  {"id":23045,"date":"2023-07-13T15:22:18","date_gmt":"2023-07-13T13:22:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20112-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:20","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:20","slug":"20112-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20112-01\/","title":{"rendered":"Finanzierungsmodelle Umweltschutz &#8211; Neue Wege zur Finanzierung des UNESCO Welterbe"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die beiden Hauptziele des Projekts waren es, gemeinsam mit Experten aus Finanzinstitutionen, Natur- und Kulturorganisationen, dem Privatsektor, der akademischen Welt und den Medien Systeme langfristiger Unterst\u00fctzungsmechanismen zum Erhalt von Welterbe zu entwickeln, und einige konkrete Pilotvorhaben zu starten.<br \/>\nAnlass und Momentum f\u00fcr eine breit angelegte Initiative f\u00fcr innovative Finanzierungsmechanismen f\u00fcr den Welterbeerhalt war das 30j\u00e4hrige Jubil\u00e4um der World Heritage Convention und der UNESCO World Heritage Congress in Venedig im November 2003.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn einem ersten Schritt erarbeitete Earth3000 ein Strategiepapier, das den Status quo und die Problematik beim Welterbeerhalt beschreibt und eine Reihe von Optionen f\u00fcr langfristige Mechanismen aufzeigt, die mitunter schon sehr erfolgreich in verschiedenen Teilen der Welt und bestimmten Bereichen im Einsatz sind, und die Potenzial f\u00fcr die Erschlie\u00dfung zus\u00e4tzlicher Finanzquellen beim Erhalt von Welterbe bieten.  Die Vorbereitung dieses Strategiepapiers ging auf Einladung des UNESCO Welterbe Direktorats Hand in Hand mit der Organisation des Workshops Towards Innovative Partnerships durch Earth3000 auf der Konferenz World Heritage 2002 in Venedig.<br \/>\nBei dem Workshop kam es zu einer eindrucksvollen Vorstellung innovativer Mechanismen durch Experten, die in verschiedenen Bereichen langj\u00e4hrige Erfahrung mit Best Practice im Natur- und Kulturerbeerhalt einbrachten.  Dieser Reichtum an erprobten Strukturen und innovativen Konzepten konnte in einem konzentrierten Master Plan Papier verdichtet werden.  Damit wurde dem UNESCO World Heritage Centre erstmals eine umfassende Bestandsaufnahme sowie ein konkreter Aktionsplan f\u00fcr innovative Partnerschaften mit der Zivilgesellschaft und dem Privatsektor vorgelegt, der als Grundlage f\u00fcr die Generierung zus\u00e4tzlicher und langfristig verl\u00e4sslicher Finanzierungsoptionen f\u00fcr den Welterbeerhalt dient.  Auf dieser Grundlage konnte die Initiative des UNESCO World Heritage Centre zur st\u00e4rkeren Einbindung nichtstaatlicher Akteure beim Erhalt von Welterbe PACT &#8211; Partners in Conservation &#8211; entwickelt werden.<br \/>\nIn einem dritten Arbeitsschritt arbeitete Earth3000 an der Implementierung von Pilotvorhaben aus dem Venediger Master Plan Katalog in Deutschland mit einer Konzentration auf die Bereiche Unternehmenspartnerschaften, die Bewusstseinsbildung und die Verbreitung und Weiterentwicklung der konzeptionellen Ans\u00e4tze im akademischen Rahmen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Bei der Implementierung von Pilotvorhaben innovativer Unterst\u00fctzungsmechanismen f\u00fcr den nachhaltigen Welterbeerhalt arbeitete Earth3000 an der Disseminierung der gewonnenen strukturellen Innovationsans\u00e4tze mit Partnern aus dem Bereich der Medien, der mit Welterbeerhalt befassten Institutionen in Deutschland und international, sowie an der Anbahnung und Implementierung konkreter Unternehmenspartnerschaften.<br \/>\nEin wichtiger Punkt in dieser Arbeit war das Weltwirtschaftsforum im Januar 2003 in Davos, auf dem der Verleger Dr. Hubert Burda f\u00fcr unser Projekt gewonnen werden konnte. Im Rahmen eines Publishers Lunch bei Dr. Burda im November 2003 in M\u00fcnchen, bei dem 60 Medien- und Unternehmensf\u00fchrer aus Deutschland zusammen kamen, konnte eine Reihe von Commitments-in-Principle angebahnt werden, die das UNESCO Welterbe Zentrum im Rahmen von PACT nun direkt weiterverfolgt.<br \/>\nDie im Rahmen der UNESCO erarbeiteten Finanzierungsmechanismen m\u00fcndeten auch in eine breitere globale Initiative ein, die mittlerweile Privatstektor- und auch BMZ-Finanzierung gewonnen hat und als Global Exchange for Social Investment operational geworden ist.<br \/>\nDie Ziele des Projekts unterst\u00fctzend, engagierte sich Earth3000 synergistisch (unabh\u00e4ngig finanziert), wie z. B. mit einer Benefizveranstaltung in der Welterbest\u00e4tte Sanssouci anl\u00e4sslich der Flut im Jahr 2000, und mit FairCraft &#8211; ein eigenes, von der Deutschen Bank unterst\u00fctztes, privatwirtschaftliches Projekt, bei dem Kulturerbe in Form von Kunsthandwerk aus Welterbest\u00e4tten in Entwicklungsl\u00e4ndern der Zugang zum kaufkr\u00e4ftigen Markt der Industriel\u00e4nder auf Flugh\u00e4fen verschafft werden soll.<br \/>\nDie Weiterentwicklung der konzeptionellen Ans\u00e4tze betreffend, konnte eine enge Zusammenarbeit mit der Brandenburgischen Technischen Universit\u00e4t aufgebaut werden, wo 2004 der weltweit erste und einzige eigenst\u00e4ndige Studiengang World Heritage Studies eingerichtet wurde. Bei der Inauguration des UNESCO Chair in Cottbus leitete Earth3000 das Panel New Forms of National and International Net-working and Sustainabale Financing, auf dem der Venedig Prozess auch in die breitere wissenschaftli-che Auseinandersetzung in Deutschland eingebracht werden konnte.<br \/>\nIm Bereich \u00d6ffentlichkeitsarbeit, der ja zu einem nicht zu untersch\u00e4tzenden Teil Voraussetzung f\u00fcr ein st\u00e4rkeres privatwirtschaftliches Engagement f\u00fcr den Welterbeerhalt ist, trat die Deutsche UNESCO Kommission auf Earth3000 zu, um die im Rahmen des DBU Projekts gewonnenen Erkenntnisse in die Arbeit der deutschen UNESCO mit einzubringen. So fand im Juni 2004 ein gemeinsames zweit\u00e4giges Arbeitstreffen der Deutschen UNESCO Kommission und einer Reihe von mit Kultur- und Naturbewahrung befasster Organisationen in Bieberstein statt, auf dem die Grundlinie eines Strategiekonzepts erarbeitet wurde, das die Deutsche UNESCO im Auftrag des Ausw\u00e4rtigen Amtes f\u00fcr die Bundesregierung erstellt.  Die weitere Ausarbeitung wird in enger Konsultation der in Bieberstein vertretenen Institutionen von der Deutschen UNESCO Kommission erstellt und Ende 2004 dem Bundesau\u00dfenminister \u00fcbergeben.<br \/>\nIn Folge des durch die Deutsche Bundesstiftung erm\u00f6glichten Engagements von Earth3000, den Erhalt von Welterbe auf eine tragf\u00e4higere Basis zu bringen, wird sich Dr. Koch-Weser als j\u00fcngst ernanntes Mitglied der Deutschen UNESCO Kommission auch weiterhin f\u00fcr Umsetzung und Fortf\u00fchrung der angesto\u00dfener Initiativen einsetzen k\u00f6nnen. Dadurch ist f\u00fcr die Arbeit, die seit 2002 mit Hilfe der DBU in Deutsch-land f\u00fcr den langfristigen Erhalt von Welterbe geleistet wurde, auch eine institutionelle und personelle Kontinuit\u00e4t gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Venedig Prozesses wurden in verschiedenen Foren, von Expertenrunden bis zur breiten \u00d6ffentlichkeit, verbreitet,und sind gedruckt (UNESCO Publikation: World Heritage 2002. Shared Legacy, Common Responsibility) und im Internet (http:\/\/whc.unesco.org\/venice2002\/) ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\nDer UNESCO World Heritage Partnerships for Conservation PACT ist ebenfalls im WWW pr\u00e4sentiert (http:\/\/whc.unesco.org\/pg.cfm?cid=38)<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die beiden Hauptziele des Projekts &#8211; die Entwicklung von Systemen langfristiger Unterst\u00fctzungsmechanismen zum Erhalt von Welterbe und die Implementierung einiger konkrete Pilotvorhaben &#8211; konnten nicht zuletzt Dank einer ausgezeichneten Zusammenarbeit mit Vertretern aus den Finanzinstitutionen, Natur- und Kulturorganisationen, dem Privatsektor, der akademischen Welt und den Medien hervorragend erreicht werden.  Mittlerweile sind Mechanismen f\u00fcr Private-Public Partnerships im Bereich der UNESCO formell etabliert, die ein Fortf\u00fchren der unter diesem Projekt angesto\u00dfenen Initiativen erlauben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die beiden Hauptziele des Projekts waren es, gemeinsam mit Experten aus Finanzinstitutionen, Natur- und Kulturorganisationen, dem Privatsektor, der akademischen Welt und den Medien Systeme langfristiger Unterst\u00fctzungsmechanismen zum Erhalt von Welterbe zu entwickeln, und einige konkrete Pilotvorhaben zu starten. Anlass und Momentum f\u00fcr eine breit angelegte Initiative f\u00fcr innovative Finanzierungsmechanismen f\u00fcr [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[50,68,2423],"class_list":["post-23045","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-naturschutz","tag-sachsen","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"20112\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-20112-ki.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"98.000,00","dbu_projektdatenbank_firma":"Earth 3000 gGmbH","dbu_projektdatenbank_strasse":"Am Rittergut 8","dbu_projektdatenbank_plz_str":"09629","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Bieberstein","dbu_projektdatenbank_p_von":"2002-05-17 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2004-05-17 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"2 Jahre","dbu_projektdatenbank_telefon":"037324\/89690","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Sachsen","dbu_projektdatenbank_foerderber":"92","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/23045","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/23045\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":36048,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/23045\/revisions\/36048"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23045"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23045"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23045"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}