  {"id":22624,"date":"2023-07-13T15:21:45","date_gmt":"2023-07-13T13:21:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19214-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:48","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:48","slug":"19214-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19214-01\/","title":{"rendered":"Qualit\u00e4tsmanagement in der Bestandspflege zum schonenden Umgang mit Ressourcen im Baubestand (Niedersachsen)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der Begriff der Baukultur wird gegenw\u00e4rtig umfassend diskutiert. Im Rahmen der Initiative Architektur und Baukultur des Bundesministeriums f\u00fcr Verkehr, Bau- und Wohnungswesen werden die verschiedenen Aspekte der gebauten Umwelt, der Prozess ihrer Herstellung, der Umgang mit ihr sowie die Wertsch\u00e4tzung in der \u00d6ffentlichkeit detailliert er\u00f6rtert.<br \/>\nMit dem Symposium Qualit\u00e4tsmanagement in der Bestandspflege und der Dokumentation dieser Veranstaltung in Form eines Schriftbandes m\u00f6chte die Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland einen aktiven Beitrag zu diesem bundesweiten Informations- und Diskussionsprozess erbringen. Im Vordergrund steht dabei die Bewahrung des kulturellen Erbes unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Nutzung und Entwicklung der Ressourcen im Bestand. Anhand von Beispielen aus der Praxis soll eine Standortbestimmung vorgenommen und \u00fcber die M\u00f6glichkeiten der verbesserten Zusammenarbeit aller Beteiligten im Sinne des Qualit\u00e4tsmanagements nachgedacht werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAusgehend von der wachsenden Bedeutung der Bestandspflege f\u00fcr Kulturwerte, dem schonenden Umgang mit Ressourcen und dem Erscheinungsbild unserer St\u00e4dte und Regionen will die am 7.11.2001 geplante Veranstaltung baukulturelle Verantwortung konkret machen.<br \/>\nDas Konzept sieht vor, dass an Fallbeispielen diskutiert wird, wie Bestandspflege im Alltag aussehen kann, wie der Stand der Technik hierbei ist, welche Ma\u00dfnahmen man Bauherren und Investoren raten kann, wie Fachplanung, Architekt und Kommune zusammenwirken k\u00f6nnen. Die Beispiele orientieren sich am Qualit\u00e4tsziel der Nachhaltigkeit. Im Mittelpunkt steht die angemessene Ber\u00fccksichtigung denkmalpflegerischer Anliegen und architektonischer Qualit\u00e4t bei der Bestandspflege.<br \/>\nDazu treten Denkmalpfleger mit Investoren, Kommunen, Handwerkern und planenden Berufen ins Gespr\u00e4ch. Es geht um Wissenstransfer, Fragen der Qualifizierung, Zusammenarbeit, Integration verschiedener Anliegen zu einer nachhaltigen baukulturellen Gesamtqualit\u00e4t: um Qualit\u00e4tsmanagement in der Bestandspflege.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die wichtigsten Ergebnisse und Diskussionsbeitr\u00e4ge wurden in Form der Braunschweiger Empfehlungen zur Bestandspflege zusammengefasst und im Rahmen des Symposiums am 7. November 2001 im Kreise von weit \u00fcber 100 Fachleuten aus dem ganzen Bundesgebiet er\u00f6rtert. Inhalt und Ergebnis des Symposiums wurden in einem Schriftband dokumentiert, der in der Reihe Initiativen zum Umweltschutz, Band 51 mit dem Titel Neue Wege zur Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege im Erich Schmidt Verlag, Berlin (2002) erschienen ist. Darin enthalten sind u.a.<br \/>\n&#8211;\tdas Grundsatzreferat Denkmalpflege<br \/>\n&#8211; die Baukultur der Nachhaltigkeit von Prof. Dr. J\u00f6rg Schulze<br \/>\n&#8211;\tdie Vortr\u00e4ge zu den Themenschwerpunkten Fachwerk, Naturstein und Qualit\u00e4tsmanagement<br \/>\n&#8211;\tdie Podiumsdiskussion<br \/>\n&#8211;\tdie Braunschweiger Empfehlungen zur Bestandspflege und<br \/>\n&#8211;\tein Anhang mit umfangreichen Literaturhinweisen, Internet-Adressen und vielen weiteren Informationen zum Thema.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>1.\tSymposium Qualit\u00e4tsmanagement in der Bestandspflege am 7. November 2001 in Braunschweig;<br \/>\n2.\tDiskussion der Ergebnisse im Rahmen der Initiative Architektur und Baukultur des Bundesministeriums f\u00fcr Verkehr, Bau und Wohnungswesen, insbesondere anl\u00e4sslich des Kongresses Baukultur in Deutschland im Dezember 2001 in K\u00f6ln;<br \/>\n3.\tStadlbauer, E.: Braunschweiger Empfehlungen zur Bestandspflege &#8211; ein Diskussionsbeitrag im Rahmen der Initiative Architektur und Baukultur. In: Segers-Glocke, C. (Hrsg.): Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen, Heft 1\/2002, S. 35-37, CW Niemeyer Buchverlage, Hameln 2002.<br \/>\n4.\tGro\u00dfe-Ophoff, Haspel, Segers-Glocke, Weinmann (Hrsg.): Neue Wege zur Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege. Dokumentation des Symposiums Qualit\u00e4tsmanagement in der Bestandspflege im Rahmen der Initiative Architektur und Baukultur. Initiativen zum Umweltschutz, Band 51, Erich Schmidt Verlag, Berlin (2002).<br \/>\n5.\tPr\u00e4sentation der Publikation Neue Wege \u0085 im Rahmen der Messe Denkmal 2002 in Leipzig.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Planen und Bauen der letzten Jahrzehnte waren in Deutschland stark von Abriss und Neubau sowie der Inanspruchnahme zus\u00e4tzlicher Fl\u00e4chen gepr\u00e4gt. Bauen im Bestand im Sinne von \u00f6kologisch und \u00f6konomisch intelligenten L\u00f6sungen zur Bestandpflege und Ert\u00fcchtigung gewinnen demgegen\u00fcber zuneh-mend an Stellenwert. Die Stichworte Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit kennzeichnen die aktuelle Fachdiskussion. Die langfristig in Planungs- und Bauprozessen erforderliche Ganzheitlichkeit im Denken und Handeln sind erst ansatzweise erkennbar. In der Praxis werden, nicht zuletzt unter dem Gesichtspunkt der schnelleren Machbarkeit, auch leicht solche einseitigen technischen L\u00f6sungen favorisiert, deren Nachhaltigkeit nicht sicher gestellt ist. Als entscheidende Gesichtspunkte einer nachhaltigen Bau- und Denkmalkultur bed\u00fcrfen Kriterien wie Energieverbrauch und Energiebilanzierung, effektives Recycling sowie langfristige Betriebs- und Folgekosten verst\u00e4rkter Beachtung.<br \/>\nDas Leitbild der Langfristigkeit ist deshalb mit dem Begriff der Qualit\u00e4t in der Bewirtschaftung und Pflege des Bestandes unmittelbar verkn\u00fcpft. Qualit\u00e4tsmanagement in der Bestandspflege ist somit eine zentrale Zukunftsaufgabe. Dazu muss der aktuelle Stand von Forschung und Technik mit den spezifischen Anforderungen der Baupraxis und den Erfordernissen am Bauwerk kontinuierlich und bestm\u00f6glich in Einklang gebracht werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Begriff der Baukultur wird gegenw\u00e4rtig umfassend diskutiert. 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