  {"id":22299,"date":"2023-07-14T10:32:31","date_gmt":"2023-07-14T08:32:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/13056-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:32:31","modified_gmt":"2023-07-14T08:32:31","slug":"13056-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/13056-01\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderschwerpunkt Biotechnologie: Enzyme Engineering XVI Conference, Workshop New Techniques"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Serie der Enzyme Engineering Conferences d\u00fcrfte die bedeutendste Konferenzreihe auf dem Gebiet der Enzymtechnologie weltweit sein. Die Initiative f\u00fcr diese Konferenzserie ging vor 30 Jahren von den USA aus. Vor 4 Jahren gelang es auf Initiative von Prof. Scheller, Potsdam, und Prof. Wandrey, J\u00fclich, das Exekutivkomitee der Konferenzserie zu \u00fcberzeugen, die Konferenz f\u00fcr 2001 nach Deutschland zu vergeben. Die o.g. Konferenz wurde in Potsdam im Seminaris See Hotel durchgef\u00fchrt. Angesprochen wurden weltweit Wissenschaftler sowohl im akademischen als auch im industriellen Bereich auf dem Arbeitsgebiet der Enzymtechnologie. Weitere Zielgruppen waren Vertreter von forschungsf\u00f6rdernden und internationalen Organisationen wie beispielsweise die OECD. Die Konferenz ist jeweils f\u00fcr maximal 150 Teilnehmer konzipiert, um bei den eigentlichen wissenschaftlichen Veranstaltungen Parallel Sessions zu vermeiden. Gleichzeitig soll durch die begrenzte Anzahl von Teilnehmern ein hohes Ma\u00df an pers\u00f6nlichem Austausch und pers\u00f6nlichem Kennenlernen, insbesondere w\u00e4hrend der Postersessions und der sogenannten Social Hours erm\u00f6glicht werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Konferenz war \u00fcberbucht, so dass trotz einiger Absagen, insbesondere aus dem nordamerikanischen Raum, 150 Teilnehmer registriert wurden. Die wissenschaftlichen Konferenzteilnehmer kamen aus 26 L\u00e4ndern, davon etwa 2\/3 aus dem akademischen Bereich (z.B. auf 20 Doktoranden) und 1\/3 aus dem industriellen Bereich. Es wurde darauf geachtet, dass bei den einzelnen Sessions m\u00f6glichst eine Mischung von akademischen und industriellen Rednern zum Zuge kamen. Vgl. z.B. die Session Industrial Biocatalysis: Hier haben die Veranstalter sich bem\u00fcht, die klassische Triade USA-Asien-Europa zu pr\u00e4sentieren. Aus jeder Region wurde ein Sprecher aus dem akademischen Bereich und ein Sprecher aus dem industriellen Bereich gewonnen. Hier haben alle 6 Redner zum gemeinsamen Thema Industrial Biocatalysis vorgetragen. Jeweils aus ihrer regionalen Sicht und aus ihrem beruflichen Umfeld.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Es zeichnete sich ab, dass Europa sowohl im akademischen Bereich als auch im industriellen Bereich auf dem Gebiet der Enzymtechnologie sowohl quantitativ als auch qualitativ durchaus vergleichbare Leistungen mit den anderen Weltregionen hervorgebracht hat. In einigen Gebieten (Herstellung von Feinchemikalien) kann man vielleicht sogar eine F\u00fchrungsposition f\u00fcr den europ\u00e4ischen Bereich erkennen. Am Abend des ersten Konferenztags hielt Nobelpreistr\u00e4ger Hartmut Michel den Er\u00f6ffnungsvortrag mit dem Titel Structures and Mechanisms of the Complexes from the Respiratory Chain. An der Universit\u00e4t Potsdam erfolgte ein Vortrag von Alan T. Bull, University of Kent, United Kingdom, Biotechnology &#8211; An Enabling Technology for Industrial Sustainability. Prof. Bull zeigte anhand einer OECD-Studie auf, welchen Beitrag die Biotechnologie zu mehr Nachhaltigkeit, insbesondere bei der chemischen Produktion erbringen kann. Gerade in diesem Zusammenhang wurde auch die Arbeit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt auf dem Gebiet der F\u00f6rderung der Biotechnologie zur Verbesserung der Nachhaltigkeit deutlich.<br \/>\nDas Gebiet der technischen Enzym Evolution wird in erheblichem Ma\u00dfe durch Forscher in den USA dominiert. Besonders erfreulich war aber, dass zu den Sprechern aus den USA auch Frau Claudia Schmidt-Dannert geh\u00f6rte, die in Deutschland an der Universit\u00e4t Stuttgart studiert hat. Mit Herrn Stemmer von der Firma Maxygen, wurde einer der Pioniere als Vortragender gewonnen, der zugleich die industrielle Seite vertrat.<br \/>\nBei dem Workshop New Techniques ging es darum, aktuelle Problemstellungen aus der Enzymtechnologie oder neue interessante Methoden in Kurzstatements vorzustellen. Es stellte sich dabei heraus, dass die zweite Preistr\u00e4gerin Isabelle Goubet, Universite De La Rochelle, France, mit ihrem Statement bzw. ihrem Poster Gas phase biotransformations catalyzed by whole cells schon w\u00e4hrend der Poster Session vom Auditorium zu einer der Preistr\u00e4ger gek\u00fcrt worden war. Insofern wurde die Absicht der Deutschen Bundesstiftung Umwelt den Workshop New Techniques zu unterst\u00fctzen und dabei insbesondere Augenmerk auf junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu legen, vom Auditorium entsprochen. Zusammenfassend l\u00e4sst sich feststellen, dass insbesondere Parallelisierungs- und Miniaturisierungstechniken beim experimentellen Vorgehen zunehmend an Bedeutung gewinnen.<br \/>\nAls beste Posterautoren wurden Wayne M. Patrick, University of Cambridge, UK und Isabelle Goubet, Universite de la Rochelle, France, vom Auditorium gew\u00e4hlt, denen in der Session VII Oral Presentation of Selected Posters die Gelegenheit gegeben wurde, ihre ausgezeichneten Arbeiten in einem Kurzvortrag vorzustellen. Wayne Patrick diskutierte die von ihm erstmalig durchgef\u00fchrte in vitro Selektion der (\u00df\/a)8-Barrel Scaffold von Proteinen. Isabelle Goubet bearbeitet Gasphasenbiotransformationen mit ganzen Zellen. Hierbei zeigte sie in ihrem pr\u00e4gnanten Vortrag den Weg von ersten Voruntersuchungen bis zum Betrieb einer Pilotanlage mit einer Produktivit\u00e4t bis 4 kg\/h auf. F\u00fcr den 3. Platz wurde Dr. Andreas Liese, Institut f\u00fcr Biotechnologie des Forschungszentrums J\u00fclich mit dem Beitrag: Efficient generation and regeneration of NADPH with molecular hydrogen nominiert. Platz 4 erhielt Frau Dr. Marylin Noel, Centre de Bioingenierie Gilbert Durand, Frankreich, mit ihrem Beitrag Rhizomucor miehei lipase: Differential scanning calorimetry and combined pressure\/temperature stability studies in presence of soluble additives. Insgesamt wurden die Mittel der Deutschen Bundesstiftung Umwelt daf\u00fcr verwandt, um die Konferenzgeb\u00fchren (inkl. Unterkunft und Verpflegung) f\u00fcr die genannten ersten vier Plazierten zu \u00fcbernehmen. Dabei haben die Konferenzteilnehmer bei ihrer Wahl vier junge Wissenschaftler (darunter 2 Frauen) aus dem akademischen Bereich ausgew\u00e4hlt, die alle unter 35 Jahre alt sind.Der Enzyme Engineering Award wurde an Prof. Yamada (Professor Emeritus, fr\u00fcher Kyoto) f\u00fcr seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der enzymkatalysierten Biotransformationen verliehen. Als Highlight dieser Arbeiten ist besonders ein Proze\u00df zur Herstellung von Acrylamid aus Acrylnitril zu erw\u00e4hnen, der heute weltweit im 100.000 Tonnen-Ma\u00dfstab (pro Jahr) durchgef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Angesprochen wurden weltweit Wissenschaftler sowohl im akademischen als auch im industriellen Bereich auf dem Arbeitsgebiet der Enzymtechnologie. Dabei hat sich sowohl diese umfangreiche Adressenliste der United Engineering Foundation bew\u00e4hrt, als auch die \u00f6ffentlichen Ank\u00fcndigungen im Internet. Die Konferenz wurde auch in Presseberichten erw\u00e4hnt (Potsdamer Neueste Nachrichten am 10.10.01 und J\u00fclicher Zeitung 28.11.01)<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Konferenzteilnehmer bewerteten die Konferenz als erfolgreich und organisatorisch gelungen und zeigten sich mit den Ergebnissen zufrieden. Es wurde mehrfach positiv erw\u00e4hnt, dass die Konferenz eine ideale M\u00f6glichkeit bot &#8211; besonders bei den regelm\u00e4\u00dfigen Social Hours in der Posterarea &#8211; neue Kooperationspartner f\u00fcr zuk\u00fcnftige internationale Projekte zu finden. Unterst\u00fctzt durch ein Glas Wein oder Bier im Bereich der Posterarea wurde die Diskussion zwischen Konferenzteilnehmern lebhaft und h\u00e4ufig bis in die sp\u00e4ten Abendstunden durchgef\u00fchrt. Hier wurde besonders von den Teilnehmern die M\u00f6glichkeit der gegenseitigen Kontaktaufnahme zwischen akademischen und industriellen Arbeitsgruppen gelobt, aus denen man Mitarbeiter gewinnen und\/oder im Austausch Mitarbeiter schicken kann. Die n\u00e4chste Konferenz dieser Serie wird 2003 durchgef\u00fchrt. Zur Zeit bewerben sich um diese Konferenz USA, Korea und S\u00fcdafrika.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Serie der Enzyme Engineering Conferences d\u00fcrfte die bedeutendste Konferenzreihe auf dem Gebiet der Enzymtechnologie weltweit sein. Die Initiative f\u00fcr diese Konferenzserie ging vor 30 Jahren von den USA aus. 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