  {"id":22397,"date":"2025-07-05T10:32:05","date_gmt":"2025-07-05T08:32:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18893-01\/"},"modified":"2025-07-05T10:32:05","modified_gmt":"2025-07-05T08:32:05","slug":"18893-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18893-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines biotechnologischen Produktionsverfahrens zur Herstellung von Pimaricin sowie enzymatisch modifizierter Derivate zum Einsatz als Fungizid im Pflanzenschutz"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Schadorganismen verursachen in der Landwirtschaft weltweit j\u00e4hrlich Sch\u00e4den in Milliardenh\u00f6he. Dies f\u00fchrt nach wie vor zu einem massiven Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln.<br \/>\nPimaricin, ein fermentativ hergestelltes Naturprodukt, wird seit Jahren in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie zur Unterdr\u00fcckung des Schimmelpilz- und Hefewachstums erfolgreich eingesetzt.<br \/>\nGew\u00e4chshausversuche zeigen, dass der Einsatz von Pimaricin im Pflanzenschutz prinzipiell m\u00f6glich ist. Neben der toxikologisch sehr g\u00fcnstigen Bewertung hat der Einsatz von Pimaricin auch \u00f6kologische und \u00f6konomische Vorteile. Ziel dieses Projekts ist daher die Entwicklung eines Pflanzenschutzmittels auf der Basis des Wirkstoffs Pimaricin.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZun\u00e4chst wird in Kooperation zwischen der ASA Spezialenzyme GmbH (ASA) und der Universit\u00e4t Rostock, Abt. Technische Chemie (UR), ein Produktionsverfahren, insbesondere ein wirtschaftliches und umweltschonendes Aufreinigungsverfahren f\u00fcr Pimaricin entwickelt. Weiterhin soll unter Einbeziehung des Instituts f\u00fcr Biologischen Pflanzenschutz (IBP) durch Konzipierung einer geeigneten Formulierung die UV-Stabilit\u00e4t des Produkts erh\u00f6ht werden. Parallel hierzu versucht die UR durch gezielte enzymatische Modifizierungen sowohl die UV-Empfindlichkeit als auch die Wirkeffizienz positiv zu beeinflussen. In Ge-w\u00e4chshaus- und Freilandversuchen wird durch das IBP eine Charakterisierung der neuen Pimaricinpr\u00e4parate hinsichtlich der Eignung f\u00fcr den Pflanzenschutz erstellt. Abschlie\u00dfend wird eine \u00f6kotoxikologische Bewertung f\u00fcr die neu entwickelten Pimaricinpr\u00e4parate durch das Dr. U. Noack-Laboratorium f\u00fcr Ange-wandte Biologie (NLAB) vorgenommen.<br \/>\nAufgrund der Daten der Vorversuche betr\u00e4gt allein in Deutschland bei Einsatz von Pimaricin als Pflanzenschutzmittel in den Anwendungsbereichen Falscher Mehltau an Weinreben sowie Kartoffelf\u00e4ule ein theoretisches Einsparpotenzial von etwa 800 t Fungiziden pro Jahr.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Kooperationsvorhaben befasste sich mit der Entwicklung eines Verfahrens zur Herstellung und Aufarbeitung des Wirkstoffs Pimaricin sowie der enzymatischen Synthese von Pimaricinderivaten, die erst-mals als fungizider Wirkstoff im Pflanzenschutz verwendet werden sollten. Bei Pimaricin handelt es sich um ein fermentativ hergestelltes Naturprodukt, welches als hochreine Produktformulierung seit Jahren in verschiedenen Bereichen der Lebensmittel- und Pharmaindustrie zur Unterdr\u00fcckung des Schimmelpilz- und Hefewachstums erfolgreich eingesetzt wird. Labortests und Vorversuche der antragstellenden Ko-operationsgemeinschaft in Gew\u00e4chsh\u00e4usern zeigten, dass Pimaricin gegen\u00fcber einigen phytopathogenen Pilzen fungizid wirkt. Durch geeignete Formulierungen sowie enzymatische Modifizierung des vorliegenden Pimaricins sollte die UV-Stabilit\u00e4t des Produkts erh\u00f6ht und damit der Einsatz als Pflanzen-schutzmittel erm\u00f6glicht werden. Aufgrund der guten biologischen Abbaubarkeit und der toxikologischen Unbedenklichkeit von Pimaricin wurde eine enorme Umweltentlastung durch Substitution konventioneller Pflanzenschutzmittel bei erfolgreichem Projektabschluss erwartet. Die Zulassung als Pflanzenschutzmittel sollte nach Abschluss der vorgesehenen Arbeiten durch die Spie\u00df-Urania Chemicals GmbH, Hamburg, betrieben werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Vorhaben wurde vorzeitig beendet, da eine wirtschaftliche \u00dcberf\u00fchrung im Rahmen der beantragten Projektlaufzeit nicht in Aussicht gestellt werden konnte<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Schadorganismen verursachen in der Landwirtschaft weltweit j\u00e4hrlich Sch\u00e4den in Milliardenh\u00f6he. Dies f\u00fchrt nach wie vor zu einem massiven Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln. Pimaricin, ein fermentativ hergestelltes Naturprodukt, wird seit Jahren in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie zur Unterdr\u00fcckung des Schimmelpilz- und Hefewachstums erfolgreich eingesetzt. Gew\u00e4chshausversuche zeigen, dass der Einsatz von Pimaricin [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[47,64,52,53],"class_list":["post-22397","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-klimaschutz","tag-niedersachsen","tag-umweltforschung","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"18893\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-18893-ki.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"482.147,70","dbu_projektdatenbank_firma":"ASA Spezialenzyme GmbH","dbu_projektdatenbank_strasse":"Am Exer 19 c","dbu_projektdatenbank_plz_str":"38302","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Wolfenb\u00fcttel","dbu_projektdatenbank_p_von":"2001-12-05 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2004-12-05 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"3 Jahre","dbu_projektdatenbank_telefon":"+49 5331 8825-36","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Niedersachsen","dbu_projektdatenbank_foerderber":"80","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/22397","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/22397\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35400,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/22397\/revisions\/35400"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22397"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22397"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22397"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}