  {"id":22166,"date":"2023-07-13T15:21:10","date_gmt":"2023-07-13T13:21:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18405-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:12","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:12","slug":"18405-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18405-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung von technischen L\u00f6sungen zur energieeffizienten Aufr\u00fcstung von gebrauchten Waschmaschinen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt untersucht M\u00f6glichkeiten zur Senkung des Strom- und Wasserverbrauchs von gebrauchten Waschmaschinen. Hintergrund ist, dass aufgearbeitete Altger\u00e4te nicht zwangsl\u00e4ufig umweltfreundlicher als Neuger\u00e4te sind, da diese meist erheblich weniger Energie und Ressourcen zum Betrieb ben\u00f6tigen als Altger\u00e4te. \u00dcblicherweise kommen solche Innovationen nur bei Neuger\u00e4ten zur Anwendung. Gerade bei Gebrauchtger\u00e4ten ist jedoch ein besonders hohes Energie- und Ressourceneinsparpotential vorhan-den. Ziel des Projektes ist es, \u00fcber den mit der Aufarbeitung von Waschmaschinen erzielten Vorteil der Abfallvermeidung hinaus die Zweitnutzung auch unter Verbrauchsgesichtspunkten zu optimieren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Durchf\u00fchrung des Modellprojekts basiert auf f\u00fcnf Kernelementen:<br \/>\n\u00b7\tErstens die Durchf\u00fchrung einer Testreihe und Entwicklung mehrerer Varianten in Abh\u00e4ngigkeit von Alter und Innovationsstufen eines Herstellers.<br \/>\n\u00b7\tZweitens die Simulation eines Waschprogramms an einer Speicherprogrammierten Steuerung (SPS).<br \/>\n\u00b7\tDrittens die Entwicklung eines einbauf\u00e4higen Mikrocontrollers.<br \/>\n\u00b7\tViertens die Analyse der \u00f6kologischen Effekte unter Life Cycle &#8211; Gesichtspunkten und<br \/>\n\u00b7\tF\u00fcnftens die Betrachtung wirtschaftlicher Aspekte.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Projekt lieferte folgende Kernergebnisse:\u00b7\tMicrocontroller und Warmwasseranschluss f\u00fchren zur Reduzierung des kumulierten Prim\u00e4renergieaufwandes unter das Niveau der gemessenen Neumaschine.<br \/>\n\u00b7\tDer Wasserverbrauch in der Nutzungsphase kann durch Mikrocontroller deutlich reduziert werden, jedoch nicht bis auf das Niveau der Neumaschine.<br \/>\n\u00b7\tDer Einbau eines Jetsystems hat nur marginale Auswirkungen auf den Wasserverbrauch und f\u00fchrt zu keiner Ansenkung des Stromverbrauchs, da das Pumpsystem selbst Strom ben\u00f6tigt.<br \/>\n\u00b7\tUnter Kostengesichtspunkten f\u00fchrt der Einbau des Mikrocontrollers zu einer vergleichsweise hohen Prim\u00e4renergieeinsparung in Bezug auf den Kostenaufwand. Voraussetzung ist allerdings die Optimierung und Serienherstellung des Mikrocontrollers. Der zus\u00e4tzliche Einbau eines Warmwasserventils ist vergleichsweise kosteng\u00fcnstig, bringt aber gegen\u00fcber dem Mikrocontroller nur noch einen geringen Nutzenzuwachs. Der Einbau eines Jetsystems ist angesichts des geringen \u00f6kologischen Nutzens nicht zu rechtfertigen.<br \/>\n\u00b7\tBei geringen Differenzen des Stromverbrauchs zwischen Alt- und Neumaschine lohnt die Aufarbeitung nicht. Bei zu alten Maschinen ist der Aufwand sehr gro\u00df, um die Verbrauchsprofile der Neumaschine zu erreichen. Die Hauptpotenziale liegen bei den Maschinen mittleren Alters.<br \/>\nInsgesamt stellt sich der nachtr\u00e4gliche Einbau eines \u00b5Controllers als die optimalste Variante dar. Auf den Austausch der Programmsteuerung durch eine Microcontroller-Steuerung wurde beim Deutschen Patentamt unter der Nr. 102 27 240.9-26 ein Patent angemeldet. Der Einbau eines Warmwasseranschlusses ist nur begrenzt sinnvoll. Die Nachr\u00fcstung mit einem Warmwasserventil erfordert ein Warmwasseranschluss, der nur in den wenigsten Haushalten verf\u00fcgbar ist.<br \/>\nMethodische Unsicherheiten sind insbesondere die Systemgrenzen zur Absch\u00e4tzung der \u00f6kologischen Effekte (z. B. fehlende Bilanzierung der Komponentenherstellung und des Abwassermoduls), die generischen und teils alten Daten, Unsicherheiten \u00fcber die tats\u00e4chliche Nutzung, den Ger\u00e4tebestand und die Ausmusterungsraten sowie unzureichende Erfassung der Neumaschinen im Messprogramm, so dass nur eine eingeschr\u00e4nkt realistische Vergleichsgrundlage zur Verf\u00fcgung steht. Unsicherheiten bestehen ferner bei der Absch\u00e4tzung der Kostensenkungspotenziale durch eine Serienfertigung des Mikrocontrollers. Die Tendenz geht zu elektronisch gesteuerten Waschmaschinen. Heute werden fast ausschlie\u00dflich Waschmaschinen mit elektronischer Steuerung hergestellt. Von der Kostensenkung h\u00e4ngt entscheidend der Preis und letztlich auch die Akzeptanz der Kunden ab, energieeffiziente Gebrauchtwaschmaschinen nachzufragen. Trotz dieser methodischen Unsicherheiten sind die Ergebnisse als richtungssicher einzustufen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Der Ergebnisbericht wird in der Reihe WerkstattBerichte des IZT ver\u00f6ffentlicht. Geplant sind dar\u00fcber hinaus zwei Mailing-Aktionen: Zum einen sollen Recyclingbetriebe auf die Projektergebnisse aufmerksam gemacht werden, zum anderen werden Journalisten als Multiplikatoren informiert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Modellprojekt konnte zeigen, dass durch verschiedene technische Ma\u00dfnahmen gebrauchte Waschmaschinen energieeffizienter aufgearbeitet werden k\u00f6nnen. Die Senkung von Strom- und Wasserverbrauch ist prim\u00e4r durch den Einbau einer neuen und auf die Anforderungen gebrauchter Waschmaschinen angepassten Microcontroller-Steuerung m\u00f6glich. Ein Prototyp demonstriert die technische Machbarkeit einer energieeffizienten Aufarbeitung von gebrauchten Waschmaschinen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt untersucht M\u00f6glichkeiten zur Senkung des Strom- und Wasserverbrauchs von gebrauchten Waschmaschinen. Hintergrund ist, dass aufgearbeitete Altger\u00e4te nicht zwangsl\u00e4ufig umweltfreundlicher als Neuger\u00e4te sind, da diese meist erheblich weniger Energie und Ressourcen zum Betrieb ben\u00f6tigen als Altger\u00e4te. \u00dcblicherweise kommen solche Innovationen nur bei Neuger\u00e4ten zur Anwendung. 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