  {"id":22398,"date":"2023-07-13T15:21:32","date_gmt":"2023-07-13T13:21:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18894-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:34","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:34","slug":"18894-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18894-01\/","title":{"rendered":"FlussBett &#8211; Kunstprojekt, Ausstellung, Sch\u00fclerwettbewerb zum Thema: Wasser ist Leben"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Anlass des Vorhabens war die Begleitung des Cloppenburger Kultursommers 2001 durch ein k\u00fcnstlerisches Projekt. Ein tempor\u00e4res Kunstwerk wurde favorisiert, das eine eindringliche Pr\u00e4senz im Cloppenburger Stadtbild aufweisen sollte. Weiterhin galt es,  \u00fcber das \u00e4sthetische Erleben zur inhaltlichen Auseinandersetzung anzuregen. F\u00fcr die Ausf\u00fchrung des Projektes konnte die K\u00fcnstlerin B\u00e4rbel Hische gewonnen werden. Kernidee der K\u00fcnstlerin war die Thematisierung des Cloppenburger Stadtflusses (Soeste). Das Flussbett der Soeste sollte im Bereich der Innenstadt durch ein k\u00fcnstlerisch gestaltetes FlussBett verfremdet werden, um sowohl f\u00fcr die st\u00e4dtebauliche Bedeutung der Soeste als auch besonders f\u00fcr \u00f6kologische Fragen zu sensibilisieren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenErster Arbeitsschritt war die Konzeption des k\u00fcnstlerischen Projektes. Das FlussBett sollte in der Aneinanderreihung transparenter Kunststoffkissen die Soeste im Bereich der Innenstadt \u00fcber eine L\u00e4nge von 800m bedecken. Am Boden der luftgef\u00fcllten Kissen waren Darstellungen von Pflanzen geplant, die an der Soeste wachsen (oder wachsen k\u00f6nnten). Bei der Auswahl der Pflanzen war die Zusammenarbeit mit dem Nieders\u00e4chsischen Landesbetrieb f\u00fcr Wasserwirtschaft und K\u00fcstenschutz durch kompetente Beratung hilfreich. Die K\u00fcnstlerin forschte weiterhin nach den Ver\u00e4nderungen des Flussbettes im Laufe der Geschichte. Nach dieser Vorarbeit und der Genehmigung des Projektes durch die beteiligten Beh\u00f6rden erfolgte &#8211; wie geplant &#8211; die Ausf\u00fchrung der k\u00fcnstlerischen Installation, die am 22. Juni 2001 er\u00f6ffnet wurde. Dieses Kunstprojekt konnte durch ein vielschichtiges Begleitprogramm erweitert werden. Es galt, sowohl das Flussbett der Soeste als \u00f6kologisches System zu thematisieren, als auch durch diese interdisziplin\u00e4re Begleitung ein m\u00f6glichst breites Publikum anzusprechen (S\u00e4uberungsaktion des Flussbettes, didaktische Ausstellung zum Thema Lebensraum Wasser, Tag des Wassers, Vortrag \u00fcber die Geschichte der Soeste und ihre Bedeutung als Lebensraum f\u00fcr Tiere und Pflanzen). Das Kunstprojekt selber wurde in der dramatischen Hochwassernacht vom 27. 06. 2001 zerst\u00f6rt. Die geretteten Kissen sind am 28. 07. 2001 zu einer neuen Installation zusammengestellt worden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das intendierte Ziel des durchgef\u00fchrten Kunstprojektes FlussBett einer Sensibilisierung f\u00fcr \u00f6kologische Fragen sowie einer Diskussion \u00fcber die st\u00e4dtebauliche Dimension der Soeste ist voll erreicht worden.<br \/>\nSchon bei der Installation des Kunstwerkes wurde der Cloppenburger Stadtfluss neu ins Bewusstsein gerufen der Bev\u00f6lkerung gerufen, was mit der Er\u00f6ffnung und dem interdisziplin\u00e4ren Begleitprogramm noch verst\u00e4rkt worden ist. Eine Diskussion setzte ein \u00fcber den Stellenwert des Flusses im Stadtbild von Cloppenburg, \u00fcber das Problem der Kanalisierung sowie \u00fcber die Bedeutung des Flusses als Lebensraum f\u00fcr Flora und Fauna. Damit antwortete das Kunstwerk auf den Strukturg\u00fcterbericht f\u00fcr Wasserwirtschaft und K\u00fcstenschutz (NLWK), in dem kritisch zu den Ver\u00e4nderungen des Flussbettes der Soeste Stellung genommen wird (vgl. Auszug in der Dokumentation).<br \/>\nJedoch \u00fcber eine Fachdiskussion hinaus:<br \/>\nDurch die eindringliche Pr\u00e4senz im Cloppenburger Stadtbild konnte sich keiner diesem verfremdeten FlussBett entziehen. Man musste Stellung beziehen und war zur kritischen Auseinandersetzung aufgefordert. Kunst hat sich mit diesem Projekt nicht in dem elit\u00e4ren Ausstellungsbetrieb eines Museums oder einer Galerie, sondern im gesellschaftlichen Prozess direkt gebrochen.<br \/>\nDies wurde auch durch die bewusste Einbindung unterschiedlichster, Gruppen, \u00c4mter und Pers\u00f6nlichkeiten verst\u00e4rkt, die bei der Realisierung des Kunstwerkes mitgeholfen haben.<br \/>\nAllgemein wurde die Zerst\u00f6rung des Kunstwerkes durch die dramatische Hochwassernacht bedauert, wobei jedoch dieses Ereignis auch eine Diskussion \u00fcber das Problem der Kanalisierung des Flusses und der Versiegelung des Bodens provozierte. Zudem wurde die Abh\u00e4ngigkeit des Menschen von den M\u00e4chten der Natur mit diesem Ereignis deutlich vor Augen gef\u00fchrt.<br \/>\nDie angedachte Verweildauer des Kunstwerkes von vier Wochen konnte aufgrund des Hochwassers nicht eingehalten werden, wobei eine Neuinstallation der geretteten Kissen in der Cloppenburger Stadthalle sowie die Ausstellung und der begleitende Vortrag das Thema lebendig gehalten haben.<br \/>\nDie Kostenkalkulation hat sich als realistisch erwiesen. Durch partielle Kostenreduzierung aufgrund von Reklamationen und den Verkauf einiger Kissen (vgl. Zwischenbericht vom 16.09.01) konnte zudem eine Katalog-Dokumentation erstellt werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Positiv wurde in der Presse das Kunstprojekt begleitet. Ein Pressespiegel ist beigef\u00fcgt. Damit das Thema weiter lebendig bleibt und nicht verloren geht wurde eine Katalog-Dokumentation erstellt, in der die Idee und die Entwicklung des Kunstprojektes nachgezeichnet wird. Weiterhin wird aus botanischer Sicht \u00fcber die Pflanzen informiert, die an der Soeste noch (oder nicht mehr) wachsen. Ein kunsthistorische Einordnung des Projektes, ein Auszug aus dem Strukturg\u00fcterbericht des NLWK sowie pers\u00f6nliche Erinnerun-gen der K\u00fcnstlerin schlie\u00dfen sich an.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich kann ein positives Fazit gezogen werden. Ein vielschichtiger Diskussionsprozess \u00fcber den Fluss als Lebensraum Flora und Fauna sowie als \u00d6kosystem wurde provoziert. Weiterhin wurde die Bedeutung der Kunst im \u00f6ffentlichen Raum thematisiert und \u00fcber Beziehungen zwischen Kunst und Natur nachgedacht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Anlass des Vorhabens war die Begleitung des Cloppenburger Kultursommers 2001 durch ein k\u00fcnstlerisches Projekt. Ein tempor\u00e4res Kunstwerk wurde favorisiert, das eine eindringliche Pr\u00e4senz im Cloppenburger Stadtbild aufweisen sollte. Weiterhin galt es, \u00fcber das \u00e4sthetische Erleben zur inhaltlichen Auseinandersetzung anzuregen. 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