  {"id":22198,"date":"2023-07-13T15:21:14","date_gmt":"2023-07-13T13:21:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18485-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:16","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:16","slug":"18485-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18485-01\/","title":{"rendered":"Erarbeitung einer Umweltausstellung Thomas Herzog &#8211; Architektur und Forschung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Thomas gilt seit zwei Jahrzehnten international als Pionier solarer Architektur und innovativer Bauforschung. Diese Inhalte bilden f\u00fcr Ihn die Grundlage zur Entwicklung neuartiger architektonischer Konzepte, die \u00c4sthetik, Funktionalit\u00e4t und Nachhaltigkeit miteinander verbinden. In einer monographischen Werk\u00fcbersicht sowie der Aufbereitung der Forschungsarbeiten f\u00fcr ein Laienpublikum soll dieser Ansatz verst\u00e4ndlich gemacht werden. Da die Beispiele von Einfamilienh\u00e4usern bis zu Gro\u00dfbauten reichen, ist eine breite Schicht von Bauherren angesprochen und soll Anregungen geben, sich mit dieser Thematik auseinander zu setzen. Durch eine Wanderausstellung mit Stationen in Europa und \u00dcbersee soll die Verbreitung der Thematik gesichert werden. Dazu erscheint ein zweisprachiger Katalog (dt.\/engl.), der auch im Buchhandel erscheint.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Grundlage der Ausstellung ist die Darstellung des gesamten architektonischen Wirkens von Thomas Herzog. Ein besonderer Schwerpunkt wird hierbei seine \u00fcber Jahrzehnte andauernde Auseinandersetzung mit der Geb\u00e4udeh\u00fclle bilden, welcher sich der Architekt mit gro\u00dfer Kontinuit\u00e4t in den Bereichen der Forschung und Entwicklung sowie der Umsetzung von Geb\u00e4udekonzepten widmet.<br \/>\nDer zweite, wesentliche Teil der Ausstellung beinhaltet die exemplarische Darstellung innovativer Geb\u00e4ude, die hinsichtlich ihres Gesamtkonzepts, des Energiehaushaltes sowie des Einsatzes neuartiger Fassaden-Komponenten und Technologien Prototypencharakter aufweisen.<br \/>\nEin dritter Teil der Ausstellung besch\u00e4ftigt sich mit der Bauteil- und Systementwicklung f\u00fcr Fassaden und Innenausbauten, einem Bet\u00e4tigungsfeld von Thomas Herzog, mit welchem er sich parallel zu der Entwicklung von Geb\u00e4udekonzepten seit Jahren auseinandersetzt.<br \/>\nDer vierte Teil der Ausstellung besteht in der Darstellung der Forschungsarbeiten, die unter der Anregung und Betreuung von Thomas Herzog an den verschiedenen Orten seiner Hochschult\u00e4tigkeit ent-standen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Ausstellung stand unter der doppelten Anforderung f\u00fcr ein Laienpublikum sowohl die technischen Grundlagen und Umsetzungsstrategien der \u00f6kologischen Geb\u00e4udekonzeptionen von Thomas Herzog zu erl\u00e4utern, als auch die sich daraus ergebenden architektonischen L\u00f6sungswege zu pr\u00e4sentieren.<br \/>\nDem Besucher sollten atmosph\u00e4risch, allein durch die Wahrnehmung des Ausstellungsraumes, Elemente des architektonischen Denkens von Thomas Herzog vermittelt werden. Ein besonderes Augenmerk wurde daher auf die Gestaltung der Ausstellungshalle des Museums im Erdgeschoss gelegt. Diese Absicht wurde durch zwei Ma\u00dfnahmen umgesetzt:<br \/>\n&#8211; Der Umgangsbereich der Ausstellungshalle wurde nicht verschattet. Dieses Vorgehen war m\u00f6glich, weil die hier gezeigten Exponate nicht lichtempfindlich waren. Dadurch war ein zentrales Thema der Ausstellung &#8211; solare Energiegewinne &#8211; durch das einfallende Sonnenlicht pr\u00e4sent.<br \/>\n&#8211; Der innere Bereich der Ausstellungshalle wurde f\u00fcr die Dauer der Ausstellung mit einem Holzboden bedeckt. Dadurch wurde die dominante Wirkung des in diesem Bereich schwarz\/wei\u00dfen Kunststeinbo-dens des Museums \u00fcberspielt. Mit dem h\u00f6lzernen Bodenbelag war zugleich ein in der Architektur von Thomas Herzog zentraler Baustoff pr\u00e4sent.<br \/>\nEine sehr hohe Anschaulichkeit der vorgestellten Projekte wurde durch die kombinierte Darstellung erreicht. Die inhaltliche Basisinformation erfolgte \u00fcber Paneele mit einer Projektbeschreibung, erg\u00e4nzenden Fotografien, Rissdarstellungen und technischen Funktionsdarstellungen. Vertieft wurde die Darstellung durch erg\u00e4nzende Geb\u00e4udemodelle, Gro\u00dfdias und Riesenprints.<br \/>\nDiese Pr\u00e4sentationsmedien wurden durch Originalbauteile erg\u00e4nzt. Dadurch konnte sowohl die Ma\u00dfst\u00e4blichkeit vermittelt, als auch das technische Prinzip f\u00fcr die Besucher erfahrbar gemacht werden &#8211; wie etwa beim DC Linz durch ein Originalelement des verwendeten Tageslichtrasters.<br \/>\nZiel der Kombination von Pr\u00e4sentationsmedien war es, zu vermitteln, dass die Formgebung der Bauten von Thomas Herzog nicht aus einer \u00e4sthetischen Willk\u00fcr erfolgt, sondern als technische Leistungsform zu verstehen ist.<br \/>\nEin regelm\u00e4\u00dfiges Angebot an Besucherf\u00fchrungen an den Wochenenden erweiterte die inhaltliche Vermittlung in der Ausstellung.<br \/>\nDas Katalogbuch erg\u00e4nzte die Projektpr\u00e4sentation; eine Erweiterung dazu bildete ein w\u00e4hrend der Ausstellung in Frankfurt angebotenes Buchpakte zum Thema \u00f6kologische Architektur.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Projekte werden sowohl mit Skizzen, Pl\u00e4nen, Arbeits- und Pr\u00e4sentationsmodellen als auch Gro\u00dfphotos pr\u00e4sentiert, um sowohl die inhaltliche als auch sinnliche Dimension des Bauens deutlich herauszustellen. Insgesamt wird die Ausstellung ca. 100 Tafeln in 90 x 202 cm Hochformat, 6 Gro\u00dfdias (120 x 240 cm), 10 Riesenprints (200 x 300 cm) und 5 gro\u00dfformatige Digitaldrucke (300 x 550 cm) sowie 26 Modelle umfassen.<br \/>\nF\u00fcr die Ausstellung wird ein spezielles Ausstellungssystem entwickelt, das diese leicht transportabel macht.Zur Ausstellung erscheint auch ein umfangreicher Katalog mit etwa 232 Seiten in deutsch und englisch.<br \/>\nDie Ausstellung wird in Frankfurt vom 7.12.01 bis 3.3.02 und an weiteren Stationen in Europa, Asien, Australien und Amerika gezeigt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die gew\u00e4hlten -im weitesten Sinne &#8211; traditionellen Vermittlungsmedien konnten im Zusammenspiel mit einer bewusst lichten Raumkonzeption f\u00fcr das Anliegen einer auf Nachhaltigkeit beruhenden Architektur begeistern.<br \/>\nF\u00fcr diese Interpretation spricht das Echo der Medien und Besucher. Die Anzahl und Tendenz der Ausstellungsbesprechungen in Tageszeitungen und Fachpublikationen fiel ausgesprochen positiv aus.<br \/>\nAllerdings entsprach die Besucherzahl von 8.437 insgesamt nicht den Erwartungen. Als Grund f\u00fcr dieses Missverh\u00e4ltnis k\u00f6nnte der Zeitpunkt der Ausstellung eine Rolle spielen. Die Monate um Weihnachten tendieren generell zu schw\u00e4cheren Besucherzahlen in Museen.<br \/>\nAls eindeutiger Erfolg zu werten ist die Konzeption als Wanderausstellung. Bisher war die Ausstellung in Rom, Bologna, Peking und Tokyo zu sehen, als gesichert gelten Stationen in Linz, Shanghai und Mexico City.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Thomas gilt seit zwei Jahrzehnten international als Pionier solarer Architektur und innovativer Bauforschung. Diese Inhalte bilden f\u00fcr Ihn die Grundlage zur Entwicklung neuartiger architektonischer Konzepte, die \u00c4sthetik, Funktionalit\u00e4t und Nachhaltigkeit miteinander verbinden. In einer monographischen Werk\u00fcbersicht sowie der Aufbereitung der Forschungsarbeiten f\u00fcr ein Laienpublikum soll dieser Ansatz verst\u00e4ndlich gemacht werden. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[62,47,51,52,2423,53],"class_list":["post-22198","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-hessen","tag-klimaschutz","tag-ressourcenschonung","tag-umweltforschung","tag-umweltkommunikation","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"18485\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-18485.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"92.032,54","dbu_projektdatenbank_firma":"Deutsches Architektur-Museum","dbu_projektdatenbank_strasse":"Schaumainkai 43","dbu_projektdatenbank_plz_str":"60596","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Frankfurt","dbu_projektdatenbank_p_von":"2001-05-31 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2003-08-12 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"2 Jahre und 2 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"069\/212-36706","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Hessen","dbu_projektdatenbank_foerderber":"88","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/22198","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/22198\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35201,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/22198\/revisions\/35201"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22198"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22198"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22198"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}