  {"id":22576,"date":"2023-07-13T15:21:45","date_gmt":"2023-07-13T13:21:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19156-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:46","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:46","slug":"19156-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19156-01\/","title":{"rendered":"Entwicklungskonzept Hohe Schrecke (Vorphase)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt zielt darauf ab, einen wichtigen Beitrag zur Sicherung und Entwicklung des Waldgebietes Hohe Schrecke, einem sehr naturnahen Buchenwaldgebiet von bundesweit herausragender naturschutzfachlicher Bedeutung, \u00fcber die Initiierung einer nachhaltigen Regionalentwicklung des direkten Umfeldes zu leisten. Die betroffene Region hat erkannt, dass eine nachhaltige Regionalentwicklung mit den Schwerpunkten Umwelttourismus, nachhaltige Landnutzung von Wald und Landwirtschaft, Umweltbildung, F\u00f6rderung regionaler Wirtschaftskreisl\u00e4ufe vor dem Hintergrund dieses einmaligen, aber bislang kaum bekannten Waldgebietes, die einzige reelle Entwicklungschance bietet. Das vorliegende Projekt finanziert eine Machbarkeitsstudie, in der die verschiedenen Teilprojekte der einzelnen Schwerpunkte auf Realisierbarkeit gepr\u00fcft werden und in der die geeignete Organisationsstruktur zur Umsetzung dieses Vorhabens aufgebaut wird.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden1. Schritt: Mai 2004 bis September 2004: Aufbau der Arbeitskreise; Aufbau eines regionsinternen Netzwerkes; Vorbereitung einer Regionalkonferenz; Interviews mit starken regionalen Akteuren; Vorbereitung schnell zu realisierender Projekte: Einrichtung einer Internet-Homepage (m\u00f6glichst schnell); Informationsaustausch mit den zust\u00e4ndigen Ministerien sowie sonstigen politischen Gremien; Erstellung eines Aktionspapiers; Pressearbeit<br \/>\n2. Schritt: Oktober 2004 bis M\u00e4rz 2005: Durchf\u00fchrung einer Regionalkonferenz; Teilnahme am Euregia-Kongress in Leipzig; Arbeit in den Arbeitskreisen; Priorisierung von Entwicklungsprojekten und Erstellen von Informationsbl\u00e4ttern zu den Projekten mit hoher Priorit\u00e4t, Vernetzung mit anderen regionalen und \u00fcberregionalen Entwicklungsans\u00e4tzen; Einladung externer Fachleute zu Vortr\u00e4gen; Erstellung einer Image-Brosch\u00fcre; Ausbau der Internet-Homepage; Interviews mit wichtigen Entscheidungstr\u00e4gern in Th\u00fcringen und Sachsen-Anhalt<br \/>\n3. Schritt:<br \/>\nApril 2005 bis Juli 2005: Durchf\u00fchrung einer Zukunftswerkstatt Hohe Schrecke; Erstellen eines Ergebnisberichtes; Fortf\u00fchren der Arbeitskreise; Organisation von Erlebnis-Events mit Bezug zur Hohen Schrecke (Bereiche Sport, Kunst, Kultur); Ausformulierung von Projektantr\u00e4gen f\u00fcr Umsetzungsprojekte; Abschlussbericht.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der gesamte Verlauf der Machbarkeitsstudie wurde durch den drohenden Verkauf der wertvollsten Teile des Waldgebietes durch die Landesentwicklungsgesellschaft Th\u00fcringen (LEG) im Auftrag der Landesregierung \u00fcberschattet. Um die k\u00fcnftigen Waldbesitzer in das Projekt gleich mit einbinden zu k\u00f6nnen, wurde die Fertigstellung der Studie mehrfach verschoben, da seitens der LEG signalisiert worden war, dass der Abschluss der Verkaufsverhandlungen kurz bevorstehe. Die seitens der Umlandgemeinden viel-fach eingeforderte Einbindung in die Verkaufsverhandlungen fand nicht statt. Auch die Inhalte der parallel weiterentwickelten Machbarkeitsstudie mit ihren Projektinhalten wurden nicht in den im Juli 2006 abgeschlossenen Kaufvertrag zwischen der LEG und einem Privatunternehmen \u00fcbernommen.<br \/>\nDer Verkauf wurde allerdings bislang noch nicht abgeschlossen, da s\u00e4mtliche betroffene Gemeinden ihr Vorkaufsrecht in Anspruch genommen haben. Buchst\u00e4blich in letzter Minute entwickelte sich eine ungew\u00f6hnliche Allianz, die erst die Grundlage f\u00fcr die weitere Entwicklung schuf. Es wurden zwei Unternehmer gefunden, die die Kommunen bei der Erwirkung ihres Vorverkaufsrechtes unterst\u00fctzen, in dem sie Ihnen eine Zwischenfinanzierung f\u00fcr den Fl\u00e4chenkauf sowie die Gr\u00fcndung einer Stiftung gew\u00e4hren. In einer vertraglich abgesicherten Vereinbarung wurde ein Bewirtschaftungskonzept zu Grunde gelegt, in dem fast 25 % der gesamten Waldfl\u00e4che nutzungsfrei bleibt und der Rest unter Ber\u00fccksichtigung naturschutzfachlicher Vorhaben bewirtschaftet wird. Aktuell findet vor Gericht ein Rechtsstreit bez\u00fcglich der Zul\u00e4ssigkeit der Vorgehensweise der Gemeinden bei der Anwendung des Vorkaufsrechtes statt.<br \/>\nDie verschiedenen im Rahmen der Machbarkeitsstudie gepr\u00fcften Einzelprojekte, wie Urwaldtrail Wiegental, Erlebniswegenetz, Turm der Zeitreisenden, Historisches Dorf, Gl\u00e4serner Forstbetrieb, Themen Pavillons und Waldinformationszentrum Schloss Wiehe wurden im Rahmen der Machbarkeitsstudie konkretisiert, jedoch mangels konkreter Projekttr\u00e4ger nicht umsetzungsreif weiterentwickelt. Im Falle einer gerichtlichen Best\u00e4tigung des in Anspruch genommenen Vorkaufsrechtes der Gemeinden steigen jedoch die Umsetzungschancen einzelner Projekte \u00fcber die bis dahin voraussichtlich gegr\u00fcndete Stiftung Hohe Schrecke deutlich.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die \u00d6ffentlichkeitsarbeit f\u00fcr das Projekt fand w\u00e4hrend der vergangenen Jahre im Rahmen der Machbarkeitsstudie in hohem Ma\u00dfe \u00fcber die Regionalpresse statt. Sie war leider stark gepr\u00e4gt durch die Auseinandersetzungen zwischen der LEG und den Kommunen sowie deren verb\u00fcndeten Umweltverb\u00e4nden (allen voran der BUND). Weitreichende Beachtung fand die im Februar 2005 veranstaltete Regionalkonferenz. Das Einbinden wichtiger Beh\u00f6rdenvertreter, wie des Pr\u00e4sidenten der Th\u00fcringer Landesanstalt f\u00fcr Umwelt und Geologie sowie von Prof. Vogtmann, dem Pr\u00e4sidenten des Bundesamtes f\u00fcr Naturschutz, f\u00f6rderte eine verst\u00e4rkte Wahrnehmung in Fachkreisen. Auf politischer Ebene wurden immer wieder f\u00fchrende Landespolitiker Th\u00fcringens mittels Exkursionen mit dem Projekt konfrontiert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Projektinhalte bilden nach wie vor einen verfolgungsw\u00fcrdigen Ansatz f\u00fcr die Regionalentwicklung. Bei allen Quersch\u00fcssen gegen das Projekt wurden die Inhalte nicht in Frage gestellt. Die ernsthaftesten Kritiken stellen die Finanzierbarkeit und Umsetzbarkeit aus Gr\u00fcnden mangelnder Ressourcen (finanzieller und organisatorischer Art) in Frage. Es wurden aber von keiner Seite auch nur ann\u00e4hernd alternative Entwicklungskonzepte in den Raum gestellt. Als Fazit ergibt sich zum einen die Notwendigkeit, externes Geld in die Region zu bringen. Hierzu sind erste positive Aussagen von mittlerweile eingebundenen regionalen Unternehmern get\u00e4tigt worden. Au\u00dferdem sind die Vor\u00fcberlegungen zur Gr\u00fcndung einer regionalen B\u00fcrgerstiftung weitergetrieben worden, in der die betroffenen Kommunen sich engagieren wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt zielt darauf ab, einen wichtigen Beitrag zur Sicherung und Entwicklung des Waldgebietes Hohe Schrecke, einem sehr naturnahen Buchenwaldgebiet von bundesweit herausragender naturschutzfachlicher Bedeutung, \u00fcber die Initiierung einer nachhaltigen Regionalentwicklung des direkten Umfeldes zu leisten. 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