  {"id":22400,"date":"2024-11-27T10:42:38","date_gmt":"2024-11-27T09:42:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/33487-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:42:40","modified_gmt":"2024-11-27T09:42:40","slug":"33487-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/33487-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Stadtquartiere am Beispiel des Modellvorhabens Wolfsburg-Hellwinkel"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Quartiersentwicklungsplanung Hellwinkel baut auf dem Ergebnis eines st\u00e4dtebaulichen Gutachterverfahrens auf. Hierin wurden die Ziele und Planungen f\u00fcr das Stadtquartier Hellwinkel \u00fcber drei Leitbildern konkretisiert.<br \/>\nDas Leitthema \u0084Landschaft und Natur\u0093 richtet ein besonderes Augenmerk auf das Quartiersklima und den Anpassungsma\u00dfnahmen an klimatische Ver\u00e4nderungen und wird vertieft durch einen konsequenten Ansatz zur Nutzung lokaler und regenerativer Ressourcen und der Verwendung recycelbarer und gesunder Baumaterialien.<br \/>\nDas Leitthema \u0084Vielfalt und Mischung\u0093 wird insbesondere in den Bebauungstypologien durchgearbeitet. Durch die Setzung von \u00fcber die Festlegungen im Bebauungsplan hinausgehenden Regeln sollen einerseits die Vielfalt, Unterscheidbarkeit und Qualit\u00e4t der sechs Bebauungstypologien gest\u00e4rkt werden.<br \/>\nDas Leitthema \u0084Nachbarschaften\u0093 wird auf zwei Ebenen betrachtet. Das nachbarschaftliche Miteinander im Quartier wird vor allem an der Schnittstelle von \u00f6ffentlichem und privatem Raum ausformuliert. Auf der Ebene des Baublocks sind in Probeentw\u00fcrfen f\u00fcr die Baubl\u00f6cke mit den einzelnen Bebauungstypologien Fahrradstellpl\u00e4tze, Wertstoffpl\u00e4tze und Gemeinschaftsr\u00e4ume jeweils in den Grundrissen sinnvoll verortet.<br \/>\nZiel ist es, durch die Beispielentw\u00fcrfe im entwickelten Gestaltungshandbuch die an der Realisierung beteiligten Planer anzuregen, in ihren eigenen Entw\u00fcrfen ein besonderes Augenmerk auf diese Fragestellungen des t\u00e4glichen Lebens zu legen und hierf\u00fcr attraktive, gut funktionierende und alltagstaugliche L\u00f6sungen umzusetzen.<br \/>\nDie integrale und Gewerke \u00fcbergreifende Planung und Entwicklung von Quartier und Geb\u00e4uden soll im Sinne der konsequenten Umsetzung der Vorgaben aus dem Gestaltungshandbuch fachlich begleitet werden. Die beteiligten Architekten, Fachplaner und Bauherren sollen im Rahmen des Entwurfsprozesses in Bezug auf die Umsetzung der NachhaltigkeitsForderungen des Gestaltungshandbuches und der energetischen Optimierung der Entw\u00fcrfe beraten werden. Die wesentlichen Projektziele sind:<br \/>\n&#8211;\tEntwicklung allgemeing\u00fcltiger Vorgaben zur Optimierung von Wettbewerbsverfahren sowie Planungs- und Bauprozessen von Neubau Stadtquartieren<br \/>\n&#8211; \tModellhafte Planung und Umsetzung des Neubau-Stadtquartiers im Sinne der Nachhaltigkeit<br \/>\n&#8211;\tBewertung der energetischen Effizienz \u00fcber ein betriebsbegleitendes Monitoring, Betriebsoptimierung<br \/>\n&#8211; \tErarbeiten, Anwenden und Bewerten von Planungshilfsmitteln und Ma\u00dfnahmen zur fachlichen Begleitung des Planungs- und Bauprozesses, Aufbau auf das bereits entwickelte Gestaltungshandbuch<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden1. Erstellung der relevanten Werkzeuge \/ Definition von Anforderungen<br \/>\n&#8211; Formulierung der Auslobungsunterlagen entsprechend der Vorgaben des GHB<br \/>\n&#8211; Entwicklung einer Checkliste und eines Durchf\u00fchrungshandbuches als Extrakt des GHB<br \/>\n&#8211; Vorgaben zur Erreichung eines nachhaltigen Geb\u00e4udebetriebes<br \/>\n&#8211; Anpassung der Anforderung an die Energieeffizienz von Geb\u00e4uden<br \/>\n2. Qualit\u00e4tssicherung im Wettbewerbs-, Planungs- und Bauprozess<br \/>\n&#8211; Pr\u00fcfung und Bewertung der Wettbewerbsbeitr\u00e4ge nach Vorgaben des GHB<br \/>\n&#8211; Pr\u00fcfung der Entwurfs- und Ausf\u00fchrungsplanung auf Anforderungen gem. GHB<br \/>\n&#8211; Unterst\u00fctzung bei der Gestaltung der Planung im Dialog<br \/>\n&#8211; Qualit\u00e4tssicherung im Bauprozess<br \/>\n&#8211; Begleitung der \u00dcbergabe und Inbetriebnahme<br \/>\n&#8211; Abgleich des Monitoringkonzeptes je Baufeld<br \/>\n&#8211; Begleitung der Monitoringphase und Betriebsoptimierung<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Verfahren des \u0084Planens und Bauens im Dialog\u0093 hat sich als richtiger Ansatz erwiesen. Auch die Zusammenf\u00fchrung der Anforderungen an das Quartier und die Baufelder sowie die Au\u00dfenanlagen in einem Gestaltungshandbuch hat sich als Instrument f\u00fcr die Planungsarbeit und den Dialog bew\u00e4hrt. Die Vereinfachung und Verdichtung der Anforderungen zusammen mit der Nutzung bzw. dem Bezug auf ohnehin erforderliche Unterlagen (z. B. W\u00e4rmeschutznachweis statt dynamischer Simulation) hat den Aufwand reduziert und die Kommunikation in den Projekten vereinfacht. Die Einbindung der Planungsteams in die B\u00fcrgerinformations-Veranstaltungen sowie deren Angebot an sich hat sich ebenfalls bew\u00e4hrt.<br \/>\nDie Ergebnisse der umgesetzten Baufelder im ersten Bauabschnitt dokumentieren den Erfolg der Vorgehensweise bzw. des Verfahrens. Mit dem zweischalig mit Polycarbonath\u00fclle umgesetzten Baufeld H1 und dem zur Umsetzung vorgesehenen, bereits in der Planungsphase mehrfach hinsichtlich der Nachhaltigkeit pr\u00e4mierten Baufeldern N1 und J2 \u0084Woodscraper\u0093 werden Geb\u00e4ude erstellt, die dem Anspruch eines modernen, vielf\u00e4ltigen und innovativen Quartiers gerecht werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die \u00d6ffentlichkeitsarbeit innerhalb des Vorhabens erfolgt auf mehreren Ebenen.<br \/>\n&#8211;\tInformationen vor Ort<br \/>\nDie Information der B\u00fcrger als sp\u00e4tere Nachbarn oder Bewohner ist wesentlicher Bestandteil der \u00d6ffent-lichkeitsarbeit. So wird im Rahmen zu Beginn des Planungs- und Umsetzungsverfahrens des ersten Bauab-schnittes eine Informationsveranstaltung vor Ort monatlich zu festen Terminen durchgef\u00fchrt.<br \/>\n&#8211;\tOnline-Information zum Quartier<br \/>\nDie B\u00fcrger haben die M\u00f6glichkeit sich online \u00fcber die Entwicklung im Entwicklung im Quartier zu informie-ren. Neben Fotos und weiteren Informationen zum Stand der Umsetzung besteht auch die M\u00f6glichkeit zum Download von Dateien zum Projekt wie z.B. Brosch\u00fcren, Flyern, dem GHB usw.<br \/>\n&#8211;\tTeilnahme am Tag der Architektur 2021<br \/>\nEine weitere \u00d6ffnung und Publikation der Quartiersentwicklung nach au\u00dfen ist die Teilnahme am Tag der Architektur 2021.<br \/>\n&#8211;\tAusstellungen<br \/>\nDie Ergebnisse aus dem ersten Auswahlverfahren f\u00fcr den zweiten Bauabschnitt der Hellwinkel Terrassen werden im Mai 2021 im Alvar-Aalto-Kulturhaus ausgestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Insgesamt hat sich das f\u00fcr das Neubau-Wohnquartier \u0084Hellwinkel-Terrassen\u0093 entwickelte Verfahren der Begleitung von Wettbewerb \u00fcber die Planung bis zum Bau auf Basis per Gestaltungshandbuch definierten und dann im weiteren Verlauf fortgeschriebenen Vorgaben an Investoren und Planer bew\u00e4hrt. Es soll auf weitere Quartiersentwicklungen angewendet und erweitert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Quartiersentwicklungsplanung Hellwinkel baut auf dem Ergebnis eines st\u00e4dtebaulichen Gutachterverfahrens auf. Hierin wurden die Ziele und Planungen f\u00fcr das Stadtquartier Hellwinkel \u00fcber drei Leitbildern konkretisiert. 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