  {"id":22919,"date":"2023-07-13T15:22:07","date_gmt":"2023-07-13T13:22:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19762-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:10","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:10","slug":"19762-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19762-01\/","title":{"rendered":"Evaluation von Projekten der Umweltkommunikation im Handwerk unter besonderer Ber\u00fccksichtigung des F\u00f6rderschwerpunktes der Umweltzentren des Handwerks"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die F\u00f6rderung von Projekten der Umweltkommunikation im Handwerk bildet seit 1991 einen Schwerpunkt in der Arbeit der DBU. Ein besonderes Augenmerk lag in diesem Zeitraum auf den Anschubfinan-zierungen f\u00fcr die von den Handwerkskammern getragenen Umweltzentren des Handwerks. An acht Standorten wurden insgesamt sieben Umweltzentren in ihrer Gr\u00fcndungsphase von der DBU unterst\u00fctzt. Im Rahmen des Projekts Evaluation von Projekten der Umweltkommunikation im Handwerk wurden diese, sowie zwei nicht durch die DBU anschubfinanzierte Umweltzentren und 19 weitere durch die DBU gef\u00f6rderte und nicht gef\u00f6rderte Projekte zur Umweltkommunikation im Handwerk evaluiert.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Studie gliedert sich in zwei Komponenten: Neben den zehn an Handwerkskammern angesiedelten Umweltzentren des Handwerks wurden insgesamt 19 weitere Einzelvorhaben unterschiedlicher Tr\u00e4gereinrichtungen zur F\u00f6rderung der Umweltkommunikation im Handwerk evaluiert. Eine Besonderheit der Studie besteht darin, dass nicht nur thematisch eingegrenzte Einzelprojekte zur Umweltkommunikation untersucht wurden, sondern auch Vorhaben zum Aufbau einer umweltbezogenen Infrastruktur, und damit Institutionen Gegenstand der Evaluation sind.<br \/>\nDie Analysen erfolgten auf einer umfangreichen quantitativen und qualitativen Datenbasis. Im Verlauf der Studie wurden ca. 700 Akten und Dokumente analysiert, wodurch retrospektiv Erkenntnisse \u00fcber Projektplanung und -management gewonnen wurden. Insbesondere zur Erfassung der internen Nachhaltigkeit wurden 120 leitfadengest\u00fctzte Intensivinterviews mit Projektmitarbeitern und Personal der Tr\u00e4ger der evaluierten Vorhaben sowie mit relevanten Akteuren aus dem Projektumfeld gef\u00fchrt. Informationen \u00fcber die bei den Zielgruppen ausgel\u00f6sten Wirkungen, die externe Nachhaltigkeit, wurden im Rahmen einer standardisierten telefonischen Befragung von 1630 Handwerksbetrieben erhoben.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die zusammenfassende Bilanz der Evaluation f\u00e4llt insgesamt positiv aus. So belegen die Evaluationsergebnisse, dass durch die DBU-gef\u00f6rderte Anschubfinanzierung von sieben Umweltzentren des Handwerks an acht \u00fcber das Bundesgebiet verteilten Handwerkskammern ein wichtiger Beitrag zur Schaffung einer auf die gesamte Bundesrepublik ausgeweiteten Infrastruktur geleistet werden konnte. Aufgabe der Einrichtungen ist es, durch eine gezielte Beratungs-, Bildungs-, Informations- und Projektarbeit einen Beitrag zur Erh\u00f6hung der Eigenverantwortlichkeit des Handwerks in Bezug auf die Anforderungen des Um-weltschutzes zu leisten, Handwerksbetriebe bei der Erschlie\u00dfung neuer M\u00e4rkte im Umweltbereich zu unterst\u00fctzen und die umweltpolitischen Interessen des Handwerks zu vertreten.<br \/>\nIm Hinblick auf die interne Nachhaltigkeit der F\u00f6rdervorhaben kann festgestellt werden, dass zum Evaluationszeitpunkt alle Einrichtungen ihre Aktivit\u00e4ten fortsetzen und ihre Umweltkommunikationsangebote kontinuierlich weiterentwickeln und erg\u00e4nzen. Durch die DBU-F\u00f6rderung konnte ein Netzwerk von insgesamt zehn Umweltzentren des Handwerks etabliert werden. Zwar erf\u00fcllt das Netzwerk im Hinblick auf die regionale Verteilung der Einrichtungen nicht, wie urspr\u00fcnglich angestrebt, den Anspruch einer bundesweiten Infrastruktur f\u00fcr die Umweltkommunikation im Handwerk. Seine Reichweite geht aber dennoch \u00fcber die betreffenden Kammerbezirke weit hinaus und umfasst insbesondere die Landesebene bzw. in einzelnen F\u00e4llen auch Zielgruppen \u00fcber die Grenzen der jeweiligen Bundesl\u00e4nder hinaus.<br \/>\nIn Form unterschiedlicher organisatorischer L\u00f6sungen sind alle Zentren fest in die Strukturen der Handwerkskammern eingebunden. Trotz zunehmender abteilungs\u00fcbergreifender Konkurrenz um knapper werdende Mittel konnten die Zentren ihre Akzeptanz in den Tr\u00e4gereinrichtungen seit F\u00f6rderende aufrecht erhalten und teilweise sogar st\u00e4rken. Da sich die Zentren in der Regel nicht alleine auf Grundlage ihres Serviceangebots finanzieren k\u00f6nnen, sind unterschiedliche Finanzierungsstrukturen anzutreffen, die sich in je unterschiedlicher Gewichtung aus kommerziellen Dienstleistungsangeboten, Drittmittelprojekten so-wie Beitr\u00e4gen der Handwerkskammern zusammensetzen. Eine Mehrheit der Umweltzentren sch\u00e4tzt die eigene finanzielle Situation zum Evaluationszeitpunkt stabil ein, wobei in einigen F\u00e4llen aber der \u00dcbergang von der F\u00f6rder- zur Nachf\u00f6rderphase mit Einschnitten verbunden war und eine Reduzierung des Personalstamms erforderlich machte. So liegt die Personalst\u00e4rke der Umweltzentren im Durchschnitt zwar etwas niedriger als noch im F\u00f6rderverlauf; aufgrund einer insgesamt sehr hohen Personalstabilit\u00e4t konnte die im F\u00f6rderzeitraum erworbene Leistungsf\u00e4higkeit jedoch aufrechterhalten werden. Die Umweltzentren haben sich als fachliche Ansprechpartner des Handwerks in Umweltschutzfragen erfolgreich profiliert und besitzen zumindest auf kommunaler Ebene sowie in Einzelf\u00e4llen auf Landesebene ein hohes politisches Gewicht. Die Bewertungen des Dienstleistungsangebotes durch Zielgruppenbetriebe zeigen, dass sich die Zentren als Anbieter von Umweltkommunikationsdienstleistungen erfolgreich etabliert haben. Dar\u00fcber hinaus konnten auf betrieblicher Ebene umfangreiche Aktivit\u00e4ten initiiert werden.<br \/>\nNeben der infrastrukturbezogenen F\u00f6rderung wurde eine Vielzahl von Einzelprojekten unterst\u00fctzt, durch die spezifische Themen vorangebracht bzw. neue Partner f\u00fcr Aktivit\u00e4ten der Umweltkommunikation ge-wonnen werden konnten. Von Handwerksorganisationen \u00fcber wissenschaftliche Einrichtungen bis hin zu Institutionen der Denkmalpflege wurden unterschiedlichste Tr\u00e4ger gef\u00f6rdert. Entsprechend breit ist das Spektrum der gef\u00f6rderten Themen und Instrumente. In allen evaluierten Einrichtungen konnten durch die Vorhaben entweder Umweltthemen neu in das Leistungsspektrum integriert oder spezifische Inhalte ver-tieft werden. Dabei gelang eine gute Einbindung der Projektthemen in die bestehenden Angebotsstruktu-ren und bei knapp einem Drittel der Projekttr\u00e4ger wurden neue Leistungsangebote f\u00fcr die jeweiligen Zielgruppen entwickelt. Auch zur Vernetzung mit anderen Akteuren wurden aus Sicht der Tr\u00e4ger wichtige Impulse gegeben. Im Hinblick auf die bei den intendierten Zielgruppen erzielten Wirkungen k\u00f6nnen jedoch die wenigsten Projekttr\u00e4ger auf systematisch erhobene Daten zur\u00fcckgreifen. Aussagen \u00fcber den Erfolg von Verbreitungsstrategien und Wirkungseinsch\u00e4tzungen beruhen daher vor allem auf vereinzelten R\u00fcckmeldungen durch Zielgruppenmitglieder sowie subjektiven Eindr\u00fccken von Mitarbeitern der Projekttr\u00e4ger. Eine Zielgruppenbefragung wurde im Rahmen der Evaluation f\u00fcr die Einzelprojekte nicht durchgef\u00fchrt. Im Vergleich mit Projekten anderer Mittelgeber, die im Rahmen der Evaluation ebenfalls untersucht wurden, wurden in den DBU-Vorhaben vor allem bez\u00fcglich der thematischen Offenheit des Mittelgebers und der Gestaltung der Projektabwicklung komparative Vorteile der DBU hervorgehoben. So loben Pro-jekttr\u00e4ger ausdr\u00fccklich die Flexibilit\u00e4t der DBU bei der Beurteilung der F\u00f6rderf\u00e4higkeit neuer Themen sowie die insgesamt unb\u00fcrokratische Vorgehensweise, die vor allem unerfahrenen Projekttr\u00e4gern eine gute Abwicklung erm\u00f6glichte.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im Rahmen der Tagung Evaluation &#8211; ein Instrument zur Steuerung und Qualit\u00e4tssicherung von Programmen und Projekten unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Nachhaltigkeit im November 2005 wurden die Ergebnisse einer Fach\u00f6ffentlichkeit vorgestellt und diskutiert.<br \/>\nEine ausf\u00fchrliche Beschreibung der theoretischen und methodischen Grundlagen der Evaluation und ihrer Ergebnisse sowie daraus abgeleitete Empfehlungen f\u00fcr k\u00fcnftige F\u00f6rderprogramme finden sich in: JACOBY\/SCHNEIDER\/MEYER\/STOCKMANN, 2005: Umweltkommunikation im Handwerk: Bestandsaufnahme &#8211; vergleichende Analyse &#8211; Entwicklungsperspektiven, M\u00fcnster: Waxmann.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Trotz der insgesamt positiven Bilanz dokumentiert die Evaluation auch eine Reihe kritischer Ergebnisse, sei es im Hinblick auf Schw\u00e4chen in der Abwicklung und dem Management der F\u00f6rdervorhaben (bzgl. Planung, Steuerung und \u00dcberleitung zum F\u00f6rderende), auf verschiedene Hemmnisse innerhalb der Tr\u00e4gerstrukturen (z. B. bzgl. der personellen, finanziellen oder organisationsstrukturellen Voraussetzungen) oder im Hinblick auf eine mangelhafte Aussch\u00f6pfung von Potenzialen hinsichtlich der Zielgruppenerreichung oder der Vernetzung mit weiteren Akteuren im Projektumfeld. Auf Grundlage der Evaluationsergebnisse wurden daher Schlussfolgerungen und Empfehlungen abgeleitet, die dazu beitragen sollen, die Effizienz und vor allem die Effektivit\u00e4t zuk\u00fcnftiger F\u00f6rderma\u00dfnahmen weiter zu steigern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die F\u00f6rderung von Projekten der Umweltkommunikation im Handwerk bildet seit 1991 einen Schwerpunkt in der Arbeit der DBU. 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