  {"id":22185,"date":"2023-07-13T15:21:14","date_gmt":"2023-07-13T13:21:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18450-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:15","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:15","slug":"18450-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18450-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung von neuartigen Dachbegr\u00fcnungssystemen f\u00fcr gro\u00dffl\u00e4chige industrielle Anwendungen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Herstellung von vorkultivierten Vegetationselementen f\u00fcr die extensive Dachbegr\u00fcnung wird seit ca. 20 Jahren betrieben. Auf Ackerschl\u00e4gen werden getrennt vom anstehenden Boden durch eine Kunststofffolie Tr\u00e4germatten mit Substrat verf\u00fcllt und mit geeigneten Pflanzen mehr als 12 Monaten vorbegr\u00fcnt. Die Kulturmethoden sind trotz vorhandener Maschinentechnik sowohl bei der Anlage als auch bei der Ernte zum Teil mit einem erheblichen Personaleinsatz verbunden. Zielsetzung war es, Vegetationsmatten ohne den Einsatz einer Kunststofftrennfolie und einer Tr\u00e4germatte innerhalb einer verk\u00fcrzten Kulturdauer und mit einem weitgehend maschinellen Einsatz herzustellen. Aus den Ergebnissen von Freilandversuchen mit den Standard-Bauweisen sollten Kennwerte f\u00fcr die Planungs- und Ausf\u00fchrungspraxis abgeleitet werden. Durch Umsetzung des Vorhabens sollte der Anteil an Dachbegr\u00fcnung auf industriellen Gro\u00dfprojekten mit vorkultivierten Vegetationsmatten erh\u00f6ht werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt umfasste folgende Arbeitsschritte:<br \/>\n1.\tAnlage von Feldkulturen mit ausgew\u00e4hlten Stoffen zur Verbesserung des Bodens<br \/>\n2.\tAnlage von Freiland-Bauweisenversuchen zur Ermittlung des Wasserabflusses, der Vegetationszu-sammensetzung und geeigneter Arten<br \/>\n3.\tEntwicklung und zum Teil Anschaffung der geeigneten Maschinentechnik<br \/>\n4.\tEinsatz der Vegetationsmatten auf Pilotprojekten<br \/>\n5.\tBegleitende Untersuchungen zur Lagesicherheit, zum Brandverhalten und zu Abflussverhalten.<br \/>\nDie Aufz\u00e4hlung gibt auch die zeitliche Abfolge wieder, wobei Pkt. 3 kontinuierlich w\u00e4hrend der Projektlaufzeit bearbeitet wurde. Die Untersuchungsmethoden der FLL-Dachbegr\u00fcnungsrichtlinie (2002)  wurden zur Untersuchung der Eignung eingesetzten Sch\u00fcttstoffe und Bodengemische und zur Untersuchung der Jahresabflussbeiwerte und Abflusskennzahlen herangezogen. Die Bonitierung der Vegetationsent-wicklung des Freilandversuches wurde j\u00e4hrlich dreimal, in der Regel im April, Juni\/Juli und September, durchgef\u00fchrt.  Das Brandverhalten wurde gem\u00e4\u00df DIN 4102 Teil 7 untersucht. Zur Untersuchung der Lagesicherheit wurden die Verh\u00e4ltnisse auf D\u00e4chern auf einem Versuchsstand simuliert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Ziel, Vegetationsmatten ohne den Einsatz einer sp\u00e4ter zu entsorgenden Kunststofftrennfolie und einer Tr\u00e4germatte mit einem weitgehend maschinellen Einsatz herzustellen, ist entsprechend des F\u00f6rderantrags hinsichtlich der kalkulierten Kosten und des F\u00f6rderzeitraumes fast vollst\u00e4ndig erreicht worden. Die Kulturdauer konnte aufgrund der starken Witterungsabh\u00e4ngigkeit nicht wesentlich verk\u00fcrzt werden. Die Sch\u00e4lf\u00e4higkeit kann durch Zusaat von Gr\u00e4sern verbessert werden.<br \/>\nDas Ergebnis ist eine rollbare, \u00fcberwiegend mit Sedumarten vorbegr\u00fcnte und verwurzelte Vegetationssode, die im wesentlichen aus einem Lava\/Bims\/Bodengemisch und einer Netzarmierung besteht und maschinell erntbar ist. Die Vegetationsmatte ist als Bauweise und Begr\u00fcnungsform entsprechend der FLL-Dachbegr\u00fcnunsgrichtlinie einsetzbar.<br \/>\nDas neu entwickelte Verfahren zur Herstellung einer Vegetationsmatte bringt einen erheblich geringen Bedarf an zu transportierenden Stoffen mit sich. Die untersuchten d\u00fcnnschichtigen Dachbegr\u00fcnungsbauweisen k\u00f6nnen auf gro\u00dffl\u00e4chigen Industried\u00e4chern, f\u00fcr die bisher eine Begr\u00fcnung aus statischen Gr\u00fcnden nicht vorgesehen war, eingesetzt werden und somit die positiven Wirkungen von Dachbegr\u00fcnungen entfalten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse werden voraussichtlich Anfang 2006 von Prof. Dr. Liesecke in mehrere Abschnitte unterteilt in der Fachzeitschrift Dach und Gr\u00fcn ver\u00f6ffentlicht werden.<br \/>\nDie Umsetzung und die Ergebnisse dieses Vorhabens haben zu der Anlage von Probekulturfl\u00e4chen bei ausl\u00e4ndischen Partnern des xeroflor-Systems gef\u00fchrt. So wurden Fl\u00e4chen in Gro\u00dfbritannien, Polen, Italien und Kanada angelegt. Zu Anwendungen auf D\u00e4chern ist es in Polen, Kanada und USA gekommen.<br \/>\nDurch den Export von fertigen Vegetationssoden von Deutschland aus sind in den Niederlanden eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl von Objekten begr\u00fcnt worden.<br \/>\nVon den Ergebnissen werden insbesondere die Untersuchungen zur Wasserr\u00fcckhaltung in die Bearbeitung der FLL-Dachbegr\u00fcnungsrichtlinie einflie\u00dfen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Produktion von Dachsoden wird in der beschriebenen Vorgehensweise in Zukunft fortgef\u00fchrt werden. Die extensiven Dachbegr\u00fcnungen mit Bauweisen, in der die Dachsode verwendet wird, haben sich in der Praxis bew\u00e4hrt.<br \/>\nMit der Dachsode als Begr\u00fcnungsform lassen sich extensive Dachbegr\u00fcnungen einschlie\u00dflich der Verlegekosten f\u00fcr 15,00 &#8211; 20,00 \u0080\/m\u00b2 ausf\u00fchren. Erg\u00e4nzend zur Vorhabensvorgabe wird die Dachsode als kosteng\u00fcnstige Alternative zu herk\u00f6mmlichen Vegetationsmatten k\u00fcnftig nicht nur den Anteil an Begr\u00fcnungen von industriellen Gro\u00dfprojekten mit Vegetationsmatten am Gesamtmarkt erh\u00f6hen, sondern auch auf kleinen D\u00e4chern als Begr\u00fcnungsform Verwendung finden.<br \/>\nDes Weiteren erm\u00f6glichen die Untersuchungsergebnisse der Spitzenabflussbeiwertmessung die Realisierung von Projekten verschiedener Gr\u00f6\u00dfe, die aufgrund der Einhaltung eines geforderten Abflussbeiwertes \u00f6ffentlich gef\u00f6rdert werden.<br \/>\nDie Entwicklung des Produktes sowie die erlangten Anwendungs- und Produktkenndaten werden in einem insgesamt r\u00fcckl\u00e4ufigen Markt zur Sicherung des Absatzes beitragen.<br \/>\nUm mit der Dachsode stets am Markt pr\u00e4sent sein zu k\u00f6nnen, ist eine kontinuierliche Anlage und Vorhaltung des Produktes auf entsprechenden Fl\u00e4chen notwendig. Dazu k\u00f6nnte es notwendig werden die Fl\u00e4-chenanteile des Produktes an der Gesamtproduktion zu erh\u00f6hen und zum Teil kleinere Einheiten zu produzieren. Die st\u00e4ndige Lieferf\u00e4higkeit ist die Vorraussetzung f\u00fcr die Realisierung von kleineren Projekten, im Gegensatz zu einer planbaren Anlage im Hinblick auf ein anstehendes Gro\u00dfprojekt. Diese Ma\u00dfgabe wird in naher Zukunft umzusetzen sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Herstellung von vorkultivierten Vegetationselementen f\u00fcr die extensive Dachbegr\u00fcnung wird seit ca. 20 Jahren betrieben. Auf Ackerschl\u00e4gen werden getrennt vom anstehenden Boden durch eine Kunststofffolie Tr\u00e4germatten mit Substrat verf\u00fcllt und mit geeigneten Pflanzen mehr als 12 Monaten vorbegr\u00fcnt. 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