  {"id":22603,"date":"2023-08-20T10:32:02","date_gmt":"2023-08-20T08:32:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19194-01\/"},"modified":"2023-08-20T10:32:02","modified_gmt":"2023-08-20T08:32:02","slug":"19194-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19194-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines Systems  f\u00fcr das \u00f6konomische und \u00f6kologische Verlegen von Entw\u00e4sserungskan\u00e4len und -leitungen in offener Bauweise unter Verwendung optimierter Beton- und Stahlbetonrohre"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die traditionelle Verlegung von Abwasserkan\u00e4len im offenen Rohrgraben ist gepr\u00e4gt durch ein hohes Ma\u00df an manuellen Arbeitsschritten, welche einerseits nachweislich zu einer Vielzahl von Sch\u00e4den bereits w\u00e4hrend oder unmittelbar nach der Bauausf\u00fchrung f\u00fchren k\u00f6nnen, andererseits zur Durchf\u00fchrung der Arbeiten relativ breite Rohrgr\u00e4ben erfordern. Die Folgen sind neben einer Gef\u00e4hrdung der Standsicherheit neuverlegter Rohre eine Kontamination von Boden und Grundwasser durch exfiltrierendes Abwasser sowie ein hoher Prim\u00e4renergieverbrauch und die Beanspruchung von Deponieraum und Rostoffressourcen durch &#8211; im Verh\u00e4ltnis zum Rohrvolumen &#8211; \u00fcberproportionalgro\u00dfe zu bewegende Bodenmassen. Ziel des Vorhabens ist es, das traditionelle Verlegeverfahren zu einer Systeml\u00f6sung unter Einsatz eines speziellen, aus statischer und verlegetechnischer Sicht optimierten Betonrohres weiter zu entwickeln, um durch Minimierung des manuellen Arbeitsanteiles und Verzicht auf Arbeitsraum im Rohrgraben eine Minimierung von Sch\u00e4den w\u00e4hrend der Bauausf\u00fchrung sowie von Bodenbewegung bzw. -deponierung zu erreichen und damit ein H\u00f6chstma\u00df an Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz zu erzielen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden-\tWeiterentwicklung des bew\u00e4hrten Gleitschienenverbauverfahrens unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Verf\u00fcllung der Verbauspur und Anpassung an das bereits entwickelte optimierte Rohr<br \/>\n&#8211;\tEntwicklung bzw. Weiterentwicklung der Verfahrenstechnik (Separatoren und Bodenkonditionierungsma\u00dfnahmen) zur Verf\u00fcllung der Verbauspur sowie des Rohrgrabens unter Wiederverwendung des entsprechend konditionierten Aushubbodens<br \/>\n&#8211;\tEntwicklung eines Rohrverlegeger\u00e4tes zur Ausrichtung und zum Zusammenziehen der Spezialrohre<br \/>\n&#8211;\tBau und Testeinsatz von Prototypen der o. a. Ger\u00e4te mit einer modifizierten Schnellwechselvorrichtung zur Montage an einem Hydraulikbagger<br \/>\n&#8211;\tErprobung der Systeml\u00f6sung im Rahmen einer Musterbaustelle unter realen Randbedingungen<br \/>\n&#8211;\tErarbeitung eines Handbuches mit Arbeitsanweisungen und Qualit\u00e4tsanforderungen<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das im Rahmen des Forschungsvorhabens entwickelte Optimierte Verlegeverfahren wurde auf einer Pilotbaustelle in Dortmund im Auftrag des Dortmunder Tiefbauamtes erstmals unter realen Randbedin-gungen eingesetzt. Hier war ein vorhandener Kanal auf einer L\u00e4nge von rund 65 m durch .Optimierte Rohre der Nennweite ON 700 zu erneuern. Die Baustelle zeichnete sich durch eine \u00e4u\u00dferst beengte in-nerst\u00e4dtische lage sowie eine relativ gro\u00dfe Verlegetiefe des Kanals von im Mittel etwa 6,0 m aus.<br \/>\nAuch unter diesen schwierigen Randbedingungen konnte die Verlegung der Optimierten Rohre mit dem neuen Verlegeverfahren erfolgreich abgeschlossen werden.<br \/>\nDurch den Einsatz einer speziellen Schnellwechselvorrichtung konnten alle Anbauger\u00e4te am Hydraulikbagger -Tiefl\u00f6ffel, Greifer, Rohrverlegeger\u00e4t, Separator zur Bodenaufbereitung, Verdichtungsger\u00e4t etc. problemlos gewechselt werden, so dass die Baustelle mit nur einem gummibereiften Bagger realisiert werden konnte.<br \/>\nBesonders hervorzuheben ist, dass eine Aufbereitung des ansonsten zum Wiedereinbau nicht geeigneten bindigen Grabenaushubs direkt auf der Baustelle umgesetzt wurde, so dass lediglich geringe Rest-mengen des Bodens zur Deponie abgefahren werden mussten.<br \/>\nTrotz der geringen Grabenbreite war eine lage-und h\u00f6henm\u00e4\u00dfige exakte Verlegung der Rohre m\u00f6glich.<br \/>\nDer schmale Bereich zwischen der Rohrau\u00dfenkante und dem gewachsenem Boden wurde gleichzeitig mit dem Ziehen der unteren Verbautafeln mit einem ebenfalls auf der Baustelle angemischten flie\u00dff\u00e4hi-gen und innerhalb weniger Stunden hydraulisch abbindenden Bodenmaterial verf\u00fcllt, so dass eine homogene Einbettung der Rohre dauerhaft sichergestellt ist.<br \/>\nDie Verdichtung des aufbereiteten Aushubbodens im Bereich der Hauptverf\u00fcllung erfolgte lagenweise mit einem Anbauverdichter.<br \/>\nDie Abnahme der neuen Kanalhaltung durch das Dortmunder Tiefbauamt erfolgte nach der Durchf\u00fchrung von Muffendichtheitspr\u00fcfungen sowie einer TV-Inspektion ohne Beanstandung.<br \/>\nZusammenfassend kann festgestellt werden, dass das im Rahmen des Forschungsvorhabens entwickel-te optimierte Verlegeverfahren ist f\u00fcr den Einsatz in der Praxis ohne weitere Zusatzforschungen geeignet ist.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>&#8211;\tPressetermin auf der Pilotbaustelle in Dortmund am 17.05.2006 (Beteiligung von Fach- und Tagespresse sowie WDR Fernsehen)<br \/>\n&#8211;\tKurzbericht Lokalzeit im WDR-Fernsehen am 17.05.2006<br \/>\n&#8211;\tBerichte in den Lokalteilen der Ruhr-Nachrichten sowie der Westf\u00e4lischen Rundschau am 18.05.2006<br \/>\n&#8211;\tVer\u00f6ffentlichung auf Unitracc.de (19.06.2006)<br \/>\n&#8211;\tVer\u00f6ffentlichung in der bi UmweltBau Heft 3\/2006<br \/>\n&#8211;\tProjektpr\u00e4sentation im Hause der Stadt Dortmund vor interessiertem Fachpublikum am 19.10.2006<br \/>\n&#8211;\tVer\u00f6ffentlichung in der tis -Tiefbau Ingenieurbau Stra\u00dfenbau Heft 12\/2006<br \/>\n&#8211;\tVortrag im Rahmen der 51. Betontage in Neu-Ulm am 15.02.2007<br \/>\n&#8211;\tVer\u00f6ffentlichung in der BFT -Betonwerk + Fertigteil-Technik Sonderheft 02\/2007<br \/>\n&#8211;\tHinweis auf das Optimierte Verlegeverfahren bei mehreren Vortr\u00e4gen im In- und Ausland<br \/>\n&#8211;\tWeitere Ver\u00f6ffentlichungen und Vortr\u00e4ge sind vorgesehen<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Als Fazit des Forschungsvorhabens ist festzuhalten, dass es gelungen ist, die Verlegung von Abwasserleitungen und -kan\u00e4len in offener Bauweise auf ein neues Qualit\u00e4ts- und dem Umweltschutz besser ge-recht werdendes Niveau zu stellen.<br \/>\nDas neue Verlegeverfahren erm\u00f6glicht es, die .optimierten Rohre in einem sehr schmalen Graben ohne Arbeitsraum zu verlegen. Ein Betreten des Grabens zur Ausrichtung und Zusammenf\u00fcgung der Rohre sowie zur Herstellung der Seitenverf\u00fcllung ist nicht mehr erforderlich.<br \/>\nDieser schmale Graben und die fast ausschlie\u00dfliche Nutzung des aufbereiteten Aushubmaterials f\u00fcr die Grabenverf\u00fcllung reduzieren Bodenaushub, -transport und -deponierung sowie die Inanspruchnahme wertvoller Sand-und Kiesressourcen als Austauschmaterial auf ein absolutes Minimum.<br \/>\nGenerell betrachtet f\u00fchrt das Optimierte Verlegeverfahren einerseits zu einer besseren Qualit\u00e4t der verlegten Leitungen und einer daraus resultierenden erh\u00f6hten Nutzungsdauer sowie zur Reduzierung der Umweltbelastungen, andererseits l\u00e4sst es ein Potenzial f\u00fcr nennenswerte Kosteneinsparungen erkennen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die traditionelle Verlegung von Abwasserkan\u00e4len im offenen Rohrgraben ist gepr\u00e4gt durch ein hohes Ma\u00df an manuellen Arbeitsschritten, welche einerseits nachweislich zu einer Vielzahl von Sch\u00e4den bereits w\u00e4hrend oder unmittelbar nach der Bauausf\u00fchrung f\u00fchren k\u00f6nnen, andererseits zur Durchf\u00fchrung der Arbeiten relativ breite Rohrgr\u00e4ben erfordern. Die Folgen sind neben einer Gef\u00e4hrdung der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[65,51,53],"class_list":["post-22603","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-nordrhein-westfalen","tag-ressourcenschonung","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"19194\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-19194.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"316.316,00","dbu_projektdatenbank_firma":"S & P Consult GmbH","dbu_projektdatenbank_strasse":"Konrad-Zuse-Str. 6","dbu_projektdatenbank_plz_str":"44801","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Bochum","dbu_projektdatenbank_p_von":"2004-03-16 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2006-03-15 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"1 Jahr und 12 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"0234-5167-0","dbu_projektdatenbank_inet":"www.stein.de","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Nordrhein-Westfalen","dbu_projektdatenbank_foerderber":"74","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"DBU-Abschlussbericht-AZ-19194.pdf","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/22603","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/22603\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35606,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/22603\/revisions\/35606"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22603"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22603"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22603"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}