  {"id":22753,"date":"2023-07-13T15:21:56","date_gmt":"2023-07-13T13:21:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19416-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:57","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:57","slug":"19416-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19416-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines interaktiven Klimaspiels im Rahmen der Sonderausstellung Klima des Deutschen Museums M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Rahmen der Sonderausstellung Klima soll ein interaktives strategisches Klimaspiel entwickelt werden. Die im klassischen Ausstellungsmedium schwer vermittelbaren Inhalte der Klimapolitik, der politischen und technischen Handlungsoptionen bei der Bew\u00e4ltigung des Klimawandels sollen mit dem Medium Computerspiel zeitgem\u00e4\u00df und zielgruppengem\u00e4\u00df (Zielgruppe Jugendliche, Sch\u00fcler, Studenten) attraktiv umgesetzt werden. Das Spiel soll eine Ahnung von den komplexen Wechselbeziehungen des Systems Erde-Mensch vermitteln, bewusst machen, wie der Mensch schon heute am Steuer des Raumschiffes Erde sitzt, vermitteln, dass unter den Bedingungen partiellen Wissens gehandelt werden muss und unterschiedliche Interessen auf der globalen Arena ausgehandelt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAuf der Grundlage eines Briefings wurde im April ein Workshop einberufen, an dem Fachleute des Museums, der Medienagentur, des Max Planck Instituts f\u00fcr Meteorologie und der M\u00fcnchener R\u00fcck teilnahmen. Als Ergebnis der Diskussionen und daran anschlie\u00dfender Vorarbeiten seitens der Wissenschaftler und Medienfachleute wurde Ende Mai 2002 das Grobkonzept entwickelt. Grundlage der Arbeit ist damit zum einen ein von Wissenschaftlern um Klaus Hasselmann zu entwickelndes gekoppeltes Mehr-Regionen Wirtschafts-Klima-Modell (die dem Spiel zugrundeliegende Modellsimulation), zum anderen eine darauf abbildbare Spielablaufstruktur und Rollenverteilung im Spiel. Beide werden parallel entwickelt und softwarem\u00e4\u00dfig bis August zu einem ersten Prototypen zusammengef\u00fchrt. Der Prototyp wird an Besuchern formativ evaluiert. Die Ergebnisse flie\u00dfen in die Entwicklung des Spiels bis zur Er\u00f6ffnung der Ausstellung (1.11.) ein. Das Spiel wird anschlie\u00dfend im Betrieb (bis Ende 02) summativ evaluiert und voraussichtlich in leicht abge\u00e4nderten Versionen auch im Internet wie auf CD-Rom zug\u00e4nglich gemacht<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Projekt konnte erfolgreich im vorgesehenen Zeitraum abgeschlossen werden, durch Festsetzung von Festpreisen mit den Projektpartnern konnte das Projektbudget auch eingehalten werden. Aus Sicht der Besucherresonanz ist das Ergebnis sehr befriedigend: Die qualitative summative Evaluation spiegelt insgesamt eine nahezu sehr gute Resonanz auf das Spiel wider. Ein sehr hoher Anteil der Befragten spielte alle vier Runden des Spiels durch. Die im Einzelnen vorgebrachte sehr durchwachsene Kritik spiegelt in typischer Form das anspruchsvolle Spiel wieder, das den einen nicht weit genug ging und den andern schon zu komplex war.<br \/>\nDie Besucherstrukturanalyse ergab, dass die Hauptbotschaft des Spiels, dass der Mensch Akteur im Klimasystem ist und verschiedene Handlungsoptionen hat, \u00fcberwiegend vermittelt werden konnte und dass durch das Spiel ein ungew\u00f6hnlich gro\u00dfer Anteil der Besucher angesprochen werden konnte.<br \/>\nDie Wahrnehmung des Spiels im Rahmen der Ausstellung war geradezu optimal: Nahezu ein Drittel der Befragten besch\u00e4ftigte sich mit dem Spiel &#8211; was angesichts der Spieldauer von \u00fcber 10 Minuten (d.h., das Spiel war oft besetzt) einer optimalen Nutzung entspricht. Das Spiel z\u00e4hlte f\u00fcr die Besucher klar zu den Highlights der Ausstellung; \u00fcber 18 Prozent der Besucher, die dazu eine Auskunft gaben, nannten das Spiel an erster Stelle.<br \/>\nInsgesamt ergab die Evaluierung, dass einige relativ geringf\u00fcgige Nachbesserungen des Spiels die insgesamt positive Resonanz und Vermittlung der Botschaften noch h\u00e4tten steigern k\u00f6nnen. W\u00e4hrend eine Reihe von Schwachstellen in der formativen Evaluation durchaus rechtzeitig erkannt wurden, waren andere Schwachpunkte erst im laufenden Betrieb zu erkennen.<br \/>\nAus technischer Sicht l\u00e4uft das Spiel einwandfrei und seit nunmehr 10 Monaten nahezu ohne Ausf\u00e4lle und St\u00f6rungen, was f\u00fcr eine derart komplexe Software nicht selbstverst\u00e4ndlich ist. Auch in dieser Hinsicht haben sich das Medium und die verwandte Software bew\u00e4hrt.<br \/>\nInhaltlich konnten nicht alle urspr\u00fcnglich intendierten inhaltlichen Botschaften umgesetzt und vermittelt werden, da aus didaktischer (wie auch programmtechnischer) Sicht eine deutliche Komplexit\u00e4tsreduktion im Spielaufbau und in der Bedienung erforderlich und richtig war. Diese Begrenzung lie\u00dfe sich in ei-ner elaborierteren CD-Rom-Version aufheben, da die Rezeptionssituation am heimischen PC eine andere ist. Die Produktion einer solchen CD-Version w\u00e4re allerdings mit hohem Aufwand verbunden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>1.\tVolle Einbindung in die \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Werbekampagne der Sonderausstellung Klima: Er\u00f6ffnungsveranstaltung, Pressekonferenz, Flyer, Plakatkampagne, Internet, Katalog. Gute Pressere-sonanz.<br \/>\n2.\tVorstellung des Projekts auf Tagungen: PUS-Workshop im Deutschen Museum, Tagung mit Evangel. Akademie Tutzing, Tagungen des ECF, American Geophysical Union, European Geophysical Society.<br \/>\n3.\tVorstellung auf Diskussionsabend Positionen im DM: Spiel mit prominenten G\u00e4sten auf dem Podium<br \/>\n4.\tVer\u00f6ffentlichungen in Ecological Economy und in der elektronisch ver\u00f6ffentlichten Dokumentation des PUS-Workshops.<br \/>\n5.\tBesucherzahl sch\u00e4tzungsweise deutlich \u00fcber 120.000 Besucher, Wanderschaft geplant<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Insgesamt konnte das Projekt aus Sicht aller Beteiligten als ein voller Erfolg gewertet werden, obwohl in der Umsetzung einige Abstriche an den urspr\u00fcnglichen Zielsetzungen zu machen waren. Das Ziel, vor allem auch junge Besucher mit dem Medium Simulationsspiel f\u00fcr klimapolitische und -\u00f6konomische Zusammenh\u00e4nge zu interessieren, wurde erreicht. W\u00fcnschenswert w\u00e4re f\u00fcr die Zukunft eine online-Version (dtsch.\/engl.), die die Reichweite des Spiels noch erheblich ausdehnen w\u00fcrde, und die Nach-besserung der in der summativen Evaluierung aufgedeckten Schwachstellen. Es w\u00e4re daher f\u00fcr die Zukunft sicherlich sinnvoll, im Projektbudget solcher Projekte von vorneherein nicht nur Mittel f\u00fcr die Evaluierung vorzusehen, sondern zumindest auch eine kleinere Summe f\u00fcr zumindest die dringlichsten Nachbesserungen zur\u00fcckzustellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Rahmen der Sonderausstellung Klima soll ein interaktives strategisches Klimaspiel entwickelt werden. 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