  {"id":22213,"date":"2023-07-13T15:21:17","date_gmt":"2023-07-13T13:21:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18505-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:18","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:18","slug":"18505-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18505-01\/","title":{"rendered":"Environment in the News &#8211; Durchf\u00fchrung einer Medieninitiative zur nachhaltigen Entwicklung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Initiative leistet einen Beitrag dazu, die Medienberichterstattung zum Thema Nachhaltige Entwicklung zu verst\u00e4rken, qualitativ zu verbessern und aus ihrem gr\u00fcnen Nischendasein herauszuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDies geschieht im wesentlichen durch vier Projektelemente: Zum einen werden Trainingsangebote f\u00fcr Medienschaffende unterbreitet, die ihre journalistische Fachkompetenz, ihre Kenntnisse in umweltrelevanten Fragestellungen und ihr Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Zusammenh\u00e4nge zwischen \u00f6kologischen, \u00f6konomi-schen und sozialen Fragen vertiefen m\u00f6chten. Das zweite Projektelement ist die Vergabe eines neuen Umweltkommunikationspreises, der &#8211; unter der Schirmherrschaft von UNEP-Direktor Klaus T\u00f6pfer &#8211; erstmals Anfang des Jahres 2002 verliehen wird. In einem dritten Projektschritt werden sogenannte Media-Roundtables durchgef\u00fchrt, die in erster Linie Wirtschaftsjournalisten ansprechen und die Interdependenz zwischen \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Entwicklungen verdeutlichen sollen. Schlie\u00dflich soll ein bescheidenes journalistisches Stipendienprogramm aufgebaut werden. Ihm Rahmen dessen erhalten Medienvertreter die M\u00f6glichkeit, sich durch 3 &#8211; 9-monatige Forschungsaufenthalte an der Universit\u00e4t Ox-ford in ein spezielles \u00f6kologisches Fachgebiet einzuarbeiten, wissenschaftliche und\/oder journalistische Publikationen zu verfassen und diese auch zu ver\u00f6ffentlichen.<br \/>\nIm Gegensatz zu konventionellen Umweltmedien-Projekten wendet sich das vorliegende Vorhaben nicht in erster Linie an Umweltjournalisten. Vielmehr sollen hier vor allem Politik- und Wirtschaftsjournalisten angesprochen werden, d. h. Redaktionen, die in der Regel nicht \u00fcber \u00f6kologische Themen berichten. Das Thema Umwelt wird also nicht vorwiegend in traditioneller Form &#8211; etwa \u00fcber Naturschutz, Biodiver-sit\u00e4t, oder Umweltmanagementsysteme &#8211; betrachtet. Hingegen wird das Projekt praktische Beitr\u00e4ge f\u00fcr eine professionelle und zeitgem\u00e4\u00dfe Umweltkommunikation leisten. H\u00e4ufig sind Medienprojekte zu theoretisch und praxisfremd konzipiert und damit nur bedingt erfolgreich. Dieses Vorhaben hingegen wurde von Beginn an von Journalisten und Bildungsexperten gemeinsam gestaltet. Bereits in der Vorbereitungsphase war eine breite Akzeptanz bei Journalisten,  Umweltinstitutionen und Unternehmen erkennbar. Diese Tatsache sowie die langj\u00e4hrige Erfahrung und das Gewicht der beteiligten Partnerorganisationen garantieren eine &#8211; in anderen Umweltmedienprojekten wohl nur schwer zu erreichende &#8211; Praxisn\u00e4he aber auch eine erheblich \u00f6ffentliche Resonanz.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Projekt bestand aus insgesamt vier Elementen, die wie folgt abgeschlossen wurden:<br \/>\nA.\tFortbildungsangebote f\u00fcr (Umwelt-) Journalisten der Printmedien aus industrialisierten Nationen und aus Entwicklungs-\/Schwellenl\u00e4ndern. Insgesamt wurden acht Schulungen (Bogota, Kolumbien 26. 30.03.2001; Berlin 03.-07.12.2001; London, England 10.-14.06.2002; Grahamstown, S\u00fcdafrika 08.-12.07.2002; Durban, S\u00fcdafrika 08.-17.09.2003; Neu Delhi, Indien 03.- 04.02.2004; Szentendre-Budapest, Un-garn 20.-25.06.2004; Osnabr\u00fcck 12.- 14.10.2005) \u00e0 3-5 Tage mit jeweils 5-15 Personen und durchgef\u00fchrt. Themen:<br \/>\nLuftverschmutzung in Ballungsr\u00e4umen\t      Carbon Credits, Smog\tGentechnisch ver\u00e4nderte Lebensmittel<br \/>\nBev\u00f6lkerungswachstum\t                                 Recyclingtheorien\t              Kompetenz der Recherchemethoden<br \/>\nRhetorik der Berichterstattung\t                    UN-AGENDA 21\t                     Rede des UN-Generalsekret\u00e4rs zur Agenda 21<br \/>\nAIDS,\/HAART\t                                                      Stilistik\t                            Quellenforschung<br \/>\nInterview-Techniken\t                                         Klimaschutz\t                     Soziale Umweltverantwortung der Industrie<br \/>\nB.\tDie Schaffung eines internationalen Umweltkommunikationspreises (ECA). In enger Kooperation  mit der Stiftung Euronatur und unter Schirmherrschaft des UNEP-Direktors Prof. Klaus T\u00f6pfer hebt sich dieser  finanziell nicht dotierte Preis von zahlreichen anderen Umweltpreisen vor allem durch seine Beschr\u00e4nkung auf die Auszeichnung von Kommunikationsleistungen ab. Ein international besetztes Gremium von Umweltexperten und Journalisten gew\u00e4hrleistete ein objektives und sach-kundiges Auswahlverfahren. Der ECA wurde international in jeweils drei Kategorien (Privatfirmen; Organisationen; Einzelpersonen) ausgeschrieben und zeichnet diejenigen medialen Leistungen aus, die f\u00fcr das Erreichen einer dauerhaft umweltgerechten Entwicklung erforderlichen radikalen Strukturwandel in der Sache innovativ und faktenreich darstellten.<br \/>\nC.\tDem Aufbau eines Stipendienprogramms f\u00fcr anerkannte Umweltjournalisten. In Kooperation mit Reuters wurden ausgew\u00e4hlten Journalisten Forschungsaufenthalte am Green College in Oxford vermittelt. Kandidaten mit langj\u00e4hriger Berufserfahrung und einer erfolgeichen journalistischen T\u00e4tigkeit mussten w\u00e4hrend ihres Stipendiums einen akademischen Standards entsprechenden wissenschaftli-chen Aufsatz, einen fundierten Artikel oder eine Forschungsarbeit zu einem frei w\u00e4hlbaren Umwelt-thema ver\u00f6ffentlichen. Die Auswahl der neun Stipendiaten wurde unter der fachlichen F\u00fchrung der Reuters Foundation vorgenommen. Acht der Stipendiaten liefen \u00fcber drei, ein Stipendium \u00fcber zw\u00f6lf Monate.<br \/>\nD.\tDie Durchf\u00fchrung sogenannter media-roundtables anl\u00e4sslich internationaler Gro\u00dfveranstaltun-gen, mit dem Ziel, den Themen Umwelt und Nachhaltige Entwicklung w\u00e4hrend wichtiger Treffen von Entscheidungstr\u00e4gern aus Politik und Wirtschaft Geh\u00f6r zu verschaffen. Der Ablauf dieser journal. Hintergrundgespr\u00e4che sah vor, die anwesenden Redakteure und Journalisten jeweils mit einem kon-kreten Teilaspekt des Sustainable Development vertraut zu machen und das Thema Umwelt aus seinem Nischendasein herauszuholen und in erster Linie die Zielgruppe der Wirtschaftsjournalisten zu erreichen.<br \/>\n&#8211;\tLyon, Februar 2002 als Side-Event zum Earth Dialogue<br \/>\n&#8211;\tSingapur, M\u00e4rz 2002 unter Mithilfe des Asiatischen Journalistenverbandes<br \/>\n&#8211;\tNeu Delhi, Februar 2003 (Die Rolle der Medien bei der Nachhaltigen Entwicklung von der einfachen Berichterstattung auf die Bereitung von L\u00f6sungswegen zu umweltgerechten Praktiken)<br \/>\n&#8211;\tBudapest, Juni 2004 als Nebenveranstaltung der 4. Ministerkonferenz f\u00fcr Umwelt und Gesundheit<br \/>\n&#8211;\tBangkok, November 2004 (Menschen und Natur- es gibt nur eine Welt, wie k\u00f6nnen wir dies der Gesellschaft vermitteln?)<br \/>\n&#8211;\tNeu Delhi, Februar 2005 (Hinter den allgemeing\u00fcltigen Zielen: Steuerung der Entwicklung zu glo-baler Nachhaltigkeit)<br \/>\nEin Medien-Aufsichtsrat begleitete beratend und unterst\u00fctzend das Projekt. Mitglieder dieses Aufsichtsrates waren: W. Balsen, Frankfurter Rundschau; P. Coulter, St. Somerville, beide Reuters Foundation; Prof. G. Michelsen, Universit\u00e4t L\u00fcneburg; Th. Pyhel, DBU.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Zu allen Veranstaltungen waren die Vertreter der lokalen Presse geladen, die dementsprechend \u00fcber die Aktivit\u00e4ten und Inhalte des Projektes und \u00fcber die involvierten Projektpartner berichteten. Die Aktivit\u00e4ten wurden auf den Webseiten der Projektpartner ver\u00f6ffentlicht und kontinuierlich erg\u00e4nzt. So hat z. B. der ECA-Preistr\u00e4ger im Bereich Business aus 2005, die Initiative Pro-Recycling eine eigene PR-Kampagne in den Fachbl\u00e4ttern gestartet und so die Aufmerksamkeit der Fachpresse und der Fachbetriebe auf die Aktivit\u00e4ten dieses Projektes verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Alle am Projekt Beteiligte sind sich einig, dass das Projekt in seinen Ausf\u00fchrungsschritten in der Zielerreichung sehr erfolgreich war. Die Bewertung der einzelnen Bestandteile:<br \/>\n1.\tJournalistentraining<br \/>\nReuters bietet mittlerweile das Trainingsprogramm weltweit an. Die Kurse werden sehr gut angenommen und die Bereitschaft der Redakteure, Nachwuchsjournalisten hierf\u00fcr abzustellen ist gestiegen (Relation Absagen zu Einladungen).<br \/>\n2.\tUmweltkommunikationspreis<br \/>\nObwohl nicht monet\u00e4r dotiert ist, ist durch die Anzahl der Vorschlagseinreichungen das Image dieser Preises gestiegen; auch in 2007 wird das BFSD einen ECA ausschreiben.<br \/>\n3.\tStipendien<br \/>\nDie Stipendienprogramme sind sehr erfolgreich gewesen und hat weitere F\u00f6rderer gefunden. So hat z. B. die Gerda-Henkel-Stiftung ein eigenes Stipendiatenprogramm f\u00fcr das Green College erfolgreich eingerichtet.<br \/>\n4.\tMedia-Roundtables<br \/>\nDiese Roundtables haben sich mittlerweile als Side-Events bei gr\u00f6\u00dferen Nachhaltigkeits-Kongressen etabliert; BFSD wird sich finanziell bei der als Vorveranstaltung zur Tagung des DSDS (Delhi Sustainable Development Summit) am 31.01.2006 stattfindenden Media-Roundtable gemeinsam mit der WordBank beteiligen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Initiative leistet einen Beitrag dazu, die Medienberichterstattung zum Thema Nachhaltige Entwicklung zu verst\u00e4rken, qualitativ zu verbessern und aus ihrem gr\u00fcnen Nischendasein herauszuf\u00fchren. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDies geschieht im wesentlichen durch vier Projektelemente: Zum einen werden Trainingsangebote f\u00fcr Medienschaffende unterbreitet, die ihre journalistische Fachkompetenz, ihre Kenntnisse in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[64,2423],"class_list":["post-22213","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-niedersachsen","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"18505\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-18505.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"355.768,65","dbu_projektdatenbank_firma":"Bellagio Forum for Sustainable Development e. V.","dbu_projektdatenbank_strasse":"An der Bornau 2","dbu_projektdatenbank_plz_str":"49090","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Osnabr\u00fcck","dbu_projektdatenbank_p_von":"2001-09-27 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2004-09-27 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"3 Jahre","dbu_projektdatenbank_telefon":"0541\/9633-490","dbu_projektdatenbank_inet":"www.bfsd.org","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Niedersachsen","dbu_projektdatenbank_foerderber":"91","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/22213","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/22213\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35216,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/22213\/revisions\/35216"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22213"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22213"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22213"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}