  {"id":22291,"date":"2023-07-13T15:21:24","date_gmt":"2023-07-13T13:21:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18677-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:26","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:26","slug":"18677-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18677-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines Baukastensystems aus Aluminium f\u00fcr Fahrzeuginneneinrichtungen f\u00fcr gewerblich genutzte Fahrzeuge"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Fahrzeugeinrichtungen f\u00fcr Transporter und PKW werden zu einem gro\u00dfen Teil aus Stahl hergestellt. Die bisher eingesetzten Stahlbleche sind beidseitig pulverbeschichtet oder lackiert, damit die Fahrzeugeinrichtungen nicht rosten. Wenn diese entsorgt werden m\u00fcssen, sind die R\u00fcckst\u00e4nde der Kunststoffe und Lacke als Sonderm\u00fcll zu entsorgen. Aluminium dagegen l\u00e4sst sich problemlos erhitzen und zu 100% r\u00fcckstandsfrei wieder einsetzen, da es unbehandelt verarbeitet wird. Die zum Recycling von Aluminium aufzuwendende Energie betr\u00e4gt lediglich 5% der Energie, die zur Herstellung eingesetzt werden muss. ALUCA ist europaweit der einzige Hersteller, der bisher Fahrzeugeinrichtungen zu einem Teil aus Aluminium anbietet. Ziel des Projektes ist es, eine modular aufgebaute, komplett aus Aluminium bestehende Fahrzeugeinrichtung zu entwickeln und herzustellen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden-\tMarktanalyse;<br \/>\n&#8211;\tBestimmung der Baugr\u00f6\u00dfen (Baukastensystem);<br \/>\n&#8211;\tKonstruktion des Unterbaus und des W\u00fcrfels mit besonderer Stabilit\u00e4t und ohne Schwei\u00dfverbindungen;<br \/>\n&#8211;\tEntwicklung der Teleskopausz\u00fcge;<br \/>\n&#8211;\tDimensionierung von Blenden, Verriegelungstechnik usw.;<br \/>\n&#8211;\tBau, Erprobung und Optimierung eines Prototypen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Umweltentlastung wird durch die Gewichtsreduzierung der Fahrzeugeinrichtung und der damit verbundenen Kraftstoffeinsparung erreicht. Umweltvorteile bietet der sparsame Einsatz von Energie und Rohstoff bei der Produktion, sowie die M\u00f6glichkeit der vollst\u00e4ndigen Wiederverwertung.<br \/>\nDurch die Verwendung von Aluminium als ausschlie\u00dflich verwendetem Material zum Bau der Fahrzeugeinrichtungen wird eine erhebliche Gewichtseinsparung bei den Fahrzeugen erreicht. Das durchschnittliche Gewicht einer solchen Fahrzeugeinrichtung f\u00fcr einen Handwerker betr\u00e4gt bei Fertigung aus Stahl ca. 300 bis 400 Kilo. Diese Gewicht kann durch Verwendung des Systems ALUCA um bis zu 50% reduziert werden. Der Benzinverbrauch bei den Fahrzeugen ist damit deutlich gesenkt. Die Volkswagen AG hat eine Studie herausgegeben, nach der bei Fahrzeugen der Gewichtsklassen zwischen 1,5 bis 2 Tonnen je 100 Kilo Fahrzeuggewicht mit einem Verbrauch von ca. 1 Liter Treibstoff pro zur\u00fcckgelegter 100 Kilometer zu rechnen ist. Allein in Deutschland hat ALUCA in den letzten Jahren 1.500 Fahrzeuge mit variablen Einrichtungssystemen ausgestattet und bei einer Laufleistung von ca. 40.000 Kilometern pro Jahr entspricht dies einer Benzineinsparung von 600.000 Litern. Hinzu kommen durch die Minderbelastung des Fahrzeuges auch noch erhebliche Einsparungen im Bereich der Reifen, der Bremsen und der Betriebsstoffe wie \u00d6l usw.<br \/>\nBei Neuanschaffungen von Fahrzeugen m\u00fcssen bisher aufgrund des hohen Gewichts der Einrichtungen und der mitgef\u00fchrten Werkzeuge von den Handwerkern Sonderfahrzeuge gekauft werden (z.B. Zwillingsbereifung, st\u00e4rkere Motoren usw.). Durch das geringe Gewicht der Einrichtung ist das zul\u00e4ssige Gesamtgewicht des Fahrzeugs als Serienmodell ausreichend und es muss nicht der schwerere Fahrzeugtyp angeschafft werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Vorgestellt wurden bzw. wird das neue Produkt auf folgenden Messen:<br \/>\n&#8211;\tEisenwarenmesse in K\u00f6ln<br \/>\n&#8211;\tISH in Frankfurt<br \/>\n&#8211;\tSanit\u00e4r-Heizungsmesse in Padua\/Italien<br \/>\n&#8211;\tIAA Hannover-\tSwiss-Bau Basel<br \/>\n&#8211;\tGemeindemesse Bern<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Als Ergebnis der Entwicklung wurde ein komplettes und neues Fahrzeugeinrichtungssystem geschaffen. Es besteht aus Aluminium und ist modular aufgebaut. Durch das Projekt und dessen Umsetzung werden umweltrelevante Wirkungen durch Benzineinsparung (Gewichtsreduzierung) in H\u00f6he von ca. 1,5 bis 2 Liter pro Fahrzeug und 100 km Fahrleistung sowie beim Recycling der Fahrzeugeinrichtung erzielt.<br \/>\nMit der F\u00f6rderung konnte der mittelst\u00e4ndische Betrieb in kurzer Zeit und in einer weltweit schwierigen wirtschaftlichen Situation eine Neuentwicklung durchf\u00fchren. Das Fahrzeugeinrichtungssystem Alu-M wird mittlerweile erfolgreich vertrieben. \u00dcber die Produktentwicklung ist es ALUCA gelungen, mit Gro\u00dfkunden wie Daimler-Chrysler, Opel und Eon Vertr\u00e4ge abzuschlie\u00dfen.  Der modulare Aufbau erm\u00f6glicht es, das Produkt jetzt europaweit (\u00d6sterreich, Norwegen, Gro\u00dfbritannien, Portugal, Spanien, Italien, Schweiz) zu exportieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Fahrzeugeinrichtungen f\u00fcr Transporter und PKW werden zu einem gro\u00dfen Teil aus Stahl hergestellt. Die bisher eingesetzten Stahlbleche sind beidseitig pulverbeschichtet oder lackiert, damit die Fahrzeugeinrichtungen nicht rosten. Wenn diese entsorgt werden m\u00fcssen, sind die R\u00fcckst\u00e4nde der Kunststoffe und Lacke als Sonderm\u00fcll zu entsorgen. 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