaltung wurde das Fahrzeug in Bezug auf die Maschinenrichtlinie (98\/37\/EG) und weitere relevante Normen gepr\u00fcft. Besonderer Wert wurde auf die Exposition von biologischen Arbeitsstoffen gelegt. Hierzu wurde eine praxisnahe Untersuchung im Fahrzeugeinsatz durch die Pr\u00fcfstelle im Fachausschuss Verkehr der Berufsgenossenschaft und einem zust\u00e4ndigen Labor durchgef\u00fchrt, wobei die Kontamination des Reinigungswassers mit Keimen und Bakterien untersucht wurde. Im Ergebnis dieser Untersuchung wur-de festgestellt, dass eine vergleichbare oder eher niedrigere Bakterienkonzentration vorliegt als bei vergleichbaren Messungen aus der Abfallwirtschaft.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des neuen Fahrzeuges zeigen, dass dieses Fahrzeug einen wesentlichen Vorteil in Bezug auf Energieverbrauch, Emission, Effektivit\u00e4t und damit Umweltvertr\u00e4glichkeit im Vergleich zu den \u00fcblichen Gro\u00dffahrzeugen darstellt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Nach Abschluss der Entwicklung und Erprobung des M\u00fclltonnenreinigungssystems im Rahmen des F\u00f6rderprojektes plant die DTG GmbH dar\u00fcber hinaus nun verschiedene Marketing-Aktionen, wie Messebesuche und Beitr\u00e4ge in Fachzeitschriften.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit dem neuen Fahrzeug ist nach Darstellung der DTG GmbH ein neuer Standard f\u00fcr die Reinigung von M\u00fcllbeh\u00e4ltern geschaffen worden. Die bisher vorhandenen gro\u00dftechnischen LKW-basierten Systeme sollten angesichts der \u00f6kologischen und wirtschaftlichen Vorteile des neu entwickelten M\u00fclltonnenreinigungsfahrzeugs diskutiert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Stand der Technik bei der Reinigung von M\u00fclltonnen ist der Einsatz von Gro\u00dffahrzeugen (Gewichtsklasse >12 t), welche einen gro\u00dfen Frischwasservorrat mitf\u00fchren m\u00fcssen, einen hohen Frischwasserverbrauch und Energiebedarf aufweisen und somit nicht als ressourcenschonend bezeichnet werden k\u00f6nnen. Zudem sind diese Fahrzeuge aufgrund ihrer Gr\u00f6\u00dfe unflexibel und verursachen hohe Anschaffungs- und Unterhaltungskosten. 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