  {"id":22483,"date":"2023-07-13T15:21:39","date_gmt":"2023-07-13T13:21:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19015-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:39","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:39","slug":"19015-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19015-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung von Produkten und Technologieprototypen f\u00fcr die gesamtheitliche Flutlackierung zur Steigerung der \u00d6kologie- und \u00d6konomieeffizienz bei der industriellen Holzbeschichtung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zur Abfallreduzierung und -vermeidung bei der Verwendung von Lacken und Farben m\u00fcssen Produkte und Technologien identifiziert werden, bei denen ein hoher Recyclinganteil unter Wahrung der Qualit\u00e4t realisiert werden kann. Die ganzheitliche Flutlackiertechnologie speziell f\u00fcr Holzau\u00dfenbauteile und -produkte stellt eine relativ z\u00fcgig umzusetzende Alternative einer umweltgerechten L\u00f6sung zur gesetzlich geforderten Emissionsminderung von organischen L\u00f6semitteln f\u00fcr deutsche Holzbeschichtungsbetriebe dar. Ziel des Projektes war es, bislang im Markt nicht vorhandene ganzheitlich flutf\u00e4hige Beschichtungssysteme f\u00fcr eine weite Spanne von Holzbauteilen zu entwickeln und an einer flexiblen Modellflutanlage potentiellen Anwendern im Rahmen einer intensiven Ergebnisverwertungsphase vorzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Basis zum Erreichen der angestrebten Projektziele war durch den Einbau von 4 Meilensteinen in dem Projektablauf gegeben. Die Stufe A des Projektes beinhaltete: Flutlackentwicklung &#8211; Optimierung &#8211; Pr\u00fcfung &#8211; Laborversuche &#8211; Musterobjekte. Die Stufe B bestand aus folgenden Arbeitspaketen: Festlegung von geeigneten Technologiekonzepten &#8211; Trocknung &#8211; Bau der Modelllaboranlage &#8211; Planung und Layout des Prototypen. Aufbauend auf den Ergebnissen der Stufe A wurden technologische Konzepte f\u00fcr Anwenderklassen entwickelt und unter Einbeziehung von erprobten industriellen Trocknungsverfahren beim Bau der Modellflutanlage ber\u00fccksichtigt. Die entwickelte Miniaturlaborflutanlage stellt eine flexible Demonstrationseinheit dar. Darauf basierend wurde ein Prototyp entwickelt, der eine gesamtheitliche Flutlackierung von Holzau\u00dfenbauteilen bei flexibler Auslastung, Ausf\u00fchrung und Dimensionierung erm\u00f6glicht. In der Stufe C wurde der Einbau dieses Prototypen in die R\u00e4umlichkeiten der Firma Rhenocoll bei Kusel (Rheinland-Pfalz) vorgenommen. Die Einweihung und Demonstration erfolgte am 25.06.2004 im Rahmen eines Demonstrationsworkshops unter Teilnahme der Fachpresse und Vertretern der DBU. In der letzten Stufe D, die zur Verwertung und Verbreitung der generierten Innovationen abzielte, gab es eine Demonstrationsvorf\u00fchrung gemeinsam mit kleinen und mittelst\u00e4ndischen Lackverarbeitern. Bei zwei teilnehmenden Unternehmen wurden weitere Vorf\u00fchrungen im Herbst 2004 und im Fr\u00fchjahr 2005 durchge-f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Innerhalb der Stufe A wurden ca. 10 lasierende und 20 deckende Laborchargen im ersten Projektabschnitt formuliert. Im zweiten Projektabschnitt galt es dann im Wesentlichen die Verlaufs- und Entsch\u00e4umungseigenschaften der im ersten Projektabschnitt entwickelten Formulierungen zu optimieren. Zun\u00e4chst mussten dazu 24 weitere Modellrezepturen hergestellt und gepr\u00fcft werden. Zwei Rezepturen, jeweils f\u00fcr die Bereiche lasierend und deckend. wurden bei der abschlie\u00dfenden Flutvorf\u00fchrung im Rahmen der Stufe D bei der Fa. Pado Elementebau in Braunschweig am 16.\/17.03.2005 ausgew\u00e4hlt und pr\u00e4sentiert. Eine der Rezepturen (wei\u00dfer Farbton) erwies sich jedoch als nicht ausreichend alterungsbest\u00e4ndig und wurde bis August 2005 nachformuliert. Somit konnte zun\u00e4chst nur der lasierende Beschichtungsaufbau eine Produktionsfreigabe bekommen. Eine Freigabe f\u00fcr den deckendwei\u00dfen Beschichtungsaufbau kann erst nach Abschluss der erg\u00e4nzenden Bewitterungstests erfolgen, was au\u00dferhalb der Projektlaufzeit im Dezember 2005\/Januar 2006 zu erwarten w\u00e4re. F\u00fcr die Stufe B wurde eine Miniaturlaborflutanlage zur Entwicklung von Lacken mit geringem Fl\u00fcssiglackmaterialbedarf f\u00fcr flutf\u00e4hige Untergr\u00fcnde sowie dessen Anwendung bei kleintechnischen Laborversuchen vor der konventionellen gro\u00dftechnischen Entwicklungsstufe angefertigt und als Patent angemeldet (PST-Fall Nr.: 03F43731-WKI). F\u00fcr die Entwicklungsarbeiten der Stufe A und sp\u00e4ter f\u00fcr die Generierung des Prototypen bei der Fa. Rhenocoll in Konken (Stufe C) konnten mittels dieser Minilaborflutanlage die experimentellen Flutlackgebinde kleintechnisch so weiterentwickelt werden, sodass gr\u00f6\u00dfere Gebindemengen f\u00fcr flutf\u00e4hige Substrate (z. B. Massivholz oder Holzwerkstoffe) f\u00fcr den gro\u00dftechnischen industriellen Demotag am 25.06.2004 und die weiteren Anwenderflutversuche mit gutem Erfolg hergestellt werden konnten. Im Rahmen einer Betriebsdatenerfassung bei zwei repr\u00e4sentativen Unternehmen zeigte sich, dass durch den Einsatz der ganzheitlichen Flow-Coat-Technologie Einsparungspotentiale im Bereich von 40 % m\u00f6glich sind. \u00dcberdies hinaus l\u00e4sst sich bei einem ca. 30% h\u00f6heren Auftragswirkungsgrad, die Menge an Lackabfall, der Energiebedarf und die L\u00f6semittelabdunstung signifikant absenken. Die Projektergebnisverbreitung erfolgte \u00fcberwiegend durch fallgruppenspezifische Umsetzungskonzepte im Rahmen von insgesamt 10 Demonstrationstagen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Berichtszeitraums bis 31.10.2005 wurde das Projekt durch einen gemeinsamen Vortrag zwischen dem Fraunhofer WKI und der Fa. Rhenocoll w\u00e4hrend des NHN Er\u00f6ffnungssymposiums am 31.10.2003 in G\u00f6ttingen und anl\u00e4sslich des 12. Holztechnischen Kolloquiums am 02. und 03.03.2004 in Braunschweig vorgestellt. In der Ausgabe vom 08.04.2004 hat das Holzzentralblatt (HZB Nr. 28; S. 359) dar\u00fcber berichtet, wobei die DBU als Projektf\u00f6rderer genannt wurde. Am 25.06.2004 (2. Phase) hat ein FLOWCOAT Demotag bei der Fa. Rhenocoll in Konken stattgefunden, wo neben den Projektverantwortlichen auch die DBU vertreten durch Dr. M. Hempel anwesend war und das Projekt vorgestellt hat. Die Fachpresse war ebenfalls geladen und hat \u00fcber das Projekt an verschiedenen Stellen berichtet. Ein Hauptbericht zu der Thematik wurde in der Ausgabe 4\/2004 der Zeitschrift HOLZ. Bei der Fa. Pado Elementebau in Braunschweig wurde daher am 17.03.2005 ein Anwenderworkshop durchgef\u00fchrt. Dieser wurde von einer Redakteurin der Braunschweiger Zeitung begleitet und am 31.03.2005 wurde ebenfalls dar\u00fcber berichtet. Des Weiteren erfolgte eine Pr\u00e4sentation des Projektes am 04.05.2005 anl\u00e4sslich der LIGNA + 2005 in Hannover. Projektabschlie\u00dfend wurde wiederum bei der Fa. PADO Elementebau GmbH am 01.11.2005 eine Anwenderflutung unter Anwesenheit der Regionalpresse (Braunschweiger Zeitung) durchgef\u00fchrt und am 08.11.2005 dar\u00fcber berichtet.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit erfolgter Umsetzung der Entwicklung bei einem Anwender in Deutschland im Zeitraum M\u00e4rz-Oktober 2005 sind die vereinbarten Projektzielvorgaben erfolgreich erreicht worden. Die Miniaturflutanlage hat f\u00fcr die Entwicklung der Laborformulierungen wichtige technische Hinweise liefern k\u00f6nnen und erlaubt die Anfertigung von kleineren Pr\u00fcfk\u00f6rpern f\u00fcr die notwendigen Qualit\u00e4tspr\u00fcfungen u.a. nach DIN EN 927. Die letztendlich 9. und 10. Versuchsreihe hat dann ab Juli 2004 erfolgversprechende labortechnische Rezepturen hervorgebracht, die in den Versuchsreihen 11 und 12 auf gro\u00dftechnisches Niveau gebracht und erfolgreich zwischen M\u00e4rz 2005 und Oktober 2005 bei der Fa. PADO Elementebau, Braunschweig eingesetzt werden konnten. Die begleitenden qualit\u00e4tsentscheidenden Bewitterungsversuche haben f\u00fcr die halbtransparenten Beschichtungsaufbauten sehr gute Ergebnisse geliefert, sodass ab November 2005 mit der Produktion von ganzheitlich gefluteten Holzfenstern bei der Fa. PADO Elementebau begonnen werden k\u00f6nnte. Die ermittelten hohen Einsparungspotentiale im Vergleich zu den derzeitigen Beschichtungskosten pro Fenstereinheit ergeben sich vorrangig aus den geringeren Prozessschritten und dem niedrigeren Lackverbrauch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zur Abfallreduzierung und -vermeidung bei der Verwendung von Lacken und Farben m\u00fcssen Produkte und Technologien identifiziert werden, bei denen ein hoher Recyclinganteil unter Wahrung der Qualit\u00e4t realisiert werden kann. 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