  {"id":22938,"date":"2023-07-13T15:22:11","date_gmt":"2023-07-13T13:22:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19794-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:12","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:12","slug":"19794-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19794-01\/","title":{"rendered":"Erarbeitung und Pr\u00e4sentation einer Wanderausstellung mit dem Titel M\u00fcll &#8211; von der Steinzeit bis zum gelben Sack"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Rahmen einer Sonderausstellung m\u00f6chte sich das Landesmuseum f\u00fcr Natur und Mensch dem vielschichtigen Thema M\u00fcll widmen. Seit den sp\u00e4ten 1960er Jahren ist den Menschen bewusst, dass die Konsumgesellschaft der Nachkriegszeit Umweltprobleme verursacht. In den Mittelpunkt der Kritik r\u00fcckte der M\u00fcll und beherrschte &#8211; neben der Atomkraft &#8211; die \u00f6ffentliche Umweltdiskussion bis weit in die 1990er Jahre, um dann von den Themen Klimakatastrophe und BSE an den Rand gedr\u00e4ngt zu werden &#8211; allerdings ohne dass die grundlegenden Probleme gel\u00f6st sind.<br \/>\nDie Ausstellung soll dem Problem M\u00fcll neue Aufmerksamkeit verleihen und helfen, die \u00f6ffentliche M\u00fclldiskussion wieder mehr ins Rampenlicht zu r\u00fccken. Indem die Gegenw\u00e4rtigkeit des M\u00fclls in allen Lebensbereichen, auch dem der Kinder, aufgezeigt wird, soll den Besuchern deutlich werden, dass das M\u00fcllproblem nicht vernachl\u00e4ssigt werden darf. Schlie\u00dflich wird angestrebt \u00fcber die kulturhistorische Betrachtung des Abfalls und des M\u00fcllverhaltens, z. B. Recycling, den Besucherinnen und Besuchern einen Leitfaden zur Einordnung ihres eigenen Verhaltens und damit die F\u00e4higkeit, das eigene Verhalten zu optimieren, an die Hand zu geben. Oberstes Ziel ist es, die Bedeutung der Nachhaltigkeit herauszustellen. Die Sonderausstellung ist konzipiert und gestaltet, dass sie Personen im Alter von 9-99 Jahren anspricht.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Pr\u00e4sentation wird so aufgebaut werden, dass eingangs der Gegenstand der Ausstellung definiert wird und eine Wortcollage und Kunstobjekte zu freiem Assoziieren einladen. Dann soll M\u00fcll als Forschungsgegenstand thematisiert werden und zum chronologischen Abriss der M\u00fcllgeschichte sowie zum Schwerpunkt, der gegenw\u00e4rtigen Situation \u00fcberzuleiten. Am Ende des Rundgangs wird ein Blick in die M\u00fcllzukunft gewagt. Die Ausstellung m\u00f6chte durch die st\u00e4ndige Gegen\u00fcberstellung damals &#8211; heute Zusammenh\u00e4nge neu erschlie\u00dfen. Mit dem Einsatz verschiedener Medien soll das Thema auch f\u00fcr Kinder sinnlich erfahrbar werden. Nachdem die Phase der Themenstrukturierung der Ausstellung abgeschlossen worden ist, wurde die Gestaltung entwickelt. Zur Zeit werden die Pl\u00e4ne umgesetzt. Das f\u00fcr die Ausstellung vorgesehene Nachschlagwerk bestehend aus den Vortr\u00e4gen, die w\u00e4hrend der Tagung Ende Januar gehalten worden sind, ist in Vorbereitung und wird voraussichtlich im August in Druck gehen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Landesmuseum f\u00fcr Natur und Mensch hat vom 07. September &#8211; 30. November 2003 die Ausstellung M\u00dcLL &#8211; Facetten von der Steinzeit bis zum Gelben Sack gezeigt.<br \/>\nTagung<br \/>\nVom 24. &#8211; 26. Januar 2003 wurde eine internationale Tagung mit diesem Thema im Landesmuseum f\u00fcr Natur und Mensch, Oldenburg durchgef\u00fchrt.<br \/>\nZahlreiche Vortr\u00e4ge, die alle Themenkomplexe, die diese Ausstellung behandelte, wurden vorgetragen. Vom M\u00fcll als Quelle f\u00fcr die Rekonstruktion der schriftlosen Epochen bis zum M\u00fcllverhalten und die ak-tuellen Fragen der M\u00fcllvermeidung und M\u00fcllbeseitigung. Die Vortr\u00e4ge wurden alle in der wissenschaftlichen Begleitschrift zu dieser Ausstellung ver\u00f6ffentlicht. Das Buch wurde beim Philipp-von-Zabern-Verlag in Mainz, eine der renommierten Verlagsanstalten f\u00fcr kulturgeschichtliche Wissenschaft verlegt.<br \/>\nAusstellung<br \/>\nDie Ausstellung wurde in mehrere Themen aufgeteilt, wie z. B.<br \/>\n&#8211;\tEinf\u00fchrungsbereich-\tarch\u00e4ologischer Teil<br \/>\n&#8211;\tM\u00fcll in den historischen Epochen<br \/>\n&#8211;\tM\u00fcllrecycling-\tM\u00fcll als Umweltproblem<br \/>\n&#8211;\tals letztes Thema wurde M\u00fcll im Alltagsleben der Gegenwart thematisiert.<br \/>\nInsgesamt wurde die Ausstellung von ca. 14.000 Besuchern wahrgenommen.<br \/>\nVon der CvO-Universit\u00e4t Oldenburg &#8211; Fachbereich Psychologie &#8211; Abt. Umwelt und Kultur wurde die Ausstellung evaluiert. Die Befragung wurde bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durchgef\u00fchrt. Aus dem vorl\u00e4ufigen Untersuchungsbericht sind folgende Ergebnisse zu zitieren:<br \/>\nAuf die Frage, ob die Ausstellung unterhaltsam ist (im positiven Sinne) haben 70 % der Befragten mit ja geantwortet, Eindeutig ist die Antwort auf die Frage, ob die Ausstellung attraktiv ist. Insgesamt fanden 80 % der Befragten die Ausstellung attraktiv.<br \/>\n70 % der Besucher haben die Ausstellung als wichtig beurteilt und fanden, dass es notwendig ist, dieses Thema aufzugreifen.<br \/>\nDie hier vorgelegten vorl\u00e4ufigen Ergebnisse gehen auf eine 68-Besucherbefragung in einer Altersstufe von 16 bis \u00fcber 80 wobei die Hauptaltersstufe zwischen 30 und 50 Jahren liegt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ausstellung ist am Tag der Nacht der Museen in der Stadt Oldenburg er\u00f6ffnet worden, so dass am ersten Tag \u00fcber 1.000 Besucher in der Ausstellung registriert wurden.<br \/>\nF\u00fcr die Verbreitung von Informationen \u00fcber die Ausstellung wurden Flyer in H\u00f6he von 15.000 Exemplare an viele Einrichtungen, die an diesem Thema interessiert waren, versandt. Es wurde in Oldenburg und Umgebung plakatiert, aber auch in den Fachzeitschriften umfangreiche Artikel \u00fcber die Ausstellung geschrieben. z. B.: Antike Welt, Arch\u00e4ologie in Deutschland und viele andere Umweltzeitschriften. Die Pr\u00e4sentation der Ausstellung ist sehr ansprechend. Sie wurde vom Architekturb\u00fcro Rutsch + Rutsch in Schwerin erstellt. Die Besucher waren mit dem Thema und der Umsetzung ausgesprochen zufrieden.In der Tagespresse wurde mehrfach \u00fcber die Ausstellung berichtet.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Ausstellung M\u00fcll &#8211; Von der Steinzeit bis zum Gelben Sack ist ein kulturhistorisches und Umweltthema zugleich. Die Kombination dies Gegenwartsproblem mit historischem Ansatz zu behandeln, wurde von den Besuchern positiv aufgenommen.<br \/>\nDie Ausstellung war konzipiert f\u00fcr \u00e4ltere und j\u00fcngere Besucher. Sie war vom ersten bis zum letzten Tag von vielen Schulklassen besucht, durchschnittlich 3 Klassen\/Tag.<br \/>\nDie Ausstellung ist z. Zt. in Hanau zu sehen und wird voraussichtlich auch an anderen Standorten in der Bundesrepublik und evtl. im Ausland gezeigt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Rahmen einer Sonderausstellung m\u00f6chte sich das Landesmuseum f\u00fcr Natur und Mensch dem vielschichtigen Thema M\u00fcll widmen. Seit den sp\u00e4ten 1960er Jahren ist den Menschen bewusst, dass die Konsumgesellschaft der Nachkriegszeit Umweltprobleme verursacht. 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